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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 13. Januar 2011
Eifrige Rhetoriker, Filmkritiker, gar Deutsch-Lehrer werden sich schwer mit der schier unmöglichen Aufgabe tun, die Handlung des Films widerzugeben. „Inception“ benötigt entweder keine oder viele Worte. Nach Besuch des Kinos dürften unzählige Gedanken, Zweifel, Ideen durch den Kopf des Zuschauers getanzt sein, dass er sie wahrscheinlich nur mühselig ordnen und zum Stillstand bringen konnte. Einige von ihnen tanzen wohl noch immer – wie ein ewig rotierender Kreisel. Um so bemerkenswerter ist die Tatsache, dass Christopher Nolan aus einer ursprünglich simplen Idee, ein komplexes Philosophie-Labyrinth über Bewusstsein, die Wechselwirkung Traum und Realität, Verlust und Existenz erschaffen hat, in welchem sich jeder verirren und ebenso zurechtfinden kann. Die Logik, die physikalischen Regeln und Rahmenbedingungen des „Inception“-Universums sind innerhalb eigener Definitionen schlüssig. Das mag besonders daran liegen, dass Nolan sein Universum auf der Leinwand schablonenhaft von Träumen abzeichnet. Was auf der Leinwand entsteht, sind Traumfantasien, sind Visionen und Illusionen. Aber sie sind unsere, sie sind vom menschlichen Individuum ausgehend. Nolan berührt uns damit schlagartig. Wir haben es selbst alle schon erfahren, wie wir die Rolle eines Architekten in den facettenreichen Dimensionen des Unterbewusstseins einnehmen und uns willkürlich Konstruktionen erbauen, sie renovieren und schließlich einreißen. Wir kennen all jene Charakterzüge, die ein Traum für sich beansprucht: Das Aufwachen nach Sterben innerhalb des eigenen Traumes, das unlogische Drehen und Wenden von Gegenständen, gar Gebäudekomplexen oder ganzen Städten, das Paradoxe und Unerklärliche. Und wir wissen ebenso gut, dass wir auch im Traum fühlen können. Wir packen in unserem Rucksack jede Emotion menschlichen Daseins ein und nehmen sie auf traumhafte Reisen stets mit. Nolans Universum birgt damit viel mehr Realismus, als wir vielleicht glauben und wahrhaben wollen. Unser Unterbewusstsein hat das während des Films bereits kapiert. Somit kann dem Drehbuch ausschließlich Bewunderung und Faszination entgegen gebracht werden, da man es mit einem der innovativsten, vielseitigsten und klügsten Skripts zu tun hat, die jemals verfilmt worden sind. Nebenbei entsteht eine ungemeine Spannung, der man sich wie ein Sog beim besten Willen nicht entziehen kann – auch wenn manch einer nicht immer weiß, in welcher Traumebene er gerade wandelt. Und das Großartigste ist wohl, dass Nolan uns nicht mal eine absolute Idee aufzwingt, sondern reichlich Freiraum für Interpretationen und faszinierende Unsicherheit lässt, die den Zuschauer noch lange packt. Selten wurde bereits während des Abspanns in einem Kinosaal von allen Seiten getuschelt und gerätselt. Was kann ein Film schon mehr erreichen, als Dialoge zu suggerieren und zu manipulieren? Besonders in einer Zeit, in der wir glauben alles Erstaunliche zu kennen?
Doch funktioniert das erfolgreiche Ausrollen des Identifikationsteppichs nicht nur mit Hilfe abstrakt-authentischer Drehbücher. Erst ein auftrumpfendes Ensemble gibt der Schaffung von Authentizität im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht und eine Stimme. Es versammelt sich ein Cast mit Rang und Namen, der sich jedoch der Mindfuck-Story des Jahres klar unterordnen muss. Leonardo DiCaprio hat sich längst aus seinem Ruf des Titanic-Milchbubis gespielt und überzeugt in ausnahmslos jeder Szene. Nicht ohne Grund zählt er in seiner Generation zu den besten seines Faches. Wie er Dom Cobb, einem wandernden Schlaflosen zwischen den Welten der lähmenden Trauer und entschlossener Willensstärke physisch verkörpert, ist glaubhaft und nebenbei äußerst charismatisch. Jungtalent Ellen Page ist nicht nur seit einer wunderbaren Darbietung in „Juno“ eine der coolsten Säue in der Branche, sondern auch eine verdammt ernstzunehmende Schauspielerin. „Klug-sexy“, gibt der erprobte Schüler bei Wikipedia ein, um Ellen Page zu finden. Der relativ unbekannte Tom Hardy konnte anschließend seinen Hollywood-Durchbruch feiern, Joseph Gordon-Levitt hat ohnehin eine große Zukunft im Vorgarten seiner Villa stehen. Beide spielen ungemein konzentriert, gehen akribisch ans Werk und streiten sich förmlich um die Sympathiepunkte des Zuschauers. Um die Gunst des Publikums kämpfen ferner eine wie immer grandiose Kinolegende Michael Caine und Ken Watanabe. Neben DiCaprio sticht besonders eine neue Kinogöttin hervor: Marion Cotillard. Die Französin wurde wegen ihrer außergewöhnlichen Präsenz in „La vie en rose“ von der Welt auf Händen getragen. Seit ihrem endgültigen Durchbruch küsst ihr Hollywoods Elite die Füße, und das wird sich nach „Inception“ nicht ändern. Cotillard spielt die Ehefrau Cobbs mit einer emotionalen Wucht, dass sie Magengrube und Herz zugleich berührt, nein, faustdick trifft. Sie ist der gefühlsbetonte Mittelpunkt des Films und ihr Zusammenspiel mit DiCaprio verleihen einem vermeintlichen Blockbuster eine seltene Tiefe und (endlich) eine angemessene Würde. Die freigesetzten Emo
Als ich mir diesen Film das aller erste mal angeckugt habe waren meine Erwartungen riesig.Ich konnte den ganzen Tag an nichts anderes denken als daran dass an diesem Abend Mr Nolans neuer Film in die Kinos kommt.Und was soll man sagen ? Ich wurde nicht enttäuscht! Der Film hat eine Magie die den Zuschauer sofort in seinen Bahn zieht,und Innovationen oder auch Ideen die einen verblüffen und auch sprachlos machen.Dieser Film ist ein Kunstwerk was angeckugt werden sollte,und wer es nicht tut,wird nicht ruhig träumen können.
Inception hat ne gute Story mit einem klasse Ende, war durchgehend spannend und wurde hervoragend inszeniert. Das gesamte Ensemble war top, wobei mir Marion Cotillard am besten gefallen hat. Der Humor kam auch nicht zu kurz und den Score fand ich auch immer passend, aber jetzt nie grandios. Was ich sehr Schade fand, dass ich zu keinem Zeitpunkt zu einem Charakter eine emotionale Bindung aufbauen konnte. Auch generell hätte ich mir mehr Emotionaltät gewünscht. Was mir auch nicht so gefallen hat, war das Motiv von Cobb und co, Fischer eine Inception zu pflanzen. Wegen Industriespionage so einen riesen Aufwand machen und sich in große Gefahr begeben, naja da hätte ich schon etwas mehr erwartet. Trotz ein paar Schwächen für mich bis jetzt der beste Film in der laufenden Kinosaison.
Einner der besten Filme ever! Da hier schon nahezu alles positive erleutert wurde nur die negativen aspekte: -Viel zu laute und Aufdringliche Musik! -Ein paar Logikfehler -teilweise schwer der Handlung 100%ig zu folgen.
Ach ja das faszinierende ist das man über den Film noch stundenlang diskutieren und sich Unterhalten kann!
Endlich!!!endlich mal wieder ein Film,der mich umgehaun hat.Faszinierend dieser Film.Unbedingt anschauen!Werde mir 100% die Blu-Ray dazu holen,sobalds drausen ist.1000Sterne
selten so einen überschätzen film gesehen. beinahe wär ich eingeschlafen. kaum spannung, durchschnittliche schauspielerische leistungen (di caprio und elen page können mehr), zu konstruierte story, wenig emotionen. einzig die special effects überzeugen.
Immer wenn der allgemeine Tenor so einhellig begeistert ausfällt werde ich misstrauisch ob all die Lemminge nicht wieder mal nur dem Hintern des vorauslaufenden Tieres folgen und siehe da: Bingo! "Inception" ist tatsächlich ein für Hollywood-Mainstream ungewöhnlicher Film - so wie es Filme wie Matrix Uno oder auch Vanilla Sky zu ihrer Zeit waren - wobei der erste Teil der Matrix Saga in seiner mühelosen Verknüpfung von (Bewusstseins-)Matrix und Wirklichkeit schlicht unerreicht bleibt und dennoch genug Zugeständnisse an das Mainstream Publikum macht wobei der Kniff bei Matrix war, dass all die "surreale"Krachbumm-Action genauso funktioniert wie in der sog. "Wirklichkeit":Als Zuckerguß und Ablenkung für das was hinter den Kulissen tatsächlich abläuft - und wie das eigenen Sein und Bewusstsein fröhlich am Realitätsscript mit herumbastelt um die "Wirklichkeit" nach eigenem Gutdünken einigermaßen zurecht zu biegen wenn klare Bezugspunkte (wg. Trauma oder Unkenntnis) zu fehlen scheinen. Ähnlich Vanilla Sky: auch hier geht es um eine Karthasis des Protagonisten der sich zwischen Traumrealität und Wirklichkeit eingeklemmt sieht und sich aufmachen muss das Rätsel seiner momentanen Existenz/Erscheinungsform zu lösen. Eigentlich habe ich von "Inception" erwartet, dass Nolan genau da ansetzt und noch eine Schippe drauflegt - was für mich das Prädikat "anspruchsvoll" rechtfertigen würde. Für mich beginnt dementsprechend die wirklich Traumreise dort wo Cobb/diCaprio im "Limbus" landet, nur leider ist "Inception" genau da zuende und stattdessen finden wir uns auf drei Leveln eines durchkonstruierten Action/Fantasy-Shooters wieder wie er auch von der Videospielindustrie so hätte inszeniert sein können.Nein, Nolan hat sich nicht sehr weit aus dem Fenster gelehnt und Warner wird es ihm danken. Da war "The Prestige" mutiger und in seinen Anspielungen subtiler (z.B. Edison vs Tesla). Einzig die emotionalen Verstrickungen des traumsüchtigen Hauptakteurs lassen hier und da Gänsehaut aufkommen und geben eine Ahnung davon in was für ein abstrakt-aufwühlendes Traumlabyrinth, das den Zuschauer selbst in eine kleine Sinnkrise stürzt und existentielle Fragen aufwirft, uns Nolan hätte entführen können.Immerhin gestaltet sich die psychologische Beleuchtung der Hauptfiguren und die damit verbundenen Manipulationen atmosphärisch dicht und überzeugend.
Das ist kein Film über das Träumen und paralleles Sein darin - es ist die auf Zelluloid gebrannte 3D-Träumerei eines handwerklich begabten Ausnahmeregisseurs der gekonnt auf Mainstreamkurs zu bleiben versteht und nur gelegentlich mal aneckt und höchst kalkuliert ausbricht - schade. Zumal durch die Handlung ersichtlich ist, dass die von den Extraktoren geschaffene Traumwirklichkeit eher eine durch Drogen geschaffene Holowerft mit traumähnlichen Konstruktionen darstellt die letztlich das schwache Zuschauerherz und -Hirn nicht allzusehr überfordern sollen.Man könnte sonst ja noch auf "komische Gedanken" kommen oder gar anfangen existentielle Fragen zu stellen...:).
Ansonsten sehenswerter Film.
Update 08.07.12 : Nach nochmaliger Ansicht (und Durchsicht meiner Kritik) gebe ich ehrlich zu, dass ich etwas zu hart mit "Inception" umgegangen bin und im Vergleich zu sonstigen Hollywoodspektakeln eine Benotung von 4,5 durchaus angemessen ist. Ja, die Erwartungshaltung: Ich habe seinerzeit nicht das bekommen was ich gern gehabt hätte.Dafür kann aber der Film nix. Shit happens ;)
Top Film, bei dem fast alles passt. Technik, Besetzung und Story sind sehr gelungen. Einziges (kleines) Manko: Gewisse Parallelen zu Matrix sind nicht zu verleugnen, jedoch ist Inception meiner Meinung nach deutlich besser, da weniger verschwurbelt.