Gekürzter Kommentar von meiner Seite:
Peinliche Szenen gibt es im Verlauf einige. Jennifer Lawrence verpasst beim Training für den großen Kampf mit ihrem ersten Schuss das Ziel um einiges. Somit gibt es Gelächter und die Herumstehenden widmen sich nun verständlicherweise anderen Dingen zu. Ihren 2.Schuss sieht somit keiner, den sie plötzlich mittig als Volltreffer vorweisen kann. Seltsamerweise ist sie innerhalb von wenigen Sekunden von einem Fehlschützen zur Meisterschützen mutiert, wie auch immer das sein kann, dass funktioniert nur im heutigen Hollywood. Beschämend in dieser Szene auch, dass Jennifer Lawrence, weil sie nicht mehr die Aufmerksamkeit hat nun innerlich ersichtlich zickig wird, indem sie ein Pfeil in Richtung der sich gerade am Buffet bedienenden Gäste, in einem aufgetafelten Schweineapfel schießt. In diesem Fall hätte man ihr (wahrlich) mal eine langen können. Wenn diese Szene wenigstens frech rüber kommen würde, dann könnte man drüber schmunzeln, aber so nicht. Dafür wird sie für diese dummfreche Aktion noch unfassbar belohnt und bekommt eine 11/10er Bewertung bei der Jury im Film. Nicht nur das, sie wird nun zum alles umfeierten Superstar, weil sie einen Treffer beim Bogenschiessen gesetzt hat. Unglaublich, aber wahrhaftig hier zu sehen. Nach dieser Meisterleistung kommt es zur Modenshow sondergleichen und die nun von alle umfeierte Jennifer Lawrence, schaut in einem bezaubernd schönem rotem Kleid(?) noch berauschender aus. Hier geht das nun ums dumm verkaufen, des wahrscheinlich schon stupide dasitzenden Zuschauers. Die Grundgeschichte kommt nicht voran, bis zum letzten Drittel wird man stetig im Dialog auf die nun stattfindenden „Hunger“ Spiele vertröstet und sonst passiert einfach nichts aufredendes, auch wenn es nicht richtig langweilig wird, da die optische Freak-(Mode)show und einige Stimmungsmache noch bei Laune halten. Dennoch passiert selbst beim ersten Twilight inhaltlich mehr als hier. Es wird Zeit damit verplempert stetig einen Countdown runter zu zählen, einmal sogar gemächlich von 50 an rückwärts auf 0. Dabei kommen Erinnerungen an die Entscheidungsshows von DSDS oder diverse Live-Game-Shows auf, so wie bei dem ehemaligen Sender 9Live zu sehen. Wenn es dann endlich mal losgeht und die Kinder sich spät in der 3. Filmhälfte abschlachten, dann hält man natürlich nie richtig drauf, was kaum zu erwarten war. Nervig ist, dass man nicht mal was vom Kampf hört, dafür wird nur ein gruseliger Sound (über-)gespielt und mit der Kamera auch noch plötzlich ziemlich unnatürlich gewackelt. Es ist höchstens mal zu sehen, wie ein kleines Taschenmesser in der Nahansicht in irgendeinem Klumpen steckt. Emotionen oder ein mitfiebern sind gewiss nicht gegeben. Somit das große Tamm Tamm vor den ersten Kampf alles nur künstlich erzeugte Spannung ist, es entlädt sich dann in einem peinlichen Schnittgewitter, wo man sich für richtig Fremdschämen muss. Wie viele Kinder bei den Spielen nun gestorben sind, sieht man nicht (wie bei Battle Royale), sondern erfährt man nur von den Moderatoren der Show. Die Kämpfertypen nimmt man den jungen Darstellern jedenfalls kein bisschen ab, sie wirken weich und Castingshow reif, wie bei Twilight und Harry Potter, ganz genau so. Dialoge wie „Sie ist praktisch schon tot“ oder „Leg sie um“ werden sanft gesprochen und wirken unfreiwillig komisch, da jegliche Härte fehlt. Es wird bei den Actionszenen anhand sehr unübersichtlicher, schnellster MTV Videoclip Schnittszenen alles vorenthalten, was hier besonders ärgerlich ist, denn da hat Twilight sicher mehr zu bieten, wie auch bei den Kreatureffekten gegen Ende, die hier nur sehr schwach zur Geltung kommen. Die Revolte im Finale ist absolut vorhersehbar, die gewollten Emotionen sollen dabei sehr ersichtlich stark zur Geltung kommen, was aber komplett in die Hose gegangen ist, da alle Charaktere extrem oberflächlich gezeichnet sind und die Helden unantastbar bleiben. Wäre wie bei Twilight noch akzeptabel, wenn man mit dem Opfer gegen Ende nicht eine Revolten auslöst, die Emotionen beim Zuschauer erzeugen müssen und nicht wie aus der Luft gegriffen nur bei einigen Film-Charakteren eines Distrikts hervorbechen. Bei dieser Szene kann man allerdings schon mal kräftig ins Gelächter kommen. Schnullerpuppe Jennifer Lawrence, die Martyrerin.