Die Tribute von Panem - The Hunger Games
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 30. März 2012
Was soll man zu Jennifer Lawrence noch groß sagen? Sie hat mittlerweile in mehreren Filmen bewiesen, dass sie zu den aufgehenden Sternen am Hollywood-Firmament gehört. Dies ändert sich auch nicht durch "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele", nein, es wird viel mehr unterstrichen.

In einer dystopischen Gesellschaft einer nicht näher benannten Zukunft, wurde vor Jahren ein Widerstand gegen die Obrigkeit gewaltsam Niedergeschlagen. Seit dem lässt der Diktator Snow jedes Jahr die sogenannten Hunger Spiele ausrichten. Es werden zwei Tribute - ein Junge und ein Mädchen - aus jedem der zwölf Distrikte in einer Arena aufeinander gehetzt. Am Ende darf es nur einen Sieger geben. In dieser Welt lebt Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die sich freiwillig als Tribute meldet, als ihre Schwester während der feierlichen Verkündung ausgewählt wird um ihren Distrikt bei den Hunger Spielen zu vertreten.

Vorweg wurde der Film als legitimer Nachfolger für die Twilight Serie gehyped. Sei es nun durch die Medien, manche Fans oder durch das Marketing des eigenen Filmstudios. Dies wird dem Film aber keineswegs gerecht. „Die Tribute von Panem“ bietet gute, zum Nachdenken animierende visuelle Reize und besteht mit einer eigenständigen Geschichte. Hinzu kommt, dass man mit Jennifer Lawrence eine talentierte Hauptdarstellerin gefunden hat, die genügend Sympathiewerte beim Publikum sammelt.

Über die Originalität des Films kann man allerdings auch streiten. Viele Versatzstücke erinnern frappierend an den Manga (welcher auch verfilmt wurde mit Takeshi Kitano) „Battle Royal“. Die Prämisse ist die selbe, jedoch ist die Umsetzung dabei ganz klar anders fokussiert. Panem dient eher als hintergründige Schelte auf die derzeitigen Massenmedien. Munter wird im zweiten Drittel des Films, die Sensationsgeilheit mancher Fernsehsender auf die Schippe genommen. Effektiv gelingt es der Regie dabei, unserer Fernsehlandschaft den Spiegel vorzuhalten. Das funktioniert als Spannungsaufbau genauso gut, wie als Parodie.

Das dritte Drittel des Films findet dann in der Waldarena statt. Hier entscheidet sich wer leben darf und wer stirbt. Hier spielen sich auch die großen Tragödien von Panem ab. Für einen Film, der sich an ein jugendliches Publikum richtet, sind die Bilder dabei teilweise schon äußerst krass. Da werden Teenager von Pfeilen durchbohrt, von Schwertern niedergestreckt oder sterben an Vergiftungen. Man merkt daran, dass das Medium Film sich entwickelt hat und dass die Filmemacher sich immer mehr trauen auch subversive Stoffe zu verfilmen.

Was bleibt also am Schluss? Ein wirklich gut fotografierter, spannender Abenteuerfilm, der für einen legitimen Nachfolger von Twilight äußerst nachdenklich und ruppig daher kommt. Bedenkt man, dass dies erst die Einleitung für drei weitere Filme war, die noch wesentlich interessanter zu werden versprechen, kann man sich auf die Sequels nur freuen.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 28. März 2012
Mir fallen da Attribute ein wie:

kitschig: diese gespielte Lovestory und das FAST Romeo&Julia Ende. In der Vorschau denkt man irgendwie noch das Gayle mitkommt als Tribut.. aber dann dieses komische Weichei da...

vorhersehbar: ich habe mich viel zu oft sagen hören... "wetten gleich kommt... OMG"
Er ist verletzt... Sie küsst ihn... Oh was kommt da.. Welch Wunder ein Fallschirm....
Regeländerung.. beide bleiben übrig... natürlich wird die Änderung rückgängig gemacht.. Und dann wollen sie auch noch beide gemeinsam sterben......... ich könnte kotzen...

politisch korrekt getrimmt: Klar das die Protagonistin niemanden direkt umbringt.. alle werden zufällig von anderen umgebracht, ihr wird aus Rache zu Hilfe geeilt und sie wird verschont. Das eine mal war ja Notwehr..

Achja, Unrealistisch!!
Und was für ein Mist ist das mit den Vögeln die zurückpfeifen oder den Hunden die auf einmal auf dem nichts auftauchen? Ist das alles wie bei Raumschiff Enterprise ein Holodeck, wo die Sicherheitsmechanismen deaktiviert sind oder was? Fallschirme die gesteuert werden können?? Alles sehr schwammig erklärt...

Am Ende dacht ich mir dann... ich hätte es wie Mario Barth bei Titanic machen sollen.. SIE ÜBERLEBEN ES BEIDE......... im Kino schreien..

Alles in allem ein total weichgespülter Film mit schwammigen bis gar nicht vorhandenen Erklärungen..
Echt mies.. muss ich nicht nochmal haben. Bäähh
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 28. März 2012
Toller Film.
Ich glaube aber wenn man das Buch gelesen hat gefällt er einem besser.
Viele hätten sich mehr gemetzel und Kampf gewünscht, hätte auch nicht geschadet - aber das muss ja nun auch nicht immer so extrem sein oder? Auf jeden Fall TOP.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 28. März 2012
Langweilig, dröge, abgestumpft ... bessere Atribute kann man diesem Film nicht geben.
Die extrem wackelnde Kamera nominiert sich selbst für die goldenen Himbeere, Drehbuch und Regie schneiden nicht wesentlich besser ab. Das Kostümbild klemmt irgendwo zwischen Robin Hood und "Das fünfte Element". Einzig die Schauspieler machen einen soliden Job.
Der Film schafft es aber so überhaupt nicht einen in das Setting zu ziehen, mitzunehmen in eine postapokalyptische Welt. Wer eine Fernsehshow alá Running Man oder Death Race erwartet, wird bittert enttäuscht. Denn, dass es sich hier um die sich jährlich wiederholende beliebteste TV-Show des Landes Panem handelt, muss sich der Zuschauer schon selbst dazu denken. Gleichfalls ist es erschreckend, wie anteilnahmslos man die zur Schau gestellte Ermordung von Kindern über sich ergehen lässt. Nicht einmal dabei schafft es der Streifen auch nur eine Spur von Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen.
Leider sind wohl schon Teil 2 & 3 dazu angedacht ... Die Zeit kann man besser verbringen.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 27. März 2012
Der Film ist einfach zum Kotzen !!!! Jedes mal wenn man das Gefühl hatte es passiert jetzt was, wurde man unglaublich enttäuscht ! Weder die Schauspieler noch die Atmosphäre haben mich überzeugt!!!! Ich wollte schon nach 10 Minuten das Kino verlassen, selbst eine Einladung ins Kino solltet ihr ablehnen, es ist absolute zeit Verschwendung! Vielleicht liegt es daran das ich das Buch nicht gelesen habe.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 27. März 2012
Also ich bin wirklich sehr enttäuscht von diesem Film. Die Story klang wirklich sehr gut (wenn auch abgekupfert) und ich habe mich auf einen spannungs- und actionvollen Kampf ums Überleben gefreut. Nun hab ich das Buch nicht gelesen und weiß nicht in wie fern die Story an sich dran Schuld ist aber von beidem war im Film keine Spur. Wenn nach einer Gefühlten Ewigkeit endlich das wichtigste, nämlich die Hungerspiele, endlich losgehen ist damit auch schon eigentlich alles im Film gesagt.
Das schlimmste ist, man merkt zu jeder Sekunde, dass ein Frau die Story geschrieben hat. Es geht um einen Kampf auf Leben und Tod wo nur EINER überleben kann und die HAuptdarstellerin hat nichts besseres zu tun als die ganze Zeit schreiend durch den Wald zu laufen und jedem, der sie nicht beim ersten Blickkontakt direkt anzugreifen, blind zu vertrauen. Nein es ist ja viel wichtiger eine Liebesgeschichte in einer Höhle weiterzuentwickeln als sich um sein Leben zu sorgen...
Im Gegensatz zu Niman7 scheue ich den Vergleich zu Twilight nicht, denn genau wie es Meyers mit Vampiren gemacht hat, wird hier die Idee des Überlebenskampfes so verweichlicht, dass 12 Jährige Mädchen sich perfekt in der Story wieder finden.
Dazu kommen dann noch andere inhaltliche Schwächen: Die ganze Zeit wird darüber gesprochen, was das Publikum will... nur dass man dieses bis auf zwei Szenen NIE zu Gesicht bekommt.
Die Actionenszenen sind eigentlich garkeine denn hier versucht man mit wirrem Kameragewackel was vorzutäuschen was garnicht da ist: Action.
Ich jeden Falls kann nur raten, spart euch das Geld und guckt ihn wenn überhaupt auf DVD an. Dieser Film ist den Eintritt absolut nicht WErt!
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 27. März 2012
Die Geschichte ist echt geil aber leider wurde sie nicht gut umgesetzt. Es hätte soviel gemacht werden können . Echt traurig das der Film so verhunzt wurde. Bei den kampfszenen ist die Kameraführung sowas von wackelig das einem schwindelig wird. spassfaktor Null
niman7
niman7

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2,5
Veröffentlicht am 26. März 2012
Von "Tribute von Panem-Tödliche Spiele" bin ich wirklich maßlos enttäuscht worden! Total langweiliger Film. Obwohl er von der Story her richtig gut klingt. Zumindest von der Idee her! Denn die wahre Geschichte habe ich nicht wirklich verstanden. Jennifer Lawrence lebt in einem der 12 Distrikte. In ihrem Distrikt, leben die Menschen unter sehr schwachen Verhältnissen. Dort lebt sie zusammen mit Ihrer kleinen Schwester und Ihrer Mutter. Um an essen zu kommen, jagt sie entweder oder verkauft ihre Milch. Doch bald bricht der Tag herein an dem ein Junge und ein Mädchen ausgewählt werden um an den "Hungers Spielen" Teilzunehmen. Dummer weiße wird ihre kleine Schwester ausgelost und Lawrence entscheidet sich mutiger weiße als Tribut zu dienen. Zusammen mit einen Jungen aus Ihren Distrikt, fährt sie in die Hauptstadt um an diesen "Spielen" teilzunehmen. Warum jetzt genau diese Tribute statt finden, weiß ich immer noch nicht! Darauf wird im Film so gut wie kaum eingegangen! Nein der Regisseur muss viel öfter zeigen wie gekränkt sich Lawrence Freund in der Heimat fühlt und wie gekränkt ihr Freund, welcher mitgegangen ist, sich fühlt! Vielleicht muss man sich ja die Bücher durchlesen oder gar alle 3 Teile sich anschauen um wenigstens etwas aus der Situation oder der Geschichte raus zu finden! Wie auch immer. Nach der Wahl wird ständig was von den Kämpfen erzählt und das Prozedere wird ständig erklärt aber es kommt er ganz am Schluss zu der Action! Also was die Geschichte betrifft, fand ich den Film echt lahm. Vor Allem zieht sich die erste Stunde endlos! Ich war heilfroh als die Unterbrechung wegen Überlänge kam. Dazu kommen einfach viel zu viele kleine Dinge die unendlich nerven und mehr als unlogisch aussehen! Als Beispiel fällt mir jetzt die Höllen Szene ein! Sowas von übertrieben. Der Regisseur versucht mit aller Macht den Zuschauer zum heulen oder gar zum leiden zu bringen. Das letztere hat er sehr gut hinbekommen aber leider auf einer negativen Art. Das Zweit Schlimmste an den Film ist natürlich die Kamera! Sowas schlechtes- Bei den Kämpfen oder den Szenen an den es schnell und hastig zu geht, hat man versucht das ganze so realistisch wie möglich wirken zu lassen. Das war ganz klar eine falsche Entscheidung denn das ständige Wechsel nervt abartig. Zudem kommen solche Sachen wie Zum Beispiel das man eine Treppe oder eine Figur sieht und die Kamera dann unten den Füßen beginnt und langsam nach Oben geht. Was will der Regisseur uns damit nur sagen? So jetzt muss ich hier aber auch einige Plus Punkte aufzählen sonst werden die 2 1/2 Sterne ja nicht gerecht. Zum einen muss ich auf jeden Fall das Design hier positive erwähnen! Die Welt von Panem sieht unglaublich gut und Detail genau aus! Ja vor Allem als der Zug in die Hauptstadt einfährt. Ich kann nicht sagen ob der Regisseur das alles richtig adaptiert hat aber wenn schon mal die Autorin dabei war, muss es ja so sein. Von den Kostümen bis zu den Gebäuden, alles sieht extrem toll aus. Ja Jennifer Lawrence war überragend und die Zukunft gehört ganz sicher ihr. Sie spielt jeden an die Wand und kann sogar mit Größen wie Woody Harrelson oder Donald Sutherland. Aber! Schauspieler älterer Generation wie Elizabeth Bank fand ich ein tick besser. Für mich war sie auf jeden Fall die Beste im Film was Schauspielkunst betrifft. Ich habe sie unter Ihrer Maske und Ihrem Kostüm nicht erkannt. Total verrückte Figur und einfach umwerfend von ihr verkörpert. Muss man 100 pro erwähnen. Erwähnen müsste man da auch ganz sicher Stanley Tucci! Was habe ich mit ihn gelacht! Herrliche was für eine Show er da als Moderator abzieht. Der Score war auch ganz okay. Nichts bestimmtes was im Ohr hängen bleibt aber jedoch passend und zum richtigen Zeitpunkt. Und ja ich wage es diesen Film mit Twilight und den anden Teenie Schund in einen Topf zu stecken da er einfach mit so jungen und gut aussehenden Schauspielern versucht zu punkten und dann auch noch zwischen durch eine Liebesgeschichte mit einbaut. Dieser Film ist nichts für die jenigen unter uns die auf Filme wie Departed oder wenigstens anständiger und realistischer Geschichte stehen. Den Hype kann ich null verstehen. FAZIT: Was Geschichte und Aufbau betrifft, ist der Film einfach zu schwach. Es dauert viel zu lange bis er mal richtig in fahrt kommt. Was Schauspieler und vor Allem natürlich Design betrifft, punktet der Film mächtig. Spannend und Action reich ist der Film auf keinen Fall. Ich kann ihn euch nicht empfehlen.
David Schmelzer
David Schmelzer

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1,5
Veröffentlicht am 25. März 2012
Also ich weiß echt nicht warum der Film so gut bewertet wird Die Story ist die erste Stunde totlangweilig. Der Film baut null Spannung auf. Schauspielerisch war es in Ordnung aber auch nicht super. Die meiste Zeit in dem Film wird nur über den Kampf geredet und man fragt sich ja wann geht es endlich los. Also Leute lohnt sich überhaupt nicht. War sehr Enttäuscht!!!!!!!1
Max H.
Max H.

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4,0
Veröffentlicht am 25. März 2012
Mit Romanverfilmungen tue ich mich im Allgemeinen schwer. Es ist nie möglich, dass Buch in seiner Gänze und seinem Verständnis zu erfassen. Allerdings ist bei der Umsetzung viel zu beachten, zwischen dem einfachen Abschreiben eines Buches, das zumeist kurz ist, der erste Harry Potter Band ist dabei ein gutes Beispiel, oder auch der meist komplexeren Neuinterpretation eines vielseitigen Werkes.
"Die Tribute von Panem: The Hunger Games" ist wohl eher letzters, auch wenn eine gewisse Fusion der beiden unübersehbar ist. Ross hat aber nicht nur mit den Problemen von Columbus & Co zu kämpfen, sondern auch der Schwierigkeit eines Ich - Erzählers. Die Emotionswelt der Protagonistin in diesem Fall auch nur im Ansatz zu erfassen, ist beinah unmöglich.
Schlussendlich sei Ross also mit diesen Widrigkeiten als Voraussetzung zu seinem Werk zu beglückwunschen, denn er bietet nicht nur ein interessantes Drehbuch und orginelle Inszenierungen, sondern auch noch einen Trumpf: Jennifer Lawrence. Die Einführungen zum Verständnis halten sich kurz, jedoch nicht zu kurz, es wird ein grober Überblick gegeben ohne dabei wichtiges auszulassen: Der Film beginnt schließlich auch zuerst bei der Ernte. Hier werden einige Abänderungen vorgenommen, das ganze wirkt aber diesbezüglich homogen, als das eine triste, verzweifelnde Grundstimmung vermittelt wird und keine altbackende Dramatik mit hochemotionaler Musik zum Tragen kommt, wie es genretypische Epen versuchen. Nein, der ganze Film wirkt deshalb auch sehr echt und überraschend intensiv. Auch die vornehme Zurückhaltung von epischen ochestralen Einsätzen vermittelt fast den Anschein einer Doku, als wäre man live dabei.
Dass das ganze vom Cast dann auch noch formidabel gespielt wird und der Propagandafilm des Kapitols eingespielt wird, bewirkt außergewöhnliche Seriösität, wie es Harry Potter und Twilight, mit denen der Film oft, aber auch völlig absurdeweise verglichen wird, nicht wirklich umsetzen konnten.
Lawrence und Hutcherson sind im Film die Hauptrollen zuzuordnen, auch wenn Lawrence' Katniss natürlich der Dreh- und Angelpunkt ist. Hutcherson spielt nicht sehr variabel, aber gekonnt ernst und bei Showmaster Cesar Flickermann charmant und lustvoll. Lawrence führt natürlich auch schon die im Vorfeld oft benannte Meisterleistung aus. Sie spielt Katniss genau richtig, zwischen Heldin wider Willen und dem verletzlichen Mädchen, dass in ihrem Leben schon zuviel durchgemacht hat und nun Mut aufbringen muss. Sie besitzt offensichtlich große Spielfreude und hat auch Mut zur Hässlichkeit, die sie trotzdem dann auch ungeniert durchspielt, wobei Hässlichkeit auch immer relativ gesehen werden muss (!). Allen Jungschauspielern kommt aber auch das gute Drehbuch entgegen, das auf schwülstige Dialoge oder peinliche Redeanteile fast komplett verzichtet. Beachtenswert ist dabei auch die Gewaltdarstellung, natürlich nicht mit übertriebenen Bluteinlagen, aber es wird auch nicht weggeschaut. Ross' Inszenierungsstil setzt vor allem auf die Wackelkamerataktik. Gegenüber der atemberaubenden und prunkvollen Darstellung des Kapitols und der abgedrehten Bewohner wirken die Hungerspiele durch die Wackelkamera dreckig, einengend und impulsiv aber auch natürlich und realistisch. Zudem wirken sie auch als offensichtliche Kritik am Kapitol. Die Momente die durch das Wackeln bei den Aufständen in Distrikt 11 aufgefangen werden, wirken dadurch auch rebellischer und realer, ein wirklich magischer und genialer Einfall, der sicher im Gedächtnis vieler bleibt. Vielleicht auch durch seinen ironischerweise aktuellen Bezug, Straßenkämpfe in Syrien beispielsweise werden von Kameras nicht anders aufgenommen. Dennoch will man dann bei den Hungerspielen auch schonmal wissen, wer da gegen wen jetzt kämpft, somit hat diese Kameraführung nicht nur Vorteile. Sowieso gibt es neben den offensichtlichen Romankürzungen auch ein paar Dinge, die sich der Film ankreiden lassen muss. Die wohl wichtigsten und ausschlaggebenden Dialoge, auch für die weitere Reihe, zwischen Peeta und Katniss sind stark gekürzt, zudem stimmt die Chemie zwischen Hutcherson und Lawrence (noch) nicht ganz. Teilweise sind auch gegen Ende Interpretationen im Gegensatz zur Romanreihe etwas variabler und die Spannugsschraube wirkt dort auch lockerer. Das Ende ist etwas enttäuschend, was sich zugegeben aber auch mal die Autorin anhören muss. Der Zuschauer ist dadurch etwas verwirrt und es trübt ein wenig die Vorfreude einer Fortsetzung. Alles in allem macht das Panem - Debüt sehr viel Hoffnung und es ist natürlich trotz einiger Widrigkeiten, die eine Buchverfilmung nunmal aufnhemen muss, ein großartiger Einstand. Ross und Lawrence untermalen, dass sie ein starkes Team sind, Lawrence mit ihrer Schauspielkunst und Ross mit der Kompromisslosigkeit seiner Umsetzung. "Die Tribute von Panem" ist ein ungewöhnlich ernstes, intelligentes, kritisch und vor allem nachdenklich stimmendes "Fantasy"(naja!) - Epos, das sehr frisch und unverbraucht daherkommt.
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