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    Der dunkle Turm
    Durchschnitts-Wertung
    2,7
    179 Wertungen - 23 Kritiken
    Verteilung von 23 Kritiken per note
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    23 User-Kritiken

    Pascal A.
    Pascal A.

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    2,5
    Veröffentlicht am 10. August 2017
    Genereller Spoiler-Alarm (damit ich nicht jeden zweiten Satz markieren muss): Und vorsicht: Langer Text, ich neige ebenfalls zum Ausschweifen. Vorweg: Der Dunkle Turm ist für mich persönlich der heilige Gral der Literatur. Das muss man mal so stehen lassen und sich dann fragen, ob der Typ, der diese Rezension schreibt, noch alle Latten am Zaun hat. :-) King ist natürlich kein großer Literat im Sinne eines Schriftstellers, der höchste Ansprüche an den Leser stellt, ich weiß… das beansprucht er für sich auch gar nicht. Er schreibt Geschichten, die meist sehr geradlinig verlaufen. Selbst in umfangreicheren Werken wie „Es“ verlaufen die einzelnen Handlungsstränge (sowohl die vergangenen als auch die gegenwärtigen) recht linear, vom Leser wird diesbezüglich nicht besonders viel abverlangt. DAS ist King, wie ich ihn kennen und mögen gelernt habe. Er schreibt eine Geschichte, die man entweder mag oder nicht. Nach meinem Empfinden hat King oft eine tolle Idee, fängt an zu schreiben, die Story verdichtet sich und zum Schluss…. na zum Schluss hat man als Leser oft so das Gefühl, dass man sich lieber die letzten hundert Seiten des Buches geschenkt und sich ein eigenes Ende ausgedacht hätte. Ich lese King seit ich 13 bin. 1994 zu Weihnachten habe ich von meiner Oma die 5 Hörbuchkassetten „Schwarz“ (gelesen von Klaus Guth) geschenkt bekommen, den ersten Band Der Turm-Saga. Ich habe mich parallel ans Hören und Lesen gemacht… irgendwie kam ich in die Story nicht richtig rein. Roland, der Revolvermann hatte für mich keinen emotionalen Anker, an dem ich mich mit ihm hätte identifizieren wollen, überhaupt traten keine Charaktere auf, die ich als Jugendlicher mit mir verband… keiner außer Jake… und Jake wurde getötet… sogar gleich zweimal… und einmal mehr oder weniger von Roland selbst… ich habe mich irgendwie betrogen gefühlt, mich an der Seite eines solchen Besessenen wie dem Revolvermann durch ein Buch durchzuquälen, das mir unendlich langatmig und stellenweise langweilig erschien, obwohl es doch im Vergleich zu anderen Büchern, die ich zu dem Zeitpunkt schon gelesen hatte, eher eine überschaubare Seitenzahl hatte. Gegen Ende des Buches Schwarz führen Roland und der Mann in Schwarz ein Gespräch. Da jagt dieser Typ mit Revolvern das ganze Buch über diesen Kerl in Schwarz und am Ende sitzen sie da am Feuer und quatschen… ich habe das als Jugendlicher nicht erwartet. Und während sie so reden über die Größe des Universums und die Nichtigkeit des Seins, erwächst in mir das Gefühl, dass es einfach mehr als das Augenscheinliche und Offensichtliche geben muss… nicht, Gott, nicht Schicksal, sondern eine Größe, die so gewaltig ist, dass sie alles andere in der Dimension eines Staubkorns erscheinen lässt (oder wie in dem Fall des Gespräches als Atom in einem Grashalm). Die Idee unendlicher Welten in den Welten ist nicht neu, sie eröffnete mir aber einen Zugang zu der weiteren Geschichte um den Dunklen Turm. So betrachtete ich retrospektiv die Mühe, die ich mir mit Schwarz machte als eine mir verdiente Eintrittskarte in die Welt des Revolvermanns. Dass Jake dann im zweiten Band „Drei“ wieder auftauchte und schließlich in „tot“ zurückkehrt und Roland sich zu diesem Zeitpunkt verändert hat, „heller“ wurde, zugänglicher, emotionaler… hat mich in der Auffassung bestärkt, dass es sich gelohnt hat, diese Geschichte nicht zu früh aufzugeben. Nach „tot“ (1994) sollte ich also erst mal ein paar Jahre warten… und das zu einer Zeit, in der mich Selbstzweifel, Melancholie, Omnipotenzdenken und gleichzeitiger Nihilismus in der vollen Härte in Form der sogenannten „Pu-ber-tät“ beschäftigten. In dieser Zeit gab mir „der Pfad des Balkens“ eine gewisse Richtlinie, hielt mich selbst in einer Balance. Ich begann, eigene Kurzgeschichten zu schreiben und wollte den Stil Kings treffen. Ich entwickelte 1995 die Idee, dass mir dies am besten gelänge, wenn ich die Geschichte um den Dunklen Turm abtippe… rückwirkend betrachtet vielleicht Zeitverschwendung, andererseits tippe ich mit sechs Fingern auch heute noch fast so schnell wie manch einer sprechen kann... Was ich damit sagen will: Alles benötigte seine Zeit. Es brauchte fast 12 Jahre, bis King diesen ersten Roman der Reihe fertiggestellt hat. Es benötigte Zeit und Geduld, als Leser in die komplexe Welt einzutauchen und es benötigte Zeit, eine persönliche Beziehung zu den Hauptcharakteren aufzubauen. Fast 20 Jahre wartete ich dann auf den heutigen Tag, auf den Tag, an dem der Epos des Dunklen Turms endlich in die Kinos kommt… Ich schrieb damals mit 15 - inspiriert vom Drehbuch von "Der Werwolf von Tarker Mills" - als Schreibübung die ersten Kapitel des Dunklen Turms, wie ich ihn mir auf dem Screen vorstellte. Und ich hätte den Film sehr linear umgesetzt. Ich hätte mit der Zwischenstation begonnen, in der sich Roland und Jake das erste Mal begegneten. Ich hätte - damit es nicht so lange dauert, bis man den tatsächlichen Bezug zu unserer Version der Welt bekommt - direkt mehr Elemente aus Jakes Leben in New York mit rein gebracht, ich hätte die Durchquerung der Wüste kurz gehalten und die gesamte Episode aus der Kleinstadt Tull raus gelassen (vielleicht später in Form von Rückblenden kurz aufgegriffen), ich hätte Roland von Anfang an etwas zugänglicher als in den Büchern gemacht, damit man ihn nicht schon gleich verabscheut…. nun zu dem Film: Das, was ich mir damals mit 15 vorgestellt habe, haben sie auch tatsächlich in der Filmadaption mehr oder weniger so gemacht… aber selbst ich bemerkte damals nach dem Schreiben der ersten Seiten Drehbuch, dass das so unmöglich die Stimmung der Geschichte wiedergeben wird… es fehlte mir dabei einfach die geradlinige konsequente Entwicklung des Revolvermanns…. nachdem man "Glas" gelesen hatte und dadurch einen Einblick in die Entwicklung des jungen Revolvermanns, dem Verlust seiner Liebe und seines Ka-Tet erhalten hat, wurde "Schwarz" irgendwie "Halbschwarz"…es wurde deutlicher und heller, Roland erschien wesentlich mehr ausdifferenziert....aber das benötigte - wie schon gesagt - Zeit. In einem knapp anderthalbstündigen Film kann das alles nicht aufgegriffen und umgesetzt werden, das ist klar… wenn man das aber nicht kann, sollte man es aber vielleicht auch nicht anreissen. Es sind als "Appetithappen" einfach zu viel vorweggenommene Informationen aus den verschiedenen Büchern in diese kurze Zeit gepackt. Es erscheinen die Taheen, das Devar-Toi, das Dixie Pig, Merlyns Kugeln, die Brecher und - schon in der ersten Minute des Films - der Turm selbst…. das geht meiner Ansicht nach gar nicht. Erst im letzten Band der Buchreihe ("Wind" lasse ich als eigenständiges Werk jetzt mal aus dem Zyklus draussen) wird der Leser wie ein Begleiter einer schmerzvollen und langjährigen Odyssee mit der Anteilnahme an der universellen Größe des Turms, von der im Gespräch des Mannes in Schwarz und dem Revolvermann im ersten Band "Schwarz" die Rede war, belohnt. Hier dem Zuschauer schon direkt zu Beginn des Films ein Bildnis des Turms zu zeigen, gleicht in meinen Augen einem blasphemischen Akt und liegt meiner Ansicht nach nur in einem Wort begründet: Effekthascherei. Man hat ohnehin insgesamt den Eindruck, dass einerseits verdeutlicht werden soll, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist, dass man andererseits aber für den Fall, dass der Film doch nicht weitergeführt wird, einen eigenständigen Streifen kreieren wollte, in dem dann wenigstens ein bisschen von allem - und vor allem auch der Turm selbst - zu sehen ist. Mit dieser Strategie macht man es unter Umständen aber niemandem wirklich recht. Ich als eingefleischter Turm-Junkie kann mit vielen Veränderungen zwischen Buch und Film gut leben. So lösten sich meine anfänglichen Befürchtungen bezüglich der Besetzung ziemlich schnell im Laufe des Films auf. Idris Elba hat die "edle" Aura des Revolvermanns mit - etwas übertriebenem - Pathos gut verkörpert. Da sehe ich auch darüber hinweg, dass er fast eine Minute braucht, um auf die Idee zu kommen, sich von den "Baumschlingpflanzententakel", die ihn festhalten, mit seinem Messer loszuschneiden, nachdem er seine Revolver verloren hat. Auch war es wohl dem dramaturgischen Effekt geschuldet, dass der Revolvermann, der in den Büchern anscheinend noch nicht mal richtig schlafen muss, sondern mehr oder weniger in einem Zustand ständiger Vigilanz durch die Welt rennt, hier im Film nicht mitbekommt, dass Jake aufsteht, durch den Wald mitten in die Arme irgendeines bösen Dämons läuft und er erst aufwacht, nachdem der Mann in Schwarz ihm im Traum eine Botschaft schickt. So konnte er den Jungen natürlich im letzten Moment retten, was immer noch besser wirkt, als ihn - wie im Buch - irgendwo in einem dunklen Berg die Tiefe runter stürzen zu lassen. Der Mann in Schwarz, verkörpert durch Matthew McConaughey, wirkt trotz der schwarz gefärbten Haare - was ich persönlich nach wie vor stylistisch als weder notwendig noch sinnvoll erachte - so, wie ich es mir bei der Besetzung erhofft habe: Seine Untergebenen oder Widersacher mit einem Sunnyboy-Lächeln auf den Lippen ohne mit der Wimper zu zucken killend. Auch Tom Taylor leistet als Jake Chambers gute Arbeit. Seine Rahmengeschichte hat mich zunächst etwas verunsichert, da im Film sein Vater gestorben ist und seine Mutter einen neuen Partner hat. Wenn damit auch ein wenig von der Atmosphäre dessen verloren geht, was seinen Hintergrund im Buch ausmacht (ein Vogel in einem goldenen Käfig, der alles hat, was er braucht, außer einer tatsächlichen Bindung zu irgendjemandem außer vielleicht der Haushälterin Miss Greta Shaw). In den Büchern betrügt Jakes Mutter ihren Mann mit ihrem Masseur, die Parallele zwischen Jakes und Rolands Eltern wird dadurch deutlicher als durch den Tod von Elmar Chambers. Im Film wird also die Beziehung zwischen Vater und Sohn positiv dargestellt und genutzt, um den Jungen emotional zu treffen, als der Dämon die Gestalt des toten Vaters annimmt, um sich des Jungen zu bemächtigen. Kurzum: Jakes Isolation in den Büchern ist nicht auf ein seltsames Verhalten seinerseits zurückzuführen, während im Film seine für Außenstehende als psychische Störung betrachteten Visionen ihn nach und nach in eine isolierte und verzweifelte Position bringen….kann man zwar machen, mir gefiel die Story um Jake in der Buch-Version aber besser, weil seine "Andersartigkeit", sein - wie es in dem Film genannt wird - "Shining" eigentlich nur das I-Tüpfelchen zu seinem tragischen Leben ist… und ich empfinde emotionale Vernachlässigung eines Kindes schlimmer als den Tod eines geliebten Elternteils, aber vielleicht wirkt "Tod" einfach im Film schneller und besser. Zu den Charakteren selbst ist also eigentlich nicht viel zu meckern. DAS macht auf jeden Fall Lust auf mehr und könnte auch die Möglichkeit eröffnen, dass der nächste Film - wenn denn einer folgt - etwas mehr in die Tiefe der Charaktere geht. Ich sehe hier aber momentan zu viel Kalkül und mangelnden Mut, so als wolle man erst nach einer Bilanzierung des Erfolges oder Misserfolges dieses Films überlegen, wie und ob es weitergeht. Das ist mehr als schade, denn die zwangsläufigen Unterschiede im Drehbuch zu der Buchreihe (kein Fan hätte wirklich eine 1:1-Umsetzung erwartet) sind mit dieser durchaus gelungenen Besetzung gut zu kompensieren. Etwas mehr Ruhe und Zeit und etwas weniger verschiedene Anteile aus allen Büchern hätte hier in diesem Film aber echt Not getan. Ich frage mich nämlich, was die Suche nach dem Turm jetzt noch soll, nachdem das Devar-Toi und die Brecher dem Erdboden gleichgemacht wurden und der Turm nicht mehr weiter angegriffen wird. Der scharlachrote König wurde zwar in dem Film erwähnt, jedoch wirkt es in dem Film, als habe der Mann in Schwarz die alleinige Befehlsgewalt, zumal ER offenbar die Kugeln Merlyns besitzt. Wirkt also auch so, als wolle man sich ein Ass in der Hinterhand behalten, falls der Film weitergeht. Wie aber die Suche nach dem Dunklen Turm wieder aufgegriffen werden soll, ohne sich in zu viele Fehler zu verstricken, bleibt abzuwarten und gibt mir zu denken. Jetzt noch ein paar Klugscheißer-Anmerkungen: Die "Fundamentale Welt" ist UNSERE Welt…. also keine Hollywood-Version unserer Welt und keine Roman-Version….dies wird gerade in den Büchern immer wieder erwähnt, so liegt die Co-Op-City in Eddies Version der Welt in Brooklyn anstatt in der Bronx. Wenn im Film der Mann in Schwarz in Midtown an einem Schild vorbei läuft, das in Richtung "Broadway" zeigt, er aber direkt im nächsten Schnitt im Haus, das ein Portal beinhaltet in Brooklyn erscheint, dann hat das meiner Ansicht nach entweder den Grund, dass a) gezeigt werden soll, wie schnell der Mann in Schwarz mehr als 10 Meilen zu Fuß geht oder b) man mit "Broadway" eine Anspielung auf Broadcloak machen wollte, als kleines "easteregg" für die Fans, die wissen, dass Walter auch Marten Broadcloak, der Geliebte von Rolands Mutter Gabrielle war. c) wenn b) zutrifft, man darauf aufmerksam machen wollte, dass in den verschiedenen Variationen der Welt eben der Broadway direkt in oder nahe Brooklyn liegt. Ein "fundamentaler" Fehler ist den Filmemachern dabei aber wohl in jedem Fall unterlaufen: Die "fundamentale Welt" ist UNSERE Welt, wie sie wirklich ist… diese Tatsache ist immer wieder in der Buchreihe ein wichtiges Element, wenn wir von Realität oder Parallelwelt reden… es ist also nett, im Film eine "King Jewelry" einzubauen, die es sogar tatsächlich in der Bronx gibt (wenn auch nicht die im Film gesehene) dass aber "Barlow and Straker" auch mit ihrem Geschäft in den Film gebracht werden, entlockt den hartgesottenen King-Fans zwar ein Schmunzeln, lässt aber darauf schließen, dass niemandem bewusst war, dass gerade die Fans dadurch bemängeln könnten, dass es sich also nicht - wie im Film erwähnt - um die fundamentale Welt handeln kann. Ach ja: Beschwören kann ich es nicht, aber ich meine mehr als einmal mehr als 12 Schüsse aus beiden Revolvern gehört zu haben, bevor Roland wieder nachlud…. so was interessiert aber wohl auch niemanden sonst. Fazit: Kurzversion des Films: Junge mit Visionen (Shining) trifft - nachdem er vor Mitarbeitern der Klapse flieht, die in Wirklichkeit Diener des schwarzen Magiers sind und Kinder mit diesem Shining entführen - auf Revolvermann, der schwarzen Magier jagt, weil der seinen Papa getötet hat, Magier will Jungen mit starkem Shining, um Dunklen Turm kaputt zu machen, Revolvermann und Junge nehmen Abkürzung zu schwarzem Magier über Portal, das in unserer Welt liegt, dadurch lernt Revolvermann Coca Cola und Schmerztabletten kennen und lieben, Junge und Revolvermann befreien zurück in der Welt des Revolvermanns nicht die anderen Shining-Kinder, sondern machen statt dessen gemeinsam den schwarzen Magier mitsamt allen unschuldig entführten Kindern platt…. weil böser Magier alle dem Jungen nahestehenden Menschen gekillt hat, der Revolvermann auch alleine durch die Welt zieht, ziehen sie fortan gemeinsam durch die Welt des Revolvermanns. Ende. Was soll man dazu sagen? Wo der erste Band der Buchreihe zu langatmig war, haben sie mit diesem Film das Gegenteil gemacht…. ich kann also nur hoffen, dass eine geplante Serie mehr die Komplexität beleuchtet, die diese Geschichte ausmacht. Der Turm wackelt, aber er ist noch nicht gefallen.
    komet
    komet

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    2,5
    Veröffentlicht am 14. August 2017
    ich würde den film gerne mit ´enttäuschend´ bewerten, aber das wird dem film nicht gerecht. ich teile niman7´s kritik und bewerte den film als absolut enttäuschend, wenn man das, äh, die bücher nicht gelesen hat. (wobei dort ja auch gesagt wurde, dass das nicht sein muss, wenn man die bücher gelesen hat.) wenn man die bücher nicht gelesen hat, versteht man vieles im film nicht und wird nicht mitgerissen. man versteht nicht, worum es geht und es interessiert einen eigentlich auch nicht. - - - - - - - - - trotzdem ist der film nicht schlecht. er beinhaltet eine gewisse spannung, eine düstere atmosphäre und alles, was man von einem film names "der dunkle turm" erwarten würde. aber der film reisst einen nicht mit. ich habe in dem film kaum eine spannung empfunden. eigentlich eher nur langeweile. - - - - - - - - - - wenn man jedoch die bücher gelesen hat, dann dürfte oder könnte das alles anders sein. ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man ohne zweifel an dem film gefallen findet, wenn man die bücher vorher gelesen hat. dann dürfte oder könnte man hier bestimmt eine spannung empfinden und den film dann auch als "gut" bewerten. - - - - - - - - - - - - - kenner von stephen king haben hier bestimmt ihren spass. allen anderen möchte ich raten, mit vorsicht an diesen film ran zu gehen.
    niman7
    niman7

    User folgen 388 Follower Lies die 616 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 14. August 2017
    Mit "Der dunkle Turm" verfilmt Regisseur Nicolaj Arcel eine der berühmtesten Novellen von Stephen King- oder zumindest Teile davon. New York City: Der junge Jake Chambers leidet unter immer wiederkehrenden Alpträumen. In seinen Träumen sieht er einen Mann in Schwarz und einen großen dunklen Turm und wie immer wieder Kinder gegen eben jenen Turm "geschossen" werden. Jake glaubt fest daran, dass es sich hier um eine reale Welt handelt und zeichnet die gesehen Szenen auch gerne. Seine Umwelt dagegen hält ihn für verrückt. Als Jake in einem Lager für schwierige Kinder gebracht werden soll, flieht er und gelangt über ein Portal tatsächlich in die Welt seiner Träume... Kings Buch umfasst stolze 8 Bänder und erzählt eine kolossale Geschichte. Arcel presst diese Bänder, oder zumindest Teile davon, in einem gerade einmal 1,5 Stunden langen Film. Dass das überhaupt nicht funktionieren kann, war von vorneherein klar. Das Endprodukt ist, man muss schon fast schade sagen, leider schlecht. Arcels Film ist langweilig und dermaßen mit halben Informationen gefüllt, dass man nie so wirklich weiß, worum es jetzt im Film eigentlich geht. So habe ich zum Beispiel selbst nachdem Ende, nicht verstanden, was genau eigentlich diese "Revolvermänner" sind und weshalb eben jener Revolvermann (Idris Elba) gegen die Magie des Mannes in Schwarz (Matthew McConaughey) immun ist. Es türmen sich mit der Zeit unendlich viele Fragen auf- Arcel bietet leider keine Antworten und schneidet gewisse Dinge nur kurz an. Das Thema "Der dunkle Turm" ist recht interessant und die Kurzgeschichte über dessen Zweck weckt die Neugier in einem. Ebenso wie diese Parallelwelt überhaupt funktioniert. Wir bekommen einen kurzen Einblick und sehen gewisse Monster und ein Dorf- das scheinbar vom Krieg zermürbt zu sein scheint. Arcel nimmt sich extrem viel Zeit um Jake in diese Welt zu bringen und versucht anschließend uns einen Überblick darüber zu verschaffen, aber er scheitert damit. Teilweise fühlt sich der Film so an, als wäre es bereits der dritte oder vierte Teil und man hat die Vorgänger verpasst und sitzt nun mit Halbwissen im Saal. Wären da nicht die zwei absolut großartigen Darsteller, wäre es ein Film, den man irgendwann in einer verstaubten DVD Ecke findet und gerade im Angebot für 2 € ist. McConaughey hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle. Das sieht man ihm in jeder Szene an. Wenn er nur kurz mit der Hand wedelt und sagt "hör auf zu atmen" und der betroffene anschließend zu Boden kippt, sieht das einfach nur verdammt cool aus. In einer Szene spaziert er feucht fröhlich durch einen Park. Ein kleines Mädchen sitzt auf der Bank und erzählt angeregt der Mutter über ihren Tag. Der Mann in Schwarz flüstert ihr "Hass" zu und das liebe Mädchen guckt plötzlich wutentbrannt die Mutter an. Elba kann auch tiefsinnige Figuren spielen und hier beweist er auch seine humoristische Seite. Wenn er das erste Mal Cola (nennt es Zucker) trinkt und einen Hotdog isst, muss man einfach lachen. Seine Szenen mit der Pistole sehen auch unglaublich cool aus. Beispielweise wenn er in Zeitlupe eine volle Trommel in die Revolver (die coolerweise aus dem Schwert Exkalibur geschaffen sind) hinein macht. Leider kann der Streifen auch optisch nicht glänzen. Der dunkle Turm hat nichts besonderes und gegen Ende sieht er auch noch recht billig aus. FAZIT: Das Ende hat ein offenes Ende. Freue ich mich auf Teil 2? Nein, nicht wirklich. Arcels Film hat zwar recht interessante Ansätze und coole Figuren, aber eben nur Ansätze. Sein Film schneidet viel zu viele Themen an- ohne jemals eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Was sehr Schade ist, denn das Konzept über einen Turm. der in der Mitte steht und 8 Welten zusammenhält, ist sehr interessant.
    Silvio B.
    Silvio B.

    User folgen 1 Follower Lies die 15 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 16. August 2017
    Bei den vielen negativen Stimmen, den vielen Änderungen und nicht zuletzt der kurzen Laufzeit, bin ich mit keiner Erwartung mehr ins Kino gegangen...Und wurde tatsächlich positiv überrascht. Der Film ist alles andere, als eine 1:1 Umsetzung der Bücher, aber man fühlt sich dennoch in Rolands Welt reinversetzt. Alles was im Film zu sehen ist, kommt so oder so ähnlich in den Büchern vor. Es gibt eine Menge "Aha-Momente". Ich könnte mir vorstellen, dass Zuschauer, die die Bücher nicht kennen, einiges verwirrend finden werden. Aber das könnte alles in Fortsetzungen genauer erklärt werden. Der Film macht auf jeden Fall Lust noch tiefer in diese Welt einzutauchen. Die Kritikpunkte bleiben dennoch die kurze Laufzeit und zu viel Charaktere auf einmal. Und dadurch kaum Tiefe.
    Johannes G.
    Johannes G.

    User folgen 70 Follower Lies die 289 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 16. August 2017
    In Unkenntnis der Buchvorlage betrachte ich den Film als alleinstehendes Werk, das leider enttäuscht: Flache Figuren und simpel gestrikte Handlung, deren aneinandergereihte Szenen spoiler: einfach nur auf eine von allen Seiten gewollte Konfrontation zulaufen und keine Überraschungen parat haben. Das Motto der Revolvermänner, dass man nicht mit Hand bzw. Abzug, sondern mit dem Herzen töten müsse, tat weh. Wenn ein Film soetwas auch noch mantra-artig wederholt, können wegen verlorener Glaubwürdigkeit von zwei deplaziert wirkende kritische Anspielungen auf amerikanische Waffenbegeisterung auch nichts mehr retten.
    Isabelle D.
    Isabelle D.

    User folgen 126 Follower Lies die 335 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 16. August 2017
    "Der Dunkle Turm" von Nikolaj Arcel hat mich sehr enttäuscht. Eigentlich dachte ich, meine Erwartungen nicht sonderlich hochgeschraubt zu haben, da die Kritiken mau waren und es hieß, es wäre ein Best-of-Potpourri aus allen 8 Bänden der Fantasy-Buchreihe von Stephen King, keine werkgetreue Umsetzung. Zudem habe ich bislang nur den ersten Band gelesen und meinte daher, so schlimm könne der Film schon nicht werden. Außerdem: Idris Elba als Revolvermann Roland Deschain von Gilead und Matthew McConaughey als Der Mann in Schwarz? Was kann da schon schiefgehen? Einiges. An den beiden erwachsenen Schauspielern liegt es nicht, die machen ihre Sache prima und füllen ihre Rollen mit ihrem Charisma glaubwürdig aus. Matthew McConaughey trifft den Tonfall des Mann in Schwarz aus dem Buch hervorragend, eine Mischung aus amüsiert-arrogantem Zynismus, Kälte, Grausamkeit und Intelligenz. Ein wenig irritiert war ich nur von der wächsernen Struktur seines Gesichts in den Nahaufnahmen - schon wieder ein Botox-Opfer? Idris Elba ist perfekt für die Rolle des einsamen, desillusionierten und zwielichtigen Revolvermanns, der allmählich zum Ersatzvater für den Jungen Jake wird. Der Schauspieler von Jake, Tom Taylor, spielt zwar soweit ganz gut, aber er ist für die Rolle leider ein paar Jahre zu alt. Ich will ja nicht sagen, dass es in dem Buch so-und-so war, aber in dem Buch ist Jake etwa 12 Jahre alt und eindeutig noch ein Kind. Der Jake im Film ist ein Teenager. Es ist aber meines Erachtens für die Geschichte von Bedeutung, dass Jake kein pubertierender Teenie ist, sondern ein verängstigtes, scheues, verunsichertes Kind. Ansonsten fällt es schwer, emotional mit ihm mitzufiebern, weil man den Eindruck hat, der kommt schon klar und kann sich selber helfen. Schießunterricht bekommt er obendrein auch noch, denn - wie wir ja alle wissen - kann nur ein guter Kerl mit einer Waffe schlechte Kerle mit Waffen aufhalten. Ein Grundsatz, den ich, lässt man Ironie und Sarkasmus beiseite, vollkommen bescheuert finde. Die Geschichte hat gelehrt, dass eher der Spruch "Gewalt erzeugt Gegengewalt" zutrifft. Man hat also keine wirkliche Identifikationsfigur in dem Film, was das Ganze schon mal schwierig macht. Obendrein hat man sich wohl mit der Idee des Best-of-Potpourris zu viel vorgenommen. Es funktioniert so einfach nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob bereits das Drehbuch Murks war oder ob sie hinterher mit dem Schnitt den Film versaut haben - vermutlich beides. Jedenfalls ist die Handlung völlig zerfahren, ausgefranst und oberflächlich. Hektisch springt das Geschehen zwischen Mitt-Welt und der Erde hin und her, dann muss man ja noch das mit dem Shining erklären, Familienprobleme und ein Trauma hat Jake auch noch (im Buch kann er sich kaum noch an seine Vergangenheit erinnern), und Ach ja! War da nicht noch was mit so einem Dunklen Turm? Also aus erzählerischer Sicht ist das eine Katastrophe - und das bei Stephen King als Vorlage. Da hätte man sich doch einfach nur etwas enger am Buch zu orientieren brauchen, anstatt völlig unentschlossen zwischen Neuinterpretation, Hommage und eigenständigem Werk hin und her zu wanken und hinterher nichts davon wirklich zu sein. Mittendrin ploppen auf einmal in dem eigentlich düsteren, melancholischen Grundton des Films ein paar Gags auf (die auch ganz lustig sind, aber einfach überhaupt nicht zum Rest passen). Und bei dieser inkonsequenten Erzählweise bleiben Logiklöcher nicht aus. Roland widerspricht sich selbst, die Figuren scheinen ihre Handlungen nicht ganz zuende zu führen, es werden tausend Fässer aufgemacht - und keines wieder verschlossen. Mein Eindruck ist, da haben zu viele durchaus kreative Menschen zu viele Ideen gehabt - einige gut, andere schlecht - und wollten die partout mit in diesen Film quetschen. Und sowas geht eigentlich nie gut aus. Fazit: So schade um das verschenkte Potenzial. Ich würde vom Kinobesuch abraten. Lest lieber die Bücher, ich für meinen Teil werde mir bei Gelegenheit die anderen sieben Bände auch noch zu Gemüte führen.
    Michael K.
    Michael K.

    User folgen 15 Follower Lies die 139 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 28. August 2017
    Gemessen an den mittelmäßigen bis schlechten Kritiken war 'Der dunkle Turm' für mich eine der wirklich positiven Überraschungen der letzten Zeit. Ich halte diesen Film sogar für eine der besten King-Verfilmungen überhaupt. Hier ist eine echte Fantasy-Story zu erwarten, und die Dramaturgie stimmt, da die Figuren sehr authentisch und ausrucksstark sind. Die Handlung ist sehr originell, spannend und hat sogar Züge von Humor. Eine klare Empfehlung, sowohl für King-Fans als auch für Leute, die mit dem klassischen 'King-Horror' nicht so viel anfangen können.
    Hans v.
    Hans v.

    User folgen 3 Follower Lies die Kritik

    5,0
    Veröffentlicht am 13. November 2017
    Wahnsinnig unterhaltsame Fortsetzung zur literarischen Vorlage. Der Ansatz, die Verfilmung als Fortsetzung der Bücher zu planen ist mutig, aber auch sehr gut in meinen Augen, denn so hat man trotz das man sich ein wenig Freiheit nimmt was die Umsetzung angeht einen interessanteren Ansatz als wenn man eine dieser konventionellen Allerweltsumsetzungen hat. Die SChauspieler sind durchweg überzeugend, man hätte als einziges ein wenig meehr erklären können, zum Beispiel die Szene, spoiler: in der Roland den Begriff Balkenbeben nennt, . Aber alles in allem ein unterhaltsames Spektakel, das den Kingfans unmengen Hinweise auf andere Werke bietet, wie es auch die Vorlage tut.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 4220 Follower Lies die 4 450 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 10. August 2017
    Eine gigantische, epische Buchserie die es seit vielen Jahren gibt kommt endlich auf die große Leinwand und wird dann zu einem gerade mal 95 Minuten kurzen Streifen – da war die Erwartungshaltung von Anfang an bei Null. Bei mir selber sowieso da ich zwar Stephen King an sich sehr mag, aber nie eine Seite der Bücher gelesen habe und auch kein Stück weiß worum es eigentlich geht. Daher hab ich mich unvoreingenommen drauf eingelassen und kam nachher mit dem Gefühl heraus unfassbaren Stuß gesehen zu haben. Vor allem weil der Film alle Stellen aus anderen Filmen zusammenbastelt, dabei aber den Griff tut alles aufs notwendigste zu reduzieren: eine Ballerei in der Art von John Wick, eine Szene in der ein geliebter Mensch gekillt wird, der Showdown – alle Standardszenen sind superkurz, verzichten darauf genau zu erklären und darum passiert im Film in seiner kurezn Laufzeit doch einiges. Allerdings wird eben kaum was vollständig erklärt, man kriegt auf alles Schlagworte, aber keine Untermauerung, diese gibt’s vielleicht bei Kenntnis des Buches. Für mich blieb ein sehr wechselhafter Fantasyfilm übrig der gleichermaßen Elemente aus Western, Fantasy und Sci-Fi vereinte und durch einen merkwürdig aussehenden Matthew McConaughey als over the Tp Schurke abgerundet wurde. Aber bei all dem Quatsch oder den Dingen über die ich mich aufregen könnte bleibt eines unbestreitbar: ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Fazit: Sehr beladener Fantasystuß der sich in allen Belangen auf das nötigste reduziert und in kurzer Laufzeit sehr viel Zeug unterbekommt!
    Christoph K.
    Christoph K.

    User folgen 56 Follower Lies die 277 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 14. August 2017
    Mir hat der Film einen guten Abend beschert. Klaro, ging ein wenig an Tiefe (der Story, Personen) flöten. Schade. Nähere Hintergründe zum Mann in Schwarz (und seiner Crew), oder der Geschichte der Portale..... wären sicherlich ebenso spannend gewesen. Mir hat gerade dieses nebenher zweier Welten gut gefallen. Es ist Fantasy auf einem wahren Fundament.
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