Neueste Kritiken: Dame, König, As, Spion - Seite 2
Dame, König, As, Spion
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Anonymer User
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Veröffentlicht am 5. März 2015
Ein atemberaubend komplexer, unvorhersehbarer Thriller in glaubwürdiger, nostalgischer Optik, gespickt mit markanten Charakteren und guten Schauspielleistungen. Ein wenig vergräbt die inhatliche Schwierigkeit aber sowohl die Spannung und nimmt den Charakteren den Raum für Entwicklungen, sodass ''Dame, König, As, Spion'' ein zwar packend inszenierter Thriller ist, aber zu überambitioniert in seinen Erzählsträngen ist, als dass ein wirkungsvoller Drama entstehen würde.
Es ist wirklich kein leichter Film. Ich muss zugeben, dass ich mit der Handlung überfordert war und die Zeitsprünge haben mich noch weiter verwirrt. Auch fand ich ein bisschen zu langatmig und das Salz in der Suppe hat mir hier und da mal gefehlt. Die schauspielerische Leistung war wirklich von allen hervorragend.
Ich werde mir den Film aber auf jeden Fall nochmal angucken. Da ich jetzt weiß, dass mich ein langsamer Film erwartet, könnte ich mir gut vorstellen, dass der Film mir beim nächsten ansehen besser gefallen wird.
Gut durchdachter und verzwickter Spionage-Thriller mit Top-Besetzung. Leider fehlt über weite Strecken der gewisse "Pepp" und die Story kommt nur langsam voran. Das Ende ist stimmig.
Dame. König. As. Spion. Schlaftablette. Leblos und öde, so ist das Agentenleben nu mal - und damit natürlich gut fürs Kino geeignet, wie dieser Film anschaulich zeigt.
Nunja, obwohl ich die Szenerie mit Spionage und Doppelagenten im Kalten Krieg durchaus interessant finde, hat mich der Film wegen seiner Verschachtelungen, den Zeitsprüngen, den "Gesichtern ohne Namen und den Namen ohne Gesichter" leider nicht fesseln können, weswegen ich auch die letzte dreiviertel Stunde verpennt habe.
Die schauspielerische Leistung ist super, das "Bühnenbild" auch. Aber das ist nicht mein Film.
Wir haben es hier mit einem waschechten Agentenfilm der alten Schule zu tun, der erst einmal unglaublich langsam scheint, sich Zeit lässt und verwirrend ist. Das ist ein Kritikpunkt: Die Charaktere werden erst mit dem Vornamen, später nur mit Nachnamen angesprochen. Auch wenn man aufpasst, ist "Dame, König, As, Spion" ein Film bei dem man höllisch aufpassen muss. Dafür wird man aber belohnt, sowohl mit toller Kamerarbeiten und echtem 70er Jahre-Flair, die eine sehr melancholische, bisweilen trostlose und fatalistische Atmosphäre ausstrahlen, in der es aber auch moralische Skrupel und Fragen gibt. Das ist übrigens etwas, dass auch "Drive" gemacht hat, ein völlig anderer Film, ich weiß, dies aber nicht so gut hinbekam. Das Herzstück des Films sind natürlich die Leistungen. Und so erzählt der von Gary Oldman gespielte Smiley mit wenigen Gesichtausdrücken und einer ständigen unterkühlten Ruhe unglaublich viel, wenn man sich nur auf den Ton einlässt. Ich war aber auch vom Rest des Casts überrascht: Bei so vielen Namen, dachte ich, würden sich die Auftritte von Colin Firth, Tom Hardy & Co. eher auf Cameos beschränken. Doch Fehlanzeige! Jeder von ihnen spielt eine Rolle, und auch wenn sie nicht gerade auf der Leinwand zu sehen sind, merkt man das diese Charaktere agieren und die Szenen beeinflussen. Leider merkte man hier aber, dass manchmal die Zeit wohl etwas abging. So ist der von Ciaran Hinds gespielte Roy Bland leider ziemlich überflüssig. Beim Rest gefällt mir trotzdem wie nahe dran die Kamera immer an den Figuren ist. - Fazit: Ein echt guter Spionage-Film alter Schule mit grandiosen Darstellern und Bildern. Lediglich ein paar kleine Schwächen verhindern die Höchstwertung.
Der Film hat mich im Großen und Ganzen doch ziemlich enttäuscht. Was ich von dem Film behalten habe lässt sich wie folgt zusammenfassen. Der pensionierte Agent ´George Smiley muss einen Spion an der Spitze des britischen Geheimdienstes aufstöbern. Der Spion muss einer von fünf Personen sein, Smiley eingeschlossen. Leider hat der Film keinerlei Spannung und mir war es irgendwann egal wer eigentlich der Spion ist, weil die Verdächtigen zu sehr in den Hintergrund treten. Stattdessen werden Dutzende Nebenschauplätze aufgemacht und langweilige Zeitsprünge häufen sich. Man ahnt, dass die Geschichte für Spielfilmlänge deutlich zu komplex ist. Die Schauspieler sind dabei gar nicht das Problem. Sie spielen teils richtig gut, deren Figuren können in der Masse aber kaum zur Entfaltung kommen. Ärgerlich war dann auch das letzte Drittel. Man schaut, ahnt das es gerade sauspannend ist, kann sich von dieser aber überhaupt nicht infizieren lassen, weil man entweder nicht mehr durchblickt oder einem die Geschichte kalt lässt. Der Film ist bestimmt nicht schlecht von der Idee her, aber die Umsetzung ist für Unkundige nicht gut aufbereitet.
Ich glaube es ist von Vorteil, vor allem wenn man das Buch nicht kennt (ich bin eigentlich kein Fan von Spionageromanen, aber schon ein Fan von gut gemachten Thrillern) wenn man die Epoche in der Dame, König, As, Spion spielt, selbst erlebt hat. Die 70er Jahre werden auf so beklemmende Art und Weise lebendig (eben auch die "dunkle Seite" der 70er statt z.B. der typischen Post-Hippie Ära mit kunterbuntem Klamauk & Easy Listening) dass ich mich eigentlich sofort in jene Ära der Politthriller, des immer latent gesellschaftskritischen Kinos jener Zeit zurückversetzt fühlte. Etwas , dass ich nur rein gefühlsmäßig als Anstrich und Unterton verborgener Ödnis,Trostlosigkeit und ständig drohender Gefahr bzw. Verwerfung im gesellschaftlichen Allerlei beschreiben kann. Ich denke Zeitgenossen wissen was ich meine. Dame, König, As, Spion ist in jeder Hinsicht "Old School" was sowohl die Inszenierung als auch das Spiel der in jeder Hinsicht erstklassigen Darstellerriege betrifft.Mich hat der Film eher emotional "verwirrt" denn der Handlung ist als aufmerksamer Beobachter eigentlich jederzeit gut zu folgen - man muss den grauen Zellen nur genug Zeit geben die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Ich bin ich schon vor geraumer Zeit dahin gekommen mir "alte Klassiker" erneut wieder anzuschauen - es ist einfach erholsam und klärend sich auf gutes altes und anspruchsvolles Filmhandwerk zu besinnen, dass allein technologisch schon auf bestimmte Mätzchen verzichten musste. Dame , König , As, Spion könnte ohne Weiteres dazugehören. Kaum zu glauben dass dieses sehenswerte Stück Kino erst 2011 enstanden ist.
Ein echter "Anti-Bond". Ruhig, grau und trostlos. Ein Film der perfekt zur Thematik passt, sich dabei leider wie eine zu lange Ouvertüre anfühlt. Das recht symbolische Ende macht dies aber mehr als wett. Gute Performance von Gary Oldman (nicht unbedingt oscarwürdig, aber stark) und ein geniales Aufgebot hochklassiger Nebendarsteller.
Langatmig, zusammenhanglos, verwirrend - aus meiner Sicht wird der Plot gezielt verkompliziert, um einen "etwas anderen" Film zu machen. Leider auf Kosten der Zuschauer. Einer der schlechtesten Filme, die ich seit langem gesehen habe.