Wonder Woman
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Tinyghost
Tinyghost

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4,0
Veröffentlicht am 2. Juli 2017
Mit „Wonder Woman“ bringt DC nun erstmals eine weibliche Heldin auf die Leinwand (erstmals stimmt natürlich nicht ganz, schließlich hatte Wonder Woman schon einen kleinen wie spektakulären Auftritt in Batman v Superman). Erzählt wird die Originstory der Amazone und ihr Kampf gegen den verräterischen Kriegsgott Ares, welcher, so denkt sie, Ursache aller Boshaftigkeit und damit auch aller Kriege unter den Menschen ist.

Das erste Drittel des Films spielt auf einer von der realen Welt abgeschirmten Insel, auf der die Amazonen leben und trainieren. Hier wächst Diana als Prinzessin der Amazonen auf und trainiert – heimlich – ihre Kampffertigkeiten von klein auf. Über ihre tatsächlichen, göttlichen Kräfte weiß sie zu dem Zeitpunkt noch nicht Bescheid, ihre Mutter weiß davon, hat jedoch Angst um Ihre Tochter. Alles ändert sich als ein Kampfflugzeug den Schutzschirm der Insel durchbricht und abstürzt. Diana rettet den Piloten und gerät sogleich in ein Gefecht mit deutschen Soldaten, welche das Flugzeug offenbar verfolgten. Soldaten des ersten Weltkriegs.

Von nun an gerät die heile Welt der Amazonen durcheinander und die junge Prinzessin realisiert, dass außerhalb ihrer Welt Kriege wüten und unendliches Leid geschieht. Also entschließt sie sich zusammen mit dem Piloten an die Kriegsfront zu reisen um Ares – den Kriegsgott – ein für alle Mal zu stellen, damit das Leid ein Ende hat. Doch im kriegsgeschüttelten Europa angekommen realisiert sie bald, dass alles nicht so einfach ist, wie sie sich das vorstellte…

Mit Wonder Woman gelingt DC zum ersten mal seit Nolans Batman-Trilogie wieder eine überzeugende Comicadaption. Vor allem die Wahl Gal Gadots für diese Rolle ist ein Glücksfall. Sie nuanciert den Charakter ihrer Figur genau richtig: die Naivität, mit der die von der Realität abgeschirmte Diana auf das zerrüttete Europa trifft wird gleichsam zu ihrer Stärke, denn es ist keine dumme Naivität, es ihr ehrlicher Wille zum Guten, die Warmherzigkeit aber auch die uneingeschränkte Entschlossenheit, mit welcher Wonder Woman ihren Weg geht. Dabei lässt sie sich auch nicht von Männern hineinreden, die noch dem antiquierten Frauenbild der Jahrhundertwende folgen. Dies wird besonders schön illustriert, als Wonder Woman einem Raum voller bärtiger, älterer Militärs – wo Frauen strikt Zutrittsverbot haben – kurzerhand die Meinung geigt: „wahre Armeeführer sitzen nicht geschützt in Kammern, sie reiten an der Seite ihrer Soldaten und kämpfen mit ihnen!“. Wonder Woman ist das Gegenteil der „Damsel in Distress“. Auch viele kleine, pointierte, oft humorvolle Momente unterstützen die Charakterzeichung Dianas. Sie ist eine starke Frau, ohne dabei abgehoben oder kühl zu wirken. Dafür sorgt u.a. das Wechselspiel mit ihrem Begleiter Steve Trevor – überzeugend gespielt von Chris Pine (Star Trek). Er hilft ihr sich in dieser für sie fremdartigen Realität zurechtzufinden, ohne sie dabei zu bevormunden, denn das würde sie ohnehin wenig interessieren. So entsteht zwischen den beiden Charakteren die richtige Chemie – beide haben aufrichtige Motive und gehen ihren Weg, beide respektieren und brauchen sich gegenseitig.

Neben den überzeugenden Hauptfiguren gelingt dem Film zudem ein intelligenter Twist gegen Ende, der eine unerwartete Differenziertheit hinzufügt. Vor allem aber unterscheidet sich „Wonder Woman“ von den beiden DC-Vorgängern „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ dadurch, dass hier eine Geschichte erzählt wird, bei welcher der Held sich mal nicht in ständigen, düstersten Zweifeln badet, bei der stattdessen die Heldenhaftigkeit aufrichtig gefeiert wird. Wonder Woman ist eine warmherzige Idealistin. Und dafür kämpft sie.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2017
Erste Hälfte spannend und Klasse! Zweite Hälfte das übliche: gewaltige Kämpfe Gut gegen Böse! Das hat man alles schon gesehen! Ob der 1.Weltkrieg die ideale Kulisse für ein Phantasyabenteuer ist-...
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 1. Juli 2017
Der Film war exht gut, voller Action und Spannung. Allerdings waren mir persönlich einige Szenen unschlüssig und manche hatten waren auch zu animiert.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 5. August 2017
Der Film war ganz gut. Mal endlich mal ein toller superheld Film mit einer Frau. Der Film hatte gute Sprüche. Wenn man ein Justice League Fan ist wierd den Film mögen.
Isabelle D.
Isabelle D.

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3,0
Veröffentlicht am 26. Juni 2017
"Wonder Woman" von Patty Jenkins ist solide Unterhaltung, aber ein bisschen zu lang geraten. Welcher Teil zu lang war, darüber gingen die Meinungen in unserer Kino-Gang allerdings auseinander. Ich fand das Ende hätte ruhig um eine halbe Stunde gekürzt werden können, das war mir zu viel Effektgerummse und Reizüberflutung. Die erste Hälfte hingegen hat mir sehr gut gefallen, das war eine prima Mischung zwischen Humor, Charakterentwicklung, Action und Story. Das sah mein Kumpel anders, der fand die erste Hälfte zäh und langatmig und das Ende actionreich und spannend. Auf jeden Fall kann man sich den Film aber schon gut angucken.
Csöpi
Csöpi

14 Follower 48 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 26. Juni 2017
Solide inszenierte Comicverfilmung mit einigen netten Actionsequenzen und einem tollen Chris Pine, allerdings verkleinern die (vor allem gegen Ende unerträglich) pathetische Geschichte, die teils extrem platten Dialoge, sowie verschenkte Nebenfiguren und ein austauschbarer Bösewicht, der dem Marvel-Universum alle Ehre machen würde (kein Kompliment!) den Unterhaltungswert des Films.
Letztendlich scheitert der Film an der Gradwanderung zwischen ironischer Blockbuster-Unterhaltung und dem Versuch, dabei trotzdem ernst genommen zu werden und eine emotionale Tiefe zu erreichen (das ist auch einfach nicht möglich, wenn eine Super-Amazone im Faschingskostüm gegen einen antiken Kriegsgott und einen übermenschlichen 1. Weltkriegsgeneral kämpft...)
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Juni 2017
Um es kurz zu machen: Grandioser Film!
Und an alle, die mit "Wonder Woman" nicht allzu viel anfangen können... lasst euch nicht von dem (zugegebenermaßen) bescheuerten Heldinnennamen abschrecken... (Damit hat DC ja schon immer Probleme gehabt). Denn dahinter versteckt sich, aus meiner Sicht, einer der besten Superheldenfilme der letzten Jahre.
Kinobengel
Kinobengel

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3,5
Veröffentlicht am 22. Juni 2017
Patty Jenkins hat nach „Monster“ (2003) ihren zweiten Kinofilm geschaffen.

Diana (Lilly Aspell, Emily Carey, Gal Gadot) wächst als Amazone auf ihrer Heimatinsel Themyscira zu einer Kriegerin heran. Als sie den Kampfpiloten Steve Trevor (Chris Pine) vor dem Ertrinken rettet, hat sie zum ersten Mal einen Mann vor sich. Dieser erzählt ihr von den Gräueln des noch andauernden Ersten Weltkrieges. Diana vermutet darin das Werk des Kriegsgottes Ares und entschließt sich, Trevor zu begleiten und dem Bösen ein Ende zu setzen.

Eine Superheldin aus der DC-Comic-Schmiede dürfen die Kinogänger in bewegten Bildern bewundern. Es ist schwer, gegen die Marvel-Übermacht anzukämpfen. Doch mit „Wonder Woman“ ist etwas Ebenbürtiges gelungen.

Der erste Eindruck (2D-Vorführung) ist noch nicht überzeugend: die Farbgebung ist gewöhnungsbedürftig, die CGI-Welt Themyscira sieht in der Totalen arg künstlich aus, während die Figuren und deren unmittelbare Umgebung real getüncht erscheinen. Das liegt nicht in der Comic-Vorlage begründet und ist technisch erheblich besser zu bewerkstelligen. Die Kamera steht mindestens auf der Amazoneninsel nicht immer günstig. Director of Photography Matthew Jensen, der hauptsächlich für TV-Serien gefilmt hat (z.B „Game of Thrones“) hätte aufwändiger arbeiten dürfen. Auch das Wahrheitslasso ist optisch nicht der Hit. Welche Freiheiten Jensen hatte, bleibt ein Rätsel. Beachtlich im vorderen Abschnitt: Robin Wright als Generalin Antiope. Weitere Entschädigung gibt es mit ansehnlich gefilmten und geschnittenen Kampfszenen, die besonders in der plötzlich ein- und aussetzenden Slow Motion gefallen, um die Heldin in Aktion ganz genau betrachten zu können. Leider sind die 3D-Layer zeitweise überdeutlich zu sehen. Bei Walt Disney’s Schneewittchen in den 1930ern wurde eine Layertechnik angewandt, um dem 2D-Bild etwas Räumliches zu geben, aber für „Wonder Woman“ 2017 ist das einfach nur leider, leider, leider. Mit stereoskopischen Kameras wäre das nicht passiert. Der Film soll 149 Mio $ gekostet haben. Vielleicht war die Kohle vor der 3D-Konvertierung fast alle.

Männerüberzahl im Kino, war klar. Gal Gadot verkörpert die gereifte, kugelsichere Amazone. Obwohl die Story einiges Emotionales zu bieten hat, scheint die Mimik der hübschen Israelin nur zwischen angestrengt böse und lieb changieren zu können. Ähnliches gilt für Chris Pine, der schauspielerisch etwas besser dasteht. Das Produktionsteam um das unmerklich 140 Minuten dauernde Kunstwerk hat Action und Humor vorgeschoben, um das Publikum zu unterhalten. Auch hervorragende Schauspieler haben in einem rasant erzählten, aktionsgeladenen Plot nur wenig Gelegenheit, sich ihrem Niveau gemäß zu entfalten.

Die einfallsreiche Story, die Figurenzeichnung, der trockene Verbalhumor und die reichhaltigen sowie beeindruckend gestalteten Actionszenen helfen über viele Unebenheiten hinweg. Diana und Steve können in der Regel nicht die Tiefe der Protagonisten von Dramen erreichen. Als Ausnahme darf z.B. das Meisterwerk „Watchmen“ von Zack Snyder in Augenschein genommen werden.
Der Diana reichen Unbeholfenheit in der Welt außerhalb Themysciras, der Glauben an das Gute im Menschen und ihre Entschlossenheit, um eine sympathische Heldin abzugeben. Ihr Umgang mit Steve, der als Soldat das Zusammentreffen der Superheldin mit der Männerwelt des frühen 20. Jahrhunderts managen muss und den Umfang ihrer Fähigkeiten zunächst nicht kennt, sind bei allem Kriegstreiben eine nette Spaßspielwiese wie sie z.B. in „Thor“ zu finden ist. Mit der ständig im Fluss gehaltenen, turbulenten Geschichte und der treffsicheren Verwebung der humorvollen Dialoge ist „Wonder Woman“ dem vorgenannten Film jedoch weit überlegen.
Die Auseinandersetzung mit Zwischengegnern und dem scheinbar übermächtigen Endgegner bedeutet für den Film das genretypische Finale, welches richtig viel Radau und eine wichtige Wendung beinhaltet.

Hat ein erfolgreicher Kampf gegen Ares eine Auswirkung oder liegt das Böse - wie es Steve vermutet - ohne Gotteseinwirkung festverankert im Menschen? Eine Glaubensangelegenheit für Fantasyfans.

„Wonder Woman“ ist kein rundum gelungenes, aber letztendlich ein ausgiebig spannendes und freudebereitendes Kinoerlebnis.
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 18. Juni 2017
Für eine Superhelden-Geschichte hat "WonderWoman" erfreulich viel Herz und Realitätssinn. Gerade die fröhliche Naivität der Superheldin bezüglich den Schwächen der Menschheit, wirkt sehr erfrischend neu. Auch spielen alle sehr ernsthaft/glaubhaft. Super geraten sind auch die Actionszenen (super gemacht in Zeitlupe). Ich hatte sehr große Bedenken hinsichtlich des Films (steh nicht so auf Comic-Verfilmungen). Aber die Story/Schauspieler sind einfach spitze.
Alex M
Alex M

135 Follower 262 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 30. Juni 2017
Eine Offenbarung seitens DC in jeder Hinsicht. Gal Garbot gibt als Wonder Woman den Comic-Helden die nötig Achtung und Ehre zurück. Unverschämt unterhaltsame wie bedrückende und spannende 2 Stunden Comic-Kino vom feinsten. 9/10
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