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kleiner luk
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4,5
Veröffentlicht am 9. November 2014
Ich, als eigentlicher 3D-Verweigerer, zahlte an der Kasse nur ungern den Aufpreis, doch musste ich im Anschluss an den Film feststellen, dass sich jeder Cent gelohnt hat. So etwas habe ich auf der Leinwand noch nicht gesehen: Wunderschöne Bilder, perfekte 3D-Technik und natürlich eine gute Handlung. Dass die Handlung nicht herausragend ist, sondern eben nur gut, stört nicht weiter. Die Stimmung und die tolle schauspielerische Leistung machen das wieder wett.
Wenn es nur um reine Technik ginge, würde ich diesem Film eine glatte 5,0 geben - trotz unwesentlicher (aber dramaturgisch gesehen erforderlicher) physikalischer Ungereimtheiten ist die Darstellung der Szenen im Weltraum einfach perfekt und in dieser Form ein Meilenstein. Jedoch geht es bei einem Film auch um die Handlung, und die ist hier de facto halt doch ein wenig platt, fast klischeehaft, bisweilen sogar auf platteste Weise kitschig. spoiler: George Clooney als opferbereiter Super-Held, der einer stets ihre Hilfsbedürftigkeit zelebrierenden Sandra Bullock als Toter im Traum erscheint und ihr dabei noch die lebensrettenden Hinweise gibt, das ist ja fast schon unfreiwillige Comedy.
Diese Stereotypie des Zwei-Personen-Stücks nahm nach meinem Geschmack auch einiges an Spannung heraus. Außerdem kann ich nicht erkennen, wo Sandra Bullock hier eine schwere Rolle hatte. Auch über das Ende kann man sich meines Erachtens - vorsichtig ausgedrückt - streiten. spoiler: Natürlich ist es ein toller Effekt, den Film genau da enden zu lassen, wenn Sandra Bullock wieder auf der Erde steht und somit die 'Gravity' (ha,ha) spürt, aber wirklich zu Ende ist die Handlung da ja nun nicht!
Allerdings ist der Film insgesamt schon ein beeindruckendes Kinoerlebnis.
Einmaliges Erlebnis in 3D, Spannung bis zur letzten Sekunde, brilliante Effekte, wunderschöne Bilder und eine hervorragende Sandra Bullock machen "Gravity" zu einem der besten Film des Jahres. Erst als der Film vorbei ist, fällt einem auf, dass man völlig außer Atem ist und den festen Boden unter seinen Füßen vermisst hat. GRANDIOS SCHWERELOS!
Ich habe mich leider auch von den Vorschußlorbeeren täuschen lassen und diesen Film besucht. Es war der langweiligste Film seit langem, was vor allem daran lag, das die Handlung absolut absehrbar war und niemals wirklich überraschte. Ich hätte es wissen müssen, das von Bullock nichts Vernünftiges zu erwarten ist... Das einzig Positive war lediglich das wirklich sehr detailreich und authentisch gestaltete Set, aber dies wurde alles wieder durch die physikalischen Schwachsinnigkeiten konterkariert. Leider hollywoodtypisch musste das jedem der in Physik keine völlige Niete ist, das sauer aufstossen. Nur als Beispiel - kleinere Trümmer die mit 28.000 km/h ankommen sieht man nicht angeflogen kommen... Und natürlich rechnet Clooney die Wiederkehr der Trümmer mal so schnell im Kopf aus und die kehren dann fast genau auf die Sekunde wirklich wieder. Noch billiger hätte man die Realität an die an sich schon öde Geschichte nicht anbiegen können nur damit ein paar scheinbar spannende Momente eingebaut werden.
Wundervoll! Endlich wieder ein eigenständiger Film kein Franchise, kein Prequel und es steht auch nicht zu befürchten, dass dies die Basis eines neuen Franchise wird! Endlich hatte ein Studio wieder den Mut zu einem derartigen Schritt und ich hoffe das dies auch vom Publikum belohnt wird. Der Film, die Story, die Umsetzung hätte es wahrlich verdient. Außerdem: Endlich wieder ein Film in 3D der durch die stereoskopische Umsetzung auch wirklich dazu gewinnt, wie seinerzeit Avatar. Wie in Filmen wie z.B. Fast and Furious wo sich auf dem Nachhauseweg nach dem Kinobesuch einem ein Fiat Panda wie in einem 500 PS Ponycar vorkommt oder nach dem Besuch von Terminator man sich generell unverwundbar fühlt, so kann man bei diesem Film es sehr stark nachempfinden, wie die Schwerkraft wieder wirkt, wenn nach Ende des Films vom Kinostuhl wieder aufsteht. So stark zieht einem der Film in seinen Bann. Die Einsamkeit im Weltall die schon David Bowie in seinem Song Space Oddity beschrieb wurde hier mit Bildern umgesetzt um die Stanley Kubrick Alfonso Cuarón wahrscheinlich unendlich beneiden würde, was aber wiederum die große Leistung Kubricks aufzeigt, denn zwischen beiden Filmen liegen 35 Jahre. Ein Film der aber auch zeigt, das der Mensch nicht nur technische Höchstleistungen in der Zerstörung von Dingen vollbringt, sondern auch zu Höhenflügen aller Art (die Raumfahrt an sich oder auch eben dieser Film) fähig ist. Die zerstörerischen, herumfliegen Teile im Weltraum erinnern mich sehr stark an den den Satz von Rockhound Jason Isaac
Der Film hat zwar nicht die Weltbeste Story aber die ganze Atmosphäre macht dieses wieder wett. Das Gefühl durch die hervorragenden Effekte, sich mit im Weltall zu befinden ist fast schon beklemmend. Man fühlt sich, wie in einer kleinen Kapsel und ist mitten drin im Geschehen. Spannung ist von der ersten Minuten bis zum Ende. Obwohl ich kein allzu großer Fan von 3D-filmen bin, lohnt es sich auf jeden Fall diesen Film sich anzuschauen! :)
Der Film ist genial! Spannend ohne Ende und endlich mal ein Film bei dem die 3D Technik vernünftig und sinnvoll angewendet wurden ist. Kann "Gravity" nur empfehlen.
Selten so eine fantastische Reise im Kino erlebt! Gravity hebt sich durch die pure Bildsprache und seine vielseitigen philosophischen Ebenen von allem ab, was ich je im Kino gesehen habe. Schauspielerische Leistung und perfekte 3D-Nutzung machen das Filmerlebnis unvergesslich. Kino kann doch noch mehr als Prequel-, Sequel- und Blockbustereinheitsbrei!!! Ein MUSS im Jahr 2013 und für mich ein heißer Oscarfavorit!!!
Unglaublich gut gemachter Weltraumhorror, wobei ich mit "Horror" nicht den klassischen Filmhorror meine, sondern die Vorstellung im Orbit der Erde als Astronaut sein Raumschiff zu verlieren. Die Effekte sind spektakulär und der Realismus auf höchstem Niveau. Natürlich würde ein echter Astronaut beim Anschauen des Films an manchen Stellen vielleicht lächeln, aber bestimmt nicht kopfschütteln. Es wurde wirklich nicht viel übertrieben oder unnötig dramatisiert. Die Stimmung ist fast die ganze Zeit derart spannend und dicht, dass man im Kinosaal während der ruhigen Passagen keinen Mucks gehört hat vom Publikum und das gibt es wirklich nicht so oft. Dass der letzte Tütenraschler und die letzte Laberbacke still sind...
Gravity ist sicherlich der Film, der bemannte Raumfahrt so realitätsnah darstellt, wie es nur mit bodennahen Mitteln möglich ist. Das ist meilenweit von allen anderen "Weltraum"-Filmen entfernt. Mir fällt wirklich kein einziger Film ein, der auch nur in die Nähe dessen kommt, was uns Gravity über Bewegung in der Schwerelosigkeit nahebringt. Auch die Darstellung der "Traktor"-Weltraumtechnik der Russen ist realistisch. Hierfür ganz großen Applaus an das Filmteam!