The Revenant - Der Rückkehrer
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Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 13. Januar 2016
USA, 1820er: Nach einem Gemetzel mit Indianern überleben nur wenige einer Gruppe von Trappern. Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) wird kurz danach von einem Bären überfallen und den Umständen entsprechend kärglich versorgt. Schwer verletzt ist er eine Last für die anderen in der winterkalten und bergigen Landschaft. Unter Initiative von John Fitzgerald (Tom Hardy) muss Hugh die Ermordung seines Sohnes miterleben und wird zum Sterben sich selbst überlassen.

Iñárritu feierte 2014 mit „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ einen weiteren seiner großen Erfolge. „The Revenant - Der Rückkehrer“ hat nun drei Golden Globes erhalten und wartet auf die Verleihung des Oscars für ein Stück USA-Kult. Wie beim vorherigen Werk wählt der Mexikaner eine chronologische und gleichmäßig vorgetragene Erzählweise. Diese und eine überwiegend schwere Klangsphäre erzeugen ein wuchtiges Epos, welches 156 Minuten Spannung entweder durch die Handlungen der Protagonisten oder die Dynamik der Natur erhält. Mit einigen überirdischen Sequenzen gespickt, ist eine hervorragende Filmkomposition entstanden. Die dargestellten Nehmerfähigkeiten des leidenden Hugh Glass dagegen sind trotz des gesteigerten Drangs zum Überleben zu dick aufgetragen und schmälern leider den Genuss der Geschichte, die sich tatsächlich ähnlich abgespielt haben soll und durch Iñárritu ein anderes, konsequenteres Ende erhält. Der Zuschauer bekommt zudem eine Erzählung, die eigens der Indianer nicht durch einfaches Denken in schwarz-weiß angelegt ist.

Die Bilder allein sind mächtig genug, die Geschehnisse zu vermitteln. Ohne das gesprochene Wort in Anspruch zu nehmen, wird veranschaulicht, wer mit wem kann und wer nicht, wer wen überzeugen möchte und wer was im Schilde führt. Die Originalvertonung sollte man daher nicht scheuen, auch wenn es insbesondere bei John Fitzgerald schwierig wird. Vor allem Leonardo Di Caprio und Tom Hardy leisten mit Körpersprache und Mimik einen hervorragenden Beitrag zum Gelingen des optischen Erzählens. Aber der eigentliche Zauberer der Bilder ist Kameramann Emmanuel Lubezki. Von ihm bekam der Zuschauer bisher viel Meisterliches zu sehen („Birdman“, „Gravity“, „The Tree of Life“). Er liefert auch dieses Mal unglaubliche Aufnahmen und Blickwinkel. Die Szenen geben dem Zuschauer das Gefühl, am Ereignis teilzunehmen und erzeugen eine Plastizität, die an Kubrick erinnert („Shining“, „Odyssee 2001“).

Iñárritu besticht durch eine gewaltige und packende Inszenierung, mit welcher er bevorzugt den rauen Übertreibungen der Trapper-Sagen folgt und seinem genialen Erzählstil weniger Platz lässt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 13. Januar 2016
The Revenant ist ein unglaublich intensiver, harter und spannender Film über Rache, Verbundenheit und dem brutalen Kampf Mensch gegen Natur. Da ich ein großer Iñárritu und DiCaprio Fan bin, war meine Vorfreude riesig. The Revenant konnte mich von der ersten bis zur letzten Sekunde fesseln und emotional mitnehmen. Die Performance von DiCaprio ist unglaublich, aber mir haben auch Tom Hardy und Will Poulter verdammt gut gefallen. Hervorheben möchte ich allerdings auch noch Kameramann Emmanuel Lubezki. Seine wunderschönen Landschaftsaufnahmen zeigen gleichzeitig die Schönheit sowie erbarmungslose Rauheit der Natur. Zugleich schafft er es den Zuschauer so nah an die Personen zu bringen, dass deren Emotionen, Qualen sowie Hoffnungen zum Greifen nah erscheinen. Für Filme wie diesen wurde das Kino erfunden.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 13. Januar 2016
Tolle Bilder. Sehr gut fotografiert und mit viel Liebe zum Detail gemachter Film. Leider zieht sich die Story ohne echten Höhepunkt. Man hat so das Gefühl man schaut eine Realodoku über amerikanische Geschichte fern vom weichgespülten Mythos Winnetous.
TheAce
TheAce

6 Follower 32 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 12. Januar 2016
Ich habe nach Birdman wirklich viel erwartet und muss sagen dass ich etwas enttäuscht bin.
Die Geschichte ist sicherlich nicht uninteressant, wurde aber nach der perfekt umgesetzten Anfangsszene einfach zu langweilig um zu fesseln. Dazu kamen auch einige Zufälle in dem nicht so starken Drehbuch, die den Spaß ebenfalls gemildert haben. Die Kameraführung von Lubezki war einfach genial, sein Oscartriple ist ihm wohl sicher. Auch Inarritu macht seinen Job gut, wenn das ganze auch nicht so innovativ war wie bei Birdman.
Die Darsteller sind ebenfalls Klasse, vor allem Tom Hardy sticht heraus. DiCaprio ist stark, zurecht Oscarfavorit, hat jedoch kaum Text, was ich sehr schade fand, da er mit Sprache einiges erreicht wie man in Wolf of Wall Street gesehen hat.
Fazit: Kamera und Score sehr gut, herrliche Landschaftsaufnahmen treffen aber auf eine schwache Story und einige Längen im Mittelteil.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 12. Januar 2016
Aus meiner Sicht revolutionäre. Darstellerisch sehr sehr gut, aber überragend sind Regie und allem voran Kammeraführung. Was das Team aus Choreographen und Kammeraleuten hier veranstaltet, habe ich so noch nie gesehen und man hat hier neue Maßstäbe gesetzt. Die Intensität des Films ist extrem hoch, man fühlt sich gerade so als hätte man Sport gemacht, wenn man das Kino verlässt. Über 2,5 Std verliert man sich in der Welt die hier gezeichnet wird. Für so einen Film wurde Kino erfunden. Ich empfehle dringend sich dieses Meisterwerk auf der großen Leinwand anzusehen!!!
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 12. Januar 2016
Zurrest zum positiven:
Eine sehr gute Kamera, die auch der wunderbaren Landschaft gerecht wird.
Ich habe heute erst gelesen, dass kein künstliches Licht verwendet wurde.
Fantastisch. Die Schauspielerische Leistung ist durchweg sehr gut.

Negativ: Die Geschichte die der Film zu erzählen versucht wirkt so unrealistisch
das es mich sehr gestört hat und letztlich lächerlich wirkt. Unser fast toter Hauptheld schwimmt
und planscht leider so häufig in fast zu gefrorenen Flüssen, und läuft und schläft in dieser Nassen Kleidung tagelang?! Er hätte jedes Mal erfrieren müssen! Nebenbei erledigt er diese Leistung mit einem
durch einen Bärenangriff ( geniale Filmszene ) schwerstverletzten, ausgebluteten und fiebernden Körper.
Nahrung ist immer knapp. Wenn es welche in Fülle gab, wurde wiederum nichts davon mitgenommen.
Letztlich zieht sich dieses Survivalerlebnis über eine zu lange Filmzeit ohne richtige Höhepunkte zu finden.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 11. Januar 2016
Arrgh, mhmmfp, härgh! Damit ist schon einmal 50% der Kommunikation beschrieben. Mag ja sein, dass Di Caprio hier schauspielerisch eine gute Leistung abliefert, aber was den Film als Ganzes angeht ist es eine einzige Enttäuschung und das Schauen des Films eine ärgerliche Verschwendung von Lebenszeit. Ich vermisse die Botschaft des Films. Was will uns der Regisseur denn mit diesem Machwerk sagen?
Wer sich durch ständiges Gemetzel gut unterhalten fühlt, dem sei der Film aber wärmstens empfohlen. Vielleicht kann man sich durch das Schauen von IS-Videos schon einmal auf den Kinoabend einstimmen?
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 7. Juni 2017
Am beeinstruckendsten an ''The Revenant'' ist nicht einmal die oft exzellente, aufwendige Kameraführung, oder der harte Realismus, sondern dass der Film sich traut, ein gesamtes Drama auf die Schultern einer einzigen Person zu legen, was Leonardo DiCaprio wiederum die Chance zu einer hervorragenden Darstellung gibt. Diese Reduktion aufs Wesentliche, das bloße Überleben, die gnadenlose Darstellung der Kräfteverhältnisse zwischen Mensch und Natur gibt der an sich etwas B-Movie-artigen Rachegeschichte eine atemberaubende Kraft. Leider kann es Inarritu wieder einmal nicht lassen, nach seiner Trilogie, nach Biutiful und nach Birdman auch hier wieder unnötige spirituelle Visionen einzufügen, seine Geschichte am Ende doch wieder zu überhöhen, bei aller direkter Konfrontation mit der Härte der Realität unnötig sentimental zu werden. So fühlen sich auch die Einstellungen des Kameramanns Lubetzki teilweise wie ein Zitat seiner eigenen Arbeit an Terrence Malicks ''The Tree of Life'' an: beide Filme leben von einer Art rauhem, aber zugleich schwebenden Realismus; beide machen sich aber auch eine allzu unnötige, teilweise lächerlich übertriebene Licht- und Natursymbolik zu eigen, die der jeweiligen Geschichte nichts hinzuzufügen weiß. Sicher ist ''The Revenant'' ein unterhaltsames und spannendes Filmerlebnis, eine wirklich intensive Nachwirkung wird durch das schwache Skript und die unausgewogene, unnötig motivüberladene Inszenierung aber dauerhaft geschwächt.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 10. Januar 2016
Tut mir leid, aber ich kann mich den durchweg 5 Sterne Kritiken nicht anschließen.
Der Rückkehrer ist von der ersten bis zur letzten Minute langatmig und extrem anstrengend - manchmal sogar bis zur Schmerzgrenze. Die doch sehr dünne Handlung spielt ausschließlich in einer sehr kalten und archaischen Welt geprägt von männlicher Gewalt und das im Dauerbeschuss. Es gibt keine schmerzfreie gewaltfreie oder leidlose Minute, ständiges stöhnen ächzen sabbern jammern schreien vergewaltigen, töten, Blut ,Schießereien und Gewalt ohne Pause, in keinem Moment gibt es einen erlösenden Moment, man fühlt sich schon wirklich erleichtert wenn in der ständig kalten zwielichtigen Naturkulisse irgendwo im Hintergrund ein kleiner Sonnenstrahl sichtbar wird.
In den Genuss der schauspielerische Leistung von di Caprio kommt man erst im letzten Viertel des Films und das auch nur ansatzweise.
Also hier von seiner besten Leistung zu sprechen kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen wo er doch die meiste Zeit des Films schwerstverletzt auf der Bahre liegt oder irgendwo rumkriecht oder stöhnend durch die Natur humpelt.
Leute mit einer niedrigen Toleranzgrenze für Ekelgefühle, sollten sich diesen Film besser nicht antun!
Woelffchen41
Woelffchen41

7 Follower 41 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. Januar 2016
Archaisch und bildgewaltig
Eigentlich ist der deutsche Titel eine schlechte Übersetzung. Es müsste richtig heißen: Der Wiederkehrer, denn der Held der Geschichte wird zunächst für tot erklärt und taucht dann im letzten Viertel dieser immerhin 153 Min. (gut 2 ½ Stdn (plus Werbung) im Kinosessel!) dauernden Saga aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts im Grenzgebiet USA / Kanada unerwartet wieder auf. Was gut ist an dem Film, der immerhin von keinem Geringeren als Alejandro González Iñárritu inszeniert wurde, also mit großen Erwartungen beflügelt daher kommt, sind die Kampf- oder neuhochdeutsch gesagt, die action-Szenen. Sie übertreffen in der Tat fast alles bisher auf der Leinwand Gezeigte. Keine Schnipselszenen, die einem völlig die Übersicht nehmen und irgendwie action vorgaukeln wollen es aber nicht können, weil sie nicht in einem Durchgang gefilmt worden sind, sondern lang anhaltende, chronologisch aufgebaute Kampfszenen, die sehr beeindruckend sind. Sowohl der Indianerüberfall am Anfang als auch der Kampf mit dem Grizzly als auch der finale Zweikampf am Ende und noch ein paar kleinere. Zwischendurch gibt es viele bildgewaltige Landschaften zu sehen; dann langsame, fließende Übergänge zwischen den Handlungssträngen, aber auch mehr als genug Verschnaufpausen, die sich dann mehr als nötig in die Länge ziehen und in denen man versuchen kann, etwas Indinanisch zu lernen. Der Held der Geschichte, Leonardo DiCaprio, muß viel stöhnen und ächzen ob seines brutalen Schicksals, von dem er sich – oh Wunder! – in dieser unwirtlichen Gegend bei Schnee und Eis von einer nahezu mehr als tödlichen Verletzung durch den besagten Grizzly, der aber dran glauben muß, erholt und sich dann auf einen Rachefeldzug begibt, der dann das finale Showdown einläutet. Zwischendurch gibt es auch noch was für’s Herz: DiCaprios Ehemalige war eine Indianerin und ihr gemeinsamer Sohn ist bei dem ganzen Hin und Her leider zu Tode gekommen. Wer also Filme von Iñárritu mag und auch Kampfszenen liebt, der ist hier gut bedient. Für die längeren Übergänge empfiehlt sich, genug Süßes mitzubringen, nicht nur um die Zeit zu verkürzen sondern auch um sich wieder neue Kraft für das nächste Kampfgetümmel zu verschaffen.
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