Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 12. August 2015
Der neue Science-Fiction Blockbuster "Elysium" ist seit Donnerstag in unseren Lichtspielhäusern zu sehen. Vielversprechend für diesen Film ist allemal, das der südafrikanische Filmemacher und "District 9" Schöpfer Neill Blomkampt sich für die Regie und das Drehbuch zugleich verantwortet hat.
Nach seinem Erstlingswerk war die Erwartungshaltung beim Kinobesuch natürlich hoch, diese konnte leider nicht voll und gehalten werden.
Der Film handelt von dem vorbestraften Fabrikarbeiter Max DeCosta im Los Angeles des nächsten Jahrhunderts. Die Erde wurde zu einem verkommenen Molloch aus Gewalt, Polizeiherrschaft und Dreck. Die Bessergestellten der Welt verliessen diese und zogen auf die in der Erdumlaufbahn gelegene Raumstation "Elysium", welche nicht nur eine perfekte medizinische Versorgung und ein angenehmes Lebensklima, sondern vielmehr noch Sicherheit vor der Erdbevölkerung bietet. Für diese Sicherheit zeigt sich die Verteidigungsministerin, gespielt von Jodie Foster, verantwortlich, welche mit harter Hand ihre Vorstellungen von einem sichern Elysium durchsetzt.
Max wird im weiteren Verlauf des Films bei einem Arbeitsunfall mit einer tödlichen Dosis Radiaktivität verstrahlt und hat nur noch 5 Tage zu leben. Die Medizin der Erde kann ihm nicht helfen, daher macht er sich unter widrigsten Umständen auf die Reise nach Elysium um sich und die versklavte Menschheit zu retten.
Ich muss hier nicht zuviel verraten um vorweg zu nehmen, dass der Film mit einem makellosen "Hollywood-Happy-End" beendet wird. Genau das stellt auch das Problem des Films dar. Die Handlung ist viel zu vorhersehbar und voller Klisches des amerikanischen Kinos. Natürlich ist es ein makelloser Science-Fiction Kracher der einen hohen Unterhaltungswert bietet, doch hätte die grandiose Story mehr Spielraum für ausgefallenere Wendungen geboten.
Einfaches "Sommer-Blockbuster-Kino" ohne größeren Tiefgang.
Geniale Kino- und Kunst-Dystopie mit tragischem und schönem Ende. Komplexität wurde ideen- und actionreich zu einer geilen und über- wie ansehlichen SiFi-Geschichte zusammengebaut.
Nach District 9 hat Neill Blomkamp mit Elysium noch einen draufgesetzt und liefert einen Hammer Streifen, geile Story ,genialer Cast,mega Bilder,krasser Soundtrack ,Emotionen was will man man mehr...kann ich nur empfehlen.
Optisch aufwendig inszenierter Film mit vielversprechender Prämisse, der aber spätestens ab der Hälfte zum laut dröhnenden endlosen Action-Spektakel mit aufdringlichem Soundtrack verkommt, um schließlich genauso kitschig zu enden wie er angefangen hat.
Eigentlich kann man mit Matt Damon und Jodie Foster nicht viel falsch machen ! Aber die Handlung ist leider sehr dünn. Das Design des Films sticht aber heraus und stimmt mich positiv, dass Alien 5 wirklich gut werden kann ! Auch die Aktion sieht gut aus. Alles in allem ein Film den man auf Grund der Optik schauen kann, auch wenn die Handlung eher enttäuscht !
Neil Bloomkamp, der Regisseur von "District 9", inszeniert "Elysium" mit einem, diesmal deutlich höheren, Budget. Das sieht man primär an der Technik. Gerade in den ersten Minuten faszinieren sowohl die namengebende Raumstation, als auch die Städte auf der Erde. Grandiose Schauwerte und eine gute BluRay-Qualität.
Ein paar Schauspieler waren auch noch drin, und so spielen Matt Damon und Jodie Foster, die zwei bekanntesten Gesichter, mit. Matt Damon mach einen guten Job. Jodie Foster übertreibt es an der einen oder anderen Stelle, genau wie William Fichtner als Industrieller.
Enttäuscht hat mich Sharlto Copley. Seine Darstellung des "Kruger" bleibt absolut oberflächlich und Copley tobt sich so stark aus, dass sein Charakter am Rande des Erträglichen steht.
Die erste Filmhälfte ist ein wahrer Genuss. Neben den Schauwerten überzeugt auch die Story. Gerade wenn die Flüchtlingsraumschiffe Elysium ansteuern, erinnert das erschreckend an die europäische Flüchtlingspolitik. Doch wo der Film an späterer Stelle mit der (dann unnötigen) Gewalt nicht spart, indem uns Operationen und im Kampf zerfetzte Gesichter präsentiert werden, wird der Beginn fast schon handzahm erzählt. Mit etwas mehr Mut, hätte der Film ganz groß werden können.
Ab der zweiten Filmhälfte wird es deutlich konventioneller und zunehmend unlogischer. So ist die Motivation der Elysium-Herrschaft nicht wirklich ersichtlich. spoiler: Zum Schluss werden zahlreiche Shuttles mit Medizin-Stationen auf die Erde geschickt. Anscheinend ist es das, was den Menschen auf der Erde gefehlt hat. Warum konnten die Shuttles nicht schon vorher runtergeschickt werden? Am Geld kann es nicht gelegen haben, da diese bereits fertig in den Ausflugbuchten standen und scheinbar jeder Elysium-Bewohner hatte so ein Dingen im Wohnzimmer stehen. Also bloße Boshaftigkeit???
Fazit: Visuell beeindruckendes Werk, mit einer vielversprechenden Story, die jedoch in der zweiten Filmhälfte konventionellen Genre-Regeln weichen musste. Es bleibt ein "guter" Film.
Auch wenn Elysium im Gegensatz zu Neill Blomkamps vielschichtigem Erstlingswerk District 9 inhaltlich nicht ganz mithalten kann , sind aber hier Atmosphäre , Look und Action dennoch auf einem sehr hohen Niveau und alles ist sehenswert. Elysium ist ein kluger Science-Fiction-Film , es geht um Ausgrenzung , Verteilungsgerechtigkeit und Klassenkampf. Es ist eine Message , die, das ist der besondere Reiz dieses Films , ein testosteron - und adrenalingetriebener Blockbuster transportiert. Auch überzeugt Matt Damon in der Hauptrolle und zeigt mal wieder seine Actionqualitäten. Neben ihn macht auch Jodie Foster ihre Sache ganz ordenlich als böse Ministerin. Science Fiction Kracher mit guten Darstellern und wuchtiger Action.
Ich hatte Elysium mit sehr viel Vorfreude entgegen gefiebert, da ich von Blomkamp bisher nur gutes gehört und gesehen hatte, angefangen von seinen live-action Werbespots für Halo 3 bis hin zu District 9, der mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte das Glück, zum Release von Elysium in den USA zu sein und wollte mir den Film auch nicht in der englischen Originalversion entgehen lassen.
Leider kommt Elysium nicht an Blomkamps frühere Arbeiten heran. Dies liegt allerdings allein an der Handlung. Die Kameraführung, Sets und schauspielerischen Leistungen, vor allem von Sharlto Copley als Bösewicht Kruger, sind hervorragend und andere Produktionen können sich hier ein gutes Beispiel nehmen.
Leider wurde die Story dem aus den Trailern zu erahnenden Potenzial nicht gerecht; und obwohl der Film viel Spass und Action bietet, bleibt am Ende nur eine relative Standard-Story, in der Matt Damon zum Weltraum-Moses wird, der seine Leute auf die gelobte Raumstation führen soll. Wer auf tolle Optik und Designs steht, sollte sich den Film anschauen, doch die Erwartungen an das Storytelling sollten etwas heruntergeschraubt werden.
Ein wirklich schöner kleiner Science-Fiction-Film! Matt Damon überzeugt auf seinem Weg vom naiven Leiharbeiter zum Actionheld, ebenso Jodie Foster, auch die Story ist schön anzuschauen.
Elysium zu sehen war für mich eine sehr seltsame Erfahrung. Man kennt das ja, wenn man einen Film sieht, hat man oft eine gewisse Erwartungshaltung. Man erwartet durch Trailer oder Kritiken verschiedene Motive oder Themen, die in dem Film angesprochen werden. Oftmals kann es dann schnell passieren, dass manche Motive dann doch nicht so wirken wie im Trailer oder im Zusammenhang mit dem Rest des Films einen vollkommen anderen Kontext und so auch eine ganz andere Wirkung besitzen. Bei "Elysium" hatte ich jedoch zum allerersten Mal das Gefühl, dass alle Themen und Motive, die ich im Vorfeld erwartet hatte, auch im Film steckten, dass aber genau das das Problem mit dem Film ist, da keines der Themen so richtig mit voller Ernsthaftigtkeit behandelt wird und der Film letztendlich so auf keiner Ebene hundertprozentig überzeugen kann. Das offensichtliche Motiv ist natürlich die dystopische Zukunftsvision, die allerdings recht schnell einer relativ einfallslosen Actionhandlung weichen muss. Dann gibt es eine von der ersten Szene an angedeutete Liebesgeschichte, die jedoch im weiteren Verlauf der Handlung im Sande verläuft (möglicherweise beinhaltet "Elysium" auch das erste Liebespaar der Filmgeschichte, dass keinen einzigen Kuss austauschen kann). Und schließlich gibt es dann noch eine Nebenhandlung, die vom Putschversuch der Politikerin Jodie Foster handelt, doch diese endet ebenfalls relativ abrupt mit dem Tod einer entscheidenden Nebenfigur und wird dann zu einer seltsamen Jagd nach dem MacGuffin in Matt Damons Kopf, bei der von jetzt auf gleich Sharlto Copleys Figur der Haupt-Bösewicht wird und Jodie Fosters Figur im Nachhinein komplett sinnlos wird. In "Elysium" wird viel begonnen, aber wenig überzeugend zu Ende erzählt.