DER OFEN BRENNT, ABER KEINER KOCHT
„Dies ist eine Familie und keine Demokratie.“ Mit diesen Worten entscheidet Jake, dass Spider woanders leben soll, da er ohne Maske nicht dauerhaft überleben kann. Auf dem Weg werden sie vom Aschevolk angegriffen, Spiders Atemmaske versagt und er wäre verloren, wäre da nicht Kiri, die etwas scheinbar Unmögliches möglich macht. Diese neue Fähigkeit bleibt nicht geheim, denn die Menschen wittern ihre Chance.
Avatar: Fire and Ash läuft ca. 200 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier den dritten Teil der Reihe und wie zuvor gilt, technisch ist das hier absolut über jeden Zweifel erhaben. Das CGI ist das Beste, was auf der Leinwand möglich ist. Dennoch ist es für mich der bislang schwächste Teil der Reihe.
Die Grundformel bleibt unverändert, Menschen wollen Ressourcen, Ureinwohner wollen in Ruhe leben, Krieg. Neu ist diesmal, dass es nun „böse“ Ureinwohner gibt, die Spaß daran haben, alles niederzubrennen. Angeführt werden sie von einer verbitterten Domina, deren Wald durch einen Vulkan zerstört wurde. Als Bonus kann sie mit ihrem Schwanz Schmerzen zufügen, was Colonel Quaritch sehr attraktiv findet. Also wird ein Deal ausgehandelt, Waffen gegen Unterstützung und ein bisschen Snu Snu.
Dazwischen gibt es viel Xena Geschrei und jeder zweite findet er ist an allem Schuld.
Emotional bleibt das Ganze blass. Der obligatorische Zeigefinger gegen Rassismus und Tierausbeutung wird wie immer erhoben, aber ich freu mich für Spider, dass er nun in einem Alter angekommen ist, in dem ihm Dinge wachsen, wo vorher nichts gewachsen ist.
Das Finale liefert den üblichen großen Kampf und reichlich Übernatürliches.
Unterm Strich ist das kein schlechter Film. Die Laufzeit ist erstaunlich wenig spürbar, die Effekte sind erneut überragend. Leider sind es die Figuren, Story und vor allem die Bösewichtin, die das Ganze runterziehen.
6,5/10 Punkten. Für jedes „Bro“, „Bitch“ oder „Wichser“ hätte ich gern einen halben Punkt abgezogen, dann wären wir allerdings im Minusbereich gelandet.