Die Tribute von Panem 2 - Catching Fire
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 4. Januar 2014
Heutzutage ist es Gang und Gebe, dass erfolgreiche Filme fortgesetzt werden und leider erreichen diese selten die Klasse des Vorgängers. Umso schöner, wenn es, wie in diesem Fall dann doch gelingt.
Denn: DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE setzt zwar zeitlich nicht direkt an den ersten Teil an, die Geschehnisse werden aber konsequent weiter gesponnen. So begegnen wir desillusionierten Überlebenden der Hungerspiele, einer sich langsam aufbäumenden Rebellion durch die Bewohner der Distrikte und einer wachsenden Angst des Kapitols. Es ist schön zu sehen, dass man hier viele Verknüpfungen setzt, umso wichtiger ist es aber auch, den vorherigen Teil gesehen zu haben.
Nach dem Erfolg des ersten Teils wurde das Budget der Fortsetzung deutlich aufgestockt und das sieht man auch: CATCHING FIRE ist größer und Effektvoller, allerdings nie zu Lasten der Geschichte oder der Charaktere. Im Gegenteil, bis die Spiele erneut losgehen nimmt man sich viel Zeit für das Fortführen der Geschichte.
Die Metaebene des Films ist weiterhin vorhanden. Als Kinogänger kritisiert man das Verhalten des Kapitols und die Hungerspiele, sitzt aber selbst gemütlich im Sessel und schaut dabei zu. Mir gefällt einfach diese Kritik an Formaten, die ich in Deutschland mit Big Brother oder dem Dschungelcamp verbinde.
Der Film besitzt viele tolle Dialoge, ich hatte sehr oft Gänsehaut, was auch am passenden Score lag.
Die Charaktere werden wieder super behandelt und man fiebert mit diesen mit, was eben auch an den Darstellern liegt. Jennifer Lawrence ist einfach zum verlieben, man nimmt ihr die strauchelnde Kämpferin ab und wenn die Kamera ganz nah auf ihrem Gesicht ruht, kann man ihre Gedanken förmlich hören. Bezüglich ihres gewonnen Oscars war ich eher skeptisch, wenn gleich ihre Leistung in SILVER LININGS natürlich sehr gut war. In CATCHING FIRE fand ich sie aber noch einmal um einiges stärker, so dass ich ihr den Oscar nun nicht mehr absprechen möchte.
Ihre Rolle ist natürlich am stärksten geschrieben, so dass die restlichen Hungerspiel-Teilnehmer neben ihr recht blass wirken. Unter den Nebendarstellern ist Woody Harrelson mal wieder Klasse, genau wie Donald Sutherland als Präsident Snow zu jedem Zeitpunkt bedrohlich wirkt. Neuzugang Philip Seymour Hoffman erledigt ebenfalls einen gewohnt guten Job.
Der neue Regisseur verzichtet zwar auf die Wackelkamera des ersten Teils, ist aber immer ganz nah und intensiv am Geschehen. Und auch wenn man nicht viel Brutalität gezeigt bekommt, sie passiert und als Zuschauer weiß man das. Da brauche ich keine abgetrennten Gliedmaßen oder Folterszenen zu sehen.
Das Ende des Films lässt auf eventuelle Geschehnisse in den Fortsetzungen deuten, was das Warten auf diese echt nicht einfach macht.
Ein paar kleine Fehler hat der Film trotzdem: So ging mir manches einfach zu schnell bzw. wurde nicht nachvollziehbar rüber gebracht und manches etwas zu schnell abgehandelt. Und klar, es gibt ein paar Ungereimtheiten.
Das ist aber Meckern auf ganz hohem Niveau. Denn CATCHING FIRE ist für mich einer der besten wenn nicht sogar der beste Blockbuster 2013.

Fazit: Wer Teil Eins mochte, wird den zweiten Teil lieben. Der Film ist spannend und besitzt trotz seiner Action viel Tiefgang. Absolute Kinoempfehlung.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2014
Habe bißchen mehr erwartet. Hoffe aber das der 3 wieder besser sein wird. Natürlich muss ich sagen das vor allem das ende des films mich sehr neugierig auf den 3 teil gemacht hat.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 28. Dezember 2013
Ich muss hier als erstes gestehen, dass ich ein großer Fan der Bücher bin und alle drei Bände gelesen habe bevor die Filme auf der Leinwand zu sehen waren.
Ich kann es auch verstehen, wenn man die Filme nicht mag, denn meiner Meinung nach muss man erst die Bücher gelesen haben um den Sinn hinter der ganzen Geschichte zu verstehen, weil viele Informationen auf der Leinwand nicht so spielerisch herübergebracht werden können wie es im Buch beschrieben ist.
In "Die Tribute von Panem" geht es im Großen und Ganzen um eine Revolution. Es ist die Geschichte eines ganz normalen Mädchens, welches aus dem ärmsten Destrikt kommt und durch einen dummen Zufall und aus Trotz zum Funken wird welcher letzten Endes eine Revolution in Gang bringt.

Ich persönlich finde diesen Film großartig und absolut empfehlenswert! Im Gegensatz zum ersten Teil ist dieser dem Buch sehr ähnlich und beinhaltet viele Stellen bei denen ich dachte "Wow, genau so habe ich es mir vorgestellt!" und das kommt wirklich sehr selten bei Buchverfilmungen vor.

Als Fan kann ich keine ordentliche Kritik schreiben, aber all denen die die Bücher kennen und lieben (und allen anderen, die den ersten Teil gesehen haben) kann ich nur sagen: Traut euch und schaut den Film an, denn er ist super gemacht und Suzanne Collins hat einiges dazu beigetragen, dass er genau so wird wie das Buch, welches ihrer Fantasie entsprungen ist.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 27. Dezember 2013
FSK 12 bei diesem Film - das ist echt unverantwortlich! Der Film besteht großteils aus widerwärtigen Kampfszenen und Gemetzel und für mich insgesamt zutiefst menschenverachtend. Solche Menschenverachtung ist in der Geschichte leider schon oft genug Realität gewesen, deshalb ist es meiner Meinung nach makaber, diese Menschenverachtung als solch banale Kinounterhaltung zu präsentieren. "Die Tribute von Panem" ist keine kluge, aufrüttelnde Zukunftsutopie, wie ich es gehofft hatte, sondern schlichtweg Gewaltverherrlichung.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 24. Dezember 2013
Für mich persönlich der beste Realfilm des Jahres 2013. Ja, ich bin oberflächlich! ;)
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 23. Dezember 2013
Der beste Film den ich 2013 gesehen habe, mit Abstand. Mit dem ersten Teil auch überhaupt nicht zu vergleichen, denn hier kommen alle Gefühle zusammen, Hass, Trauer, Vergeltung, Liebe,.. . Zu keinem Zeitpunkt wusste man was als nächstes passiert, dieser Film hat mich wirklich in den Bann gezogen, selten bin ich so geflasht, nachdem ich aus dem Kinosaal komme.
Und Jennifer Lawrence hat mit diesem Film ihre absolut beste Leistung gezeigt, großartig. Meiner Meinung nach ist sie auf dem Weg eine weltklasse Schauspielerin zu werden, wenn sie dies nicht schon ist. Freue mich schon auf weitere Filme von ihr, und man kann darauf vertrauen, dass man viel (gutes) von ihr sehen wird.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 23. Dezember 2013
Leider ist Panem 2 nur ein Abklatsch der tollen ersten Teils. 90 Minuten lang passiert kaum etwas. Vieles kennt man, es fehlen neue Ideen, Innovationen. Es scheint so, als hätten sich die Prduzenten bequem auf dem Erfolg des ersten Teils ausgeruht.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2013
Ich bin seit Jahren nicht mehr wortlos aus dem Kino gegangen - der Film hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Was Jennifer Lawrence da abgeliefert hat war einfach Oscarreif! Generell finde ich den Film sehr gut besetzt.
Der Film ist sehr nahe am Buch und übertrifft Teil 1 um Längen. Man spürt die Verzweiflung und gleichzeitig auch die Hoffnung, was diesen Film wirklich zu etwas besonderem macht. Er berührt einen.
In einer Kritik wurde geschrieben, dass die Unterhaltung über Kleider langweilig ist, aber ich glaube derjenige hat den Film nicht ganz verstanden. Gerade dieses oberflächliche Gehabe der Leute aus dem Kapitol im Vergleich zu den Morden und Auspeitschungen in den Distrikten, zeigt doch nur mehr die Notwendigkeit einer Revolution und den Charakter der Kapitol-Bewohner. Die wissen überhaupt nicht was hinter den Kulissen abgeht. Ich finde das fantastisch umgesetzt... und dazwischen Katniss, die bis zur letzten Einstellung nicht weiß, ob sie geeignet ist die Revolution anzuführen.

Ich bin froh, dass es mal wieder einen klugen und tiefgründigen Film wie Catching Fire gibt und bin wahnsinnig gespannt auf Teil 3 (I+II), da dort auch nochmal kräftig angezogen wird (zumindest im Buch ;-))
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2013
Teil.1 war grossartig! Leider kommt Teil.2 nicht an den heran.

Die erste Stunde war wirklich super, toll gespielt, tolle "beklemmende" Atmosphäre! Doch sobald es in die Arena geht, geht es mit der Spannung bergab. Während man beim noch richtig mitgefiebert hat, kommt bei Catching Fire leider keinerlei Spannung (Arena) auf.

Der Film ausserhalb der Arena war grossartig!!!
Kinobengel
Kinobengel

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3,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2013
Nachdem Gary Ross als Regisseur für die Verfilmung des ersten Teils der Hungerspiele-Roman-Trilogie von Suzanne Collins verpflichtet wurde, ist nun Frances Lawrence beim zweiten Teil - „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ - an der Reihe.

Der diktatorische Präsident Snow (Donald Sutherland) fürchtet um seine Macht: Die Siegerin der letzten Hungerspiele - Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) - hat so viel Bewunderung in der Bevölkerung erhalten, dass ein Aufstand zu befürchten ist. Sie muss beseitigt werden, jedoch ohne offensichtliche Einwirkung staatlicher Gewalt. Der neue Spielemacher Plutarch Heavensbee (Philip Seymour Hoffman) schlägt vor, zum Jubeljubiläum der Spiele entgegen der üblichen Regel die Sieger gegeneinander antreten zu lassen.

Es gibt im Moment kaum eine junge Schauspielerin, die Emotionen mit so viel Inbrunst, Energie und Körpersprache auf das Publikum übertragen kann wie Jennifer Lawrence, sei es z.B. in „Winter’s Bone“ von Debra Granik (mit zahlreichen Auszeichnungen für als beste Hauptdarstellerin) oder „Silver Linings“ von David O. Russel (ebenfalls mit vielen Auszeichnungen und Oscar). Das Wundermädchen aus Kentucky mit zwei übersprungenen Schulklassen und ohne Schauspielstudium begibt sich so tief in ihre Rollen und lebt ihre Figuren mit einer Intensität (inkl. die der Katniss Everdeen), wie es vor Jahren Romy Schneider in ihren späteren, französischen Spielfilmen zugerechnet wurde. Jennifer Lawrence wird weitere goldene, schwerttragende Männchen erhalten, wenn sie ihr Schaffen fortsetzen kann, am besten aber weiter in anspruchsvollen Filmen, denn „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ ist keiner von denen.
Regisseur Gary Ross hat sich bei der Inszenierung der Fantasy-Story einige Male in falsche Richtungen verzettelt: Während der Abschnitt vor den Spielen emotional geladen ist und dies hauptsächlich von Jennifer Lawrence‘ Qualität bewirkt wird, fühlt sich der Film gerade in der Phase, in der Personen zum gegenseitigen Morden gezwungen werden, erheblich gefühlskälter an. Dies folgt der Labung an Jennifer Lawrence, von der Regisseur Lawrence nicht genug bekommen konnte. Der Film ist vom gut vorgetragenen Drama zum Actioner geworden, in dem einige der neuen Mit- und Gegenspieler zumindest vorgestellt werden. Das ist hart, wo es doch ums nackte Leben geht.
Wie schon im Vorgänger gibt es den netten Ellbogencheck gegen Medienspektakelisierung, doch auch dies ist nicht so eindrucksvoll inszeniert wie in dem bereits 1970 entstandenen deutschen TV-Film „Das Millionenspiel“ (D: Wolfgang Menge, R: Tom Toelle), der nur optisch nicht an die Hungerspiele heranreicht.
Und wer ist eigentlich Plutarch Heavensbee? Philip Seymour Hoffman muss sich schon anstrengen, dem Unbekannten Ausdruck zu verleihen. Warum wurde er als Spielmacher bestimmt? Welches Verhältnis hatte er vor seiner Berufung zu Präsident Snow? Der Zuschauer erfährt lediglich etwas von einer freiwilligen Meldung und kann das spätere Verhalten des nicht unwichtigen Heavensbee nur schwierig einordnen. Ebenfalls weniger gelungen ist die Auspeitschszene, in der alle Figuren (mit Ausnahme des am Boden liegenden Leidenden) in Verhalten, Mimik und Gestik lächerlich auftreten, insbesondere der militärische Anführer Commander Thread (Patrick St. Esprit).

Am Ende des vor allem für’s Auge gelungenen Films ist sich das Publikum einer Fortsetzung sicher und weiß auch, dass das Gute am Gesehenen von Jennifer Lawrence getragen werden musste. Ob Katniss Everdeen Anführerin einer Rebellion oder nur eine Panemsche Jeanne d’Arc wird, kann man sich in den kommenden zwei Teilen der Geschichte anschauen.
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