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Luke-Corvin H
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3,5
Veröffentlicht am 20. März 2015
Wieder ein Film über die Sklaven, definitiv ausgelutscht aber 12 Years A Slave zeigt nicht nur wie arm die Dunkelheutigen waren sondern auch wie brutal sie gefoltert worden, und in einer Szene wird auch gezeigt wie die Haut aufplatzt bei einer Auspeitschung. Auch was 12 Years A Slave anders macht ist es Gefühl in der Sache rüber zu bringen. Jetzt zu die Minus-Punkte. Auch wenn Steve McQueen mit 12 Years A Slave einmal überzeugen konnte, kommt doch wieder sein altes Problem wieder zurück, lang gezogene Szenen die den Film langweilig rüber kommen lässt aber diesmal nicht so Extrem wie ''Shame''. 12 Years A Slave bleibt wohl McQueen einziger guter Film und manche Oscar hat der Film wirklich verdient aber ein Meisterwerk ist der Film um Liechtjahren nicht.
"12 Years A Slave" ist genau so stark wie ich es mir vorgestellt habe. Die Story handelt von einem Mann, der auf einen faulen Trick herangefallen ist und in die Sklaverei verkauft wurde. Dieser Lebensabschnitt ist alles andere als einfach und er gerät in eine Welt der Trauer und Verzweiflung. Der Film lebt zu einem von seinen wunderschönen Naturaufnahmen und zu anderen von seinen Schauspielern die meisterhaftes abliefern und ganz klar mehr als überzeugen. Langeweile ist mir gar keine aufgekommen, da es immer wieder neue Wendungen und Charaktere gab die mich mit ihren Leistungen umgehauen haben. Leider gab es jedoch keine Überraschungsmomente und man bekommt nur das geboten was man von vornherein erwartet. Fazit: Absolut starke Schauspieler in einer guten Story die auf einer wahren Begebenheit basiert ohne wirkliche Überraschungsmomente mit überwältigenden Naturaufnahmen. Top!
Rückblick in eine wirklich düstere Epoche des schon immer freiheitlichen Amerikas. Das ganze aufgearbeitet in teilweise schönen romantischen, wie auch grauenhaft schockierenden Bildern, meistens jedoch beides gleichzeitig. Insofern sind es die Bilder und Einstellungen, die den größten Eindruck hinterlassen haben. Die Besetzung des Films ist natürlich auch wirklich grandios. Es fällt schwer, jemand hervor zu heben. Vielleicht Fassbender, der für mich hier seine bisher beste Leistung zeigt. Brad Pitt ist es sicherlich nicht schwer gefallen, den Film mit zu produzieren, denn das Potenzial des adapt. Drehbuchs und des Regiseuers ist gewaltig. Steve McQueen ist jemand den man sich auf jeden Fall merken sollte!
12 Years a Slave ist ein spannender, guter Film mit guten bis herausragenden Darstellern (Michael Fassbender ist großartig!) Packend ist er als eindeutige Stellungnahme gegen Rassismus und für eine Erinnerung an das Leid von Sklaven (wobei Sklaverei im Übrigen in vielen Ländern der Erde weiterhin in verschiedenen Formen existiert). Filmisch setzt Steve McQueen mit ruhigen, langen Einstellungen und eindringlicher Gewaltdarstellung sein Markenzeichen fort, allerdings gelingt es ihm (wie auch in Hunger) nicht, lange Einstellungen auch wirklich intensiv werden zu lassen. Was in Shame noch voll zur ruhigen Erzählweise, zur inneren Stagnation des Protagonisten gepasst hat, verkommt hier zu einem Arthouse-Relikt, ist aber zum einen wenig effektvoll und zum anderen auch störend. Was als Akzentsetzung geplant ist, entwickelt sich in meinen Augen eher zu unfreiwillger Stagnation, zu einer misslungenen Fingerübung. Obwohl ruhiger Erzählfluss generell immer eine gute Idee ist, muss er auch zur Handlung und zur generellen Inszenierung passen. Steve McQueen allerdings filmt einen Mainstream-Film ruft zwischenzeitlich Arthouse-Kino aus. Dass das dann nicht klappt, versteh sich von selbst.
Ein sehr guter Film! "12 Years A Slave" versucht es "auf der emotionalen Schiene" - doch im Gegensatz zu so vielen anderen Film, tut er das auf eine schonungslose, mutige Weise. Für einen Film für das Massenpublikum traut der Film sich da eine ganze Menge. Man könnte lediglich sagen, dass die weißen Zähne der Darsteller das Einzige sind, was noch erahnen lässt hier nur einen Film vor sich zu haben. Die Atmosphäre ist sehr menschenverachtend, dabei aber auf die subjektive Perspektive von Solomon fixiert. Das ist so auch am besten. Ein breiteres Bild hätte diesen Ansatz vielleicht etwas zerstört. Gleichzeitig sehe ich genau darin auch ein wenig das Problem: Trotz vieler kleiner Details und Szenen, wird die Systematik der Sklaverei nicht so deutlich wie es vielleicht wünschenswert wäre. Zumindest fehlt mir doch ein wenig die Perspektive der Weißen. Sklaverei war profitabel: genau diesen Aspekt hätte ich gerne etwas beleuchteter gesehen. So erleben wir die Sklavenhalter oft bei ihren persönlichen Problemen, aber nicht, welche Vorteile für Land und Hof dabei nun genau herumspringen. Wie begründen sie das alles? Gerade in der Szene zwischen Brass und Epps wäre da viel mehr möglich gewesen! Solomons Weiterreichung als Sklave soll die Trostlosigkeit und Monotomie des Ganzen darstellen, doch als Zuschauer ärgert man sich da eben. Gerade anfangs muss man sich etwas an diese Schnittweise gewöhnen. Darsteller, Musik - das bleibt alles freilich sehr gut und toll. Neben dem Hauptdarsteller, der sehr interessant zurückgenommen spielt, fand ich Michael Fassbender in der Riege sehr großartig. Er hätte den Nebendarsteller-Oscar wirklich verdient gehabt! Epps ist einfach durchaus ein armes Würstchen, der schlichtweg voll und ganz in seiner Zeit hängt und die Welt nicht hinterfragt. Fazit: Sehr guter Film, von dem man sich in manchen Augenblicken etwas mehr gewünscht hätte. Beim zweiten Schauen kann der Film aber vielleicht noch mehr beeindrucken, weil man mehr Details bemerken mag!
Ein ambitioniert gedrehter Film mit allesamt herausragenden Darstellern, aber auch einigen Schwächen. Zunächst fielen mir einige Dialoge auf, die doch arg konstruiert klangen als dass sie jemand in dieser Form aussprechen würde, sogar für die Zeit, in der der Film spielt. Hier stellt sich zuweilen Goodwill über die Authentizität der Geschichte; man merkt dem Film deutlich an, dass dieser eine klare Botschaft vermitteln will, und dabei bleibt er ganz sicher nicht objektiv. Da gäbe es wohl Filmemacher, die das Thema Sklaverei distanzierter angegangen wären. Soll aber nicht als Kritikpunkt verstanden werden. Von den Darstellern gefiel mir Michael Fassbender einmal mehr am besten. Er ist einer dieser Schauspieler, die aus jeder Rolle das bestmögliche herausholen können. Auch Paul Giamatti, Paul Dano und Benedict Cumberbatch agieren herausragend. Nicht unerwähnt sollen hier auch Chiwetel Eijofor und Lupita Nyong'o bleiben. Wie gesagt, jeder einzelne spielt herausragend. Ein spezielles Plätzchen möchte ich hier noch Brad Pitt einräumen; man hat das Gefühl, Brad Pitt spielt sich im Grunde selbst, aber wie er hier eingesetzt wird, gäbe es wohl keinen besseren Schauspieler für diese Rolle. Fazit: Für mich ist dieser Film etwas zu dick aufgetragen – wie ich eigentlich erwartet habe bei 7 Oscars und einer auf realen Ereignissen basierenden Geschichte. Objektiv betrachtet 4 Sterne, subjektiv gebe ich ihm 3,5 Sterne. Gruss
Unglaublich Intensiv. Dieser Film berührt von der ersten bis zur letzten Minute. Die Fassungslosigkeit des Hauptdarstellers, dann die Wut, die absolute Hilflosigkeit und das fehlen jeglicher Hoffnung die so ausdrucksstark gespielt werden, berühren einen ganz tief. Auch die Grausamkeiten der Plantagenbesitzer, die absolute Überzeugen im Recht zu sein, schockieren einen. Doch das schlimme an diesem Film ist, das er auf Tatsachen beruht. Dieses Schicksal war real und dieses ganze Leid zu der Zeit an der Tagesordnung. Der Film ist ein muss für jeden der einen guten Gefühlvollen und realistischen Film sehen möchte.
Der erste Film meines Lebens den ich frühzeitig beendet habe. Nach gefühlten Stunden der gähnenden Langeweile habe ich abgeschaltet. Wenn ich wissen möchte wie die armen Schwarzen damals misshandelt wurden, dann schaue ich eine Doku darüber. Aber einen Film daraus zu drehen mit einer Story die diesen Namen nicht verdient hat, ist im Ergebnis das langweiligste, was ich je gesehen habe.
Steve McQueen liefert hier nach seien tollen Filmen "Hunger" und "Shame" seine nächstes sehr gutes Werk ab ! Die Story geht echt unter die Haut und ist von allen Darstellern fantastisch gespielt. Ein Film, der zurecht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Bewegend, fesselnd, emotional.