12 Years A Slave
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Rüdiger Wolff
Rüdiger Wolff

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2,5
Veröffentlicht am 21. Januar 2014
Schicksal - furchtbar, Film - schwach

Die angeblich weltweiten Lobeshymnen kann ich nicht so ganz verstehen, denn dieses Thema wird hier nicht zum 1. Mal verfilmt. Das Schicksal des Solomon ist sicher sehr tragisch, aber der Film bringt überwiegend nur Klischees, wie man sie schon oft gesehen hat: Sklavenhandel, auf Baumwollfeldern arbeitende Sklaven, ungerechte und gewalttätige Sklavenhalter etc. - Erniedrigung auf fast allen Gebieten des Lebens.
Sicher geht einem dieses Schicksal an die Nieren, aber man ist ja im Kino und will auch einen gut gemachten Film sehen. Und da mangelt es ihm aber häufig. Die Story ist lückenhaft und unglaubwürdig: Wie kam es, daß sich Solomon auf einmal in diesem Kerker befand - über 4.000 km von seinem Wohnort entfernt - vom Staate Washington bis zum Staate Georgia? Und das mit den Verkehrsmitteln des 19. Jh - Postkutsche etc., wo eine solche Reise mehrere Wochen dauerte! Auch am Ende des Films: da holt ihn jemand ab, der ihn von zu Hause aus kennt!? Hat der auch seinetwegen diese wochenlange Reise auf sich genommen?
Schauspielerisch gibt es hier ebenso gute wie schwache Darsteller. Solomon ist mit seinem gleichbleibend kummervollen Gesicht ausgesprochen schwach und überfordert. Aber super - wie immer: Paul Dano, Paul Giamatti und Michael Fassbender. Das Drehbuch ist ebenfalls schwach: Es kommt kaum Spannung auf - man weiß ja schon vorher, wo die Reise hingeht. Die paar Rücksblenden am Anfang machen den Kohl auch nicht fett. Dann diese ewigen statischen Kameraeinstellungen in die Landschaft, bei Dialogen, oder allein auf's Gesicht gerichtet! Soll das Zeit zum Nachdenken geben?
Zeit zum Nachdenken hätte sich Steve McQueen (! - wer denkt da nicht an den Schauspieler in Bullit, Nevada Smith oder Getaway?), dieser britische Regiesseur, vorher nehmen sollen, wenn er einen wirklich guten Film hätte machen wollen, und nicht nur ein tiefschürfend emotionales Versatzstück zur dunkelsten Epoche der USA.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 19. Januar 2014
"12 Years A Slave" ein Film, der für 9! Oscars nominiert ist. Da denkt man eigentlich, man ist auf der sicheren Seite. Wirklich überzeugen, konnte der Film am Ende überraschenderweise nicht.
Der Film, der ein wirklich grausames und ernstes Thema beinhaltet, zeigte zwar sehr gut, wie mit den Sklaven umgegangen wurde, mehr aber auch nicht. Der ganze Inhalt (abgesehen von den ersten und letzten 10 Minuten) bestand darin, zu sehen, wie die Sklavenhalter die Sklaven wie Bekloppte mit einem Seil geschlagen oder ihnen Wunden mit Messern zugezogen haben. Zwischendurch wurden sie dann immer mal wieder verkauft und zu anderen Sklavenhaltern gebracht, bei denen es ihnen noch schlechter ging. Für einen mehr als zweistündigen Film reicht diese Handlung aber nicht aus und dem Zuschauer wird da ziemlich viel zugemutet. Eine Filmlänge von 90 Minuten hätte für die Kinobesucher auch gereicht, die sich nicht noch 45 Minuten länger mit Blut verschmierte Sklaven anschauen wollen. Es ist ja klar, dass man nach diesem Film nicht freudestrahlend aus dem Kino kommen wird aber bewegt hat mich der Film nicht.
Ich gebe diesem Film 2,5 Punkte, da die Geschichte wirklich wahr ist und auch streckenweise wirklich gut dargestellt wurde. Da die Handlung nicht mehr bot, war der Film aber zu lang.
Empfehlen würde ich diesen Film Menschen, die sich speziell für dieses schreckliche Thema interessieren. Andere werden wahrscheinlich ehr enttäuscht den Kinosaal verlassen.
kleiner luk
kleiner luk

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4,0
Veröffentlicht am 19. Januar 2014
Ich ging mit großen Erwartungen ins Kino, nicht zuletzt weil dieser Film als DER Oscarkandidat gehandelt wird. Sie wurden jedoch nur teilweise erfüllt.
Schauspielerisch ganz große Klasse, eine Kamera, die zu beeindrucken weiß, aber das große Manko war die Handlung. Es wurde erzählt und erzählt, aber es stellte sich nie wirklich Spannung ein. So gestalten sich die knapp mehr als zwei Stunden nicht langweilig, weil immer noch die tolle Leistung der Schauspieler, die tolle Kamera und auch die dezent gestreute Musik verbleibt, dennoch kann man sich von DEM Oscarkandidaten eine etwas fesselndere Handlung erhoffen und auch erwarten.
Hannes Dentler
Hannes Dentler

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4,5
Veröffentlicht am 17. Januar 2014
(...) Steve McQueens Drama “12 Years A Slave” ist ein Monument eines Films, der das Absurdum Sklaverei dem Zuschauer so schonungslos wie möglich vor Augen führt. Ein Film der durch Mark und Bein geht. Ein Film mit einem überragenden Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor aus einem grandios aufspielenden Cast. Ein Film der vor purer Echtheit nur so sprüht. Ein Film nicht nur über eine der dunkelsten Episoden der Menschheitsgeschichte, sondern vor allem ein Film über Hoffnung! Schlichtweg herausragend!
Andreas F.
Andreas F.

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5,0
Veröffentlicht am 16. Januar 2014
Gestern Abend habe ich mir 12 Years A Slave im englischen Original Ton angeschaut.
Nie, hätte ich erwartet das Hollywood im Stande ist, über ein so amerikanisches Thema, einen so feinfühligen, sensiblen, langsamen und schonungslos ehrlichen Film, ins Kino zu bringen.

Nicht nur das der Hauptdarsteller, seine Rolle perfekt mimt, auch die Nebendarsteller allen voran Fassbender, lassen diesen Film wie ein Zeitzeugnis wirken.
Das was den Film aber zu einem echten Meisterwerk macht, ist die Regie und Kameraführung. In jeder Szenen wird mehr erzählt als gesprochen wird. In jeder Sequenz spiegeln sich alle menschlichen Abgründe, Gefühle, Hoffnungen wieder, mit kleinsten Details wie eine kleine Geste des Plantagenbesitzers wird hier eine bedrückende und schonungslose Geschichte erzählt.

Hier fliegen keine Blutspritzer in Zeitlupe vom Körper gefolterter Menschen, nein, hier zeigt die Kamera erst dann den vernarbten Rücken, wenn die seelischen Narben schon viel deutlicher zu erkennen waren.

Mit äußerster Sorgfalt und Fingerspitzengefühl, nähert sich Steve McQueen diesem allzu düsteren amerikanischen Kapitel in schonungsloser Ehrlichkeit und mit einem dialoglastigen Film.

Was soll ich sagen, grandiose Darsteller, eine gefühlvolle Regiearbeit, berührendende Aufnahmen, eine Geschichte die einen nicht einfach loslässt. Einfach ein Film der einen in Erinnerung bleibt, ein Meisterwerk der Filmkunst und somit volle Punktzahl.

All jene die nicht davor scheuen Mal einen dialoglastigen-Film zusehen, die sich auch mal über Drama ohne Action freuen können, all jene sollten hier hinein.
Alle die Filme als bloße Unterhaltung, als Zerstreuung ansehen, die sind hier fehl am Platz.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 8. Januar 2015
Filmtechnisch und Schauspielerisch Grandios

Also ich schau mir auch gerne unterhaltsame Blockbuster an, aber die Kritiken die sagen, dass der Film langweilig sei, kann ich nicht nachvollziehen.

Gut...der Film geht wirklich lange, aber er erzählt ja auch von einer 12-jährigen Leidenszeit. Mir gefällt, dass dabei auf nervige Zeiteinblendungen und offensichtliche Alterung der Hauptfigur verzichtet wird und stattdessen dieses ewige Leiden z.B. damit ausgedrückt wird, dass minutenlang draufgehalten wird, wie Plat am Baum hängt.

Ich finde den Film sehr ergreifend, weil die Emotionen sowohl fimtechnisch als auch schauspielerisch perfekt auf den Zuschauer übertragen werden(Ich hatte Gänsehaut). Man spürte wie die Trauer und die Aggressionen am überkochen waren...da tat es gut zuzuschauen, wie im richtigen Moment eine schöne Geige voller Inbrunst zerstört wird.
Jerrybalotelli
Jerrybalotelli

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3,5
Veröffentlicht am 18. Januar 2015
"12 Years A Slave" ist ein sehr guter film keine frage, aber ein meisterwerk ist er für mich nicht! story ist sehr gut. das ende ist gut, aber kommt ziemlich abrupt... zudem berührt dieser film mich kaum und ich bin schon nah am wasser gebaut. und bei besseren Filmen vergieß ich schon mal die ein oder andere träne!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 18. Januar 2014
Ganz großes Kino. Sehr bedrückend dargestellt. Wird aber sicher nicht jedermanns Sache sein! Ein Drama, dass viel von den Dialogen und knallharten kameraszenen lebt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 16. Februar 2014
Ich finde Zach Braff hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Film ist ein must-see und dennoch kein feel-good movie.

Auf die Frage hin wieso dieser Film in kaum einem Kino läuft ist nach einigen Kritiken, die hier hinterlassen wurden, ziemlich offensichtlich.
Der Film ist halt nicht für die breite Masse gemacht. Hat schon seinen Grund warum "Fuck you Goethe" oder wie der Mist heißt hier so erfolgreich ist.
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