Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. März 2010
Im Jahre 1998 erscheint ein interessanter Independet-Film. Kostete schlappe 35.000 Dollar und machte ungewöhnlich viel Werbung. Das Ergebnis: über 130 Millionen Dollar Einkommen! So ist "Blair Witch Project" der effizienteste Film aller Zeiten in Sachen Umsatz. Der Psycho-Thriller ist allerdings nicht einfach bloß ein PR Gag, der einfach nur Glück hatte, nein er hat den Erfolg redlich verdient. "Blair Witch Project" ist bis heute ein grandioses Meisterwerk, eine Innovation der 90er, der Wegbegründer von ähnlichen Filmen wie Cloverfield oder Rec und zeigt wie so wenig doch so viel sein kann.
Zunächst ist der Filmstil, in erster Linie die Kameraführung sehr gewöhnungsbedürftig. So stößt der tolle Film bei vielen sofort auf Abneigung, da diese sich an der ständigen Wackelei und am so unprofessionell wirkenden Gesamteindruck stören. Recht verständlich, denn der komplette Film wird nicht wie üblich auktorial erzählt von einer äußeren Kamera, sondern stets aus einer Filmkamera der Protagonisten, die einen Dokumentarfilm drehen wollen. So sieht man sich im Prinzip ihr gefilmtes Material an. Die Folge ist: permanentes Gewackel, hastige Zooms und plötzliche Schnitte. Aber gerade das macht mit die Faszination aus, solange man es aushält. Man ist immer mit dabei, erlebt alles aus den Augen des Filmenden und so fühlt das Erlebte sich wahnsinnig echt an.
Die große Stärke des Films ist aber seine fast unerreichte Authezität. Teilweise stellt man sich wirklich die Frage, ob das nun real ist. Die Schauspieler, die eigentlich absolute No Names und gar keine wirklichen beruflichen Schauspieler sind, leisten eine so exzellente Arbeit, das man nie das Gefühl hat, das irgend etwas aufgesetzt wird. Wie mit der zeit das anfangs so optimistische Film Team immer mehr der puren Angst und letztendlich Panik verfällt, ist unglaublich mitreißend und gleichzeitig wahnsinnig spannend. Noch nie hatte man als Zuschauer so nah Angst verspürt. Dabei passiert nicht einmal irgend etwas Besonderes, das jemandem einen Schrecken einjagen würde. Meistens sieht man sogar gar Nichts, da der Grusel sich nachts abspielt. Der Horror spielt sich komplett im Kopf des Zuschauers ab: eine psychologische Meisterleistung.
Wer die Kameraführung akzeptiert und kein aufwendig produziertes Pop Corn Kino erwartet, bekommt hier ein Pracht Exemplar des Psycho Horrors zu sehen!
"Blair Witch Project" steht bei mir weit oben in der Rangliste der besten Horrorfilme. Der wohl authentischste und glaubwürdigste Horrorfilm den es je gab. Zu Beginn passiert noch nicht viel, aber man spürt die Verzweiflung welche sich unter den Protagonisten breit macht, als sie immer mehr die Orientierung im Wald verlieren. Man spürt von Beginn weg das Unheimliche, das auf sie zu kommen wird. Blair Witch Project ist einer der wenigen Filme, bei dem die Spannung über die gesamte Filmdauer stetig zunimmt bis zum absolut nervenaufreibenden und erschaudernden Finale - besser geht es kaum! Das Ganze ist umso höher einzustufen, wenn man bedenkt man mit welch bescheidenen Mitteln dieser Film produziert wurde. Die etwas wackelige Kamera hat mich auch nicht wirklich gestört.
Fazit: Selten hat man in einem Film solch realen Grusel gesehen, der auch auf den Zuschauer überschwappt. Mein Tipp: Den Film alleine im dunkeln Zimmer und bei voller Lautstärke geniessen, sofern man dann noch von geniessen sprechen kann ;)
Dem Ruf des Films entsrpechend habe ich mich voller Erwartungen auf einen harten Psycho-Horror vor den Fernseher gesetzt...und war leider mehr als enttäuscht.
Die Kameraführung mag ja die gutgemeinte Absicht haben authentisch zu wirken,aber hätte man den wirklich SO viel herumwackeln müssen? So wie es nun ist hat mich das ganze nach einer knappen halben Stunde nämlich nur noch genervt...und jegliche evtl aufkommende Spannung zu Nichte gemacht.
Von der schauspielersichen Darbietung mal ganz abzusehen waren die Dialoge außerdem allenfalls "dürftig" zu nennen, wirken allerdings eher hölzern und alles andere als flüssig oder gar einleuchtend.
Einziger Lichtblick (und einziger Grund der aus einem, drei Sterne gemacht hat) ist das Ende, dass tatsächlich soetwas wie eine Gänsehaut bei mir erzeugt hat und sogar am nächsten Tag noch ein oder zweimal im Unterbewusstsein aufgeblitz ist.
Fazit: Ein Film, welcher auf einer durchaus guten Idee basiert, meiner Meinung nach aber völlig zu unrecht in große Höhen gehoben und durch den zwanghaften Wunsch Authenzitität zu erzeugen völlig verschandelt wurde, allerdings mit einem guten Ende den Fernsehabend doch nicht komplett verschwendet hat.
Blair Witch Project ist ein spannender Horrorfilm ohne viel Blut, was aber nicht schlimm ist, da der Film auch so den Thrill hat. Zwar nervt die hecktische Kameraführung auf die Dauer, doch ansonsten würde das Ganze ja auch nicht authentisch wirken. Die Story ist zwar sehr einfallslos, der Film unterhält dennoch gut.
Der Film zeigt, wieviel man aus einem B-Movie machen kann. Er hat eine dichte Atmosphäre und ist durchgehen spannend. Die Kamera fand ich in diesem Film so auch besonders gut.