Der Medicus
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3,7
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Cliff B.
Cliff B.

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3,5
Veröffentlicht am 23. August 2014
Interessanter Film, mal was anderes. Und es wird einen was aus der Vergangenheit gezeigt. Wo es noch keine Krankenhäuser gab und was mit Menschen passierte und wie die Medizin sich gegen die Religion durchsetzen musste. Ohne als Ketzer aufgehangen zu werden.

Fazit: Intessant, toll, spannend. Muss man gucken. Daumen hoch
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 15. April 2014
Gern hätte ich diesen Film wenigstens einen halben Stern mehr gegeben. Er ist durchaus sehenswert und solide gemacht. "Leider" gehört "Der Medicus" zu meinen wenigen absoluten Lieblingsbüchern, welches ich schon mehrfach gelesen habe. Mit Spannung und Vorfreude habe ich auf den Film gewartet und wer das Buch gelesen hat und ebenso wie ich davon gefesselt war, kann meine Enttäuschung verstehen. Außer den grundlegenden Tatsachen, das Rob Cole bei einem Bader in der Lehre war und dem Verlangen nach mehr Wissen schließlich nach Isfahan reist um bei dem Arzt aller Ärzte studieren zu können, wird eigentlich alles was in dem Buch geschildert wird aus dem Kontext gerissen und nach belieben neu zusammengesetzt. Dies wird schon zu Anfang des Films deutlich, denn die Mutter starb nicht wie im Film dargestellt, sondern nach der Geburt des letzten Kindes. Die Zahl der Geschwister, der Umstand wie Rob zu dem Bader kam wurden ebenso verfälscht, wie die leider ausbleibende Geschichte in der Lehre des Baders, sowie der Umstand des Beginns der Reise nach Persien.
Auch die Reise selbst, die mich im Roman so gefesselt hat, die Wandlung vom Engländer zum Juden, die Strapazen und die Zeit des Lernens, die Studie der Sprache, die Begierde des Wissens, gehen im Film völlig unter, bzw. werden wenn überhaupt nur in winzigen Teilen aufgeblendet. Die Aufnahme in der Madrassa, die Persönlichkeit von Karim wurden ebenso verfälscht dargestellt wie die in dem Buch so wichtige Freundschaft zu Mirdin außer Acht gelassen wurde.
Die "Liebesgeschichte" mit Rebecca fande ich fast schon lächerlich, hatte sie doch rein gar nichts mit der tatsächlichen Liebesgeschichte mit Mary aus Schottland gemein, die mich in dem Buch bewegt hat.
Um das ganze nun doch etwas abzukürzen: Die Beziehung zum Schah wurde ebensowenig beachtet, wie die Darstellung verfälscht wurde, wo und wie die Pest ausbrach, nämlich getreu dem Buch in Schiras. Die Geschichte Karims, im Buch unterhielt er ein Verhältnis mit Ibn Sina´s jüngerer Frau, wird völlig fernab der Buchvorlage dargestellt.
Ibn Sina selbst starb, nach der Buchvorlage, infolge eines Krebsleiden, nachdem er den letzten Feldzug des Schah´s als Hakim begleitete. Letztendlich wurde die Geschichte und den Feldzügen des Schah´s in dem Film keine Bedeutung beigemessen. Das Ende hat auch nichts mit dem Buch gemein. Rob scheiterte, nach der Buchvorlage, in England und fand schließlich seine Ruhe und sein Glück in Schottland, der Heimat seiner Frau Mary.
Dennoch, wenn ich es mit Abstand betrachte und der Tatsache einen solchen Film dem breiten Puplikum zugänglich zu machen, ist dieser Film durchaus sehenswert. Man darf hier eben nicht das Buch zum Maßstab nehmen. Vor allem durch Ben Kingsley, der seine Rolle unter den gegebenen Möglichkeiten großartig gespielt hat, der aber noch viel mehr hätte zeigen können, wenn es das leider "verkrüppelte" Drehbuch hergegeben hätte. Auch Tom Payne konnte in seiner Rolle teilweise überzeugen, wenngleich mich sein jüngeres Ich mehr beeindruckt hat. Die Rolle des Baders, gespielt von Stellan Skarsgard konnte hingegen beeindrucken. Schade nur, das die Möglichkeit der Vorlage nicht genutzt wurde. Die weiteren Darsteller will ich hier gar nicht erwähnen, weil sie mich nur mit Mittelmaß, bzw. manchmal schon mit unfreiwilliger Komik, sowie purer Langeweile "unterhalten" haben.
Alles in allem letztendlich nur ein "prächtiger" Film im Hollywood Style, der der Vorlage des Buches wirklich nur im allergeringstem Maß gerecht werden konnte. Wer das Buch nicht kennt, kann durchaus, wenn dann auch mit Logikfehlern, unterhalten werden.
Deshalb an dieser Stelle, für die schönen Bilder und teilweise gutem Spiel, wirklich gerade so wohlwollende 3 Sterne.
Heike M.
Heike M.

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1,0
Veröffentlicht am 12. März 2014
Ich habe das Buch und auch den Nachfolger " Der Schamane " zigmal gelesen und war immer wieder begeistert von der atmospärischen Dichte der Romanvorlage.

Die Charaktere bleiben oberflächlich, wichtige Passagen, die immerhin einen Zeitraum von Jahren erfassen, wurden schlicht weggelassen. spoiler: So, wie hier schon oft beschrieben, die Entwicklung Robs vom Kind zum Bader. Im Buch stirbt Robs Mutter nicht an der Seitenkrankheit sondern im Kindbett aufgrund von Steißlage ihres Kindes. Robs Vater stirbt kurze danach an einer Lungenkrankheit und Rob muß für einige Zeit seinen Geschwistern die Eltern ersetzen.


Die Figur des Baders wird leider auch äußerlich vollig anders dargestellt, als im Roman, er bleibt bestenfalls nur eine Randfigur. spoiler: Er wird im Buch als sehr beleibt beschrieben und allen Sinnenfreuden extrem zugänglich, besonders dem Essen und Trinken und letztendlich stirbt er ja dann auch an einem Herzinfarkt und dann ist Rob plötzlich auf sich allein gestellt und arbeitet selbst als Bader.


Der lange beschwerliche Weg nach Persien, die Ablehnung, die Rob zunächst erfuhr und der ungeheure, beschwerliche Aufwand, um all die medizinischen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen zu lernen, all dem wird im Film überhaupt keine Rechnung getragen.

Ich habe mich selten so auf eine Romanverfilmung gefreut und wurde selten so enttäuscht.
LucaFilm
LucaFilm

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1,5
Veröffentlicht am 10. Februar 2014
Vorweg: Ich habe das Buch gelesen, war aber jetzt kein großer Fan davon. Das Buch war teilweise total ausschweifend und langweilig. So ähnlich fand ich die Geisha, und fand deshalb den Film super, der sich nur auf das wesentliche beschränkte. Ich war also voller Vorfreude einen nicht zu ausschweifenden Film über die wichtigsten Tatsachen des Buches sehen zu dürfen, und war auch sehr gespannt über die Umsetzung.
Ich hätte aber nie gedacht, dass man sich gar nicht an das Buch hält. Die Art und Weise, wie Rob sein "Liebe" findet, finde ich gar nicht so schlecht- war irgendwie doch romantisch à la Romeo und Julia. Es stimmt zwar, dass Rebecca aufgespritzte Lippen hat, und damit nicht dort wirklich reinpasst und total unnatürlich wirkt. Ich habe es aber als Exotenbonus gewertet und fand ihre Aufmachung auch sehr hübsch.

Nichtsdestotrotz ist der Film, auch nur als Film betrachtet, eine Katastrophe. Das liegt aber vor allem daran, dass der Film soooooooooooo amerikanisch und teilweise lieblos ist (und das von einem deutschen Regisseur).
Lieblos ist der Film dahingehend, dass Rob als Katholik von heute auf morgen sowohl Gebete als auch Riten der Juden beherrscht *blobb hero born*
Er ist ein frecher Besserwisser, der den mächtigsten Mann in Persien (den Schah) in die Schranken weißt *blobb hero born*
Er beherrscht "Zauberkräfte" mit denen er den Tod vorhersehen kann *blobb hero born*
Er lernt den menschlichen Körper innerhalb von 24 Std. kennen (zum Glück verwest die Leiche nicht) und retten ein ganzes Land + große Liebe (die nebenbei mal geschwängert wird) *blobb hero born*
Er versucht sich zu "opfern", als die Juden ins Visier geraten und outet sich als Katholik- ein Lügner, der zugibt gelogen zu haben, wobei dadurch dass er beschnitten ist, den Beweiß erbringt, dass er Jude ist, und damit gerade nicht gelogen hat (zumal er die Bräuche ja kann). Trotzdem glaubt jeder die Geschichte des Robs sofort *blobb Messias born*
Er führt dann à la Moses die Juden ins geheiligte Land England, wobei Persien total untergeht #Follow the Messias, and to the rest: just die!

Man kann die ganze Zeit so weiter machen. In der Mitte des Films wurde es langweilig, gegen Ende hat man sich sogar fremdgeschämt. Worauf wollte der Film nun seinen Schwerpunkt legen?
Auf die Entwicklung des Medicus? Bestimmt nicht. Auf die Liebe? Naaa. Irgendwie wirkte es auf mich, als lege der Schwerpunkt auf das Einläuten einer Neuen Ära- Persien ging unter, Großbritannien wuchs zur Industrie... dann muss ich aber gestehen, dass ich mir viel lieber noch einmal das Buch durchlese.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 10. Februar 2014
Undurchdacht und mit enttäuschender Besetzung. Auch ein mittelmäßiger Ben Kingsley vermag es nicht, dieser Adaption eines Weltbestsellers einen guten Eindruck zu verleihen. Die Hauptdarsteller harmonieren nicht miteinander, die Zeitsprünge sind riesig und wenig nachvollziehbar und ganz allgemein viel zu wenig am Buch orientiert. Das Mittelalter wird dem Zuschauer zu keinem Zeitpunkt wirklich nahegebracht, zu viele, eigentliche notwendige, Informationen bleiben aus. Eine der miesesten Buchverfilmungen bisher, langweilig und unauthentisch.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2014
Ich bin heute mit Skepsis in den Film rein ohne das Buch gelesen zu haben und fand den Film keine Minute langweilig. Die Leistung der Schauspieler war genauso toll wie die Landschaft.
blutgesicht
blutgesicht

174 Follower 292 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. Januar 2014
Der Film war ganz unterhaltsam, hat aber leider auch viele Schwächen. An die Romanvorlage hat man sich wohl nicht so sehr gehalten, so sind Szenen, die einem in dem Buch faziniert haben einfach weggelassen worden...Der Film folgt straight seiner Story, richtige Höhen und Tiefen gibt es eigentlich kaum. Es fehlt einfach an Überzeugungskraft und Emotionen.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 26. Januar 2014
..Eigentlich hat Lukas S. schon alles gesagt was es dazu zu sagen gibt.
Ich war letzten Samstag im Medicus und ich war genauso wie er enttäuscht..
Ich habe das Buch bestimmt schon 4 mal gelesen und es fesselt mich immer wieder auf s neue.
Der Film allerdings (für diejenigen die das Buch nicht gelesen haben bestimmt ein schöner Bunter und unterhaltsamer Samstag Abend Orientfilm).war in meinen Augen eine Katastrophe Die Adaption zum Haare raufen alle Markanten und wichtigen Stellen des Buches sind nicht existent..die hätten den Tom Tykwer dazu verpflichten sollen diesen Film zu machen..der hat aus dem Buch das Parfüm auch sensationelles raus geholt....

Und auch ich hoffe das sich in ein paar Jahren jemand an diesen Soff herantraut und eine richtig gute Adaption zusammen bringt...von mir aus ein 4 Teiler für s bitte ohne die ARD.

Schade um Geld für s Kinoticket...
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 26. Januar 2014
Völlig daneben, so kann man eine derartig großartige Romanvorlage nicht verfilmen. Uninspirierte gelangweilte Schauspieler, von Ben Kingsley einmal abgesehen, haarsträubende Änderungen der literarischen Vorlage, keine Spannung, keine Emotion, dieser Film passt allenfalls ins Vorabendprogramm vor dem "heute-Journal", im Kino hat so ein Schund nichts verloren.
Casi
Casi

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3,0
Veröffentlicht am 28. Januar 2014
"Der Medicus" ist auf jeden Fall sehenswert. Allerdings kann ich die wahnsinnig genialen Kritiken in den Medien nicht ganz verstehen.
Mir erscheint der Film teils in die Länge gezogen, mit klitzekleinem Hang zur elsweise frage ich mich, warum so viele Szenen im Film sind, spoiler: die die jüdische Art des Betens und die Kultur beleuchten.
Hat nix mit der Handlung zu tun.

Ben Kinsley spielt gewohnt gut und er erhält den Film am Leben.

Ein Abenteuerfilm, mit dem man sich gut den Abend vertrieben kann.
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