Der Medicus
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3,7
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joamu
joamu

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4,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2014
Zunächst: Nein, ich habe das Buch nicht gelesen. Meine Bewertung gilt also wirklich nur dem Film. Skeptisch ging ich ins Kino, zu viele für's TV mitproduzierte Historienstoffe hatte ich nach wenigen Minuten abgeschaltet. Hier war ich aber außerordentlich überrascht: wunderbare Landschaftsbilder und Stars, die in Hochform sind. Stellan Skarsgård und Ben Kingsley verdienen aus meiner Sicht alle Darstellerpreise, die sie kriegen könnten. Eine zu keiner Zeit langweilige Geschichte, auch wenn natürlich einige Wendungen vorhersehbar sind, ein wirklich nettes Ende - ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Meine einzige Irritation kam hinterher: Rebecca, die große Love-Story - gibt's im Buch nicht? !
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 3. Januar 2014
Dass der Film sich nur sehr grob am Buch orientiert, soll nicht der Grund für die schlechte Bewertung sein. Dies zu bemerken war dennoch bitter enttäuschend, da es ja nun mal als Verfilmung des gleichnamigen Romans dargestellt wird. Ausgangspunkt könnte eine Zusammenfassung des Romans in drei Sätzen gewesen sein. Der Rest wurde locker flockig frei dazu gedichtet bzw. weggelassen.
Wenn dann trotzdem ein toller Film zustande gekommen wäre, wär's ja fein. Ist es aber nicht.

Fangen wir mit dem Positiven an. Die meisten Darsteller, allen voran Tom Payne und Ben Kingsley, spielen ihre Rollen gewohnt solide bis stark, spoiler: die Stadt Isfahan ist beeindruckend
. Das war's dann aber schon.

Was stört: In den Film wurde unsinnigerweise eine Romanze gedichtet, die vollkommen fehl am Platze ist und vom Wesentlichen ablenkt. Man traut einem Film ohne ein umfassendes "Email für Dich"-Feeling wohl keinen Erfolg zu. Das Problem dabei ist, dass der Plot so mechanisch konstruiert ist, dass zu kaum einem Charakter eine emotionale Beziehung aufgebaut wird - da ist eine solche Liebesgeschichte natürlich doppelt störend. Das Ergebnis ist aber auch, dass einen jegliches (potenzielles) Ableben bzw. Glück und Unglück vollkommen kalt lässt. Dies führt direkt zum nächsten Problem.

Der Film ist langatmig. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Hätte ich das Problem doch eher darin gesehen, die 1000++ Seiten zu kondensieren. Aber man scheint dem Zuschauer wohl keinen Inhalt zuzutrauen. Sehr schade. Und ohne emotionale Bindung kommt halt auch keine Spannung auf, insbesondere da der Film sich auch nie die Zeit nimmt, einen solchen -bogen aufzubauen spoiler: (als Beispiel sei wie schon in anderer Kritik erwähnt, die Aufnahme in die Schule genannt: "Ich will rein – nein, du kommst nicht rein – zack, doch drin – super, weiter geht's, nächster Punkt"). Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo Rob Cole mit jeder Person zu jedem Zeitpunkt problemlos kommunizieren, und in jeder Sprache problemlos lesen kann bzw. sein Lernvorgang überhaupt nicht thematisiert wird, fühlt man sich als Zuschauer komplett für dumm verkauft.


spoiler: Den krönende Abschluss bildet aber Abbinder: Zurück in England, der Bader steht vor leerem Publikum, wundert sich. Ein Junge klärt auf: "Es sind alle im Krankenhaus, wo jeder ein weiches Bett hat und Ihnen der Medicus auf der ... jeden Abend vorspielt" (Fast-O-Ton). Was soll das?? Der Abbinder mit "die sind alle im Krankenhaus, mit Kernspin und allem papapo, eingeflogen von der neuen Helikopter-Staffel" wäre nicht weniger lächerlich.


Meine Empfehlung: Lest den Medicus ein zweites oder drittes Mal oder auch einen von Gordons Nachfolgebücher, aber spart Euch diesen Film.
Meowan
Meowan

31 Follower 42 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Der Film schafft es einen zu verzaubern und über 150 Minuten zu unterhalten, ohne das man die Filmlänge bemerkt. Sehr gute und passende Darsteller. An manchen Stellen ist es mir ein wenig zu gewollt komisch, was mich stört. Auch merkt man dem Film an, dass er zu wenig Zeit hat, um die große Geschichte in einem kurzen Kinoabenteuer erzählen zu können. Dies stört mich aber nicht weiter, sondern regt auch ein wenig die Fantasie an. Ein großer Abenteuerfilm aus Deutschland hat es in dieser Optik und Inszenierung noch nie gegeben. Unbedingt im Kino diesen Bilderrausch erleben!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 29. Dezember 2013
Gute Unterhaltung, schöne Bilder und ja es fehlt viel, aber man versteht die Handlung trotzdem . Und für alle die das Buch nicht gelesen haben,, ein Grund es sich jetzt als Taschenbuch zu kaufen.
Tamuh S
Tamuh S

14 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2013
Ich habe das Buch vor 20Jahren gelesen und war begeistert. Nach Hobbit II und Tribute von ... war dieser Film eine Erholung. Er hat mich aber nicht so gepackt wie das Buch. Gute Schauspieler, außer der Hauptdarsteller.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 26. Dezember 2013
"Der Medicus" - die absolute Enttäuschung des Jahres!
Zunächst: ich habe vor kurzem das Buch gelesen und war von Noah Gordons Geschichte über den jungen Rob Cole absolut begeistert und bin aufgrund dessen auch mit strahlenden Augen in die Premiere gerannt! Leider war es eine absolute Enttäuschung!! Warum? 1) Tom Payne spielt äußerst schlecht; versteinertes Gesicht und wirklich unglaubwürdige Emotionen. 2) Totale Buchfledderei, wenn ich das mal so nennen darf! Die Adaptation von Stölzl, hat nichts außer den Namen und die grobe Grundstory mit Noah Gordons Meisterwerk, zu tun! Entscheidenste Ereignisse werden weggelassen oder verstümmelt:SPOILER: Man sieht die Entwicklung vom Waisen zum Bader nicht (wobei ich das aus Zeitgründen noch verstehe!). Die komplette Reise nach Isfahan sieht man nicht, bis auf 2min Wüstenszenen, somit auch die Binnengeschichte mit dem jüdischen Dorf in dem Rob sich zum "richtigen" Juden wandelt auch nicht. Mary Cullen, Robes große Liebe aus dem Roman existiert GARNICHT, stattdessen eine schmolllippige, absolut unüberzeugende Emma Rigby alias Rebecca (??). Die Weise wie Rob in der Madrassa aufgenommen wird, im Buch eine absolut spannende Szene: er bedroht den Madrassa-Mensch und kommt zur Strafe in den Kerker in dem er fast zu Tode kommt! Im Film wird er ohne große Umschweife aufgenommen und ist dann auch sogleich Hakim (<--- ca 300 Seiten im Buch in 2min abgehandelt?). _________________________________Ich könnte noch ewig so weiter machen! Es wurden absolut entscheidende, das Buch ausmachende, Dinge weggelassen oder völlig umgeschrieben (leider in schlecht)! Ich schätze selbst als "NICHT-Roman-Leser" wundert man sich erheblich um die zerpflückte 08/15-ich verliebe mich-dann gibs probleme-dann kommen wir wieder zsm und heiraten-FOKUSIERUNG. Ich bin enttäuscht
! Hoffentlich nimmt sich eine fähige Crew in einigen Jahren diesem Projekt an und ist vielleicht so clever daraus einen 2 teiler zu machen, dann muss man auch nicht alles ändern und verhunzen!
samuelarnold
samuelarnold

8 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 26. Januar 2014
Ich habe das Buch nicht gelesen bin aber der Meinung man hätte ein zwei oder dreiteiler daraus machan können. Bei vielen Scenen verlangt man nach mehr infos. Ich fand den Film aber sehr gut und immer spannend und die besetzung sehr gut ausgesucht.
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