Vampire Hunter D
Durchschnitts-Wertung
2,9
4 Wertungen

1 User-Kritik

5
0 Kritik
4
0 Kritik
3
0 Kritik
2
1 Kritik
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Lemmiblog
Lemmiblog

2 Follower 312 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 1. Juli 2026
DER ROTE FRAUENMOND, DER EINMAL IM MONAT KOMMT

Doris wurde von einem Vampir gebissen. Verzweifelt heuert sie den Vampirjäger D. an und ist bereit, alles zu geben, sogar sich selbst. Obwohl D. ein dunkles Geheimnis mit dem Vampir teilt, nimmt er den Auftrag an. Doch auf ihn wartet mehr als nur ein Blutsauger, denn in der fernen Zukunft ist Hoffnung zu einem seltenen Gut geworden.

Vampire Hunter D von 1985 geht ca. 80 Minuten und dürfte wohl ab 18 Jahren freigegeben sein. Wir haben hier den ersten Film um den Vampirjäger und bin unterwältigt.
Das liegt nicht am Zeichenstil, der heute noch fantastisch aussieht. Auch nicht an den Splattereffekten oder kreativen Monsterdesigns. Mein Problem ist, dass sich der Film anfühlt, als hätte jemand Filmrollen geklaut. Ständig hat man das Gefühl, es würden Handlungsstränge fehlen. Woher D. seine quatschende Hand hat? Warum Figuren auftauchen bzw. verschwinden? Keine Ahnung.
Dabei beginnt alles recht ordentlich. Doris die mit Gewehr und Peitsche kämpft, während die Kamera mit Regelmäßigkeit, ihr Höschen ins Bild rückt. Es sind die Achtziger, da galten andere Prioritäten. Der Vampir ist genau das, was man erwartet: mächtig, aristokratisch und mit einer Vorliebe für jüngere Damen. D. selbst gibt den wortkargen Antihelden und muss sich unteranderem mit Schlangenschwestern herumschlagen, die ihn aussaugen wollen. D. ist aber zu sehr Mann für sie. Allgemein wirkt alles erotisch aufgeladen. Jede zweite Szene, Blick und Dialogzeile trägt einen unterschwelligen Unterton in sich. Vielleicht interpretiere ich da zu viel, aber wenn vom roten Frauenmond gesprochen wird in dem geheiratet, aber nicht berührt wird, kann ich unmöglich der Einzige sein, der die Augenbraue hebt.
Unterm Strich bleibt ein Film, der trotz toller Zeichnungen, kreativer Monster und ordentlicher Splattereffekte deutlich schwächer ist als sein Nachfolger. Die Handlung ist zu löchrig, die faszinierende Welt wird nie erklärt und die Action fällt erstaunlich unspektakulär aus.

5/10 Punkten. Der größte Unsinn dürfte die Kerze der Zeitumkehr sein. Sie lähmt Vampire, hat aber mit Zeit so viel zu tun wie ein Toaster mit Quantenphysik.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?