Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 17. Dezember 2014
Ich habe lange überlegt, ob ich mit meinen 3,5 Sternen den letzten "Hobbit-Teil" oder die ganze Trilogie meine ... ich weiß es immer noch nicht.

Denn obwohl ich mich während der gut 7 Stunden "Hobbit" oftmals aufs Beste unterhalten lassen konnte - und so manche Szene wirklich nachhaltig im Gedächtnis blieb, ist eigentlich der Funke nie so richtig übergesprungen. Und je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir auch warum:

Peter Jackson hat es diesesmal nicht geschafft, mich mit seinen Charakteren mitleiden zu lassen - zumindest bei den wenigsten. ... mit Bilbo habe ich gelitten ... und Smaug ...
Jedoch: in "eine unerwartete Reise" purzeln bei Bilbo Beutlin 13 Zwerge ins Haus. 13! Das ist ein ganze Menge an Chrarakteren, die natürlich nicht allesamt ausführlich gezeichnet werden können. Das, was aber mit den meisten Zwergen im Laufe der Geschichte passiert ist, dass sie zu Statisten werden - vor allem in "die Schlacht der Fünf Heere".
Besonders deutlich wurde mir das in den Szenen, in denen Thorin mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt - und es mir eigentlich nur noch egal war, was mit den Zwergen geschieht. So mancher hatte den ganzen Film über kein Wort zu sagen - war also für die Atmosphäre völlig irrelevant. Stattdessen lag die Zuspitzung auf den Themen Freundschaft und Verrat (Thorin und Bilbo), nur Verrat (Alfrid), sowie einer ungleiche Liebe (Kili und Tauriel) - und das alles war einfach nur langatmig.

Es ist für mich daher jene oft zitierte Frage nach der Substanz, die meiner Meinung nach in der Hobbit-Trilogie fehlt.

Als ich vor gut einem Jahr den "Hobbit" erneut laß, dachte ich mir wirklich, dass es sinnig sein könnte drei Filme daraus zu machen - wenn sie richtig gefüllt würden. Diese Einschätzung hat sich nur zur Hälfte bewahrheitet: Der "Hobbit" IST spektakuläres Popcorn-Kino. Und die Welt von Mittelerde ist es wert, dass sie visualisiert wird; die beschriebenen Personen sind es aber auch, und dem wurde nach meiner Sicht nicht entsprochen.

Was die innere Logik des Filmes betrifft, bin ich mit vielen Kritikern einig: Dass die blassen (und dadurch tumb wirkenden) Zwerge plötzlich eine Schlacht drehen, ja zu richtigen Ork-Schlächtern werden war für mich eher albern als heroisch. Aber vermutlich liegt auch das wieder an den fehlenden Sympathien für die Söhne Balins.

Wie auch immer: ich hoffe, dass die Familie Tolkien zu ihrem Wort stehen und keine weiteren Recht zur Verfilmung preisgeben wird. Auch wenn es noch genug Stoff für Filme gäbe (zu denen man sich die Handlung aber auch zusammenstückeln müsste), sollte die Besonderheit im cineastischen Mittelerde die sein, dass sich unter den sechs Reisen dorthin drei der besten Filme aller Zeiten befinden.

...Und drei, die wir nicht gebraucht hätten, aber mit denen wir leben können.
ach-herr-je
ach-herr-je

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3,0
Veröffentlicht am 16. Dezember 2014
die reise nach mittelerde ist vorbei - zumindest vorerst. peter jacksons cgi trilogie endet in einem epischen finale. leider krankt der film wieder an den gleichen problemen, wie die vorgänger.
der cgi einsatz ist hoch wie eh und je. dank hfr sind die auch meist als solche zu erkennen. azog der schänder ist nun deutlich besser animiert, bleibt als antagonist nur viel zu blass. neben den üblichen ork- und trollgestalten fährt jackson und sein team einige der albernsten und dämlichsten ausgeburten aus mittelerde auf.
trotzdem sind die kampf szenen natürlich beeindruckend, auch wenn gegen ende des filmes langsam ermüdungserscheinungen auftreten.
während die schlacht ausgiebig präsentiert wird, printet die story nur so voran, damit dann die zweite hälfte mit dem aufeinander prallen der fünf heere gefüllt werden kann.
die auftritte von smaug und des hohen rates werden viel zu schnell abgehandelt. dafür bekommen thorin sowieso tauriel und legolas genügend zeit zugesprochen.
es wird zwar versucht den wahn und wandel von thorin glaubwürdig darzustellen leider fehlt es richard armitage an den nötigen schauspielerischen fähigkeiten. er bleibt aber die ausnahme im cast. martin freeman ist der perfekte bilbo und ian mckellen der perfekte gandalf. evangeline lilly überzeugt als verliebte und toughe elbin und luke evans ist wie immer zum dahin schmelzen. das highlight allerdings ist lee pace als elbin könig thranduil! jede minute mit ihm hab ich genossen.
so ist dann auch die emotionalste und schönste szenen des filmes zwischen der trauernden tauriel und thranduil.
das finale der hobbit trilogie ist zwar der beste teil der reihe geworden aber trotzdem bleiben alle makel erhalten und die adler debatte dürfte erneut aufflammen.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 16. Dezember 2014
Ich fand den Film großartig!
Die Schlacht-Szenen sind unglaublich klasse und ich bin bestens unterhalten worden! Es hätte für mich sogar noch ein wenig mehr sein dürfen ☺
IamBangsy
IamBangsy

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3,0
Veröffentlicht am 22. Dezember 2014
Seth Rogen und Roland Emmerich haben sich zusammen getan, um gemeinsam das Drehbuch des dritten Hobbit Teils zu schreiben.
So, zumindest, kommt es einem vor, wenn man am Ende des 130 minütigen Blockbusters die Kinotreppen raufmaschiert und sich auf den Weg nach Hause macht.
Hat man grad tatsächlich einen Film von dem Regisseur gesehen, dem mit "Herr der Ringe" ein wahres Meisterwerk gelungen war oder hat sich Michael Bay die Hobbit Verfilmung unter den Nagel gerissen um daraus einen mit Pathos und Action überladenden Kinokracher (was die Besucherzahlen betrifft) zu machen?

-----Eine Elbin, die es gar nicht gibt, verliebt sich in einen Zwerg, der keiner ist (zumindest äußerlich unterscheidet er sich unglaublich von seinem Volk), während sich die Orks wie Moorhüner abschlachten lassen.
Orks, die nur zum töten geschaffen wurden schaffen es nicht einige Hundert Menschen und einige Tausend Elben und Zwerge zu besiegen.
Zwischendurch läuft eine Witzfigur, mal gekleidet als vollbusige Frau und mal in verdächtig bösem Schwarz (als wolle man dem Zuschauer klar machen: dieser Mann ist böse!) durch das Bild und bringt die Zuschauer mit kindischen Witzen, die so gar nicht in die Weltuntergangsatmosphäre passen, zum lachen.
Diese running gags, die sich bis zum vorhersehbaren Schluss ziehen, zerstören jede mögliche Spannung und Ernsthaftigkeit!

-----"Der Hobbit" ist zwar kein schlechter Film, für mich fehlt jedoch die Magie und das Faszinierende, das in "Herr der Ringe" so beeindruckt hat.
Man wurde in Mittelerde hereingezogen und kam so schnell nicht mehr raus.
Beim Hobbit hingegen fehlt es an der alten Sprache, den Bildern (Gefühlt 80% CGI) und den glaubwürdigen Charakteren.
Es fehlt jeglicher Tiefgang!
Details werden über Bord geworfen um mehr platz für Action und digitalisierten Bildern zu machen, Charaktere werden erfunden um mehr Länge reinzuhauen, während alle Charaktere, egal ob erfunden oder nicht, flach bleiben.
Die Schlachten, die gezeigt werden, kommen einem sehr bekannt vor. Auch hier kommen am Ende, kurz vor knapp, die Adler und Beron (wieso ist er eig. nicht gleich mitgegangen?) dem Bündnis aus Menschen, Elben und Zwergen zu Hilfe.
Außerdem waren sie spannender und besser choreografiert bei den Gefährten.
In "Hobbit" fließt wenig bis gar kein Blut, sodass auch ganze Familien mit ihren 12+ Jahre alten Kindern die Kinosessel füllen können.

-----Es entsteht einfach der Eindruck, dass auf Mystik und Tiefgang verzichtet wurde, dafür aber ordentlich Action und Humor hinzugefügt wurde, um möglichst hohe Besucherzahlen zu erzielen.
Scheinbar mit Erfolg.
Leider kann man so einen Film dann aber auch nicht wirklich ernst nehmen und schon gar nicht mit der "Herr der Ringe" Triologie vergleichen.
LucaFilm
LucaFilm

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0,5
Veröffentlicht am 16. Dezember 2014
Eigentlich wollte ich gar nicht in den Film rein, weil der davor schon schlecht war, aber es gibt einfach zu viele Fans davon. Also mit Freunden da rein. Der Drache fliegt zur Stadt und zerstört sie, dann gibt es den „Kampf“ zwischen Drachen und dem Menschen aus der Familie des damaligen Schützen, der den Drachen zwar getroffen, aber nicht getötet hat. Der Dialog zwischen ihnen ist so schlecht und überflüssig, dass es nur peinlich ist. Der Drache zerstört das Katapult, so dass der Mensch seinen Sohn als Katapultersatz benutzt. Jeder, der einen Bogen benutzt hat, weiß, dass die Sehne an den Arm schnellt und dort Narben hinterlässt deshalb trägt man am Arm Leder)…. Nun schnellt die Sehne einer Armbrust direkt in das Gesicht des Sohnes, aber er hat keine Narbe? Auch der Pfeil müsste einen Striemen im Gesicht des Sohnes hinterlassen haben, aber niete. Naja, Drache wird getroffen und hat eine 5 Minütige Sterbeszene, in der er auf dramatischer Weise ablebt…. Als der Drache nun ENDLICH tot ist, sammeln sich die Menschen und werden einfach überdramatisch und nervig. Jedenfalls gehen sie Richtung Zwergenfestung, weil sie ihr Geld haben wollen. Thorin ist mittlerweile des Wahnsinns und lehnt natürlich ab. Die Elfen wollen auch ihren Anteil und erscheinen mit einer Armee. Beide wollen die Hand voll Zwergen angreifen, als Rettung naht.
Ab hier wurde es Interessant, weil der Verwandte von Thorin echt gut dargestellt wurde und sein Reittier einfach knuffig war. Die Kostüme waren generell echt ein Hingucker. Als die bösen Orks kamen verbündeten sie sich natürlich alle gegen diese und ein Kampf beginnt. Obwohl die Orks totale Kampfmutanten sind und auch zahlenmäßig überlegen, schaffen es die Menschen, alles nur Bauern, diese niederzumetzeln. Tatsächlich schaffte es der 10- jährige Sohn des Schützen, der bis Dato noch nie eine Waffe in der Hand gehabt hat und noch nie jemanden getötet hatte, mal eben zwei Orks niederzumetzeln… ähm, ja klar xD Eigentlich war alles hoffnungslos, bis Thorin sich selbst heilt und aus der Festung stürmt. Die 10 Zwerge entscheiden dann auch noch den Kampf, in dem auf wundersamer Weise vom Himmel Bergziegen fallen, die sie als Transporttiere nutzen können, um zum Bösewicht zu gelangen.
Es folgt eine schlimme Liebesszene, in der einer der Liebenden einfach nicht sterben will, was sich so derbe hinzieht, dass es ebenfalls wieder peinlich wird. Zwischen Thorin und dem Oberbösewicht gibt es den Endkampf, der so vorhersehbar und langweilig war, dass langsam wieder die Aufmerksamkeit abflaute. Man sehnte sich nichts weiter als das Ende herbei. Gandalf machte so eine mickrige Figur, dass er einfach den Magier Epos aus HdR zerstörte. Für mich zog sich der Film auch einfach und wollte kein Ende nehmen. Meine Begleiter sahen das etwas anders. Vielleicht wäre der Film bei weitem nicht so schlimm gewesen, wenn diese seltsam anmutende Liebesszene (generell diese überflüssige Liebessache) zwischen Elfin und Zwerg nicht gewesen wäre. Darüber hinaus hätte der Kampf nicht so dramatisch verzweifelt dargestellt werden dürfen, weil es einfach keinen Sinn macht, dass Bauern sich gegen Krieger behaupten können oder 10 Zwerge eine Schlacht bestimmen. Im Nachhinein standen vor allem die Menschen, die eigentlich mit Abstand die schwächsten waren. Man sah auch keine gemetzelten Orks, diese waren nach dem Kampf einfach wie weggezaubert. Dem Film mangelte es generell an Logik und Liebe zum Detail. Darüber hinaus habe ich gar nicht gemerkt, dass es ein 3 D Film war, weil keine besonderen Effekte wirkten. Ich hätte mir lieber die 15 € gesparrt.
Örnywood
Örnywood

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4,0
Veröffentlicht am 26. Juli 2018
Die Schlacht ist geschlagen. Was der Titel bereits über den Inhalt verrät, gibt auch Zeugnis über den Kampf des Produktionsteams, dem ganzen Mittelerde Stoff ein würdiges Ende zu verleihen.Nach unzähligen Terminverschiebungen inklusive eines Regie Wechsels (Eigentlich sollte ja Guillermo del Toro "Pans Labyrinth" das Zepter übernehmen) und der Aufblähung des relativ kleinen Romans auf drei Spielfilme soll nun also die Brücke zwischen den grandiosen Meisterwerken "Der Herr der Ringe" und dem "kleinen Hobbit" geschlagen werden. Leider, und das ist ein bedauernswertes Leider, gelingt es Peter Jackson (King Kong) auch hier nicht, dem ganzen eine eigenständige, runde Dramaturgie zu verleihen und setzt im kürzesten Film von allen die falschen Akzente. Dennoch ist auch die "Schlacht der fünf Heere" wieder ein optisches Highlight, das trotz einiger vermeidbarer Schwächen wieder fesselt und für eine gehörige Portion Kino Magie sorgt.

Un-verfilmbar, nicht machbar. Damit mussten sich die Beteiligten bereits beim großen "Ringe" Projekt herumschlagen. Kommerziell wie auch künstlerisch belehrten sie den mahnenden Nörglern eines besseren. Rein Statistisch kann die "Hobbit" Saga mit bisher unfassbaren Zahlen aufwarten. Sie ist nicht nur die teuerste der Welt (weit über 500 Mio Dollar kosten), sondern auch eine der erfolgreichsten (bisher knapp 2 Milliarden Dollar Einnahmen). Ein großes Problem bietet jedoch die Roman Vorlage von Autor J.R.R.Tolkien selbst. Er schrieb eine kleine, durchaus kindliche Geschichte mit famosem Ende, die Mythologie ist aber vergleichsweise weniger Opulent wie bei seinem Hauptwerk. Daraus dann jedoch drei Filme zu machen mit jeweils über 2, 5 Stunden Laufzeit konnte nur "scheitern". Da wurden Figuren stundenlang eingeführt, nur um sie dann wieder komplett aus der Handlung zu nehmen. Viele Nebenhandlungen, wie die des Nekromanten sind zwar für Fans des Gesamtwerkes durchaus interessant, erhöhen jedoch nicht wirklich den Spannungsbogen. Bei "Eine unerwartete Reise" konnte dies noch verschmerzt werden, da eine gewisse Aufbruchstimmung vorhanden war und das ganze auch teils sehr humorig umgesetzt wurde. Doch bereits bei "Smaugs Einöde" war trotz einer hohen Action Schlagzahl das Pulver irgendwann verschossen. Es wäre jedoch ratsam gewesen, es bei zwei Filmen zu belassen, den mal ehrlich, die übrige Handlung hätte viel besser in einen zweiten Teil gepasst. "Die Schlacht der fünf Heere" beginnt dann auch mit einem ziemlich unmotivierten letzten Auftritt von Smaug, dem ziemlich schnell der Gar ausgemacht wird. Optisch natürlich erste Sahne hätte diese Story abgeschlossen gehört, wurde jedoch künstlich in die Länge gezogen. Klar kommt dann noch die Titel gebende Schlacht. Doch auch hier fragt sich der neutrale Kinobesucher ob das ganze wirklich in einem extra Film nötig war. Die Schlacht und die Action Szenen sind zwar aufregend und abwechslungsreich, tragen jedoch zum Spannungsbogen und zur Charakter Entwicklung nichts neues bei und haben den klassischen Final Charakter. Es wurde jedoch bei den Vorgängern und gerade zu beginn des Films versäumt, dies bedeutet und imposant vorzubereiten, und so kommt dann alles recht schnell daher. Einige wichtige Personen wie der Bogenschütze Bard, (Luke Evans, Dracula Untold)) oder Gandalf (Ian Mckellen, X-Men) kommen dabei zu kurz.

Warum gerade das Finale "nur" 144 Minuten geht, erschließt mir nicht so wirklich. Es ist eigentlich ziemlich paradox, auf der einen Seite sollte es gar keinen dritten Film geben, auf der anderen Seite hätte ich mir ein bisschen mehr Verabschiedung von Mittelerde gewünscht.Alles wirkt ein wenig abgehakt und nicht so wirklich rund. Legolas, (Orlando Bloom, Fluch der Karibik) der eigentlich gar nicht im Buch vorkommt, hat zwar wie immer einen hohen Action Part und sorgt für Lacher, sinnvoll für die Handlung erweist sich sein Auftritt trotzdem nicht, und mit dem Auftrag einen gewissen Aragorn zu finden verschwindet der Elb dann auch Abrupt..Die erfundene Figur der Tauriel (Evangeline Lilly, Real Steel), deren Erscheinen ich im letzten Teil noch gelobt habe, hat nicht viel mehr zu tun als ihre "Liebe" zu verstehen und mit diesem Schmerz fertig zu werden. Auch ihr Schicksal wird nicht mehr weiter erläutert. Da habe ich mir eine Ideenreichere Verabschiedung gewünscht. Der Endkampf zwischen Azog und Thorin ist unterhaltsam und dramatisch, jedoch zu Kosten des Kriegs Geschehens, dem ab diesem Zeitpunkt keine wirkliche Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird, weshalb es schwer fällt mit zu fiebern. Auch hier setzt das Ende dann ziemlich jäh ein, wieder einmal kommen die Adler und haben dann auch noch Beorn (Mikael Persbrandt, Komissar Beck) und Radagast (Sylvester McCoy, Doctor Who) im Gepäck, was nach 5 Sekunden jedoch schon wieder erledigt ist. Überhaupt erledigt. Oft wirkt es so das die wichtigsten Plots aus dem Buch und die Anhänge über den Nekromanten noch schnell abgeschlossen werden müssen, um dann "endlich" fertig zu sein. Das sind die Geister die Peter Jackson und sein Team riefen und ihnen nun gehörig das Finale zu nichte machen. Wenn ich schon so viele Charaktere einführe, sollte ich sie zumindest zu Ende erzählen. Gerade den unwichtigen Figuren wird viel Leinwand Zeit eingeräumt, etwa dem wütenden Elben König Thranduil (Lee Pace,Lincoln), der eigentlich nur einen Schatz aus dem Erebor haben möchte. Das führt dazu, das der Titel gebende Hobbit Bilbo Beutlin (Martn Freeman diesmal fast eine Nebenrolle einnimmt. Martin Freeman (The World`s End) holt hier wieder raus, was die Figur noch hergibt und vermittelt teils dramatisch und teils lustig zwischen den Kriegsführenden Parteien. Die Wandlung Thorins, vom Anführer der Unternehmung hin zum im Goldrausch Besessenen Wahnsinnigen der dann doch wieder zur Besinnung kommt spielt Richard Armitage (Storm Hunters) zwar ganz gut, jedoch wäre hier etwas Zeit für einen nachvollziehbaren Charakter gut gewesen.

Die oft zitierte "Brücke" die geschlagen werden sollte, wird zwar mit dem Rückzug des Nekromanten nach Mordor ein wenig angerissen, aber falsche Entscheidungen wurden hierbei getroffen. Was macht Saruman (Christopher Lee, Dracula) eigentlich 60 Jahre lang wenn er sich doch um Sauron kümmern will? Warum ist Gandalf der Ring zwar aufgefallen, ihm aber die gesamte Laufzeit egal? Und warum kommen am Ende ein paar Adler, und prompt ist der Krieg vorbei. Klar sollen viele Szenen noch auf der Extended Version erscheinen, eine Kino Trilogie sollte aber doch eine runde Sache sein und einigermaßen aus-erzählt werden. Scheinbar hatten da Jackson und sein Team nicht mehr das nötige Gespür für wichtiges und unwichtiges, und wie man das ganze ausbalanciert.

Das klingt jetzt vielleicht alles ziemlich kritisch und schlecht, aber trotz vieler Fehler ist auch der dritte und letzte "Hobbit" in vielen Punkten wieder ein unterhaltsames Kinoereignis. Die optische Umsetzung, das CG-I und das 3D erreichen eine beängstigende Perfektion und das Detailreichtum ist mal wieder einzigartig. Ob nun Orks, riesige Adler, massenhafte Kampfszenen oder weitläufige Landschaften. Das Auge ist fast schon überfordert mit dieser einzigartigen Bilderflut.Die Action Schlagzahl ist sehr hoch, das Gaspedal permanent durchgedrückt. Zwischendurch finden sich gar schwarz humorige Elemente wie in der eindimensionalen Figur des Alfrid (Ryan Gage, Hamlet), der durch und durch nur seine Haut retten möchte. Das HFR bleibt weiterhin Geschmackssache. Bei optischer Tiefe hat es durchaus seinen nutzten und unterstützt die Bildgewalt, sind jedoch nur Menschen und Landschaften zu sehen wirkt es weiterhin billig und hat den berühmten Telenovela Effekt. Schauspielerisch versuchen alle aus ihren teils kleinen Dialogen das beste rauszuholen, Kurze Gast Auftritte wie die von Radagast und Beorn bleiben aber eigentlich Schwachsinn. Die Kamera ist wieder mitten im Geschehen, wechselt häufig die Perspektive und verschafft dem Szenen-bild so einen einzigartigen Flow. Die musikalische Untermalung ist diesmal ganz auf Krieg getrimmt, ein wenig geht dadurch das Mittelerde Feeling verloren, erst am Ende kommt dieses Gefühl wieder ein wenig zur Geltung. Die Geschichte von Bilbo Beutlin ist dann auch sehr rührend und gut zu Ende erzählt, auch wenn hier und da einige offene Fragen bleiben. Die anderen Figuren verschwinden leider sehr plötzlich und kommen wie es der berühmte "Gollum" mal in "die zwei Türme" erwähnt hat, nie mehr wieder zurück. Schade.

Im Gesamten muss man sagen, das die Hobbit Reihe sicher nicht so gravierend in den Köpfen hängen bleiben wird. Zwar waren bereits die ersten beiden Teile sehr gute Fantasy Abenteurer, die Tiefe und Dramatik vom "Herr der Ringe" war auch wegen der Buchvorlage nicht zu erreichen, selbst wenn die Inszenierung perfekt gelaufen wäre. Ich bin allerdings auch ein wenig enttäuscht über die Regie und das Drehbuch, waren Peter und Fran Jackson vielleicht doch zu spät involviert oder zu sehr unter Zeitdruck? Es wird auf jeden Fall immer ein Streitthema bleiben, ob es wirklich drei Filme gebraucht hätte.Das ist aber Jammern auf sehr hohem Niveau. Die Reihe ist spannend, optisch grandios und bietet ein launiges Kinovergnügen. Meiner Meinung nach wären aber zwei Filme und die Fokussierung auf die Haupthandlung die bessere Entscheidung gewesen, und vielleicht wäre dann auch aus dem "kleinen Hobbit" ein "kleines" Meisterwerk geworden, was natürlich für immer unserer Fantasie überlassen bleibt. So heißt es also Abschied nehmen und Danke sagen, das bei all dem Blockbuster Wust der letzten Jahren. der auch die kommende Dekade bestimmen wird, trotz aller Kritik und falschen Entscheidungen eine sehr gute Trilogie bleibt, und mal ehrlich, was kann ein Kino Fan den mehr erwarten.

Fazit:"Die Schlacht der fünf Heere" ist der schwächste Hobbit Film. Er setzt die falschen Akzente, ist für ein Finale zu schnell zu Ende und wirkt hier und da etwas unmotiviert . Dank waghalsiger Action, teilweise sehr humorigen Einlagen und einer erstaunlicher optischen Perfektion aber ein weiterer sehenswerter Ausflug nach Mittelerde.

PS:" Eine unerwartete Reise" hatte seinen Schwächen am Anfang, "Smaugs Einöde" am Ende und "Die Schlacht der fünft Heere" über die gesamte Laufzeit. Ich sehe die Filme aber als großes ganzes und bleibe bei meiner Bewertung von 4 Sternen, also einen unter Herr der Ringe. Sie sind im heutigen CG-I Blockbuster Wust immer noch was besonderes, weil sie trotz der neusten Technik mit einer liebevoller Umsetzung die Magie, die das Kino ausmacht am Leben erhalten. Dafür Danke Peter Jackson!
Heavy-User
Heavy-User

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5,0
Veröffentlicht am 18. Dezember 2014
Für mich der beste Teil der Hobbit-Saga. Kommt zwar als bester der Reihe, immer noch nicht an HdR dran, aber das soll er auch nicht.

Allen HdR und Hobbit-Fans sehr zu empfehlen!
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 15. Dezember 2014
Ein Schlachtenepos mit gewaltigen Bildern aus dem Hause Weta. Die Skalierung der Szenen sucht oft seinesgleichen, genauso wie das Setting der gesamten Filmreihe. Großartig und Danke an Weta.

Boyens, Walsh und Jackson verdienen wenig Beifall. Das Drehbuch für Dialogsequenzen ist so dünn, wie Die Bunte. Jeglicher Dialog ist umsonst, belanglos und hätte in einem Stummfilm mit Texteinblendungen untergebracht werden können. Als überaus großer Fan der gesamten Tolkien-Welt erschüttert mich das Zulassen solchen Abschieds aus Mittelerde. Am Ende vergoß ich Tränen der Enttäuschung. Einige Buh-Rufe im Kino bestätigten meine Enttäuschung und zeigten: Dieser Teil wurde brachial, kolossal und episch gegen die Wand gefahren.

spoiler: Smaug stirbt belanglos, dessen Auftritt in Teil 2 das Highlight war. Thorins Wahn ist ermüdend, Bards heldenhafter Aufstieg desaströs inszenziert, Thranduils Aura blass und Bilbos Auftritte als Titelgeber der gesamten einfach Reihe lächerlich.


Wo sind die herzzerreissenden Gefühle wie in Der Herr der Ringe? Über alle 3 Teile fieberte man für das Leben kleiner Wesen mit behaarten Füßen so mit, dass jegliches Leid einem selbst Leid zufügte. Solche tiefgreifenden Dialoge wie "das beste Salz im Auenland" ist im steinig-kahlem Gebirge wirklich was wertvolles und entrückt dem Herzen Tränen des Mitleids. Auch als Gandalf ohne Glanz gegen den Balrog verlor war erschütternd. Nicht wegen dem Ableben an sich, sondern wegen der Verbundenheit zwischen den Hobbits zu dem Zauberer (man erinnere sich an die Szene, als sie aus Moria kamen und alle weinten oder Saurons Mund über den Tod von Frodo).

All das stand bei der Schlacht der fünf Heere nicht auf dem Plan. spoiler: Thorin ist eben nicht Aragorn oder Théoden, alles Könige, für den man hofft, bangt und leidet. Fili oder Kili sind eben doch nicht Boromir, für die man Tränen des Kummers verliert, obwohl sie wichtige Begleiter der Geschichte waren. Bilbo ist DER HOBBIT, der in seiner eigenen Geschichte untergeht, während Frodo und Sam das Rad des Schicksals mit Selbstaufgabe und Opfer zu Gunsten ALLER drehten.


Fazit:
Der Film verliert am Anfang an Glanz, stürzt inhaltlich in die Belanglosigkeit. Gewinnt jedoch in der Mitte spoiler: (Saurons Vertreibung)
kurzzeitig an Niveau, welches spätestens bei Schlachtbeginn in den Keller stürzt. Alle Charaktere wurden auf einmal belanglos, da die Geilheit auf die animierte Kriegschau gelegt wurde. spoiler: Azog und Bolg
gewannen sogar am Schluss non-verbal bösartigen Tiefgang. Die Seele von Mittelerde wurde zerstückelt und kopfamputiert. Der Hobbit ist als Opfer des digitalen Mainstreams sowie des heute aktuellen Comic-Popcorn-Kinos auf dem Schlachtfeld liegen geblieben. Die Lyrik Tolkiens, die Sanftheit der Liebe und die Tugenden von kleinen an Füßen behaarten Wesen wurde misshandelt um eines zur Schau zu stellen: exzessive Gewaltdarstellung in HFR/HD/7.1 Dolby...mit spoiler: Bodenwürmern, Kamikaze-Trolle
und Kopfab-Orks.
Flipnett
Flipnett

22 Follower 82 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 22. Dezember 2014
Da ist er nun. Der Abschluß der Hobbit-Triologie. Inzwischen weiß jeder, das Herr Jackson nicht mehr an den Erfolg der alten Tage anschließen kann. Und gerade der dritte Teil der Hobbit-Triologie geht die Luft aus. Hier zeigt sich besonders stark, dass die Geschichte um den Hobbit nicht für drei Filme gemacht ist. Optisch ist der dritte Teil sehr ansprechend, auch wenn wieder zuviel CGI genutzt wird. Was mich jedoch wirklich stört und dem Film bei mir nur 3 Sterne einbringt, dass ist die fehlende Dramturgie. Da der Film zu 80% aus der titelgebenden Schlacht besteht, muss ich den Film auch mit den HDR-Schlachte vergleichen. Die Schlachten im HDR waren dramatisch und den Charakteren war die Verzweiflung anzusehen. Szenen von sterbenden Charakteren waren herzzerreissend. Das und genau das fehlt der finalen Schlacht im Hobbit komplett. Die ganzen Kreaturen sind mir egal. Der Tod läßt mich völlig kalt, obwohl man auch hier viel Zeit mit den Figuren verbracht hat. Stattdessen muss ich mir völlig abgedrehte Elben-Action ansehen, die einfach zuviel des guten ist. Nein, Peter Jackson, das ganze konntest Du mal besser. Eventuell hat Herr Jackson hier keine Lust mehr gehabt. man wird es wohl nicht erfahren. Ist die HDR-Triologie einzigartig und auf einem konstanten Niveau eines Meisterwerks, so ist die Hoppibt-Triologie eine Achterbahn. Erst war es gut, dann deutlich besser und nun geht es bergab. Schade. Da ich aber gut unterhalten wurde, bleibt ein solider Abschluß.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 14. Dezember 2014
Sehr schwach, technisch nicht auf dem heutigen Stand, ganz schlechte 3D Effekte, bei einigen Kämpfen sah man, daß der Gegner schon Sekundenbruchteile vorher fiel, bevor er getroffen wurden, lächerlich, einfach das Drehbuch abgenudelt, ohne Esprit und Spannung, hätte man leicht auf die beiden vorigen Teile aufteilen können, als Zweiteiler sicher sehenswerter. Falls ich auf die Idee kommen sollte, mir einen Liebesfilm anzusehen, würde ich Rosamunde Pilcher als authentischer ansehen (würg)
Der Film zieht und zieht sich......Schade, schade, schade, hier ging es nur noch darum, einmal richtig Geld abzugreifen.
Premierenbesuch am Mittwoch weiß ich nicht, ich war erst am Donnerstag, nicht einmal halbvoll, und auch das war noch viel zu gut besucht.
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