Meine Güte... so schnell ist es auch schon wieder vorbei.
Nun waren wir bereits zum zweiten Mal im Kino, um das zu sehen, was für mich das Film-Highlight einer ganzen Dekade ist: MASTERS OF THE UNIVERSE.
Ein Film, auf den ich – und vermutlich viele andere Kinder der 80er – gefühlt 40 Jahre gewartet habe.
In den letzten Tagen habe ich unzählige Meinungen gelesen, gehört und gesehen und fühle mich berufen, ebenfalls als "Betroffener" (LOL) meine Meinung kund zu tun, was ich nun auch mache. Nicht als Händler, Sammler oder sonst irgendwie professionell Beteiligter. Sondern einfach als jemand, der mit He-Man, Skeletor und Eternia groß geworden ist.
Und genau aus dieser Perspektive schreibe ich auch dieses Review.
MASTERS OF THE UNIVERSE: Es ist nun also 2026 geworden bis wir unsere Helden oder Lieblingsschurken (Skeletor bekräftigt es ja nochmal extra im Film ) wieder auf der Leinwand begrüßen dürfen. Lange genug hat es ja gedauert. Ein Realfilm also in der heutigen Zeit, unter Einsatz von CGI?! Ich denke an LotR, Transformers uvm.. Was man da alles machen kann. Wie man Skeletor, Beast Man, Eternia endlich so richtig episch darstellen kann. Und ja… Das nehme ich mal vorweg: Das tut es! Und wie. Allein der Waffenwechsel von Trap Jaw hat mich im Kinosaal jubeln lassen wie ein verrücktes Kind; sehr zum Missfallen meiner lieben Frau (<-- Eher Team Regina Regenbogen). Generell ist es so, dass es unzählige Szenen gab, die mich als Fan der Mattel Serie meine Siegesfaust mehrfach heben ließen. Schon nach den ersten Minuten war für mich klar: Die Macher haben verstanden, worauf es ankommt.
Eternia fühlt sich an wie Eternia. Snake Mountain sieht genauso bedrohlich und gewaltig aus, wie ich es mir als Kind vorgestellt habe.
Battle Cat ist einfach nur großartig.
Und Skeletor? Endlich bekommt der Herr der Zerstörung die epische Leinwandpräsenz, die er verdient.
Es gab mehrere Momente, in denen ich im Kinosessel saß und innerlich gejubelt habe. Manchmal vermutlich auch nicht nur innerlich. Besonders Fans werden wissen, was ich meine. Deshalb verrate ich an dieser Stelle bewusst nicht zu viel. Viele von Euch wollen den Film schließlich noch spoilerfrei erleben.
Die Geschichte orientiert sich erfreulicherweise an dem, was MASTERS OF THE UNIVERSE für viele von uns immer ausgemacht hat: Eternia ist in Gefahr, Adam muss seinen Weg zurückfinden und der Kampf gegen Skeletor führt unsere Helden an ihre Grenzen.
Keine komplizierte Neuerfindung. Kein Versuch, aus MOTU etwas völlig anderes zu machen. Sondern eine Geschichte, die sich nach MOTU anfühlt. Und genau das ist für mich die größte Stärke des Films.
Natürlich ist nicht alles perfekt. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Hintergrundgeschichten, mehr Lore und etwas mehr Tiefgang gewünscht. Aber ganz ehrlich?
Das ist mir völlig egal.
Nach 40 Jahren haben wir endlich wieder einen MASTERS OF THE UNIVERSE-Realfilm bekommen. Einen Film, der mit Respekt vor der Vorlage gemacht wurde und der sichtbar von Menschen geschaffen wurde, die verstanden haben, warum uns dieses Universum bis heute so viel bedeutet.
Vor allem aber gibt mir dieser Film ein Gefühl zurück, das ich lange vermisst habe. Er versucht EBEN NICHT, mir MOTU neu zu erklären. Er versucht nicht, alles umzudeuten. ER NIMMT MICH EINFACH AN DIE HAND UND BRINGT MICH ZURÜCK NACH ETERNIA.
Dorthin, wo viele von uns als Kinder schon einmal waren.
Und genau deshalb ist dieser Film für mich nichts Geringeres als eine LIEBESERKLÄRUNG an Masters of the Universe und die Fans. An eine Generation, die zahllose Schlachten auf Wohnzimmerteppichen ausgetragen hat. An Menschen, die He-Man, Skeletor, Man-At-Arms, Teela, Battle Cat und all die anderen Figuren nie vergessen haben. Als Beispiel hier genannt: die Erste der by the way 3 End Credit Szenen mit der Moral der Geschichte. Gänsehaut!!! Bei dieser Szene brach beim zweiten Kinobesuch übrigens grölender Jubel im Kinosaal aus!! Zurecht! Was für ein Liebesbeweis! Fühlt sich großartig an und sollte doch entsprechend gewürdigt werden. Stellt Euch vor, durch wie viele Hände das Drehbuch durchgegangen ist. Was die Realisierung dieses Films für eine Odyssee war. Nun ist er da. Und er ist so liebevoll umgesetzt, dass ich aus dem Beifall und dem Chapeau an die gesamte Staff gar nicht mehr rauskomme.
Besonders schön war für mich auch der zweite Kinobesuch mit meinem zwölfjährigen Sohn der unbedingt nochmal mit wollte. Denn während ich dort saß und meine Kindheit (nochmal) wiederentdeckte, habe ich gleichzeitig gesehen, wie eine neue Generation ihre ersten Schritte auf Eternia macht.
Und das macht Hoffnung. Denn wir wollen doch alle, dass die Reise weitergeht.
Für mich hat sich das Warten jedenfalls gelohnt. Und wie.
Bei der Macht von Grayskull – gerne mehr davon!