Gamera 3: Revenge of Iris
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2,0
Veröffentlicht am 12. Januar 2026
Der besondere Charme der Gamera-Filme lag – wie eben auch bei seinem großen Bruder Godzilla – ja immer in der bewusst billig-trashigen Inszenierung. Gummimonster stapfen durch eine Modellbaustadt und machen so viel platt wie möglich. Dazwischen kreischende, fliehende Menschen, Panzer und Soldaten. Die Handlung ist meistens nachranging und eigentlich nicht weiter von Belang. Das mag manch einer komisch oder gar bescheuert finden, ich liebe sie einfach diese alten, klassischen Kaiju-Filme.

Gamera an sich ist ja schon total bescheuert designt, so eine Riesen-Schildkröte auf zwei Beinen, die wahlweise fliegen oder Feuer spucken kann oder jede Menge andere Gimmicks drauf hat. Das kann man ja per se schonmal nicht ernst nehmen! Daher muss man all die Ansprüche, die man an moderne Tricktechnik, CGI oder Blockbuster-Monster hat, komplett ausblenden, damit man mit diesen Filmen Spaß haben kann. Jetzt begehen die Macher aber mit diesem dritten Teil, der den Abschluss der neuesten Trilogie bilden soll, den größten aller Kardinalfehler: Nämlich, indem sie versuchen, den ganzen Schwachsinn als ernsthaften Monsterfilm mit ernsthaften Spezialeffekten zu inszenieren. Das kann ja bei einem solchen Projekt mit so kleinem Budget sowieso schonmal nicht funktionieren, verrät dann aber letztlich auch die Seele der guten alten Kaiju-Filme.

Die Effekte hier sind überwiegend handgemacht und nicht direkt schlecht, auf jeden Fall gar kein Vergleich zu den klassischen Filmen, wie wir sie kennen. Manche Explosionen und Zerstörungen sehen sogar richtig gut aus. Gleichzeitig sind sie aber auch immer noch so schlecht, dass das Endergebnis insgesamt einfach scheiße aussieht. Insbesondere die Monster sind so billig gemacht (immer Puppen, kein CGI!!), das passt so überhaupt nicht zu den restlichen, eigentlich ganz guten Effekten. Und damit legt sich der Film in irgendeinen Zwischenbereich, der eigentlich gar nicht existiert und das macht diese Angelegenheit dann auch ziemlich ärgerlich. Zu gut für einen echten Kaiju-Film, zu scheiße für einen ernsthaften Monsterfilm. Also was soll dann der Mist? Wer will denn sowas sehen? Zumal ja ein Jahr vorher (!) Roland Emmerich mit seiner Godzilla-Interpretation zumindest technisch gezeigt hat, wie man so ein Monster zeitgemäß inszenieren kann.

FAZIT: Lauwarmes Pseudo-Kaiju-Filmchen, das sich nicht zwischen Trash und Ernsthaftigkeit entscheiden kann. Zudem gibt es relativ wenig Zerstörungs-Action, aber immerhin eine emotionale Story und ein geil designtes Monster (mit dem selten bekloppten Namen “Iris”). Nicht Fisch, nicht Fleisch, tja, jetzt weiß ich auch nicht...
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