Hinterwäldlerpaarungsszenen und 80er Jahre Geboxe
Dabei hätte es so schön werden können: 70er Jahre Muscle Cars, viel Wüstenstaub, raue Knastatmosphäre und ein banales Aufräummotiv, das Schießeisen im Dauereinsatz das Glühen lehrt. Das ist zumindest das, was Titel, Cover und Teaser zu versprechen andeuten. Was hinten dabei rauskommt, ist jedoch in der Tat das, was denn sonst auch so „hinten“ rauskommt. Und schon bereits in den ersten Minuten drängt sich folgender Verdacht auf: Ein groß- und dummgewachsener Zuhältertyp wollte auch einfach mal einen coolen Streifen drehen, mit viel Action und geilen Karren und so. Wobei ihm vollkommen abhandenkam, dass ein Film neben schlüssiger Handlung und guter Inszenierung auch was mit gekonnter Narration zu tun haben sollte und ein roter Faden nicht als durchgängige Blutspur zu verstehen ist. Ließe man einen geistig verkümmerten Sonderschüler der 5 Klasse einen einfachen Handlungsstrang nacherzählen, böte sich ein ähnlich wirres, kindsköpfiges und mit Größenwahn aufgeladenes Erzählmuster.
Fazit: Ein Greisenfurz hat neben mehr Unterhaltungswert auch sicherlich mehr Gehalt.
Es ist überhaupt eine Frechheit, dass derartiger Müll nicht nur produziert, sondern auch noch kostenpflichtig angeboten wird. Ich muss mich bei den 5 Euro die ich dafür ausgegeben habe aufrichtig entschuldigen, weil ich Sie für so einen Dreck hergab. Enttäuschung pur.
Positiv: Aber wer weiß, was dieser ungeheure Blödmann von Hauptdarsteller denn alles so angestellt hätte, wäre er für die Zeit der Dreharbeiten nicht von der Straße gewesen.