Vaiana
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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2017
Dieser Film ist echt ein Meisterwerk! <3 Er hat so viel Gefühl und so viele schöne und traurige Momente. Jede Szene passt und jeder Song passt einfach zu Jeder Situation! Gänsehaut pur und ich habe echt ein paar Tränen rollen lassen! <3 Ich kann diesen Film einfach nur empfehlen! <3
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 3. Januar 2017
Sehr gelungener Disney Film mit sehr schönen Animationen und tollen Figuren..nicht nur für Kinder geeignet!

Was ich bei vielen negativen Kritiken nicht verstehen kann: wenn man doch Disney oder moderne Animationsfilme generell nicht mag...warum kauft man sich dann eine Kinokarte dafür?!

Nur um sich hier mal wieder drüber ärgern zu können? Das ist schon recht scheinheilig. Auch die Chance für Gesang ist schon recht hoch in solchen Filmen. Ich kaufe ja auch keine Karte für Star Wars und denke 'Oh nein...nicht schon wieder Lichtschwerter!'

Und hört endlich auf voneinander abzuschreiben wie 'Hey ich hab eine von Mad Max inspirierte Szene im Film gefunden'!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2016
Vaiana (im Original aus markenrechtlichen Gründen Moana) - mit diesem CGI-Animationsfilm ist das Regisseur-Duo John Musker und Ron Clements zurück, die 1989 mit Arielle - Die Meerjungfrau die Disney-Renaissance einläuteten und u. a. auch für Aladdin verantwortlich zeichnen. Mit Vaiana haben sie sich zum ersten Mal an einen Nicht-Zeichentrickfilm gewagt, denn ihr letzter Film Küss den Frosch war auch zugleich der vorletzte handgezeichnete Animationsfilm aus dem Hause Disney, darauf folgte nur noch der gering beworbene Winnie Pooh. Doch können zwei Zeichentrick-Granden auch im CGI-Bereich bestehen? Nach diesem Film: Ja. Der Film bricht mit alten Mustern, ohne jedoch seine Disney-typischen Eigenschaften zu verlieren. Die Inseln und das Meer sind hervorragend animiert, das Charakterdesign weiß ebenfalls zu gefallen, die Animationen sind auf gewohnt hohem Niveau, und die Charaktere haben einen einnehmenden Charakter, wenn auch nicht auf dem Niveau von Filmen wie Die Eiskönigin. Es wird bewusst auf ein Love Interest für die Hauptcharaktere verzichtet, was der Handlung sichtlich guttut und Abwechslung bringt. Zudem gibt es den ein oder anderen selbstironischen Bezug zum "Prinzessinen-Schema" der Vorgänger. Insgesamt kann sich das Endergebnis also durchaus sehen lassen - wäre da nicht die grauenhafte deutsche Synchronisation. Wozu werden prominente Sprecher wie Lina Strahl und Andreas Bourani verpflichtet, wenn mit ihnen überhaupt nicht geworben wird? Der Sinn erschließt sich mir nicht, wenn sie auch trotz der grauenhaften Übersetzungstexte noch eine gute Figur machen. Denn hier zeigt sich die eigentliche Schwäche der deutschsprachigen Disney-Filme der letzten Jahre, die in Vaiana ihren traurigen Tiefpunkt gefunden hat: Die Übersetzung wirkt lieblos zurechtgezimmert, unstimmig und eines Disney-Meisterwerks unwürdig. Warum wird von Vaianas Vater als "Chief" gesprochen, wo doch die korrekte Übersetzung des Wortes village chief schlicht "Häuptling" wäre? Warum spricht Vaiana ihre Eltern und ihre Großmutter als "Mom", "Dad" und "Gramma" an? Warum wird "You're Welcome" vollkommen ohne Not in ein holpriges "Voll gerne" umgewandelt, obwohl sich "Bitte sehr" oder "Bitte schön" viel näher am Original sind und sich ebenfalls in die Melodie ohne Probleme einfügen ließe? Warum singt die Riesenkrabbe in "Glänzend" von Mauis "Look"? Und besonders peinlich: "Ich bin der Held von niemand." Es heißt "niemandem"! Solche Fehler und das Denglisch sind in einem Film insbesondere mit dieser Zielgruppe sehr störend. Auf eine flüssige und melodische Übersetzung wurde in alten Disney-Sychronisationen noch geachtet, doch in den letzten Jahren wirkt die Synchro eher unausgefeilt, um möglichst früh den Film ins Kino bringen zu können. Dabei braucht sich die deutschen Synchronsationen bei bedachter Umsetzung nicht zu verstecken: Die deutschen Stimmen von Charakteren wie Darth Vader oder Scar aus Der König der Löwen sind sogar besser als die im Original. Also: Wer den Film wirklich genießen will, sollte sich die englische Fassung ansehen. Dann sehen wir aber großes Disney-Kino.
niman7
niman7

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4,0
Veröffentlicht am 30. Dezember 2016
Was wäre Weihnachten ohne einen Disney Film? Wohl kein richtiges Weihnachten! Mit "Vaiana" bringt uns der Mäusekonzern ein eher untypischen Film für diese Jahreszeit...
Die 16 jährige Vaiana lebt auf einer karibischen Insel Namens "Motonui". Eigentlich ist dort alles perfekt. Die Menschen und die Natur leben in perfekter Harmonie zusammen. Dennoch zieht es das kleine Mädchen aufs Meer. Ihr Vater (Oberhaupt des Stamms) verbietet es dennoch strickt das Riff zu verlassen. Als die Kokusnüsse jedoch verderben und die Fischer keine Fische mehr fangen, erinnert sich Vaiana die Sagenumwobene Geschichte ihrer Oma über den Halbgott Maui der mit seinem Fischerhaken ganze Inseln an die Oberfläche ziehen kann. So wiedersetzt sie sich ihren Vater und begibt sich gemeinsam mit ihrem Huhn HeyHey auf ein großes Abenteuer und dabei zu wissen wie man segelt...
"Vaiana" ist fast schon ein typischer Disneyfilm. Die typischen Elemente, wie junge Prinzessin (sie soll den Posten ihres Vaters übernehmen), Königreich (hier Inselreich), Lieder, Tiere und dennoch ist er anders. Dass er anders sein soll, sagt uns der Film immer wieder mit einem Augenzwinkern. Das ist auch die große Stärke des Films. Disney nimmt sich selbst auf die Schippe, in dem sie immer wieder (aber dosiert) sagen, "hey wir wollen euch nicht schon wieder eine siegende Prinzessin bieten die mit Tieren reden kann". Was bei mir für einige Lacher sorgte. Nachdem "Die Eiskönigen" für mich recht erwachsen und ernst ausgefallen ist, wirkt Vaiana dagegen viel gemütlicher und lockerer. Das liegt zum einem an der Atmosphäre und zum anderen an der wunderschönen Kulisse. Motonui ist wahres Paradies und als Zuschauer denkt man im kalten Dezember nur "Mensch! da würde ich gerne Urlaub machen". Als die Bewohner auch noch anfangen zu singen wie toll das Leben auf der Insel ist, ist der Wunsch grenzenlos! Die Insel ist dabei sehr realistisch animiert und könnte glatt aus einem Reiseprospekt stammen! Neben der Insel, ist aber auch der Wasser wunderschön animiert. Sogar noch besser als bei "Findet Dorie"! Und das soll schon was heißen. Kristallklar, türkisgrün und wieder weckt es in einem der Wunsch dort zu sein! Großer Pluspunkt ist hier auch die Charakterzeichnung der beiden Hauptfiguren. Vaiana ist hier eine Disney untypische Prinzessin. Sie ist nicht nur ganz gewöhnlich animiert, sondern auch ihr Charakter ist ganz gewöhnlich. Sie kann nicht einfach alles weil sie eben eine Prinzessin ist. Sie macht Fehler, sie gesteht Fehler ein und sie zweifelt an sich selbst. Ein für das Alter typisch naives Mädchen eben. Dagegen ist Maui das Gegenteil. Er ist von sich so sehr überzeugt, dass er von all seinen Heldentaten ein Tattoo auf seinen stählernen Körper besitzt! Er hat den Menschen Inseln gebracht, Wind um zu segeln, Schlangen zu Kokusbäumen verwandelt und das alles besingt er gerne mit seinem Lied "Voll Gerne". Für mich das lustigste Lied seit langem. Auch seine Hintergrundgeschichte ist recht gut erzählt. Dagegen ist Vaianas Lied "Ich bin bereit" zwar sehr schön anzuhören, erinnert einen aber zu deutlich an den Ohrwurm schlechthin aus "Die Eiskönigen". Mit dem Lied "Wir kennen den Weg" haucht Disney dem Film ein zusätzliches Karibik Gefühl ein. Wenn eine große Gruppe von Menschen auf Booten auftaucht und das Lied in der haiwaianischen Sprache ertönt, ist das was ganz besonders. Animation top, Charakter top, Lieder top, wie sieht es mit der Handlung aus? Animationsfilme haben recht oft eine klare Botschaft die leider meistens nur Erwachsene verstehen. Vaianas Botschaft ist einfach mal das zu tun, was man will und dabei Spaß zu haben. Seinen Willen durchzusetzen wenn man einen persönlichen Wunsch hat. Vaianas persönlicher Wunsch ist es eben jene perfekte Insel zu verlassen. Diesen Wunsch hegt sie schon seit sie klein war. Doch was genau bewegt sie dazu die Insel verlassen zu wollen? Der Abenteurer Drang? Neugier? Diese Antwort bleibt uns Disney schuldig. Zwar bekommt sie mit dem befallenen Obst und mangelnden Fisch einen triftigen Grund die Insel zu verlassen, den Wunsch hatte sie aber auch schon als alles in Ordnung war. Der Rest der Handlung ist nichts großes. Es gibt ein klares Ziel, Hindernisse dazwischen wie die Kokusnusspiraten (Die Szene erinnerte mich so an Mad Max Fury Road!) und ein Endgegner darf natürlich fehlen. Den gibt es zwar, aber als klarer Bösewicht wird er nie definiert. Der Humor ist auch sehr gelungen. Neben den eigenen Seitenhieben, machen die Rededuelle zwischen Vaiana und Maui sehr viel Spaß. Insbesondere wenn er sie immer wieder für eine Prinzessin hält. Heimliche Star ist natürlich das dumme Huhn das selbst den großen Ozean auf die Palme bringt. Als Störfaktor empfand ich den viel zu deutlich und aufdringlichen auf Vaianas Selbstständigkeit. Es ist so, als würde Disney einen auf die Nase binden "hey, schau her, sie ist zwar ein Mädchen, aber sie braucht keinen großen, starken Mann". "Wir müssen jetzt eine starke Persönlichkeit bringen und zeigen, das auch Frauen so etwas können". Die Synchronisation ist sehr gut gelungen. Vaianas Sprecherin Lara macht als naive halb Prinzessin eine fantastische Figur. Ole Pfenning wäre mir als Maui zwar lieber gewesen, aber Andreas Bourani macht auch eine sehr gute Arbeit.
FAZIT: Mit Vaiana bringt uns der Mäusekonzern einen schön lustigen Film der in der herrlichen Karibik angesiedelt ist. Die Animation ladet einen fast schon zum Urlaub machen ein. Denn sie sieht herrlich aus! Die Handlung ist recht einfach gestrickt- auch wenn der Film eine deutliche Botschaft enthält. Die zwei Hauptfiguren sind sehr sympathisch und man schließt sie schnell ans Herz. Der deutliche Fingerzeig auf Vaianas Selbstständigkeit bzw. Emanzipation nervt doch leider zu sehr.
Jenny V.
Jenny V.

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5,0
Veröffentlicht am 29. Dezember 2016
Kurz und knapp - DISNEY MEISTERWERK...
Einige regen sich ja immer noch über die Musikflut von Eiskönigin auf und finden Disneyfilme sollten keine oder kaum Musik enthalten, was ich persönlich einfach nur dämlich finde und diese Leute sollten, dann einfach diese Filme meiden und keine Kritiken schreiben... aber genug davon jetzt zu VAIANA.
Fangen wir doch direkt mit der Musik an, die auch in diesem Disney-Film eine große Rolle einnimmt (wie es bei Disney üblich ist). Die Musik ist sehr gut gewählt, die Lieder sind nicht alle Ohrwurm-geeignet, was aber nicht sein muss. Nicht jeder Film muss Frozen sein und einige der Lieder haben Potential auch in den Charts zu landen, allen voran der polinesische Song. Bei den Liedern stechen besonders die von Vaiana (van Dooren) gesungenen Teile sind eindringlich und hinterlassen mehr als einmal Gänsehaut.
Nächster Punkt die Story: diese ist zwar recht einfach erzählt, das ist aber bei allen Märchen so und da machen auch karibische, hawaiianische oder polinesische keine Ausnahme. Deshalb ist es auch vollkommen klar, dass die Geschichte nichts komplett neues darstellt, jedoch ist die Erzählung schon neu, denn wer kennt denn schon die Märchen des Pazifiks. Außerdem ist die Variante des Happy Ends einmal etwas komplett Neues für Disney, denn es ist nicht wie erwartet und auch der Spannungsbogen wird mehrfach gezogen und in einzelne für Kinder leichter verständliche Teile zerlegt, wodurch die Erzählung aber diesmal einen neuen Charakter erhält. Besonders schön beim kompletten Film sind die einzelnen Querverweise zwischen den Szenen, wodurch kein Erzählstrang sondern eine Art Kreis mit mehreren Schlaufen entsteht, was eine neue Art des Dramas darstellt.
Die Aussage des Films ist bei Disney ja auch immer stark zu bewerten stellt bei mir diesmal aber nicht den wichtigsten Punkt dar, wenn auch die Aussage wieder sehr gut versteckt, aber auch sehr deutlich ist. Natürlich ist für kleinere Kinder der Sinn des Films nicht greifbar, aber er regt wieder toll zum Nachdenken über sich und das Leben an, mit der Aussage spoiler: man sollte nicht Dinge einfach tun, weil andere sie für richtig halten und du ihnen damit einen Gefallen tust, sondern jeder muss seinen Weg gehen und auch bei Schwierigkeiten nicht aufgeben. Und man sollte nie den Humor in schweren Situationen verlieren und auch mal darauf vertrauen, dass andere, wenn auch dämlich wirkend, eine Hilfe sein können.

Der diesmal bedeutendste Punkt für mich ist die Darstellung und die Hauptfigur. Zunächst einmal die technische Darstellung, die bei Vaiana eine neue Ära eingeleitet hat, ähnlich damals Avatar mit der 3D-Technik. In einigen Szenen ist nicht gleich erkennbar (auch nach mehreren Minuten nicht) dass es "nur" ein Animationsfilm ist. Die Darstellung des Wassers ist zwar sehr digital, was aber nicht weiter schlimm ist, denn die Figuren und die Landschaften sind atemberaubend gut und die Vermischung von Real- und Zeichentrick wird auch wieder aufgegriffen, wodurch es an das Meisterwerk Mary Poppins erinnert. Die Darstellung von Vaiana (also diesmal der Prinzessin) ist so naurgetreu wie nie in einem Film zuvor. Keine übertrieben schlanke Figur, unmögliche Kleidung oder Frisur oder auch nicht tragbares Make-up, sondern einfach eine natürliche Schönheit einer pazifischen Insel, die auch ein wunderschönes Lächeln und eine bezaubernde Art mit einem umwerfenden Charakter hat, eine Fusion aus Elsa, Pocahontas und Rapunzel, was auch für den gesamten Film steht.
VAIANA ist wahrscheinlich nicht nur die charakterlich tiefste Prinzessin, sondern auch die schönste in jeder Hinsicht mit dem tollsten Königreich und einem der schönsten und actionreichsten Disney-Filme im Bereich von Eiskönigin, Rapunzel und Schöne und das Biest.
Ein muss für jeden, der gute Unterhaltung zu schätzen weiß und Filme ohne Unterbrechung der Unterhaltung mit einer Verschmelzung aus Action, Romantik und Humor liebt.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 29. Dezember 2016
Pünktlich zur Weihnachtszeit bringt Disney seinen neuesten Animationsfilm auf die Leinwand. Nach dem Einschlag von "Frozen" und dem zwar Elternohren zerfetzenden, aber dennoch eingängigen und musikalisch zuendegedachten "Let it Go" geht es dieses Weihnachten - für uns Mitteleuropäer nicht ganz so thematisch passend - auf die südpazifischen Inseln.

Das Ensemble bleibt alt bewehrt: Prinzessin, ergänzt um einen Held mit Vorgeschichte, zwei animalische Sidekicks. Mama, Papa, Oma als erweitertes Ensemble und fertig.

Also alles wie immer im Hause Disney? - Denkste!

Positiv aufgefallen: Humor. Lacher kommen immer gut. Also wurden hier und da einige extra Pointen vergeben; das weiß zu gefallen. Besonders auffällig: Disney nimmt sich dabei sogar selbst auf die Schippe! spoiler: ("Wenn du jetzt anfängst zu singen, kotz ich!" "Du singst, du redest mit Tieren...du bist ne Prinzessin!")
.

Auch grafisch weiß "Vaiana" zu überzeugen, ist doch gerade der Umgang mit Wasser (Reflexionen, Wind, Haare...) eine besondere Herausforderung.

Durchschnittlich: Die Story. Der Spannungsbogen wird bis zum Finale gespannt; dann bricht er allerdings einfach ab. Ein grundloszurückkehrender Held, ein Monster, das eigentlich kein Monster ist... Wir haben schon besseres aus der Märchenschmiede gesehen. Warum ein - im wahrsten Sinne - dummes Huhn den Vorzug vor einem süß illustrierten Hausschwein erhällt und als Bösewichte Kokosnüsse herhalten müssen erscheint m.E. sehr fragwürdig; allerdings kann man an dieser Stelle auch sicher über Geschmack streiten.

Versagt: Die Musik
Was war das? Sicherlich; die Erwartungen hoch, ist es schließlich das Genre Musical, das Disney seit Jahrzehnten dominiert wie kein Anderer. Um so erschreckender, dass dieser Film in dieser Form abgenommen werden konnte. Wer erwartet hätte, polynesischen Einfluss musikalisch wieder zu finden, wird enttäuscht werden, neben ein paar Trommeln ( und dem "Seefahrersong" aus dem Trailer!) ist von diesem Einfluss leider nichts zu spüren. Aber ok - muss ja nicht; wie schaut es denn auf der konsumentenfreundlichen Popschiene aus? Antwort: Mau.
Wieso, weshalb, warum? Diese Frage ist ad hoc nicht so leicht zu beantworten:

Variante 1: Mit M. Lin Miranda wurde einer der "angesagtesten" Musicalproduzenten (und gleichzeitig Darsteller) als Komponist ("Hamilton", "In the Heights") an Bord geholt. Von musikalisch, kompositorischer Seite betrachtet ist das sicherlich nicht die beste Entscheidung - allerdings ist Miranda zum einen aktuell enorm förderlich was die Zuschauerzahlen betreffen wird zum anderen - und das muss man dem Kerl wahrlich lassen - ist er ein einmaliges Sprachgenie der mit Wortgewandtheit und Phonetik geradezu um sich wirft. Das führt zwangsläufig zu:

Variante 2: Die Übersetzung ins deutsche ist schlicht Mist. Mirandas geniale Wortflut könnte die Übersetzter an den Rand ihres Spektrums getrieben haben. Denn was der deutsche Text hier teilweise bietet ist wirklich....

Variante 3: Der Film war "knapp dran" und musste noch zum Weihnachtsgeschäft raus, ohne dass er den "Feinschliff" erfahren konnte, den er verdient hätte.

Fazit: Am wahrscheinlichsten ist eine kombination aller Varianten. Letztenendes werden auch genug kleine Kinobesucher ihre Freude in dem kleinen Hausschweinchen und der wirklich gelungenen Hauptfigur (Vaiana) finden. Sollten Sie einen Besuch auf Grund des bereits beschriebenen "Let it go"-Traumas also verworfen haben; keine Sorge. In diesem Disneyfilm wünscht man sich tatsächlich zum ersten mal, dass doch bitte keine der Figuren anfangen möge zu singen. Für manch Elternpaar ein erleichternder Satz ist es für mich leider ein Grund diesen Film vergleichsweiße schlecht zu bewerten, denn von einem Disney(musical)film erwarte ich einfach auch einen musikalischen Aspekt der bedient werden möchte.
Dass Helene Fischer dann noch den Abspann singt mag jeder selbst bewerten wie er möchte; steigert aber wie bei Miranda die Theorie, dass hier ein wenig mehr Augenmerk auf Publicity denn auf kompositorische Qualität gelegt wurde.

PS: Um das nochmals klar zu stellen: Diese Kritik bezieht sich in erster Linie auf die deutsche Version des Filmes!
Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 512 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2016
"Vaiana" von John Musker und Ron Clements war zwar ganz niedlich, aber nicht sonderlich herausragend. Toll sind Optik und Design, vor allem die überwältigend schöne Natur und der lebendige Ozean sind wirklich ein Augenschmaus. Ein paar Ohrwürmer sind auch dabei, insbesondere der Song von Maui und der vom fiesen Monsterkrebs sind sehr eingängig mit ihrem Rhythmus, wo man mit muss. Vaianas Lieder sind leider aber die üblichen jauligen Kitschhymnen, deren Thematik sich stets um große Träume, Identitäts- und Sinnsuche und so'n Scheiß dreht. Tatsächlich klebt mir ihr Lied jetzt gerade noch im Ohr, aber eher auf so eine "Atemlos"-Art und Weise, die reichlich an den Nerven sägt, nicht so wie bei einem coolen Ohrwurm (zum Beispiel "Sing, sing, sing" von Benny Goodman).

Von ihrem disneyesken Gesinge aber abgesehen, ist Vaiana eine sehr sympathische Heldin, die ich mit ihrem Eigensinn und ihrem Mut sofort ins Herz geschlossen habe. Etwas verwirrt bin ich darüber, wie alt sie sein soll. Einigen Quellen zufolge ist sie 16 Jahre alt, im Film selbst aber wird sie von Maui als Achtjährige bezeichnet, weitere Altersangaben gibt es nicht. Aber das Ganze entbehrt jeder Logik, wenn sie erst acht Jahre alt ist, in dem Alter gehen einem doch so Konzepte wie Identität und Lebenssinn am Allerwertesten vorbei. Das ist ja eher so pubertäres Geschwurbel, bevor man die Absurdität des Lebens erkennt, akzeptiert und seinen Frieden damit schließt, dass es keinen Sinn gibt, den wir den Ereignissen nicht selbst beimessen, und uns Sisyphos frei nach Camus als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Die Philosophie des Films ist ohnehin nicht sonderlich raffiniert, aber es ist halt auch ein Disney-Film, da sollte man wohl auch nicht erwarten, dass die Moral von der Geschicht' über "Du musst nur ganz fest an dich glauben, dann kannst du alles erreichen, was du willst" hinausgeht. Es läuft halt immer irgendwie nach dem gleichen Muster ab: Junger Mensch hat große Träume, die Erwachsenen pochen aber auf Tradition und Sicherheit, junger Mensch begibt sich trotzdem auf Âventiure (meist auf Anraten eines/r weisen Alten), findet dabei seine Bestimmung und kommt gereift zurück. Wenigstens gab es dieses Mal aber keine sentimentale Liebesgeschichte. Ansonsten aber war die Story leider sehr dünn und kam fast gänzlich ohne Überraschungen aus.

Fazit: Kann man sich schon angucken, wenn sonst nichts Besseres läuft, aber man verpasst jetzt auch nicht sooo viel, wenn man es nicht tut.
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Dezember 2016
Der Film verbreitet herrliches Karibik-Feeling - mitten im Dezember. Toll. Die Animationen sind teils grandios (wie z.B. das Wasser). Die gesungenen Lieder nerven nicht so stark und sind teils sogar ganz gut. Auch die Story bietet einige Wendungen, so dass einem nicht langweilig wird.
Zu einer wirklichen Filmmeisterwerk fehlten dann allerdings doch die Anzahl der detailreichen Animationen und diese Etwas, was bleibt nach dem Film (eine tiefgründige Message, erweckte Emotionen etc.).
Alles im Allem aber eine wirklich schöne unterhaltsame Zeit in der Südsee (Kino).
Popcornfilme
Popcornfilme

56 Follower 142 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 31. Januar 2017
[...] Ein stimmungsvoller und sehr schöner Film für graue Wintertage. Das Gesamtkonzept aus Geschichte, Charakteren, Musik und Animation ist super. [...]

Die ganze Kritik gibt es auf popcornfilme.de.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 592 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 13. Dezember 2016
Disney ist wieder da und haut einen Animationsfilm hin wo sie früher ein Zeichentrickwerk geliefert hätten. Ich bin da ja mehr ein Kind der alten Schule und mag eben das altmodische Zeugs, mit modernem animierten Stoff werde ich nicht restlos warm. Trotzdem kann man diesem hier seine Pluspunkte nicht absprechen und die liegen insbesondere in der Aufbereitung und der technischen Umsetzung – ist klar, wenn dieser Film nicht gigantisches in Sachen Animation parat hätte käme er wohl kaum heraus. Und so ist es auch, das bunte Paradies in dem er spielt, das Meer und alles drumherum sehen atemberaubend gut aus. Leider klappen dafür viele inhaltliche Dinge nur leidlich oder garnicht: der obligatorische lustige Sidekick ist ein dämlicher Hahn der weder zur Handlung noch zu sonstigem irgendetwas lohnend beiträgt, der Held Maui fällt zwischen Held und Parodie, diverse Running Gags (etwa daß das Meer jedesmal wenn jemand über Bord geht denjenigen zurückspült) erschöpfen sich. Die Eröffnungsszene am Meer ist zwar Topp und am Ende der Reise gibt’s eine schöne Auflösung, leider liegen dazwischen über anderthalb Stunden Film in denen der obligatorische Disney Gesang in Überfülle dominiert. Für ganz kleine Kinder und für ganz hartgesottene Disney Fans mag das vielleicht aufgehen und funktionieren – aber kaum für mehr.

Fazit: Es fehlt das Herz: Mischung aus Klamauk und Abenteuer mit gigantischer Optik und zu viel Gesang!
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