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    Vaiana
    Durchschnitts-Wertung
    4,0
    297 Wertungen - 26 Kritiken
    Verteilung von 26 Kritiken per note
    7 Kritiken
    8 Kritiken
    4 Kritiken
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    2 Kritiken
    1 Kritik
    Deine Meinung zu Vaiana ?

    26 User-Kritiken

    Julian F.
    Julian F.

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    1,5
    Veröffentlicht am 29. Dezember 2016
    Pünktlich zur Weihnachtszeit bringt Disney seinen neuesten Animationsfilm auf die Leinwand. Nach dem Einschlag von "Frozen" und dem zwar Elternohren zerfetzenden, aber dennoch eingängigen und musikalisch zuendegedachten "Let it Go" geht es dieses Weihnachten - für uns Mitteleuropäer nicht ganz so thematisch passend - auf die südpazifischen Inseln.

    Das Ensemble bleibt alt bewehrt: Prinzessin, ergänzt um einen Held mit Vorgeschichte, zwei animalische Sidekicks. Mama, Papa, Oma als erweitertes Ensemble und fertig.

    Also alles wie immer im Hause Disney? - Denkste!

    Positiv aufgefallen: Humor. Lacher kommen immer gut. Also wurden hier und da einige extra Pointen vergeben; das weiß zu gefallen. Besonders auffällig: Disney nimmt sich dabei sogar selbst auf die Schippe! spoiler: ("Wenn du jetzt anfängst zu singen, kotz ich!" "Du singst, du redest mit Tieren...du bist ne Prinzessin!")
    .

    Auch grafisch weiß "Vaiana" zu überzeugen, ist doch gerade der Umgang mit Wasser (Reflexionen, Wind, Haare...) eine besondere Herausforderung.

    Durchschnittlich: Die Story. Der Spannungsbogen wird bis zum Finale gespannt; dann bricht er allerdings einfach ab. Ein grundloszurückkehrender Held, ein Monster, das eigentlich kein Monster ist... Wir haben schon besseres aus der Märchenschmiede gesehen. Warum ein - im wahrsten Sinne - dummes Huhn den Vorzug vor einem süß illustrierten Hausschwein erhällt und als Bösewichte Kokosnüsse herhalten müssen erscheint m.E. sehr fragwürdig; allerdings kann man an dieser Stelle auch sicher über Geschmack streiten.

    Versagt: Die Musik
    Was war das? Sicherlich; die Erwartungen hoch, ist es schließlich das Genre Musical, das Disney seit Jahrzehnten dominiert wie kein Anderer. Um so erschreckender, dass dieser Film in dieser Form abgenommen werden konnte. Wer erwartet hätte, polynesischen Einfluss musikalisch wieder zu finden, wird enttäuscht werden, neben ein paar Trommeln ( und dem "Seefahrersong" aus dem Trailer!) ist von diesem Einfluss leider nichts zu spüren. Aber ok - muss ja nicht; wie schaut es denn auf der konsumentenfreundlichen Popschiene aus? Antwort: Mau.
    Wieso, weshalb, warum? Diese Frage ist ad hoc nicht so leicht zu beantworten:

    Variante 1: Mit M. Lin Miranda wurde einer der "angesagtesten" Musicalproduzenten (und gleichzeitig Darsteller) als Komponist ("Hamilton", "In the Heights") an Bord geholt. Von musikalisch, kompositorischer Seite betrachtet ist das sicherlich nicht die beste Entscheidung - allerdings ist Miranda zum einen aktuell enorm förderlich was die Zuschauerzahlen betreffen wird zum anderen - und das muss man dem Kerl wahrlich lassen - ist er ein einmaliges Sprachgenie der mit Wortgewandtheit und Phonetik geradezu um sich wirft. Das führt zwangsläufig zu:

    Variante 2: Die Übersetzung ins deutsche ist schlicht Mist. Mirandas geniale Wortflut könnte die Übersetzter an den Rand ihres Spektrums getrieben haben. Denn was der deutsche Text hier teilweise bietet ist wirklich....

    Variante 3: Der Film war "knapp dran" und musste noch zum Weihnachtsgeschäft raus, ohne dass er den "Feinschliff" erfahren konnte, den er verdient hätte.

    Fazit: Am wahrscheinlichsten ist eine kombination aller Varianten. Letztenendes werden auch genug kleine Kinobesucher ihre Freude in dem kleinen Hausschweinchen und der wirklich gelungenen Hauptfigur (Vaiana) finden. Sollten Sie einen Besuch auf Grund des bereits beschriebenen "Let it go"-Traumas also verworfen haben; keine Sorge. In diesem Disneyfilm wünscht man sich tatsächlich zum ersten mal, dass doch bitte keine der Figuren anfangen möge zu singen. Für manch Elternpaar ein erleichternder Satz ist es für mich leider ein Grund diesen Film vergleichsweiße schlecht zu bewerten, denn von einem Disney(musical)film erwarte ich einfach auch einen musikalischen Aspekt der bedient werden möchte.
    Dass Helene Fischer dann noch den Abspann singt mag jeder selbst bewerten wie er möchte; steigert aber wie bei Miranda die Theorie, dass hier ein wenig mehr Augenmerk auf Publicity denn auf kompositorische Qualität gelegt wurde.

    PS: Um das nochmals klar zu stellen: Diese Kritik bezieht sich in erster Linie auf die deutsche Version des Filmes!
    Isabelle D.
    Isabelle D.

    User folgen 169 Follower Lies die 343 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 28. Dezember 2016
    "Vaiana" von John Musker und Ron Clements war zwar ganz niedlich, aber nicht sonderlich herausragend. Toll sind Optik und Design, vor allem die überwältigend schöne Natur und der lebendige Ozean sind wirklich ein Augenschmaus. Ein paar Ohrwürmer sind auch dabei, insbesondere der Song von Maui und der vom fiesen Monsterkrebs sind sehr eingängig mit ihrem Rhythmus, wo man mit muss. Vaianas Lieder sind leider aber die üblichen jauligen Kitschhymnen, deren Thematik sich stets um große Träume, Identitäts- und Sinnsuche und so'n Scheiß dreht. Tatsächlich klebt mir ihr Lied jetzt gerade noch im Ohr, aber eher auf so eine "Atemlos"-Art und Weise, die reichlich an den Nerven sägt, nicht so wie bei einem coolen Ohrwurm (zum Beispiel "Sing, sing, sing" von Benny Goodman).

    Von ihrem disneyesken Gesinge aber abgesehen, ist Vaiana eine sehr sympathische Heldin, die ich mit ihrem Eigensinn und ihrem Mut sofort ins Herz geschlossen habe. Etwas verwirrt bin ich darüber, wie alt sie sein soll. Einigen Quellen zufolge ist sie 16 Jahre alt, im Film selbst aber wird sie von Maui als Achtjährige bezeichnet, weitere Altersangaben gibt es nicht. Aber das Ganze entbehrt jeder Logik, wenn sie erst acht Jahre alt ist, in dem Alter gehen einem doch so Konzepte wie Identität und Lebenssinn am Allerwertesten vorbei. Das ist ja eher so pubertäres Geschwurbel, bevor man die Absurdität des Lebens erkennt, akzeptiert und seinen Frieden damit schließt, dass es keinen Sinn gibt, den wir den Ereignissen nicht selbst beimessen, und uns Sisyphos frei nach Camus als einen glücklichen Menschen vorstellen.

    Die Philosophie des Films ist ohnehin nicht sonderlich raffiniert, aber es ist halt auch ein Disney-Film, da sollte man wohl auch nicht erwarten, dass die Moral von der Geschicht' über "Du musst nur ganz fest an dich glauben, dann kannst du alles erreichen, was du willst" hinausgeht. Es läuft halt immer irgendwie nach dem gleichen Muster ab: Junger Mensch hat große Träume, die Erwachsenen pochen aber auf Tradition und Sicherheit, junger Mensch begibt sich trotzdem auf Âventiure (meist auf Anraten eines/r weisen Alten), findet dabei seine Bestimmung und kommt gereift zurück. Wenigstens gab es dieses Mal aber keine sentimentale Liebesgeschichte. Ansonsten aber war die Story leider sehr dünn und kam fast gänzlich ohne Überraschungen aus.

    Fazit: Kann man sich schon angucken, wenn sonst nichts Besseres läuft, aber man verpasst jetzt auch nicht sooo viel, wenn man es nicht tut.
    Christoph K.
    Christoph K.

    User folgen 79 Follower Lies die 292 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 25. Dezember 2016
    Der Film verbreitet herrliches Karibik-Feeling - mitten im Dezember. Toll. Die Animationen sind teils grandios (wie z.B. das Wasser). Die gesungenen Lieder nerven nicht so stark und sind teils sogar ganz gut. Auch die Story bietet einige Wendungen, so dass einem nicht langweilig wird.
    Zu einer wirklichen Filmmeisterwerk fehlten dann allerdings doch die Anzahl der detailreichen Animationen und diese Etwas, was bleibt nach dem Film (eine tiefgründige Message, erweckte Emotionen etc.).
    Alles im Allem aber eine wirklich schöne unterhaltsame Zeit in der Südsee (Kino).
    Popcornfilme
    Popcornfilme

    User folgen 32 Follower Lies die 142 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 31. Januar 2017
    [...] Ein stimmungsvoller und sehr schöner Film für graue Wintertage. Das Gesamtkonzept aus Geschichte, Charakteren, Musik und Animation ist super. [...]

    Die ganze Kritik gibt es auf popcornfilme.de.
    Brodie1979 ..
    Brodie1979 ..

    User folgen 76 Follower Lies die 230 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 13. Dezember 2016
    Disney ist wieder da und haut einen Animationsfilm hin wo sie früher ein Zeichentrickwerk geliefert hätten. Ich bin da ja mehr ein Kind der alten Schule und mag eben das altmodische Zeugs, mit modernem animierten Stoff werde ich nicht restlos warm. Trotzdem kann man diesem hier seine Pluspunkte nicht absprechen und die liegen insbesondere in der Aufbereitung und der technischen Umsetzung – ist klar, wenn dieser Film nicht gigantisches in Sachen Animation parat hätte käme er wohl kaum heraus. Und so ist es auch, das bunte Paradies in dem er spielt, das Meer und alles drumherum sehen atemberaubend gut aus. Leider klappen dafür viele inhaltliche Dinge nur leidlich oder garnicht: der obligatorische lustige Sidekick ist ein dämlicher Hahn der weder zur Handlung noch zu sonstigem irgendetwas lohnend beiträgt, der Held Maui fällt zwischen Held und Parodie, diverse Running Gags (etwa daß das Meer jedesmal wenn jemand über Bord geht denjenigen zurückspült) erschöpfen sich. Die Eröffnungsszene am Meer ist zwar Topp und am Ende der Reise gibt’s eine schöne Auflösung, leider liegen dazwischen über anderthalb Stunden Film in denen der obligatorische Disney Gesang in Überfülle dominiert. Für ganz kleine Kinder und für ganz hartgesottene Disney Fans mag das vielleicht aufgehen und funktionieren – aber kaum für mehr.

    Fazit: Es fehlt das Herz: Mischung aus Klamauk und Abenteuer mit gigantischer Optik und zu viel Gesang!
    George Taylor
    George Taylor

    User folgen 1 Follower Lies die 16 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 3. Dezember 2016
    Wunderschöne Bilder, abgekupferte Ideen und eine Geschichte nach Schema F

    Ich glaube meine Erwartungen gingen, wohl aufgrund des Hawaii-Settings, in Richtung eines "Lelo and Stitch" in neuem 3D-Gewand. Frech und abgedreht in berauschendem Setting. Nach einer halben Stunde stellt sich aber schon Ernüchterung ein. Es war eine Coming of Age-Geschichte eines hawaiiarischen Mädchens. Der Aufbau des Films, wirkte als hätten sich die Macher zusammengesetzt und versucht, die Essenz aus „The Brave“, „Tangled“ und „Frozen“ mit ihrem female lead einzudampfen und in neuem Gewand auf die Fanscharen von pubertierenden Mädchen loszulassen. Denn so fühlte er sich an: ein Film für Kinder, im Speziellen für Mädchen. 
    Relativ plump wurden dann noch Sidekicks wie der trottelige Hahn und das putzige Schweinchen eingestreut, die sich aber auch zum Ende hin noch wie ein Fremdkörper anfühlten. 
    Garniert wurde dies fortwährend mit Gesangseinlagen, die sich komisch – mitunter störend – anfühlten und die Story eher ausbremsten als sie zu bereichern. Hier sollte wohl der Geist von Arielle, König der Löwen und Aladdin beschworen werden, nur hatten die Lieder zu keiner Zeit diese Qualität. Keine der Melodien ist bei mir hängen geblieben. Das war damals definitiv anders. 

    Abseits der Tatsache, dass mich der Film nicht so richtig mitreißen konnte, gab es aber Dinge, die ich von einem Disneyfilm und generell einem Film dieser Größenordnung eher nicht erwartet hatte: 
    Bei den Formwandlerfähigkeiten der von Dwayne Johnson synchronisierten Figur hatten sich Musker und Clements quasi bei sich selbst bedient; diese waren im Prinzip Aladdis Dschinni Reloaded. Weite Teile des Films beschworen den Geist von Waterworld, eine Passage im Film war deutlich von Mad Max Fury Road inspiriert (Stichwort: Hommage) und der Showdown (der wohl jedem unter 10-jährigen den Angstschweiss in den Nacken treiben wird) war einem der beiden "Kampf der Titanen"-Kinofilme mit Sam Worthington entnommen. 
    Aber eine zentrale Idee aus einem anderen Filmklassiker wiederzuverwenden, ihr eine tragende Rolle im eigenen Film zu geben und ihr nichts Neues hinzuzufügen, machte mich etwas sprachlos: 
    Gemeint ist der Pseudopod aus James Camerons 89er Unterwasser-Thriller "The Abyss“; die Wassersäule, die mit den Menschen eines Unterwasserhabitats kommuniziert. Design und Charakteristik wurden hier dermassen Eins-zu-Eins kopiert, dass ich mich fragte wie das in einer „Kreativschmiede“ mit Hunderten von Filmnerds durchgehen konnte. 
    Leider schaffte ich es nicht den Machern im Anschluss hierzu eine Frage zu stellen, wahrscheinlich war dies aber auch eine Hommage. 

    Schlussendlich war ein schöner Kinderfilm voller berauschender, größtenteils fotorealistischer Bilder, der inhaltlich nur altbewährte Erzählmuster aufwärmte und sich etwas zu sehr bei anderen Vorbildern bediente.
    spoiler:
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