Avengers 4: Endgame
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Schillenium
Schillenium

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4,0
Veröffentlicht am 3. Mai 2019
24.04.2019 – für die meisten Kinofans ein Datum mit hoher Bedeutung. Starttermin von „Avengers:Endgame“. So auch für mich, nachdem ich den „Infinity War“ verschlungen habe und auch insgesamt für den bis dato besten aller MCU Filme gehalten habe.
Jetzt ist der Zauber irgendwie vorbei und man fühlt sich wie am ersten Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub. Insgesamt hat alles bzgl. den beiden letzten Avengers-Teilen viel mit dem Gefühl der hohen Erwartungen zu tun. Infinity War hat für mich alles gehabt was eine Comicverfilmung großartig macht, inklusive einem Antagonisten, der vermeintlich aus dem Schatten der Zweidimensionalität tritt und einem fiesen „Imperium schlägt zurück“-Ende.
Das hier mit dem letzten Teil der Infinity Stone- Geschichte(„Spiderman Far from home“ mal außen vor) alles auf ein gewaltiges und erzählerisch komplettes Ende zuläuft, war vorher klar. Das die Russos, eben diesen Erzählstrang, der sich über die Jahre zu einem roten Faden zusammengezwirbelt hat, zu einem verdienten und sauberen Ende bringen grenzt schon an ein Kunstwerk.
Allerdings finde ich in diesem Kunstwerk ein paar kleinere Fehler, die ob der hohen Qualität von Avengers 3 und 4 leider fast noch mehr stören, als in einem „Durchschnittsfilm“.
Aber von vorn. Wie immer starten wir mit Technik, welche vom CGI über Kameraführung, Setdesign und Schnitt außergewöhnlich gut ist. Auch wenn die nächsten Oscars noch weit weg sind, ist der Academy Award für die besten Tricks eigentlich gebucht. Als Chefkamera-Mann hat sich Trent Opaloch im Bezug der Mainstream Produktionen seit „District 9“ immer weiterentwickelt und hier wirklich denkwürdige Einstellungen auf die Leinwand gezaubert. Für mich am stärksten eingefangen, der Moment als die 3 „Ur-Avengers“ dem wartenden Thanos entgegentreten. Das hat was von alten Duelleinstellungen in einem Western.
Die bereits 2004 für den Überhammer-Pferdefilm-Klassiker „Seabiscuit“ Oscar nominierte Leslie Ann Pope, macht im Setdesign ebenfalls seit Infinity War einen guten Job. Einzig das Schlachtfeld für den finalen Clash, schaut gefühlt bereits VOR der eigentlichen Schlacht aus, als ob Smaug eine Sauerstoffallergie hatte.
Chef-Cutter Ford hat auch alles im Griff, insbesondere die Zeit/Ort-Sprünge sind sehr gut aufeinander abgestimmt und in keiner neuen Einstellung verwirrend (zumindest für Leute die zumindest 80% der MCU Filme gesehen haben).
Die Musik von Silvestri ist eine Bank, allerdings auch nicht wirklich eine Kunst, denn das Avengers Theme hat sich mittlerweile in die Synapsen der Popkultur gebrannt. (Wobei es halt ursprünglich auch mal von Silvestri kam, also doch wieder „gut gemacht, kleiner Alan“.) Die kleinen musikalischen Ausflüge in vorherige MCU Filme, machen die Atmosphäre, gerade im Mittelteil des Films, rund.
Die Regisseure haben eine Mammutaufgabe gestemmt! Was sollen zwei Jungs die vor dem MCU bereits so Genreperlen wie „Ich , Du und der andere“ gedreht haben schon falsch machen können (Sarkasmus Ende). Aber das Vertrauen in das Können von aufstrebenden und /oder wenig bekannten bis unbekannten Regisseuren hat sich für die Produktionsabteilung um Kevin Feige bisher fast immer ausgezahlt (der arme Alan Taylor hat mit Thor 2 den wahrscheinlich schwächsten Film des MCU aufgebrummt bekommen, da konnte er dann wohl auch nichts mehr dran ändern.). So auch hier! Die Russo Brüder, haben seit 2014 (The Winter Soldier) beim MCU Regie-Zügel in der Hand, unter anderem auch bei der großen Civil War Helden-Klopperei. Gerade „Civil War“ hat hier wohl Überzeugungsarbeit geleistet, dass nicht Whedon die letzten beiden Avengers Teile übernimmt. Im Zusammenspiel mit den Drehbuchautoren McFeely und Markus, haben die Russos eine über 21 Filme vorbereitete Geschichte zu einem famosen Ende geführt. Handwerklich kann man einfach nichts Schlechtes an beiden Filmen finden. Wobei man auch erwähnen muss, dass die Russos hier auch Blockbuster-Kino par excellence produzieren. Keine Experimente, kein schwarz-weiß, kein Schnick-Schnack….braucht es aber auch nicht und wäre wohl auch fehl am Platz gewesen.
Das Drehbuch ist über beide Filme gesehen klasse. Einzig die Figur der Captain Marvel funktioniert nicht in der Synergie der Avengers. Ein Beispiel vom Anfang des Films, während sich alle der auftretenden Figuren bereits über Jahre kennen, ist die Einzige, die vor 20 Minuten noch gar nicht wirklich präsent war im Avenger Universum, plötzlich die omnipotente Klassenstreberin und alle folgen Ihren Anweisungen. spoiler: Jetzt könnte man argumentieren, dass hier doch „5 Jahre später“ geschrieben stand.
Dennoch stellt sich Mrs. Denvers nach reellen 20 Minuten Filmzeit als Mutti der Galaxie hin und wird dadurch für den Zuschauer seltsam unsympathisch ausgearbeitet. Niemand mag Klugscheißer…(das weiß niemand besser als ich.) Auch im weiteren Verlauf, ist die übermächtige Captain Marvel im Film komplett obsolet. spoiler: Warum versucht man eine so mächtige Figur nicht wenigstens zu kontaktieren wenn man einen Plan hat wie man alles rückgängig machen kann und warum vermöbelt Sie einen Thanos ohne einen Infinity Stein nicht allein?
(Diese Frage könnte man übrigens auch Thor stellen…). Was tatsächlich sauer aufstößt, ist die zwanghaft, künstliche Antwort auf die #metoo-Debatte und die Tatsache das DC schon einen weiblichen Superhelden-Charakter etabliert hat. Plötzlich versammeln sich spoiler: auf einem wilden Schlachtfeld
alle weiblichen Superhelden/innen (oder so) und man wartet nur noch drauf das die sich die Suffragetten Schärpen umhängen und demonstrieren. Eine derart beknackte Art und Weise, Frauenpower zu zeigen hätte ich in meinen kühnsten Albträumen nicht gesehen. Diese Szene reißt einen tatsächlich für einen kurzen Moment aus dem bisher wunderbaren Kinoerlebnis. So lässig der Spruch „Sie ist nicht allein!“ in Infinity War von Black Widow rüber kam, so peinlich ist er in diesem Augenblick. Meine Frau fragt mich, nicht zu Unrecht, wieso muss Pepper Potts jetzt „Iron Pot“ sein, wo doch Ihre wahre Stärke darin bestand, den Superhelden und Egomanen Tony Stark zu bändigen und unter Kontrolle zu halten. In diesem Zusammenhang wird man das Gefühl nicht los, dass man realisiert hat, dass in den letzten 10 Jahren die starken Frauen eine eher beiläufige Rolle gespielt haben und man wollte es auf Teufel komm raus in einer 50 sek. Szene wieder gut machen. Setzen Sechs, in der oben erwähnten Szene haben eigentlich nur noch Barbie und My little Pony gefehlt. Denn diese Szene war nicht an gefestigte, intelligente Frauen gerichtet, sondern an pubertäre Mädchen, die sich nach dem anschauen des Films wieder treffen, um zu diskutieren wie doof Jungs eigentlich sind. Selbst der eine Bibi und Tina Film(der, dessen Name nicht genannt werden darf) hat dieses Thema reflektierter behandelt. Genug über die Szene genöhlt. Thanos funktioniert als Bösewicht sensationell gut, wobei er, wenn man diesen Film für sich allein sehen wollte, in Endgame an charakterlicher Tiefe eingebüßt hat. In Infinity War hat man aber sein Motiv ausreichend, wenn auch nicht wirklich tiefgründig, ausgewälzt. Mimik und Stimme (oder Synchronstimme) von Josh Brolin machen Ihn tatsächlich zum besten Bösewicht im MCU. Sogar besser als Loki und Emil Blonsky zusammen.
Die Darsteller sind über Jahre hinweg in Ihre Rollen reingewachsen, hier gibt es „nur“ Ausreißer nach oben. Fabelhaft macht es z.B. Chris Hemsworth in den kleinen ruhigen Momenten, in denen er von einer komödiantischen Einlage direkt in den gedanklich verankerten Fehler, welchen er am Ende von Infinity War macht(Kopf-Brust-Dilemma), wechselt. Man nimmt der Figur ab, dass Alkohol und Fortnite das Problem nicht lösen, sondern nur kaschieren. Daher die Erinnerung an die Folgen seines Kopf-Brust-Missverständnisses (Männer haben dieses Problem leider öfter) immer wieder ausbrechen. 
Wie ich in der Filmstarts.de Rezension ebenfalls lesen konnte, spoiler: muss man herausstellen, dass Ruffalos CGI Hulk das Mienenspiel des Schauspielers unfassbar gut aufnimmt und die typische Zurückhaltung die Ruffalo seinem Banner verliehen hat auf den „Professor Hulk“ weitergibt. Was im Zusammenspiel dann ein freundliches, grünes 4 Meter Monster ergibt.
Fast wie Elliot das Schmunzelmonster. Auch Scarlett Johansson gibt der Black Widow in den vorhandenen Szenen eine berührende, emotionale Tiefe. Gerade die Szenen zu Beginn, in der Sie als „Quasi-Anführer“ die übrigen Avengers koordiniert, zeigen mit schauspielerischer Unaufgeregtheit den Kern Ihres Problems, sich einfach überfordert und hilflos zu fühlen.
Downey Jr. und Evans sind hier sowieso über jeden Zweifel erhaben, ebenso wie andere Figuren die in Nebenrollen und Einzelfilmen schon so lange etabliert sind.
Was bleibt als Fazit? Ich, für mich, kann Endgame nicht als Film allein bewerten, denn dann würde dieser aufgrund der Unausgewogenheit von Humor, Action und Emotion nach unten abrutschen. Betrachte ich die beiden Avengers Teile 3 und 4 zusammen, ist hier ein Meisterstück der Comicverfilmung entstanden, welches ausgerechnet im „letzten“ Kampf der Trikosaedologie (vielleicht setzt sich meine Worterfindung für einen 23-teiler* ja durch ;-) ) eine falsche Szene mit gekünstelter Diversität raushaut.
*Spiderman FFH gehört ja auch noch dazu.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,0
Veröffentlicht am 3. Mai 2019
THOSE WERE THE DAYS MY FRIEND...

Unser Universum ist vermutlich unendlich. Ein anderes ist es nicht – und lotet gerade seine Grenzen aus. Wir sind da mit dabei, die Geeks des Comic- und Popkultur-Kosmos, die Serienjunkies und Freunde fiktiver Welten. Die Rede ist vom Marvel Cinematic Universe. Sein Ereignishorizont – zum Greifen nah. Jenseits davon eine nicht sichtbare, da alles Licht verschluckende Singularität, ein Nichtwissen, wie es überhaupt weitergehen soll. Darüber sollten wir uns aber noch nicht den Kopf zerbrechen. Kommt Zeit, kommt Rat. Apropos Zeit – die ist für viele der liebgewonnenen Helden, die sich bis zum zehnten Jahr mit sämtlichem Gesocks der irdischen und interstellaren Welt herumschlagen mussten, abgelaufen gewesen. Im wohl besten Film des ganzen MCU – in Avengers: Infinity War – wurde die Marvel-Gemeinde mit einem völlig unerwarteten und vom Hocker fegenden Ende konfrontiert. Rund ein Jahr blieb also Zeit, diesen vorläufigen Status Quo überhaupt mal zu realisieren. Und um die Gewissheit zu erlangen, dass hier längst noch nicht aller Tage Abend sein kann. Denn – laut Christian Morgenstern – „kann nichts sein was nicht sein darf“. Also grübel und studier: was könnte das Schicksal denn noch nachträglich abwenden? Leerlauf genug, um sich seine eigenen Theorien zu schmieden. Wohl die meisten würden auf den gemeinsamen Nenner kommen, der irgendwie mit Zeit zu tun hat. Und spätestens nach Ant-Man and the Wasp war es beschlossene Sache – Marty McFly wird in irgendeiner Form grüßen lassen. Wenn schon nicht mit einem fliegenden De Lorean, dann zumindest mit dem profunden technischen Wissen eines Tony Stark oder Bruce Banner. Die Papas werden´s schon richten. Mit guter Hoffnung geht also das Finale Grande in die Zielgerade. Und hat den Ziellauf eigentlich schon hinter sich. Was bleibt: schön sachte auslaufen, nicht sofort stehenbleiben, den Jubel genießen. Wie das bei einem Marathon eben so ist, nämlich dass die körperliche Anspannung von rund 42 Kilometern oder 11 Jahren nicht einfach so ausgepustet werden kann.

Die ganze Review auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/05/03/avengers-endgame/
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 2. Mai 2019
Hab schon keinen Film mehr gesehen, der so schlecht war. Es bleiben zu viele Fragen offen, der Höhepunkt kommt schon nach 20 Minuten, es wird zuviel geredet und die Hauptschlacht dauert nur ein paar Minuten. Der Film bricht deswegen so viele Rekorde, weil die Leute vorher nicht wissen, wie der Film ist. Auf ner Skala von 1-10 geb ich dem Film ne 3. 10 € gezahlt. Würd am liebsten 8€zurück verlangen. Avengers:Endgame ist fast der schlechteste Film, den ich je gesehen hab.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 2. Mai 2019
Nunja, ich würde mich als großen Marvel-Fan bezeichnen! Ich habe fast alle Filme (natürlich in der richtigen Reihenfolge) in meinem Regal stehen und ja, die meisten Filme der Reihe sind eher durchschnittliche Action-Fantasy-Filme. Ganz klar nach dem Motto: "Hirn aus, Special Effects an". An sich bin ich aber eher jemand, der auch tiefgründigere und unkonventionelle Filme mag, weshalb insbesondere Civil War und Infinity War (neben den Guardians) zu meinen Lieblingsfilmen gehören. Die emotionalen Konflikte, die die Protagonisten dort erleben, die Überraschungen (besonders im Vergleich zu anderen Stadard-Actionfilmen), all das braucht es meines Erachtens, um ein guter (Marvel-) Film zu sein.

Diesbezüglich hat der neue Endgame auf ganzer Linie enttäuscht!!
Woran liegt das?
spoiler: 1. Ich hatte das Gefühl, dass man zwanghaft versucht hat, einfach nur einen Nostalgie-Film zu produzieren. Es trieft förmlich von alten Orten, alten Figuren, alten Geschichten. Als Marvel-Film-Kenner kommt einem eigentlich alles ziemlich bekannt vor. Das mag man schön finden oder langweilig. 2. Der - dieses Mal wirklich! - übertriebene Humor, der auf Kosten vieler Charaktere geht. Absolut schlimm finde ich die Verwandlung von Thor zu einem desillusionierten Hippie der 68er in der Gegenwart, der Fortnite spielt (ich zähle an dieser Stelle mal nicht die ganze Werbung im Film auf, denn das würde dauern -.-). Ja, er hat Schlimmes durchgemacht und ja, das hat ihn vermutlich auch verändert. Aber bitte nein, das ist einfach nur lächerlich! Mit Bierbauch und Hang zum Alkoholismus...das kauf ich ihm nicht ab! Genauso verärgert bin ich über Hulk, der nun ganz friedlich in einer Mischform lebt...das passt einfach nicht zu Banner. Es ist für mich unglaubwürdig, dass Menschen ihren Charakter in wenigen Jahren komplett auf den Kopf stellen. 3. Logikfehler en masse: Als ich das Thema "Zeitreise" hörte, wusste ich schon, dass der Film ein Problem haben wird. Auch wenn sich der Film selbst darüber lustig macht...warum lässt er es nicht einfach? Im Grunde kollidieren hier zwei Zeitkonzepte. Erstens, und so wird es ständig am Anfang durchgezogen, verändert die Änderung der Vergangenheit nicht die eigene Gegenwart, sondern führt zu einer neuen Zeitlinie. Soweit, so zufrieden. Später jedoch kehrt Captain America, der in die Vergangenheit gereist ist (und nicht zurück), als greiser Opa zurück...aber eigentlich müsste sich dieser in einer anderen Zeitlinie befinden. Das ist ein Logikfehler... Andere Frage: Erst braucht man EINE rote Ampulle für die Zeitreise für Hin und Zurück pro Person, was im Film ja als großes Problem identifiziert wird und die Handlung nachhaltig steuert, und später kann das ganze Thanos-Kriegsschiff inklusive Armee in die Gegenwart geschickt werden, mit EINER AMPULLE (von Nebula)! Andere Frage: Nidavellir braucht einen Neutronenstern und macht seit Ewigkeiten die fiesesten Waffen im Universum und Tony Stark braucht ein paar Tage, um einen baugleichen Handschuh zum Tragen der Infinity-Steine zu konstruieren?Sowieso,Tony ist wirklich der Tausendsassa im Film. Löst innerhalb weniger Stunden das größte Zeiträtsel und betrachtet dabei ein Möbiusband! Ist klar! Diese Liste ist leider ziemlich lang, aber ihr wisst, was ich meine! 4. Die heuchlerischste Frauen-Szene: Eine ganze Minute formieren sich mitten in der Schlacht alle Marvel-Heldinnen, um zu zeigen, wie emanzipiert Marvel ist? Das ist einfach nur falsch. Kaum eine Frau (selbst Captain Marvel hat nur wenig Screentime) spielt überhaupt eine wesentliche Rolle in den Marvel-Filmen und sind größtenteils ersetzbar. Die Haupthelden sind alle männlich. Da hätte man viel früher anfangen müssen, den Frauen die gleiche Bühne zu geben. Das war für mich sehr unpassend. 5. Wenig Action, zu schneller Endkampf. Generell finde ich, dass der Film in den falschen Szenen das Tempo anzieht und in anderen das Tempo verlangsamt. So gab es vorallem am Anfang und Ende Szenen, die man hätte weglassen können, wohingegen der Endkampf beispielsweise durchaus hätte länger dauern dürfen. 6. Die Idee, dass Thanos das halbe Universum auslöschen wollte, hat einen durchdachten, moralischen Kern, was ich an Infinity War wirklich gut fand. Dass aber der neue Thanos auf einmal ein ganzes Universum auslöschen und neu erbauen will, passt einfach nicht in die Darstellung von Thanos von vorher (der sehr stimmig war). Thanos Idee der Zerstörung des halben Lebens war immer für ein höheres Wohl und das Wohl der anderen gedacht. Dass er auf einmal (und das nur aufgrund der rebellischen Erdlinge!) das ganze Universum vernichten will, ist eigensinnig und völlig unstimmig zum alten Thanos.


Ich kam aus dem Kino und war extrem enttäuscht, während ich die anderen Kritiken lese und denke, ob all denen das nicht aufgefallen ist. Der Film hat natürlich auch schöne Szenen und positive Aspekte, aber mit dem Hintergrund von Infinity War, mit dem sich der Film messen sollte, war dies leider nur absoluter Durchschnitt. Schade!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 2. Mai 2019
Inhaltlich und detailliert wurde schon fast alles geschrieben, was es zu schreiben gibt, daher nur in Kurzform:

Als langjähriger, aber nicht unkritischer Fan des Merchandise (einige Filme fand ich hervorragend, andere gut, wieder andere sehr schwach, aber für einmal sehen in Ordnung) wurde ich gestern Abend im Kino grandios unterhalten, inklusive Gänsehautmomente, Lacher und etwas feuchten Augen in 2-4 Szenen.

Ich finde nicht jede Entscheidung notwendig und 1-2 Witze sind ebenfalls etwas grenzwertig, aber Geschmackssache (Charakterentwicklung Thors, jedoch mit redeeming moments) und werden zumindest hervorragend präsentiert. Das betrifft auch die FÜR MICH grenzwertigen politischen Statements, über die sich so manche Hater und Trolle im Netz ja tierisch aufregen, die aber gerade dadurch, dass sie kurz und relativ subtil sind und vor allem nicht diskutiert, sondern schlicht durchgezogen werden, wenig stören.

Die vielen kleinen Hinweise (Aufzugszene und "Heil Hydra") und Plottwists finde ich genauso gelungen, wie die Lösung des Themas Zeitreise. Die Aktion war auch garnicht so wenig, sondern einfach nicht gleichmäßig verteilt. RDJ und Holland rocken jede Szene in denen sie mitspielen.

Schlußendlich: Das Sterne-Bewertungssystem ist leider ähnlich unproduktiv wie bei Amazon, aus den gleichen Gründen: Hater und mufflige Mufflons bewerten schlimmstenfalls sehr solide Filme mit "1-Stern", sobald sie irgendeinen Einzelaspekt nicht mochten; das ist natürlich höchst lächerlich. Avengers-Endgame verdient selbst bei Superheldenfilmhassern mit sehr kritischem Blick objektiv als Film seine 3 Sterne.
Wer für einen 3-Stunden-Film, der zudem noch Fortsetzung und Abschluß einer Reihe ist, eine Kinokarte bezahlt und nachher überzeugt 1 Stern gibt, der hat entweder noch keine Filme gesehen oder sollte sich um seine Erwartungshaltung und Bewertungssysteme mal ernsthaft gedanken machen.

4,5 Sterne von mir und Dank an alle die beteiligt waren, für die Jahre guter, teils hervorragender und inspirierender Unterhaltung mit Höhe- und Tiefpunkten.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 2. Mai 2019
Wir haben alle Avenger Filme gesehen und Endgame war mit weitem abstand der schlechteste , meine Frau war auch wie immer dabei und sie ist eingeschlafen .
Warum geht der Film 3 Stunden ? Die Geschichte hätten sie locker um 1 stunde kürzen können .
Diese schwermütigen monologe sind echt zum wegrennen
Und zu allerletzt natürlich Captain Marvel ,
Sie ist durch nichts aufzuhalten , ist ja nett
Anzusehen , nur zu welchem Zweck sie hätte auch alleine ohne die Avengers kämpfen können und hätte gewonnen .
Cursha
Cursha

7.501 Follower 1.067 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 16. Juni 2019
Das war er also ? Der Film auf den die Welt gewartet hat ? Ich kann mich an keinen anderen Film erinnern, der so einen Hype ausgelöst hat und so große Wellen geschlagen hat wie der vierte Avengers-Film "Endgame". Und nach der Sichtung des Filmes, versteh ich es genau so wenig wie vorher. Zugegeben, ich sehe das MCU als nichts wichtiges oder innovatives in der Filmlandschaft an. Nicht einmal im Blockbusterbereich, den auch da gibt es so viel bessere Vertreter, die in den letzten Jahren erschienen sind. "Endgame" ist lediglich ein Armutszeugnis des Blockbuster, aber auch des Geschichtenerzählens. An dieser Stelle Warnung! Den um Spoiler werde ich wohl nicht herum kommen. Nun seit jeher hab ich das Problem mit diesen Filmen, dass ihnen jeder Ernst fehlt. Kaum namhafte Figuren sterben, nie hat man den Eindruck, dass die Situation wirklich gefährlich ist für die Hauptfiguren. Im Gegenteil der alberne Humor nimmt den Filmen die Fallhöhe und damit auch die Spannung. "Endgame" treibt es in so vielen Bereichen einfach auf die Spitze. Früher konnten Blockbuster noch mit wichtigen Grundhandlungen überzeugen, von ihrer Machtart oder von ihrer Einzigartigkeit. "Mad Max: Fury Road" oder "MI: Fallout", bestechen durch ihre grandiose Aktion. Davon fehlt es "Endgame", den diese ist schon tausend mal gesehen. Alles entsteht am Computer nichts ist mehr handgemacht. "Alien" von Ridley Scott hat einen philosophischen Unterton und erzählt mehr als nur, dass ein Alien eine Besatzung auslöschen will. Filme wie "Star Wars" oder "Der Herr der Ringe" haben damals auf Grund ihrer Fallhöhe, ihres emotionalen Gewichtes, aber auch von ihrer Einzigartigkeit in der Umsetzung und Inszenierung geglänzt. "Endgame" ist inszeniert und umgesetzt wie 99% aller Blockbuster der letzten Jahre. Er ist schlicht nichts besonderes mehr. Abgesehen von der Bedeutungslosigkeit, die dem Film innewohnt, krankt es auch an anderen Stellen. Die Aktion ist, wie gesagt, nicht der Rede wert. Die Effekte bestenfalls solide, die Musik (gab es die überhaupt?, mir ist nichts in Erinnerung geblieben) zum Vergessen und ja die Handlung und Figuren ? "Endgame" tut genau das was schlechte Schreiber machen, wenn sie keine Idee mehr haben, sie schicken Figuren auf eine Zeitreise. Problem gelöst. Das ist wahrhaft armselig. Hierdurch wird nicht nur "Infinity War" abgewertet, sondern auch "Endgame" letztlich als unkreatives Spektakel enthüllt. Am Ende hat dieser gesamte, dramatische, emotionale und alles entscheidende Kampf gegen Thanos ..... GANZE ......ZWEI ..... Prominente Opfer. Da frag ich mich, wie bedrohlich doch die Bedrohung durch Thanos war, wenn von 100 Figuren, die alle keinen Platz in diesem Film haben, noch in diesem Universum nur 2 Sterben. Es ist keine Fallhöhe mehr da. Bei der Schlacht um Hogwarts starben damals so einige und man hat die Bedrohung gespürt die von Voldemort ausging, aber hier ist nichts davon. Man muss eben doch an die Zahlen denken und das Geld, welches eventuell verlorenen gehen könnte, wenn man geliebte Figuren einfach tötet. DA feiere ich noch eher "Die letzten Jedi" den all dem Mist, den dieser Film verbockt hat und bei all dem sinnlosen Klamauk, hat er am Ende eine Fallhöhe und es sterben mehr Leute in diesem Mittelteil der Trilogie, als im gesamten MCU. Über die Darsteller brauch man nicht zu reden, denn zum einen weiß ich schon nicht mehr welcher Star den jetzt alles in dem Film dabei war, zum anderen hat hier ohnehin niemand die Zeit um zu glänzen. Mehr als eine seelenlose Materialschlacht bleibt von dem Film nicht übrig, die sofort wieder vergessen ist. Nicht falsch verstehen. Ich hasse keine Comicverfilmungen. Es gibt tolle "X-MEN" Filme, den ersten "Guardians" mag ich, aber auch Filme wie der erste "Ironman", von Filmen wie der "Dark Knight" Trilogie oder "Watchmen" mal ganz zu schweigen, aber den Hype um diese seelenlosen Filme ist mir ein Rätsel, da ich finde Filme wie "Endgame" sind auf Dauer Gift fürs Kino und nehmen ihm jede tiefere Ebene, die es früher einmal ausgemacht hat.
andreas M.
andreas M.

4 Follower 32 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 1. Mai 2019
Unglaublich schlecht.

Also Infinity War MEGA Film, mehrmals geguckt..einfach super.

Aber End Game Katastrophe die ersten 40 Minuten nur gequatsche mit vielen möchte gerne Witzen
bin nach über 1 Std. aus dem Kino rausgegangen.

Für mich End Game der schlechteste Teil von allen vllt sogar der schlechteste Marvel Film bis jetzt überhaupt und das unabhängig von den Erwartungen nach dem dritten Teil.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 30. April 2019
Wenn ich daran denke, wie Menschenscharen in Kino's für diesen Film rennen,dabei alle Avengers Filme waren überhaupt nichts sehenswert und der Regisseur schreibt die Story, wie er gerade lustig ist, ohne irgendein Sinn, sondern alles ist dort wie gequierlte Kacke und zum Glück habe ich mir den letzten teil nicht angeschaut und der geht über 3 Stunden, da würde ich mich Fragen, wie viel Zeit mir dort in meinen Leben geklaut würde und ich müsste den Eintrittspreis zurück verlangen und zusätzliches Schmerzensgeld klagen, aber hierzu wird nichts so davon berichtet, wie bei den Film Ein letzter Job. Da frage ich mich, wer da wirklich schreibt oder Hollywood Filme haben ihren Status und die Bewerter sind von Hollywood, dann sollte ich hier einmal erwähnen was für ein Müll von Hollywood wirklich kommt und andere Filmhersteller heutzutage viel bessere Filme bringen. Da ist es auch schon eher so, dass in Hollywood das Geld auch nur noch in Ihren Arsch geschoben wird und dort nichts mehr richtig angestrengt wird, gute Filme zu bringen.

Aus Hollywood werde ich mir nichts mehr anschauen, solange von dort so schlechte Filme kommen, das sollte ehrlich einmal berichtet werden, denn auf solche gute Schein-Bewertungen kann ich darauf verzichten und werde nicht mehr danach gehen.

Normalerweise hat es bei Hollywood immer geheißen, The show must go on, nun ja, jetzt heißt es dort eigentlich The show is go end! Das entspricht Hollywood. Für mich zwar auch ungewohnt, aber Zeiten ändern sich doch immer und so ist nun auch die Gleichung: Hollywood = Müll

Unglaublich aber wahr!
Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 523 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. April 2019
"Avengers 4: Endgame" von Joe und Anthony Russo war für meinen Geschmack nicht ganz so stark wie sein Vorgänger, aber trotzdem recht unterhaltsam. Allerdings hatte ich doch etwas mehr Spannung und eine straffere Handlung erwartet.

So ziehen sich die drei Stunden doch sehr in die Länge, ohne dass das nötig gewesen wäre. Eineinhalb bis zwei Stunden hätten für die Story meines Erachtens auch gereicht und sie vielleicht noch etwas pointierter und konsequenter erzählt. Von etwas langatmigen, zähen Passagen zwischendurch einmal abgesehen, hat mir der Film aber ganz gut gefallen.

Zum Inhaltlichen sage ich jetzt aber nichts, bevor mir versehentlich ein Spoiler herausrutscht.
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