Interessantes Drama über eine junge Frau, die ihre Heimät Dänemark verlässt, um in Paris Supermodel zu werden. Wie es da nun wirklich in dieser Branche zugeht, kann ich nicht beurteilen, ich finde die Darstellung aber durchaus glaubwürdig und kann mir sehr gut vorstellen, dass es dort bei weitem nicht so glamourös zugeht, wie man uns denken lassen möchte.
Das Spiel von Maria Palm, die auch tatsächlich Model ist, wirkt den Film über immer etwas hölzern und steif, auch ihre Mimik zeigt wenig Variation. Ich finde aber, das passt irgendwie ganz gut zum Film und zu der Figur, die sie da spielt. Und dieser finstere, grimmige Blick, den sie da immer so draufhat (erinnert mich ein bisschen an Cara Delevigne) spiegelt eigentlich total gut die Blicke wieder, wie sie die Mödels auf denm Postern und in den Anzeigen ja wirklich drauf haben. Ich glaube aber, sie ist auch ein bisschen Opfer des (leider) wenig ausgefeilten Drehbuchs. Ihr Obsession wird zunächst ziemlich gut und auch glaubhaft exponiert, zum Ende hin wird es dann aber etwas holprig und vor allem ihre Wandlung im Schlusssakt kommt irgendwie sehr plötzlich und wird von der Story nicht gut vorbereitet.
Dennoch hat mir der Film sehr gefallen, irgendwo zwischen Coming of Age-Drama, einer Behind the Scenes-Version von "Germany's Next Topmodel" und spannender Charakterstudie. Wie viele Mädchen gibt es wohl wirklich da draußen, die den Traum vom großen Supermodel träumen und in einer unbarhmerzigen und maximal opportunistischen Industrie unter die Räder gelangen? Irgendwie gruselig und auch unfassbar traurig.
FAZIT: Ein flüchtiger Blick hinter die Kulissen der Model-Industrie, überwiegend glaubhaft dargestellt und eindringlich inszeniert. Lediglich der Schlussakt kommt etwas holprig daher, insgesamt aber dennoch ein interessanter Film.