Ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit einer tatsächlich mal originellen Idee. Nicolas Cage ist hier natürlich voll in seinem Element und darf mal wieder so komplett frei drehen, es ist immer wieder eine helle Freude, ihm beim Ausrasten zuzuschauen. Ja, ich bekenne mich als Cage-Fanboy! Selma Blair muss da natürlich neben ihm etwas verblassen, dreht aber auch ziemlich krass auf, so dass die beiden zusammen ein (auf eine merkwürdige Art) perfektes Paar abgeben. Dann ist da noch Anne Winters als Tochter Carly, die überzeugend die zickige Teenagerin abgibt, dann aber als ihren Bruder beschützende Schwester wenig glaubwürdig daherkommt. Ihr kleiner Bruder Josh, gespielt von Zackary Arthur ist indes ein Totalausfall. Die Figur an sich ist schon supernervig, wird aber so mies dargestellt, dass das eigentlich noch viel mehr nervt als die vom Drehbuch so blöde angelegte Figur.
Der Film fängt recht stimmungsvoll an, wir erleben einige sehr aufregende und teilweise auch beängstigende Szenen in der Schule und im Krankenhaus, bevor die Handlung dann auf das Wohnhaus der Familie wechselt. Da verliert der Film dann erstmal ziemlich heftig an Tempo und Drive und hängt dann ziemlich durch. Erst durch eine Wendung 10 Minuten vor Schluss, die jetzt hier nicht verraten werden soll, kommt nochmal so richtig Fahrt rein und der Film dreht dann noch mal komplett frei! Der gute Lance Henriksen hat da einen kurzen aber sehr fiesen Auftritt.
Die Inszenierung ist allerdings für ein solches Kaliber aus meiner Sicht zu zahm, die Action verläuft ziemlich blutleer, das Ganze ist einfach zu kinderfreundlich, um als Horrorfilm durchzugehen. So bleibt am Ende ein zwar interessanter und kurzweilig spannender Mystery-Thriller mit aufregender Prämisse, der aber leider weit, weit hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Immerhin liefert Nicolas Cage eine denkwürdige Performance und hat sichtlich Spaß an dem ganzen Schwachsinn. Einmal kann man sich den Film schon anschauen, in die Sammlung kommt er jedoch nicht.