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schonwer
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3,0
Veröffentlicht am 3. Juni 2019
"John Wick: Kapitel 3" lässt einen etwas zwiegespalten.
Ja die Action ist wieder in weiten Teilen kreativ, hart und famos, ist aber auch in manchen Teilen wiederum sogar für John Wick etwas zu drüber. Manche Kämpfe sind auch einfach zu lang. Die Kamera, der Look und der Soundtrack sind wieder fantastisch und es taucht Wick Feeling auf. Am Anfang wird ein gutes Pacing angelegt, welches etwas verloren geht. Keanu Reeves ist wieder perfekt, doch sein Charakter agiert etwas anders als in den Vorgängern, was nicht immer passt. Generell grenzt sich der dritte Teil von den anderen beiden Teilen, da er v.a. in narrativer Hinsicht abschmiert. Man wollte die Welt ausbauen, es größer machen, doch man verliert ein wenig das Herz der Vorgänger. Man ist nicht mehr so nah an den Figuren und der Comic Relief passt nicht so gut zur Reihe.
Fazit: Weniger wäre mehr gewesen. Kapitel Drei will den Film größer und krachender gestalten lassen und entfernt sich von den ersten beiden Teilen, welche v.a. narrativ besser waren. Statt einen Trilogieabschluss, entschlossen sich die Macher für ein offenes Ende und einen vierten Teil. Insgesamt wirkt der Film einfach nicht so rund wie die Vorgänger, auch wenn die Action wieder einiges zu bieten hat.
Völlig hirnlos, nicht vergleichbar mit den ersten Teilen, übertrieben brutal in den Aktionszenen, eigentlich besteht der Film nur aus der sinnlosen Aneinanderreihung von ewig langen Kampfszenen, bleibt sich gleich, ob man in derselben Zeit Egoshooter spielt. Wozu dann dafür ins Kino gehen.
"John Wick 3 - Parabellum" von Chad Stahelski ist ein temporeicher Actionfilm, der leider zu lang geraten ist. Gleichartige Gags und Handlungsmotive werden zu oft wiederholt und für die Länge des Films gibt es einfach zu wenig Handlung. Das Ganze zusammengestampft auf 80 Minuten oder so - perfekt. Aber so war's dann doch unnötig redundant und zwischendurch auch langatmig (bin eingeschlafen). Ansonsten ist das aber durchaus solide Action und die Kampfszenen sind unterhaltsam und einfallsreich. Den vierten Teil erwarte ich jedenfalls bereits und bin gespannt, wie es weitergeht.
Fazit: "John Wick"-Fans dürften sich hier trotz Längen, Wiederholungen und dünner Story unterhalten fühlen. Kann man sich also angucken, wenn man die Vorgänger auch schon mochte.
Anstrengend. Wenn auch es in den ersten Actionszenen noch unterhaltsam war, Keanu Reeves alias John Wick beim Kämpfen zuzusehen (so morbide es klingt: Es sucht seinesgleichen, wie hier mit lakonischer Präzision die Gegner z.B. Dolche in ihre Köpfe gerammt bekommen), so ermüdend ist es, diesem Treiben über 2 Stunden zuzuschauen, weil sich das Schema wiederholt. Das gilt insbesondere auch für den überlangen Endkampf. Und zumal die Story flach bleibt. Insofern ist der Reihe die Originalität abhanden gekommen. Immerhin gibt es ein paar zynisch-ironische Momente. Aber auch ein Ende, das mich enttäuscht hat: spoiler: Die Situation ist am Ende wieder so ähnlich wie zu Anfang des Film. Nun ja, Fortsetzung folgt.
Absolut großartig! Diese Reihe ist, was die Umsetzung der Action angeht, der neue Standart. Diese toppen selbst nochmal die der Vorgänger. Abgesehen von gewissen Martial Arts-Filmen fällt mir kein Film ein, der sich mit so einem Können und so einer Raffinesse in Szene setzt. Der Film ist von Anfang bis Ende ein Adrenalin-Kick. Die Handlung wird konsequent weitererzählt, das John Wick-Universum noch mehr erweitert, den Charakteren mehr Tiefe und Hintergrundstory gegeben. Halle Berry hat meine Erwartungen gesprengt, sie ist vom Kämpfen her nicht nur auf dem gleichen Level wie John, sondern vielleicht noch eine Stufe drüber. Man merkt wirklich, wie sehr die Schauspieler hierfür trainiert und geschwitzt haben.
Außerdem hat dieser Film vielleicht die beste Implementierung von Dolby Atmos, die ich bisher hören durfte, der Sound wird im gesamten Kino verteilt, die Gewehr -und Pistolen-Sounds krachen gefühlt durch die Leinwand und man fühlt sich wirklich auch dank der Kamera-Arbeit, bei der kaum geschnitten wird, mitten im Geschehen. Die Musik wird zwar punktuell eingesetzt, wenn aber mal welche eingespielt wird, passt sie aber perfekt und macht die Szene noch besser. Wie bei allen John Wick-Filmen muss man bei ein paar Stellen, was die Glaubhaftigkeit angeht, ein wenig das Auge zudrücken, das tut dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass nie gesagt wurde, die Reihe würde nur eine Trilogie werden, damit man nicht mit falschen Erwartungen drangeht. FSK ab 18 ist, muss man sagen, komplett verdient. Die Verletzungen werden wie in gewissen HBO-Serien schonungslos gezeigt. Wem die Bleistift-Szene im zweiten Teil schon zu viel war, sollte sich hier warm anziehen. Der erste Teil ist inzwischen bei diesem Aspekt fast schon harmlos im Vergleich. Eine gewisse Prise schwarzer Humor fängt dies in einigen Szenen aber wieder ab. - 9/10
Chad Stahelski setzt seine Reihe um einen im Ruhestand befindlichen Auftragskiller fort.
Auf der Flucht: John Wick (Keanu Reeves) wird nach einem groben Verstoß gegen die Vorschriften der Hohen Kammer exkommuniziert. Auf seinen Kopf sind 14 Mio. Dollar ausgesetzt. Der von gierigen Kopfgeldjägern Gehetzte möchte über seine verbliebenen Vertrauten einen Weg finden, die Gunst der Hohen Kammer zurückzugewinnen.
Wenn Filme Nummern bekommen, geht es mit der Qualität oft abwärts. Was im Jahr 2014 als Regiedebüt begann, zeigte eine gewaltstrotzende Heldenerzählung voller Flair. 2017 folgte der vorgenannten Regel nach ein schwächeres Sequel. Mit Kapitel 3 hat Stahelski nun wieder ordentlich zugelegt.
In dem aufwendig gestalteten Kleid der 1980er mit etwas krümeligem Bild und hoher Farbsättigung erscheint die Story, die dort fortsetzt, wo Kapitel 2 sein Ende fand. Si vis pacem para bellum - Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor, heißt es. Der Zuschauer bekommt 138 Minuten Kurzweile voller gewaltverherrlichender und einfallsreicher wie bestaunenswerter Action mit A-Movie-Charakter. Nur vereinzelte Sequenzen sehen etwas unbeholfen aus oder sind mit unbefriedigender CGI unterstützt. Ein Choreo-Highlight in Schnitt und Kameraführung ist sicherlich das Gefecht, welches John Wick Seite an Seite mit Sofia (Halle Berry) und ihren Hunden gegen eine Vielzahl von Gegnern bestreitet. Damit ist der dritte Teil der längste und abwechslungsreichste. Die wenigen ruhigen Parts sind geeignet positioniert und bringen den Erzählrhythmus nicht ins Wanken. Eine Spur Humor mit gleichbleibendem Level ist untergehoben und macht das Blutbad außerdem auf komische Weise unterhaltsam. Dagegen ist der Score mehr Einheitsbrei als interessant.
Einige unfreiwillig komische Gemetzelszenen schmälern den Kinospaß etwas. Versuche, die starke Atmosphäre des ersten Kapitels auf das aktuelle Werk zu übertragen, gelingen nur hin und wieder. Da hilft auch der märchenhafte Ausflug nach 1001 Nacht nur wenig und nicht zuletzt, weil „Der Älteste“ der Hohen Kammer (Saïd Taghmaoui) nur sehr kurz eingeführt wird. Aber warum zu viel Zeit mit Bossen verschwenden, es geht schließlich um John Wick, der durch den versierten Keanu Reeves unendlich cool, geschickt und leidensfähig rüberkommt. Laurence Fishburne und Ian McShane können ebenfalls überzeugen. Unterm Strich gefällt dem Publikum das rasant Dargebotene; die Produktionskosten waren schon kurz nach dem Kinostart wieder in der Kasse.
John Wick macht Lust auf mehr. Kapitel 4 steht schon in den Startlöchern.
Leider der schwächste der drei John Wick -Streifen. Die Story ist zu flach und hat einige Längen zu verzeichen. Der Auftritt von Halle Berry ist unerheblich und dem Film nicht wirklich förderlich. Die Egoshooter-Elemente sind ausgezeichnet, da ist Keanu Reeves in Höchstform, aber Action allene macht keinen guten Film aus. spoiler: Und das dieses Movie ein offentsichtliches Open End hat, welches nach Kapitel 4 schreit, macht das alles auch nicht besser.
Für mich war due Luft schon bei Teil 2 etwas draussen. Habe mir aber trotzdem noch der 3. Tel angesehen und fand ihn nicht besonders gut. Es ist eigentlich immer das Gleiche. Es soll ja noch John Wick 4 kommen. Aber auf den werde ich dann gerne verzichten.