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Thomas Testor
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47 Kritiken
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3,5
Veröffentlicht am 28. August 2020
Dieser Film ist für Nolan-Verhältnisse leider eher enttäuschend. Wenn man davon absieht, dass er von Nolan ist, so sage ich, okay ein netter Film, der aber qualitativ an gewissen Stellen schon deutlich unter dem Blockbuster-Niveau angesiedelt ist.
Am meisten enttäuscht hat mich hier der Soundtrack. So einen schlechten Soundtrack habe ich bei einem Blockbuster bis jetzt noch nie gehört. Er erinnert mehr an den Soundtrack von Low-Budget-Filmen. Er besteht zum größten Teil nicht aus Melodien, sondern irgendwelchen rhythmischen Geräuschen. Entweder ist hier etwas schiefgelaufen oder Nolan war wirklich zufrieden mit diesem Soundtrack, was ich dann nicht nachvollziehen kann, da seine anderen Filme bessere Musik haben, auch wenn Nolans Filme sicher nicht zu den Filmen mit sehr guter bzw. anspruchsvoller Filmmusik gehören (damit meine ich z.B. Musik von James Newton Howard, John Williams, John Powell).
Das nächste ist, dass man vieles im Film nicht versteht. Vor allem ca. in der letzten halben Stunde kam ich fast gar nicht mehr mit. Wenn man eine entsprechend komplizierte Handlung hat, muss man die Dialoge auch so gestalten, dass sie verständlich sind und zwar beim ersten Mal (es wird sehr häufig auch undeutlich gesprochen und man versteht es daher alleine schon akustisch nicht). Da muss man sich schon auch fragen, inwiefern man da einfach mehr Geld einspielen möchte, indem man den Film so gestaltet, dass einige das Gefühl haben den Film nocheinmal im Kino sehen zu müssen.
Ansonsten hat der Film sehr gute Actionszenen - den Teil mit dem Flugzeug fand ich amüsierend, aber das ist halt zu wenig um ein guter Blockbuster zu sein. Vor allem von Nolan hätte ich mir mehr erwartet. Tenet bleibt damit weit hinter den anderen Werken Nolans zurück.
Als großer Nolan Fan muss ich mich den zurückhaltenderen Kritikern anschließen, die diesen komplizierten Streifen nicht in den Himmel loben.
Ich meine zwar die Geschichte bereits beim ersten Durchlauf durchblickt zu haben aber es gibt andere Elemente, als die schwer zu fassenden Story, die mich von der Vergabe von mehr Sternen abhalten.
Über Nolans Stärken in der Inszenierung, dem Setting und der Musik kann man nicht streiten. Bis auf letztere finde ich, dass in Tenet alles wieder großartig umgesetzt wurde.
Als kritikfähig empfinde ich das erzähltempo von Tenet. In eine solch komplizierte Handlung muss der Zuschauer gemächlich herangeführt werden. In Tenet wird man jedoch gleich ins kalte Wasser geworfen. Interstellar und Inception gelingt die Einleitung viel souveräner. Das hohe Tempo ist vor allem in den ersten 45 Minuten zu beobachten und das sind fast die wichtigsten, wenn man die Idee mit der Zeitumkehrung verstehen möchte.
Wenn man weiß, dass es dem durchschnitts Kinogänger heute nur schwer fällt über zwei Stunden voll konzentriert auf die Leinwand zu gucken, ist der Anspruch, von eben jenem Kinogänger, neben dem passiven Zuschauen auch aktives Verstehen des Gesagten und Gezeigten abzuverlangen enorm hoch. Und folglich werden in Zeiten von Netflix gucken, während man am Handy 3 verschiedene Apps bedient, viele dieses Durchhaltevermögen nicht aufbringen können. Mit dem vorhersehbaren Ergebnis, dass ein großer Teil der Zuschauer dem Film schlechte Bewertungen gibt.
Das andere, was an diesem Film nicht stimmt ist das Fehlen von wirklicher Spannung. Und ich meine, dass das an der misslungenen Einleitung liegt. Die Charaktere sind nicht gut genug, um sich als Zuschauer wirklich für diese zu interessieren. Die Beziehung zwischen Kat und dem Protagonisten ist merkwürdig eng. Doch wieso eigentlich? Es wirkt sehr erzwungen und killt die Atmosphäre. Auch sonst scheinen in diesem Film die zwischenmenschlichen Beziehungen nur als Bindemittel für die gut inszeniertere und sehr interessante Idee der Zeitumkehr zu dienen.
Dass der Protagonist dann auch noch anfängt wie Iron man lustige Sprüche zu bringen ist ein mieser buzz kill und nimmt dem Film die Ernsthaftigkeit. Schade, denn das Grundgerüst hat mir gefallen. Der Film im Ganzen wirkt sehr gut inszeniert, jedoch unausgegoren und zu hektisch.
wer Memento geil findet, wird auch dieses Meisterwerk mit seiner rückwärts laufenden blauen Zeitachse lieben. am Anfang noch etwas lahm nimmt der "mindfucking' Effekt ab Mitte des Films exponentiell zu. werde mir den Film garantiert noch ein 2. & 3. ansehen.
einen halben Stern Abzug gibt es für die schwankende Tina Mischung. dieses Grundsoundeffekt empfand ich zu laut und nervig., während die Dialoge allesamt lauter hätten sein können im Vergleich zur Stimmungsmusik.
Ich mach’s kurz, weil Kritiken sind hier genug geschrieben: Ich gebe es zu, ich bin eigentlich kein Fan von Christopher Nolan und ich hatte phasenweise echt zu tun, der Handlung zu folgen, aber „Tenet“ ist zweifelsohne ein gutes Beispiel dafür, dass Kino nicht aussterben darf. Einer der letzten Filme, die es noch knapp ins Kino geschafft haben, letztendlich ohne Covid 19- Pandemie aber wahrscheinlich absolut durch die Decke geschossen wäre. Schade drum, der Film ist trotz manch einer bildlichen Schwäche, einer für mich grauenvollen Klangkulisse und einer Story, der ich nicht immer folgen konnte, doch ein ziemlich rasantes Filmspektakel, was vor allem in der zweiten Hälfte überzeugt. Schauspielerisch ist das vom Quartett John David Washington, Robert Pattinson, Kenneth Branagh und Elizabeth Debicki mehr als solide, ergänzt- leider nur mit Kurzauftritten- von Michael Caine und Clémence Poésy, die ja beide schon in „Mr. Morgans letzter Liebe“ miteinander zu tun hatten. Fazit: Es gibt ja eine ganze Menge Filme, die auf Grund der Pandemie über Streaming-Dienste veröffentlicht werden mussten, bei denen man dann froh ist, dass man das Kinogeld gespart hat. So toll Netflix und wie sie alle heißen auch sind, ein Actionspektakel wie „Tenet“ ist und bleibt aber ein typischer Kino-Film.
Actionfilmen kann ich normalerweise nicht besonders viel abgewinnen. Alles wiederholt sich, wurde schonmal irgendwo besser gezeigt, die 387. Autoverfolgung birgt nicht wirklich Neues und zieht sich wie Kaugummi. Umso gespannter war ich auf "Tenet" von Maestro Christopher Nolan. "Tenet" ist tatsächlich anders, wirft Fragen auf, wirkt verstörend unzugänglich, verschachtelt und dürfte beim Mainstream-Publikum auf wenig Gegenliebe stoßen. Die Komplexität der Handlung verlangt dem Zuschauer ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit ab. Trotzdem halte ich es für unmöglich, den Film bei der Erstsichtung zur Gänze zu verstehen, was allerdings jede weitere Sichtung umso interessanter werden läßt. Auf mich hat "Tenet" wie ein Sog gewirkt, hab ihn nach dem Abspann sofort wieder von vorn angefangen. Was man Nolan vorwerfen kann, ist die fehlende Tiefe in der Charakterzeichnung seiner Figuren, daher einen halben Stern Abzug für dieses schräge Meisterwerk. Großes Kino!
Nach der fünften Sichtung muss ich mein Urteil nach oben korrigieren... was für ein unglaubliches Meisterwerk... Ich verneige mich demütig vor der Intelligenz von Christopher Nolan und seiner sehr speziellen Beziehung zu der Zeit!
Es war genau der richtige Film, um das Ende des ersten Lockdowns im Kino zu feiern. Mächtige Action, fette Bilder, ein rasantes Vor und Zurück in der Zeit in einer Welt, die vor ihrer Zukunft und wegen ihrer Vergangenheit gerettet werden muss. Schwer zu begreifen, trotzdem bleibt etwas Großes, Bildgewaltiges und zum Nachdenken Anregendes übrig.
Viel Potenzial, aber chaotisch und am Abschlag unbefriedigend...
Ich bin ein großer Nolan-Fan, und es steht außer Frage, dass dieser Film ernsthafte Anstrengungen unternommen hat. Keine Frage, das Visuelle war großartig, die Akteure waren sehr gut, aber der Schnitt, die PLOT und der Gesamteffekt waren einfach unbefriedigend.
Die Handlung ist voller Diskontinuitäten und zufälliger Handlungselemente, und das Hauptproblem der Zeit Umkehr wird nie angemessen erklärt, gelöst oder identifiziert, und selbst das kryptische Schlüsselwort "Tenet" scheint nie außerhalb der Trailer-Schnitte aufzutreten. Am nervigsten war der oft unverständliche Ton aufgrund von Masken und schlechter Bearbeitung, der viele Schlüsselmomente zu einem totalen Rätsel machte.
Die Handlung ist auch übersät mit schlechter Wissenschaft jeder möglichen Art, zufälligen Aussagen, die einfach keinen wirklichen Sinn ergeben (selbst bei Verwendung des ungeraden Zeit Szenarios) und wenn man sie als fortlaufende Geschichte betrachtet, muss man innehalten und sagen, wie sind wir jemals HIER gekommen? Die Waffen- und Kugeldemonstration bleibt mir als totaler und kompletter filmischer Handlungsmüll in Erinnerung.
Ich bezweifle nicht, dass dies ein meisterhafter Film hätte sein können, aber im Gegensatz zu "Inception" waren das Drehbuch und die Kontinuität der Geschichte der komplexen Story-Aufgabe einfach nicht gewachsen. Das einzige Wort, das mir zu diesem Film im Gedächtnis geblieben ist, ist enttäuschend.
Insgesamt ist dies eine von Nolans seltenen Fehlzündungen, zu denen er hin und wieder fähig ist.
Keine Ahnung ob man die Zeitreisen Thematik verstehen muss oder überhaupt soll.Ich denke das ich diese auch nach dreimaligen gucken nicht schlüssig erklären könnte aber das der Film für mich als Thriller auch ohne funktioniert hätte.Allerdings hätte er ohne das komplexe Konstrukt der Zeitreisen für deutlich weniger Gesprächsstoff gesorgt und weniger Publicity bekommen.
Schwere Kost, schwer zu bewerten. Bildgewaltig und in rasantem Tempo werden die teils skurrilen Handungsstränge actionreich von nahezu charakterlosen Darstellern abgespult. In der Hoffnung das zunächst spannende erscheinende Gesamtbild zu verstehen, war ich nach kurzer Zeit hoffnungslos überfordert.
Leider einer der schwächeren Nolan-Filme - natürlich auf sehr hohen Niveau. Der Film ist beim ersten Mal schauen aufgrund der enormen Komplexität kaum zu verstehen. Das wäre kein Problem, wenn der Film auch ohne vollständiges Verständnis packend wäre (wie Inception). Der Effekt, dass etwa rückwärts läuft ist allerdings nicht besonders spektakulär und erschöpft sich schnell. Die Inszenierung&Actionszenen sind weder ästhetisch herausragend noch besonders packend (wie bei Dunkirk). Trotzdem werde ich den Film ein zweites Mal schauen :)