Irgendwie hatte der Film schon was. Mit dem Ende bzw mit der weiteren Entwicklung bin ich nicht so zufrieden. Kann man weite Teile des Films noch als Sozialsatire sehen, so ist der Rest, wie soll ich sagen ohne zu spoilern ? Sorry, das haben sie versaut....
Habe nach 45 Minuten ausgemacht. Langweilig, schlecht gespielt, schlecht geschrieben. Vom intellektuellen Niveau irgendwo zwischen Louis de Funes trifft Außerirdische und Willkommen bei den Schties. Aber nicht albern genug, um lustig zu sein und ohne Slapstick. Ich verstehe den ganzen Hype um den Film nicht. Das ist doch keine beißende Gesellschaftssatire, das ist Mittelstufenschülerhumor, wenn diese in der Theater-AG selber was schreiben. Nee, Nee.
Spoilerwarnung! Vorweg muss ich sagen, dass der Grundgedanke des Films ein Volltreffer ist. Die Armut sowie der Reichtum sind perfekt inszeniert, die Kulissen sind sehr detailreich gestaltet, Schauspieler machen einen super Job. Bong Joon Ho überzeugt außerdem mit einem sehr facettenreichen und realistischen Bild der Realität.
Wie gesagt ist die Idee des Films genial und auch das Drehbuch kann, vor allem im ersten Teil des Films aufjedenfall überzeugen. Allerdings bin ich, so wie die wenigen Kritiker des Films, ebenfalls der Meinung, dass der negative Knackpunkt des Films der jenige ist, in dem die alte Haushälterin an der Tür leutet. Nicht, aufgrund des kompletten Genrewechsels welcher sich ab diesem Moment abzeichnet, sondern da ich der Meinung bin, dass der erste Teil des Films neben seinem Komödien artigen Erzählstil auch wegen dem realistischen Abbild der Realität punktet. Und auch wenn grundsätzlich die ganze Geschichte welche über den Geheimkeller nicht unrealistisch ist, kommt sie meiner Meinung nach doch eher als ein wenig absurd rüber. Doch auch hier muss man Bong Joon Ho ein großes Lob aussprechen, da der Grundgedanke, dass sich Parasiten im von Parasiten "verseuchtem" Haus einnisten genial, doch war ich persönlich kein großer Fan der "Keller-Geschichte". Auch im späteren Verlauf des Films hätte ich trotz der meiner Meinung nach sehr gelungenen Thriller-Atmosphäre einen etwas weniger absurden Schreibstil willkommen geheißen. Zum "Endmassaker" kann man meiner Meinung nach nicht sehr viel sagen. Auch wenn der Kampf zwischen Ober- und Unterschicht in dieser Szene eskaliert bin ich der Meinung, dass die Szene nicht besonders gut inszeniert war. So war das Blutbad nicht das Problem sondern die meiner Meinung nach falsche Stimmung. (Solltet Ihr diesen Punkt nicht verstehen kann ich das völlig nachvollziehen, aber es ist ziemlich schwer meine Gedanken zu dieser Szene in Worte zu fassen xD) Der Abschluss konnte mich hingegen wieder klar überzeugen ein tolles Ende für einen für mich "durchwachsenen" Film.
Abschließend bin ich der Meinung, dass dieser Film für Kinofans ein Muss ist und auch wenn ich vom Film ehrlich gesagt leicht enttäuscht wurde bin ich trotzdem froh mir den Film angesehen zu haben! :)
Ich habe selten gesehen das ein Film so überirdisch geliebt wurde wie Parasite. Ich kann mich an keine schlechte Stimme erinnern. Vorab: Parasite war der erste Film Von Bong Joon ho den ich gesehen habe. Leider muss ich sagen das ich relativ enttäuscht bin. Was nicht heißt das der Film schlecht ist. Ich war irgendwie einfach überfordert. Undzwar weil ein Druck auf mir lastete das ich den Film gut finden MUSS. Der Film ist ganz Gut doch hat mich irgendwie nicht wirklich begeistert. Ich kann nicht beschreiben wieso.
Es ist zwar interessant anzusehen, wie der Junge Schritt für Schritt erzielt, dass schließlich seine ganze Familie bei der reichen Familie angestellt ist, aber ansonsten ist der Film eher schlecht und es ist mir absolut unbegreiflich wie dieser von den Oscars zum besten Film 2019 gekürt werden konnte. Er ist auch als Thriller gekennzeichnet. Thriller-Elemente sind da erst ganz am Schluss, die meiste Zeit also gar nicht. Und eben genau dieser Schluss ist sehr unrealistisch wie ich finde.
Die grosse Sensation bei den Oscars. Zum ersten mal hat ein internationaler Film der Oscar für "besten Film" geholt. Da sieht man, dass langsam ein umdenken bei der Academy stattfindet. Man weiss nie was einem erwartet, das ist wohl das, was der südkoreanische Film ausmacht. Man muss ihn sehen, dann weiss man, warum der Film so kreativ ist. Die Schauspieler sind wirklich alle gut, man kann hier von einer Teamleistung sprechen. Es brauchte jeder, damit er so gut werden konnte. Die Kamera ist auch auf extrem hohen Niveau. Von der Regiearbeit und vom Drehbuch muss ich gar nicht erst reden. Er ist bei mir nahe an der 5, nur ein bisschen kürzer und er hätte die Höchstwertung geholt. Eine Szene ist ein bisschen zu lange geraten. Ich verstehe die Leute die sagen, das Ende sei nicht gut. Es ist halt speziell und überraschend, wie der ganze Streifen. Aber diesen Film zu Topen, wird für Bong Joon-ho wohl schwierig werden. Aber die Preise hat er alle verdient.