Parasite
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Damon Salvatore
Damon Salvatore

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4,5
Veröffentlicht am 16. März 2020
Der 4 - fache Oscars prämierte (Bester Film, Beste Regie, bester fremdsprachiger Film und bestes Original Drehbuch) südkoreanische Film von Joon-Ho Bong (u. a. Snowpiercer, Okja und The Host) und Gewinner der goldenen Palme von Cannes kombiniert, durchmischt nun Elemente die seine früheren Werke ausmachten Gesellschaftskritik (Snowpiercer) und Familienfilm (The Host ja trotz Tierhorror und leichtere Godzilla Anleihen ein Familienfilm) Aber Joon Ho Bongs neuer Film hat so viel mehr zu bieten. Subtilen, leisen Humor, Überraschungen, Twists,... und noch vieles mehr das einem bei der Mischung aus Anspruch und Unterhaltung gleichermaßen beide Ansprüche gedeckt werden.
Die vierköpfige Familie Kim ist schon sehr lange arbeitslos, weshalb der Vater Ki-taek (Kang-ho Song) zusammen mit seiner Frau Chung-sook (Hyae Jin Chang) und seinen Kindern Ki-woo (Woo-sik Choi) und Ki-jung (So-dam Park) in einem runtergekommenen Keller unter ärmlichen Bedingungen haust. Wenn sie sich nicht gerade mit Aushilfsjobs, wie dem Zusammenfalten von Pizzakartons über Wasser halten, versuchen sie in die hintersten Winkel ihrer Behausung zu kommen, um etwas vom WLAN der anderen Mitbewohner abzugreifen. Als der jüngste Sprössling es schafft, bei der gut situierten Familie Park einen Job als Nachhilfelehrer an Land zu ziehen, bietet das der Familie einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit. Kaum in der noblen Villa des reichen Geschäftsmanns Mr. Park (Sun-kyun Lee) und seiner Frau Yeon-kyo (Yeo-Jeong Cho) angekommen, sorgt Ki-woo dafür, dass alle anderen Bediensteten der Parks durch seine Familienmitglieder ersetzt werden. Doch was dann folgt, stellt alles vorangegangene in den Schatten ...
,... der Film verbindet so viel miteinander und ist so viel das ich meine Kritik nun gleich mal bei der Familie die auf ein besseres Leben hofft und dafür keinen fiesen Trick auslässt um die ganze Familie als Angestellte ins Haus zu bringen. Von allen möglichen fiesen Trick abgesehen nutzt die Sippe auch die Gutmütigkeit und Naivität der reichen Frau aus. Das hat schon Home Invasion mäßige Züge an sich und ist witzig zu beobachten was für Tricks untergejubelt werden und die Frau des Hauses das nicht merkt. Es wird aber sehr geschickt und hinterlistig vorgegangen das hat schon ein wenig was von einem Hitchkock wie die langjährige Haushälterin rausgeekelt wurde.
Ich finde Joon Ho Bong´s Gesellschaftskritik sehr gelungen, er arbeitet zwar mit Klischeecharakteren wie man sich die so vorstellt (wenn man sich die den so vorstellt) ergreift aber nicht wirklich eindeutig Partei den so gut kommen weder die Reichen noch die Armen in ihrer Chararakterzeichnung davon. Die ganzen Einfälle und miesen Tricks der armen Familie ihr Egoismus und ihr asoziales Verhalten, wie sie sind wenn sie mal wer sind die Naivität, Gedankenlosigkeit ,die Oberflächlichkeit (und zum Teil der Blasiertheit des Ehemannes )beleuchtet viel mehr die Psyche des Menschen und weniger zentral unbedingt ein politisches Gegeneinander. Das schon auch aber viel mehr liegt der Fokus auf erst genannten.
Und dann die Überraschung und der WTF Moment als man den gigantischen Tunnel unter dem Haus zu sehen bekommt, sicher auch wieder gesellschaftlich relevantes (arme Schicht lebt unten, reiche oben und haben nicht mal Kenntnis davon) aber es schwingt für mich auch das mit den Tunnelraten aus dem Vietnamkrieg durch aber viel mehr noch so einige Horrorfilme. Also man kann sagen es wird ein so breites Spektrum in allen nur erdenklichen Situationen durchexerziert das es nicht nur eine mögliche Antwort gibt und das beschäftigt den Geist, gesellschaftlich relevantes, Anspielungen, Vergleichsmöglichkeiten da ist so ein Fundus in verschiedene Richtungen da einem gar nicht langweilig werden kann und der Film immer die Grätsche hinkriegt zwischen Unterhaltung und Anspruch. Ein Sammelsurium der Extraklasse. Da kann man wirklich nur zustimmen wenn auf der DVD aufgedruckt steht "Der coolste Film der jemals die goldene Palm gewann seit Pulp Fiction.
Auch das Spiel aller Beteiligten ist so facettenreich wie die Regie von Joon Bo Hong und ich habe mir schon beim ersten Film des Südkoreaner gedacht, der Mann ist gut. Für mich hatte das südkoreanische Kino wie allgemein das asiatische Kino immer schon seinen Reiz.
Fazit:
Parasite hat zurecht die 4 Oscars abgeräumt und die goldene Palm gewonnen.
Michael S.
Michael S.

301 Follower 415 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 8. März 2020
Kritik an Klassensystem und Armutsfalle: Das könnte langatmiges Sozialkino werden, aber Bong Joon Ho hat anderes im Sinn. Sein Film sieht von Anfang an nach ganz großem Kino aus, ob im schäbigen Kellerapartment oder in der Glasbetonvilla der Familie Park. Damit ist der Film optisch schonmal ein unwiderstehlicher Genuss, denn die großformatigen Bilder zeigen jede Menge Details der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Zugleich verdeutlicht der Bildaufbau die Unterschiede zwischen beiden Gesellschaftsschichten, denn wann immer die Kims und Parks in einer Einstellung auftauchen, überschneiden sich ihre Sichtlinien so gut wie nie.

Und dann ist da ja noch die Handlung. Die unverschämte Gewitztheit, mit der sich Ki-woo und später auch Schwester Ki-jung sowie beide Elternteile in den Haushalt der Parks einschleichen und auch noch so tun müssen, als würden sie sich nicht kennen, sorgt für jede Menge schräge Momente, in denen der Humor auf seine Weise Platz findet. Von europäischen und englischsprachigen Filmen ist man es mittlerweile gewohnt, dass witzige Szenen meist klar auf eine Pointe ausgerichtet sind, die sichtbar vorbereitet wird. "Parasite" verzichtet dagegen auf billige Schenkelklopfer und hat vielleicht gerade deswegen einige richtig gut zündende genial-komische Momente; etwa wenn zu übertriebener klassischer Musik eine Wasserschlacht stattfindet oder voller Pathos eine Parodie auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un zum Besten gegeben wird.

Strukturell muss man dagegen die wiederkehrende Dialoglastigkeit kritisieren, wodurch der Film gerade an wichtigen Stellen Fahrt verliert und zu oft das Offensichtliche in Worte fasst. Wenn die Gegensätze zwischen Arm und Reich schon so unübersehbar drastisch dargestellt werden wie hier und Herr Kim dann auch nochmal demonstrativ über die protzigen Hausherren wettert, dann klingt das zuweilen, als ob das Vertrauen in Darsteller, Bildsprache und Symbolik doch nicht so groß ist. Im Rhythmus benimmt sich der Film ohnehin recht "Arthouse-mäßig", denn jedem minimal kommerzieller orientiertem Film dieser Art würde man schneller Langatmigkeit, Übertreibung und fehlenden Schwung an entscheidenden Stellen vorwerfen. Vermutlich ist der explosive Höhepunkt bei einer gewissen Geburtstagsfeier eine Erinnerung daran, wie ernst es den Figuren mit ihren Absichten ist, denn zwischen mancher allzu ausführlich geratenen Szene könnte man es kurzzeitg aus den Augen verlieren.

Nichtsdesotrotz ist es ein Geschenk, dass sich Bong Joon Ho wieder in seine Heimat begeben hat und in den besten Momenten die Stilmittel des Hollywoodkinos mit dort gesellschaftlich wichtigen Themen kombiniert. Der Oscar-Gewinn darf einerseits durchaus als Zeichen für Weltoffenheit und Statement gegen soziale Ungerechtigkeit gesehen werden, gleichzeitig ist "Parasite" künstlerisch und handwerklich absolut auf einem Niveau mit seinen Konkurrenten. In Kürze läuft der Film übrigens noch einmal in Schwarzweiß in ausgewählten Kinos, was die ohnehin schon kontrastreich bebilderte Geschichte noch einmal in neuem Licht erstrahlen lassen dürfte. Überhaupt lohnt es sich den Film mehrmals zu sehen, dann zeichnen sich gewisse Entwicklungen und Parallelen vielleicht schon früher ab als gedacht.

Zum Heimkinostart wird dem satirischen Thrillerdrama ein würdiges Mediabook gewidmet, das in Sachen Bonusmaterial keine Wünsche offenlässt. Neben dem Film auf Standard- und UHD-BluRay gibt es noch eine komplette Disc mit zahlreichen Interviews, Making Of, Premierenclips, einer Masterclass mit dem Regisseur und vielem mehr. Ein Fest für Cineasten und weit über dem Standard lieblos zusammengeschnippelter Featurettes, wie sie vor allem bei vielen Filmen größerer Studios mittlerweile Standard sind. Das von Marco heiter verfasste Booklet ergründet die parasitären Eigenschaften des Films, eignet sich inhaltlich aber eher für angehende Kulturwissenschaftler. Wer den Film aufmerksam sieht braucht die Erklärungen nicht unbedingt, die mehr analytischer Essay als informativer Hintergrundbericht sind.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 3. März 2020
Der Pathos "Arm besiegt Reich" ist nicht neu und hat auf jeden Fall immer seinen Reiz. Anfangs war ich vom Tempo und von den Entwicklungen a la "wie bring ich meine Familie da rein" angetan und war gespannt, wie es weitergehen würde. Leider kippt der Film ab einer Szene komplett: Der Moment als die ehemalige Haushälterin klingelt und Einlass begehrt. Was ab diesem Zeitpunkt an ABSURDITÄTEN passiert, ist einfach nur lächerlich und vollständig an den Haaren herbeigezogen. Die unnötige Brutalität tut ihr Übriges. Der Regisseur hat offensichtlich zu viele Tarantino-Filme gesehen, aber den roten Faden des Films verliert er ab dort völlig. Diesen Film schaue ich mir gewiss kein zweites Mal an! Prädikat: Haarsträubend!
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 29. Februar 2020
Es gibt so Filme, da behält man seine Kritik besser für sich. Der Film muß ja gut sein; so wie alle schwärmen. Oscar-Filme sind sowieso solche Teile. Ich tue das hier mal nicht. Mir ist schleierhaft, wie er bei den Oscars so abräumen konnte. Die Story ist nett, aber unterm Limit inszeniert. Um dann zum Ende hin zu den typischen Übertreibungen asiatischer Streifen zu gipfeln. Das ödet mich so an. So viele kleine Spitzen in dieser angeblichen Sozialkritik werden verschenkt. Nee. Völlig übertriebener Hype.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 23. Februar 2020
Gesellschaftssatire?...mag sein.
das Konstrukt des Films ist grösstenteils an den Haaren
herbeigezogen.
ich glaube dass Niemand sich mit den Akteuren identifizieren kann.
ich bin nach der Hälfte eingeschlafen:-(
Fast4ward
Fast4ward

25 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 22. Februar 2020
Also wirklich... komme mir vor wie bei "Des Kaisers neue Kleider". Bin sonst ein Fan guter asiatischer Filme. Die negativen Kritiken hier sind sehr fundiert und ich kann Sie nur bestätigen.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2020
Oscar für den besten Film???

Zugegeben, meine Erwartungen waren hoch, nachdem Parasite den Oscar für den besten Film erhalten hatte.
Aber der Film hat diese Erwartungen doch deutlich untertroffen und ist ein klarer Anwärter für meine persönlichen worst 5 des Jahres.
Alles in allem finde ich, trifft die Eigenschaft 'konstruiert' den Streifen am besten. Die Handlung ist größtenteils an den Haaren herbeigezogen, vieles hinterlässt Fragezeichen (wieso gehorcht der schwer erziehbare Sohn der Pseudo-Kunsttherapeutin aufs Wort? Woher die schicke Gaderobe auch für die Vorstellungsgespräche, woher überhaupt die offenbar exzellenten Fähigkeiten jedes einzelnen für seinen neuen Job?).
Der Film reißt verschiedene Genres an (Komödie, Drama, Psychothriller bis hin zu Splatter) und bleibt darin farblos. Dinge werden angerissen und verebben gleich wieder.
Ebenso blass sind die Figuren, die sich iwie in die Handlung einfügen, dies aber nach völligem Belieben, mal abgebrüht kalt und dann wieder mit scheinbaren Gewissensbissen und ohne nachvollziehbare Entwicklung.
So hat der Film nichts, was iwie packt - es bleibt bei einigen Schmunzlern, aber nichts ist spannend, nichts berührt, nichts bewegt und verblüffende Storywendungen habe ich vergeblich versucht. Unverständlich, wie es da zu jenem Oscar kommen konnte.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2020
Eine Südkorea Film Perle als niveauvolle gutgemachte Unterhaltung für DRAMA Fans im Thriller Flair. Über das Ende lässt sich streiten, ansonsten wirklich erfrischend zumal derzeit Knives Out Lust auf mehr Kino bereitet.
freie Gesten
freie Gesten

5 Follower 30 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2020
Schön das dieses herausragendes Trillerwerk
hier und da noch gesehen werden kann. Einfach Klasse erfrischend amüsant und spannungsvoll packend zugleich wird am 11.2. erneut genossen
MAMAimKino
MAMAimKino

1 Follower 14 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2020
Für ein Meisterwerk fehlt hier und
da noch ein Feinschliff (besonders
an Glaubwürdigkeit wie im Wohnzimmer unsichtbar? liegend)

Ansonsten ein anspruchsvolles Thrillerdrama für einen schönen gemeinsamen Kinoabend
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