Downton Abbey
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Isabelle D.
Isabelle D.

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3,5
Veröffentlicht am 17. Oktober 2019
"Downton Abbey" von Michael Engler ist ein gelungenes Porträt der britischen Gesellschaft der 20er Jahre. Selbst, wenn man die Serie nicht kennt (ich habe nur die ersten 1-2 Folgen gesehen), macht es Spaß, den beiden Parallelwelten der adligen Familie Grantham und ihrer Bediensteten zuzusehen. Das Ganze wird mit historischen Hintergründen und Anspielungen versehen, die jeden Geschichtsfan begeistern - und dann sind da noch die tollen Kostüme und Kulissen, die das Zeitkolorit wunderbar widerspiegeln. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass der Film noch mehr Spaß macht, wenn man die Serie vorher komplett gesehen hat, einfach, weil einem die Figuren dann vertrauter sind und man wahrscheinlich noch mehr Feinheiten und Zwischentöne erkennt.
Liboki
Liboki

4 Follower 26 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 12. Oktober 2019
Großes Film Theaterstück das Schmuzelhaft durchgehend begeistert. Ich kenne die TV Serie nicht und trotzdem ein sehenswertes wortreiches Kinoerlebnis.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 13. Oktober 2019
Fans werden ihn lieben! Die Erzählstränge sind etwas im Ungleichgewicht, aber die scharfen, witzigen Dialoge reißen alles raus! Und natürlich Ausstattungs-Porn ohne Ende. Ein Traum <3
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 21. September 2019
Ein sehr unterhaltsamer, spritziger Film. Für Fans ein Muss. Ein Wiedersehen mit vielen guten alten Bekannten.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Eine nette Zugabe, die es aber nicht gebraucht hätte…

Bereits nach dem Ende der sechsten Staffel war die Produktion eines Filmes in Planung. „Downton Abbey“ sollte also doch weitergehen und viele Fans waren logischerweise sehr erfreut über diese Nachricht. Regie übernahm Michael Engler, der bereits bei ein paar Folgen der Serie Regie führte. Und schließlich erschien der Film 2019, vier Jahre nach Ende der Serie. Ich persönlich empfand das Ende als sehr passend und abschließend. Doch wenn den Machern eine schöne Idee zur Weiterführung der Story einfällt, bin ich der Letzte, der was dagegen hat. Hat der Film diese Aufgabe erfüllt? In meinen Augen nur sehr mäßig…

Die Handlung spielt 1927: König George und Queen Mary wollen auf einer königlichen Reise unter anderem auch „Downton Abbey“ besuchen. Natürlich sind alle sehr aufgeregt deswegen, vor allem die Dienerschaft. Doch Thomas & Co müssen schnell feststellen, dass der Besuch nicht so schön wird, wie zuerst vermutet. Das königliche Persona will nämlich alle Aufgaben auf Downton übernehmen…

Der Besuch der königlichen Familie ist so ungefähr das größte Ereignis, dass auf Downton passieren kann, dementsprechend ist diese Idee genau richtig für den Film. Leider fühlt sich „Downton Abbey“ aber gerade gegen Ende wie ein Propagandawerk für die königliche Adelsfamilie an. Das war zwar schon innerhalb der Serie manchmal so, aber hier wirkte die Verehrung für König und Königin etwas „ungesund“. Manche Figuren werfen innerhalb der Geschichte auch die Fragen auf, ob diese Fremdenverehrung überhaupt in Ordnung ist. In der Serie war vor allem Tom das Gesicht für die Revoluzzergedanken. Doch leider merkt man schnell, dass die Macher ebenfalls mit diesen Ideen sympathisieren. Natürlich ist die Liebe zur Königsfamilie ein fester Bestandteil der englischen Gesellschaft, aber das macht es nicht automatisch richtig. Und gerade „Downton Abbey“ hätte das Ganze differenzierter betrachten und aus seinem konservativem Dickicht ausbrechen können. Doch leider zelebriert der Film lieber alte Traditionen.

Umso interessanter, dass im gleichen Atemzug Thomas´ Homosexualität ein großer Bestandteil der Story ist und die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Seine Geschichte ist vermutlich die beste im Film. Der Rest der Story ist ganz in Ordnung, vor allem, dass Tom nicht mehr einfach nur da ist, finde ich super. Doch dann gibt es die Verschwörung der Dienerschaft gegen die königlichen Angestellten, die leider überhaupt nicht „realistisch“ wirkt. Und die Serie rühmt sich ja eigentlich mit historischer Genauigkeit. Aber dass ein Mr. Carson sich auf so eine Sache einlässt und absichtlich die Konkurrenten hereinlegt und damit das Ansehen des Hauses gefährdet, ist völlig daneben. Hier wollte man sicherlich das Geschehen künstlich dramatisieren, damit der Film mehr Spannung hat…
Apropos Mr. Carson: Der wird hier wie aus dem Nichts zurückgeholt und ersetzt einfach mal Thomas. Sowas hasse ich in Serien und Filmen. Hauptsache man kann die Atmosphäre der alten Staffeln wieder aufleben lassen. Ob die Figuren und die Geschichte sich weiterentwickeln, ist leider zweitrangig… Und so ist am Ende des Films auch nicht viel anders. Klar die Grantham-Töchter kriegen noch ein paar Kinder mehr, aber niemand verändert sich innerhalb der Geschichte wirklich. Der ganze Film wirkt wie ein netter Bonus. Und zugegeben: Es ist schön nochmal etwas von Downton zu sehen. Vor allem die Kamera ist deutlich ansprechender, als in der Serie und die Musik von John Lunn klingt besser als je zuvor.

Der Cast kehrt fast komplett wieder zurück, was sehr schön ist! Die neuen Figuren können zwar nur wenig Frische reinbringen, machen ihre Sache aber gut. Imelda Stauntons Figur hat vor allem den größten Einfluss, während die Figuren des Königs und der Königin fast keine Rolle spielen.

Fazit: „Downton Abbey“ der Film ist hier und da eine schöne Zugabe zur Serie, leidet am Ende aber unter seiner krankhaften Überflüssigkeit. Dazu ein Hauch ungesunder Monarchen-Propaganda und schon haben wir einen fragwürdigen Film zu einer weitaus besseren Serie. Und es soll ja sogar noch mehr Filme geben… Wenn nicht jemand irgendwelche guten Ideen hat zur Weiterführung der Geschichte, dann fürchte ich, wird das Franchise wie so viele andere langsam, aber sicher zu Tode gemolken.
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