"BlacKkKlansman" von Spike Lee ist eine gelungene Satire, bei der einem das Lachen im Halse steckenbleibt. An der Oberfläche ist der Film lässig und witzig - aber die Geschichte, die er erzählt, ist bitterer Ernst. "BlacKkKlansman" zeigt, wie aus (von den Betroffenen durchaus gut gemeinter) Ideologie Fanatismus wird.
Die Gestalten, die beim Ku Klux Klan mitmischen, werden dabei, wie ich finde, recht differenziert dargestellt. Da hat man die klassische Dumpftröte, verfressen und alkoholabhängig. Den hasserfüllten Irren, der zwar intelligent, aber vollkommen verblendet ist in seinem Fremdenhass. Den Intellektuellen, der rational erklärt, es gäbe nun einmal unterschiedliche Rassen, die unterschiedlich weit entwickelt sind, und wenn man das vermischt, brächte man die ganze "natürliche Ordnung" durcheinander und das wäre eine Katastrophe. Man kann kritisch anmerken, dass zwar die Bandbreite an Ku Klux Klan-Mitgliedern differenziert dargestellt wird, die einzelnen Mitglieder es aber an Tiefgang vermissen lassen - aber mich hat das jetzt nicht gestört.
Die Black-Power-Bewegung wird im Gegensatz dazu eher als Bewegung in ihrer Gesamtheit dargestellt. Als Einzelmitglied lernt man nur Patrice etwas näher kennen. Aber meiner Meinung nach reicht das trotzdem, um den Ku Klux Klan und die Black-Power-Bewegung einander gegenüber zu stellen, und aufzuzeigen, wie Fanatismus entstehen und Ideologie zu Gewalt führen kann.
Wie aktuell das alles noch ist, macht das Ende schließlich deutlich.
Fazit: Lohnt sich!