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omaha83
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5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Wieder so ein Film der einen fast erschlägt. So bildgewaltig und wuchtig sind nur selten Filme. Etwas erinnert dieser Film an City Of God.......dieser spielt nur in Mexiko City und nicht Buenos Aires........die drei Geschichten sind zwar nicht gleichstark........allerdings ist das auch gut so da die erste und die letzte die ergreifendsten und am schnellsten erzählten sind ist es gut das die mittlere Geschichte es etwas ruhig angeht...........die letzte Geschichte ist ein gutes Verbindungsstück da er die arme Bevölkerung und die Obere Schicht mit Hilfe des ehemaligen Guerilla-Kämpfers der als Penner verkleidet durch die Straßen ab und zu Auftragsmorde ausführt aber eigentlich ach nur ein normales Leben führen will und seine Tochter, die früher verlassen hatte, wieder zu sehen
Amores Perros ist ein unvergleichbares Meisterwerk, dass den Zuaschauer mit einer genialen Filmatmosphäre, interessanten Charakteren und einem sehr guten Plot überzeugt. Der aus Pulp Fiction bekannte Ploteffekt, dass man verschiedene Kurzgeschichten erzählt und diese einen gemeinsamen Punkt haben, ist ganz klar der wichtigste Pluspunkt im Film.
„Pulp Fiction“ als Drama. So oder so ähnlich lässt sich dieses grandiose Erstlingswerk beschreiben. Doch so einfach ist es dann doch nicht.
Regisseur Alejandro González Iñárritu setzt Handkameras gekonnt ein, nicht so nervig wie einige Nachahmer. Der realitätsnahe Stil überzeugt und man findet sich in einer ganz eigenen Atmosphäre wieder. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die gut gewählte Musik.
Die verschiedenen Handlungsstränge sind nicht ganz so kompliziert verschachtelt wie in „21 Gramm“, die Schauplätze beschränken sich auf Mexico City, nicht auf Länder in der ganzen Welt wie in „Babel“. „Amores Perros“ ist Iñárritus übersichtlichster und bodenständigster Film. Er ist auch sein Debut, noch verhältnismäßig verhalten inszeniert.
Nichtsdestotrotz sind die drei Episoden rund um einen üblen Autounfall clever miteinander verknüpft und überschnitten, und die eher unbekannten Schauspieler liefern eindringliche Leistungen. Besonders die Szenen mit den Hunden gehen an die Nieren. Kein Hund wurde verletzt, wie es im Abspann heißt, daher geht ein besonderes Lob an die tierischen Darsteller und ihre Trainer. Überhaupt ist die Idee, die sich hinter dem Filmtitel verbirgt, sehr erfrischend und interessant. „Hundeliebe“, oder auch „dreckige Liebe“; die Beziehung zwischen Mensch und Vierbeiner dominiert jede der drei Episoden, welche immer durch einen Schicksalsschlag beendet wird.
In Sachen Intensität konnte sich Iñárritu in seinen Nachfolgewerken sogar noch steigern, doch „Amores Perros“ ist und bleibt ein rundum gelungenes Drama.
Ich verstehe die ganze Aufregung um diesen Film nicht so ganz. Das viele diesen Episodenfilm mit L.A. Crash vergleichen, kann ich verstehen. Aber ihn mit Pulp Fiction gleich zu setzen ist unpassend.
Episodenfilme, die ineinander in kluger Abfolge übergreifen, spannend bleiben und dabei ihren Sinn nicht verlieren, gibt es wenige. Zu diesen Filmen gehören beispielsweise 21 Grams oder 11:14. Bei Amores Perros ist das übergreifene Erzählen nur im Ansatz vorhanden. Eher werden Geschichten chronologisch abgehandelt, manchmal aber auch viel zu langwierig erzählt und am Ende werden die Charaktere in einer Szene ziemlich kurz und unspektakulär verbunden.
Die Szenen um den verlorenen Hund unter dem Boden war, meiner Meinung nach, ziemlich nervig. Das Schicksal der Frau nur auf das Modeln zu beziehen, find ich auch zu oberflächlich.
Wegen den wenigen Minuspunkten find ich den Film nicht hervorrragend und auch nicht unheimlich klug durchdacht. Der "Realismus" wird im Film durch die dramatischen Schicksale der Charaktere und des guten Schauspiels hervorgehoben.
Insgesamt ein guter Film, den man nicht ein zweites Mal angucken muss.