The Zone Of Interest
Durchschnitts-Wertung
3,5
180 Wertungen

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Melania Black
Melania Black

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0,5
Veröffentlicht am 3. Oktober 2024
Langweilig, ohne Handlung, Zeitverschwendung, Dialoge flach, Ton übertönt Gespräche, der Anfang des Films regt zum Abschalten an, hätte nicht gedacht, dass er noch schlechter ist
Fontanus
Fontanus

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2,0
Veröffentlicht am 8. September 2024
Entrückte Abstraktion einer Projektion, die mit zeitgemäßen Stilmitteln punkten will. Offensichtlich mit dem Zweck, das seelenlose menschliche Grauen einer völlig wahnsinnig gewordenen Eliten-Kaste direkt in die Generationen eines ganzen Volkes hinein zu implementiern. Ein weiteres Update eines kollektiv aufrecht gehaltenen Schuldkomplexes. Für jene, die sich darin erleben, dürfte der Film hier seine Wirkung zeigen, was wohl an der beabsichtigten psychologischen Sogwirkung mittels symbolischen Bildbrüchen, einer ausgeklügelten Akustik nebst dunkelfrequentiertem Score liegen dürfte, gepaart mit entsprechendem Priming vor und während der Veröffentlichung (Oskarnominierung inkl.).

Das Acting wird völlig überbewertet und ist einer Inszenierung geschuldet, in der lediglich ein größerer Spielraum für Improvisation gegeben wurde. Das Ganze fügt sich in einen dokumentarisch anmutenden Weitblickwinkel, in dessen Setting, die hinischtlich in ihrer Symbolik akzentuierten Architektur die Menschen wie beiläufig agieren lässt und förmlich aufzusaugen scheint. Somit verlaufen, obejktiv betrachtet, auch die wenigen offensichtlichen Triggerpunkte in die Abstraktion einer überbordenden Kulisse und somit ins Leere. Es scheint offensichtlich, dass der Film in seiner angedeuteten Thematik auf die seelische Prägung des Rezipienten baut, und den Schrecken hinter Vogelgezwitscher und Wassergeplätscher genau dort anzusiedeln gedenkt. Zugegebenermaßen ein beeindruckendes cineastisches Ergebnis, wäre da nicht der scheinmoralische Zweck, den es verfolgt.

Im Fazit bleibt ein weiterer der unzähligen Filme zur jüngeren Geschichte, der die Chance für eine wirkliche Aufarbeitung wieder einmal verpasst hat. Das vielerseits angebrachte Nicht-Vergessen kaschiert im Grunde nur, dass der Aspekt der Schuld nachwievor großgehalten wird gegenüber einer Masse, die vermutlich so in jeder Hinsicht besser zu beeinflussen ist.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.213 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 4. September 2024
Wer den Film mit schlechten Bewertungen abtut, hat entweder das dahinterstehende Konzept nicht verstanden oder ist mit dem subtilen Schrecken, den der Film vermittelt, schlichtweg überfordert. Denn dieser Film ist nicht weniger als ein Meisterwerk, meisterlich in der Inszenierung und meisterlich in der Umsetzung und nicht zuletzt auch getragen von zwei überragenden schauspielerischen Leistungen!

Der Film hat freilich praktisch keine Handlung, kein Spannungsbogen und vermittelt uns (zumindest wenn man einigermaßen politisch gebildet ist) eigentlich auch nichts, was wir nicht schon vorher wussten. Es ist eben die Art und Weise, wie uns da der Alltag dieser biederen Durchschnittsfamilie präsentiert wird. Mama pflegt ihren Blumengarten, Papa geht zur Arbeit.

Und irgendwie dazwischen, ganz wie selbstverständlich schleichen sich dann Bilder, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und diese Bilder bekommen ihre Bedeutung eben erst dann, wenn man sie in den Kontext mit dem Konzentrationslager setzt - das erfordert natürlich eine gewisse intellektuelle Leistung. Wenn man nicht bereit (oder in der Lage) ist, diese zu erbringen, bleibt der Film „langweilig“, „oberflächlich“ und „sinnfrei“.
Da ist z.B. die Szene, wenn Hedwig sich gemütlich mit Sonnenbrille in ihrer Sonnenliege zurücklehnt, während die Kinder mit anderen Kindern zusammen im Pool planschen, während nebenan, keine 100 Meter weiter, massenhaft Menschen vergast werden. Oder die Szene, als sie ihrer Mutter voller Stolz ihren Garten zeigt, hier das Gemüsebeet, ja und dort die Lagermauer, da kommt noch Efeu hin, dann sieht man die nicht mehr so. Oder der Besuch der Vertreter von Topf und Söhne, die im Wohnzimmer gemütlich bei einer Tasse Kaffee die Vorzüge des neuen Verbrennungsofens preisen, der jetzt besonders rasch wieder für eine neue „Ladung“ bereit ist. Oder der Junge, der im Bett seine Goldzahnsammlung bewundert, oder Schwiegermutter, die nachts plötzlich wach wird, weil es draußen so komisch hell wird, denn der Schornstein des Krematoriums arbeitet wieder und muss den Ruß von hunderten Leichen in die Luft pusten…

Und alles erscheint so normal und so alltäglich, Familie Höß scheint den Wahnsinn nebenan ja schon gar nicht mehr wahrzunehmen, blendet das industrialisierte Massenmorden so konsequent aus, das man sich das gar nicht vorstellen kann. Man möchte rufen: „Das gibt’s doch gar nicht! Das kann so niemals passiert sein! Völlig unrealistisch!“ Und doch ist es genau so passiert! Nicht nur die Höß‘ konnten das so irrsinnig ausblenden, auch hunderttausend andere Menschen konnten das, haben entweder wissend dabei zugesehen oder (wie z.B. die ganzen SS-Leute) selbst dabei mitgemacht. Und das ist doch der eigentliche Wahnsinn an dem Film, das er eben nicht Fiktion sondern Fakt ist…

Aber als wenn das nicht schon reichen würde, kommt dann noch die Tonspur dazu (für die es ja auch einen Oscar gegeben hat), die uns wie eine schonungslose endlose Folter ständig mit subtilen Schreien, Gewehrschüssen, Hundebellen und einem ständigen Wummern des Krematoriums malträtiert. Man kommt nicht daran vorbei und kann es auch nicht überhören, wie es Familie Höß offenbar kann. Da sind dann die in Falschfarben entfremdeten Szenen des Mädchens, das Äpfel für die Gefangenen verteilt oder die Arthouse-mäßigen minutenlangen Ein- und Ausblendungen geradezu erlösend, ansonsten wäre das alles nicht zu ertragen.

Besonders gelungen finde ich noch den Geniestreich am Ende, praktisch die letzte Einstellung. Rudolf Höß steht in einem riesig anmutendenden, verlassenen und dunklen Korridor mit einem wie eine Abwärtsspirale wirkendem Treppenhaus und schaut irgendwie direkt in die Kamera. Dann kommen ein paar Szenen aus dem heutigen Lager Auschwitz I, das jetzt ein Museum ist. Wir sehen die Reinigungsfrauen, wie sie an den riesigen Bergen mit Schuhen und Koffern mit ihrem Staubsauger vorbeigehen, auch das letzte noch erhaltene Krematorium wird gezeigt. Dann wieder Rückblende auf Höß, der irgendwie besorgt zu uns herüberschaut, wie eine Art Foreshadowing: „Ja, so wird man deinen Namen in der Geschichte behalten“, Gänsehaut und Würgereiz gleichzeitig.

Kurzum: Ein Meisterwerk der Filmgeschichte, kein Holocaust-Drama im engeren Sinne, aber ein Film, der zum Nachdenken anregt, den man aber – und das sage ich immer dazu, wenn man mich zu dem Film fragt – vor- und nachbereiten muss, um vollständigen Zugang zu erhalten. Nur mal eben so mit Popcorn am Kinoabend, das funktioniert nicht. Und gerade in unserer heutigen Zeit erinnert er uns auf sehr intensive und eindringliche Art und Weise, wozu Menschen in der Lage sind, anderen Menschen anzutun, wenn man sie nur lässt… Gerade als ich das hier schreibe, erlangt die AfD über 30% in der Landtagswahl in Sachsen und Thüringen und ich denke nur: So hat es damals auch angefangen… Somit ist dieser Film gerade jetzt noch aktueller und wichtiger denn je! Danke Jonathan Glazer, dass du mich auf meine alten Tage noch ein einmal so sehr das Gruseln gelehrt hast, es war notwendig!
Daniel Spycher
Daniel Spycher

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3,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2024
Der Film ist gut, ja. Das bizarre Verhalten der Familie Höss ist verstörend. Eine abgründige "Normalität", ohne etwas zu hinterfragen, wird uns vermittelt, Die Geräusche des KZ Auschwitz sind permanent vordergründig, die belanglosen Gespräche der Familie stets im Hintergrund. Unfassbar, was da vor sich ging. Und dennoch habe ich die Message nach 10 Minuten verstanden. Aber man darf, wenn man denn will, sich bis zum Schluss weiter quälen. Ist dies wirklich mötig? Ich denke nicht.
Andrea Mischker
Andrea Mischker

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1,0
Veröffentlicht am 9. Juli 2024
Um die Banalität des Bösen greifbar zu machen, wie in Zone of Interest versucht wurde, scheint in den Verfilmungen der Nürnberger Prozesse und auch in der Biographie von Hannah Arendt bei Weitem besser gelungen.
Es ist klar was der Fim zu sagen versucht, die banale Organisation des Holocaust, jedoch ist die Umsetzung nicht ansprechend für den Zuschauer. Ich fühlte mich nicht mitgenommen. Die Story ist nicht gut umgesetzt. Ich hab mich sehr gelangweilt.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

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3,5
Veröffentlicht am 4. Juli 2024
Gibt es noch irgendwas, was man über diesen Film sagen könnte, daß nicht schon geschrieben wurde? Wohl nicht. Außer der klaren Aufforderung, daß jeder ihn sich ansehen sollte, um zu schauen wie man damit umgehen kann. Handwerklich kann man nicht meckern, der Lok ist künstlerisch und gleichzeitig unfassbar furchtbar und das Grauen wird nicht gezeigt, sondern per Details und der Tonspur transportiert. Das Gefühl, welches hier wohl überwiegen sollte ist Grauen.

Fazit: Für jeden Zuschauer eine persönliche Erfahrung, die man machen sollte, auch wenn sie sehr schlimm sein dürfte!
Christine
Christine

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5,0
Veröffentlicht am 13. Juni 2024
Der Film hat mich tief beeindruckt. Die viel monierten schwer verständlichen Dialoge ziehen mich ins Geschehen hinein. Wir bemühen uns, mitzuhören - aber wie im realen Leben gelingt uns das als nicht unmittelbar Anwesende nicht immer. Die Bemühung, zu erfahren, was im und ausserhalb des Hauses akustisch passiert und es zuzuordnen, ist anstrengend. Die oft blassen Farben zeugen von tiefem Respekt vor dem, was hinter den Mauern geschieht. Nur das kräftige Rot, das zusammen mit dem Schwarz und Weiss kurz das Bild dominieren, deuten auf die Gewalttätigkeit des nationalsozialistischen Symbols hin. Auch die in kräftigen Farben gezeigten Blumen weisen auf die Vernichtung hin - sie wurden mit der Asche der Toten gedüngt. Die Blumen des Bösen in der Banalität des Bösen. So viele Hinweise, die von Anfang an verstörend ,wirken. Die sanfte Stimme von Höss ändert sich, wenn er sich hinter die Mauer begibt. Man hört das Pferd, auf der er reitet, eine schneidende Frage und dann den Schuss. Fährt der Zug ein, sind später schreiende Menschen zu hören - ist es die Trennung der Familien auf der Rampe? Von der Vergasung "hört" man nichts - die fand in geschlossenen Räumen statt. Der ominpräsente Rauch lässt die Grossmutter husten. Sie hält es nicht aus. - Es gibt so vieles, das zum Nachdenken anregt. Aber bilden Sie sich selber Ihr Urteil. Für mich ist der Film absolut empfehlenswert. Klug gemacht mit fantastischen Schauspielern.
S. Körner
S. Körner

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1,0
Veröffentlicht am 31. Mai 2024
Ja, gebe ich zu: Bin auch auf das Marketing-Oskar-Nominierungen hereingefallen und habe heute sofort über Prime Amazon den Film gekauft. Aus Fehlern lernt man, der Film ist - meines Erachtens nach - eine zeitliche und optische verbale Zumutung. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm für den Film?!

Diesen Film und die Schauspieler mit Schindler´s List zu vergleichen ist an schlechter Werbung nicht mehr zu toppen, aber in meinem Fall, hat es ja funktioniert: habe den Film gekauft, weil die Vorab-Lorbeeren manipulativ vom Feinsten waren! Sandra Hüller auch noch für einen Oskar nominiert???? Offensichtlich sind die Oskarnominierungen nur noch eine Pharse, was sich anhand dieses Films zeigt.
Matthias F.
Matthias F.

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4,5
Veröffentlicht am 7. Mai 2024
Man muss eines klar sagen: Der Film ist nur etwas für Leute, die sich mit dem Thema bereits intensiv beschäftigt haben, und die auch plastisch vor Augen haben, was hinter der Mauer passiert. Hat man das nicht , wirkt er banal und man sollte sich ihn sparen, er ist kein Film zur Aufklärung. Hat man es, muss man einiges aushalten, alleine die permanente Tonspur mit den Hintergrundgeräuschen ist subtil aber grauenhaft.
Jolastika Bettpfänder
Jolastika Bettpfänder

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0,5
Veröffentlicht am 16. April 2024
ICH pers. fand den Film grottenschlecht, todlangweilig, ohne jeglichen roten Faden, inhaltslos, fade Schauspieler und ohne neue Erkenntnisse. Schlimm, schlimmer geht's nimmer.....
Wenn man nicht wüsste, dass die Hintergrundgeräusche und Szenen -wie z.B. ein rauchender Kamin oder ein zum Lager fahrender Güterzug- aus einem KZ stammen, würde man sie als solche garnicht erst wahrnehmen. Und für diesen "Ton" einen Oscar zu vergeben, erschließt sich mir absolut nicht.
Meiner Meinung nach wurde hier ein Film ausschließlich wegen des Themas hoch gelobt und nicht wegen seiner Umsetzung. Mehr kann wirklich nicht dahinter stecken. Möge sich aber jeder selbst ein Bild von dem Film machen.....
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