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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 3. März 2024
Man muss sich zwingen den Film auszuhalten! Diesen Titel hat Regisseur Glazer wörtlich von der Romanvorlage von Martin Amis übernommen und der erinnert an Putins Formulierung einer ‘Spezialoperation‘ für seinen Überfall auf die Ukraine. Der Film trifft mit seinem Ambiente, eine von einer Mauer umgebene Villa, der Diktion der Akteure, in der ihre Einsamkeit und innere Kälte offenbar werden. Das Ehepaar Höss z.B.: Rudolf (Christian Friedel) und Hedwig (Sandra Hüller) schläft in zwei getrennt stehenden Betten, und der Lacher ihres Gesprächs ist ein abwechselndes, schweinisches Grunzen. Kindisch! Die ganze Atmo enthält viele subtile Andeutungen: Rauch, roter Horizont, Schwieger/Mutter (Imogen Kogge) verlässt ohne Kommentar das Glückliche Heim und getopft wird der Plot durch minutenlange dunkle Leinwand oder ganz in schwarz oder rot. Das wird unterlegt mit gelegentlichen Schüssen oder Schreien, die man auch überhören könnte, nicht aber das sirenenartige Geheule dazu, das einer akustischen Folter gleichkommt. Das Drehbuch des Regisseurs vernachlässigt auch keineswegs die Tatsache, dass es sich hier für die Herrschenden äußerst komfortabel leben lässt. Auch wenn die Kinder im Fluss Überreste von menschlichen Knochen finden oder mit Goldprothesen im Bett spielen. Ehefrau Hedwig posiert im Pelzmantel und schminkt sich – nur für kurze Zeit. Die subtilen Andeutungen sind nur für die, die sie sehen wollen. Das Entscheidende an Glazers Geniestreich ist aber der intermediale Austausch zwischen dem Plot auf der Leinwand, also dem was man sieht und der Möglichkeit der direkten, qualvollen Einflussnahme, dem was man hören muss – und das tut weh…Da kann man nicht wegsehen oder weghören. Selbst wenn man die Augen schließt und sich die Ohren zuhält.
Auweia, die beklemmende Atmosphäre des Film steckt mir immer noch voll in den Knochen. Ganz klar, der Film regt zum Nachdenken an. Ein schöner Garten und eine Mauer und hinter der Mauer das Grauen. Aber keine Sorge, da wird ja bald Wein angebaut, dann sieht man die Mauer nicht mehr. Man wird zum Nachdenken angeregt und kann sich dem nicht entziehen. Ein sehr guter Film, welchen ich auf jeden Fall empfehlen kann. Und vor allem ein Film gegen das Vergessen und Negieren. Das ist gerade heute ganz, ganz wichtig. Was ich total ernst meine. Denn Fackelmärsche von Nazis gibt es heute nicht. Stattdessen laufen bei jeder Demo irgendwelche Islamisten rum und rufen andauernd "from the river to the sea", womit sie Israel das Existenzrecht absprechen möchten. Was macht man dann mit den ganzen Juden, wenn Israel vernichtet werden soll? Die müssen dann ja auch irgendwie weg. Also gebt den Islamisten einfach genug Waffen und Baupläne für Gaskammern und dann werden die einen zweiten Holocaust schon ganz von selbst erledigen. Ein Film gegen das Vergessen? Lieber in die Zukunft schauen. Was gehen mich die Alt-Nazis an? Wenn sie könnten, wie sie wollten, würden die heutigen Islamisten selbst einen Holocaust starten, um Juden zu vernichten. Was interessiert mich eine nicht mehr existierende Familie, wenn die Aggressoren heute überall hier rumlaufen. In Neukölln und das sind keine Nazis sondern Muslime. Und wenn man als Jude/Jüdin mit Kippa dort mal spazieren geht, kommt man keine zehn Meter weit, ohne von einem Islamisten belästigt oder angegriffen zu werden. DAS sollte man nicht vergessen und nicht ignorieren und nicht negieren. Dieser Film ist überflüssig. Juden in Deutschland müssen heute keine Angst vor Nazis, sondern Angst vor Islamisten haben.
Ein Film, der versucht, das Grauen von Auschwitz zu vermitteln, ohne das Grauen zu zeigen. Das gelingt durch die Zuschaustellung einer Ignoranz, die umso abstoßender wird, je länger man der Familie Höß bei ihren Tagesgeschäftigkeiten zuschaut. Insbesondere Hedwig (Sandra Hüller), die Frau des SS-Kommandanten von Auschwitz, vermittelt in ihrer Ruhelosigkeit, aber auch in ihrer egoistischen Behauptung ihrer Position als „Königin vom Auschwitz“ dieses Negieren des Grauens hinter ihrer Gartenmauer. Ein Film gegen das Vergessen, das Ignorieren und Negieren des Holocaust. Unbedingt sehenswert
Ein sehr guter Film. Dieser Film ist wirklich sehr, sehr wichtig! Wirklich sehr wichtig. Wo wäre diese Welt ohne diesen Film? Wohl schon längst am Abgrund. Dieser Film ist so wichtig, ohne ihn wäre das ganze Land schon kaputt. Jede einzelne Minute dieses Films verspricht komprimierte Düsternis und Spannung und Erlebnis gleichermaßen. Einen besseren Film, als diesen kann und wird es niemals geben. Ein wirklich wichtiger Film. Wenn Sie diesen Film nicht gesehen haben, wissen Sie nicht, was Sie verpassen!
Ein sehr wichtiger Film, der den deutschen Mythos des "wir haben von nichts gewusst" entgegen wirkt. Dabei wird eine unfassbar dichte Atmosphäre erzeugt, die dem Zuschauer oder der Zuschauerin das Grauen der Konzentrationslager durch die eigene Vorstellungskraft zeigt. Leider scheinen die vorherigen User*innen nicht in der Lage gewesen zu sein, ihren eigenen Verstand und ihre eigene Vorstellungskraft zu benutzen. Absolut sehens- und empfehlenswert.
The Zone of Interest erzielt seine größte Wirkung, wenn er einen völlig unvorbereitet trifft. Ein Film, der komplett über seinen Kontext funktioniert und so gut wie seit Schindlers Liste nicht mehr die gesamte Perversion und Widerlichkeit der Nazi-Gräueltaten widerspiegelt, und das allein durch den Dialog und vor allem durch die Geräuschkulisse.
Christian Friedel und Sandra Hüller schaffen es, dass man in den knapp 2h in eine Art Schockstarre verfällt. Denn ohne den Kontext sieht man eigentlich nur eine typische Familie in einem idyllischen Haus am Fluss mit einem wunderbaren Garten. Wenn man sich aber auf die Geräusche im Hintergrund und die gesamte Szenerie konzentriert, ist man von den Figuren einfach nur angewidert. Verstärkt wird dies durch geniale Dialogeinschübe, wie beispielsweise die Frage Friedels an seinen Sohn, ob er das Geräusch gehört hätte (ein Insekt, und nicht etwa das, was alle anderen gehört haben im Saal) oder das Gespräch zwischen Friedels Vorgesetzten, die Angst haben er wäre der falsche Mann für die "Aufgabe", weil er wahrscheinlich gar keine Arbeitskräfte mehr übrig lassen würde.
Sehr Sehr starker Film, der zurecht ins Oscarrennen für Großbritannien geht. ABSOLUT SEHENSWERT!