El Camino: Ein "Breaking Bad" Film
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Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 21. Oktober 2019
El Camino – Ein „Breaking Bad“ Film

El Camino, El largo Camino wäre der passendere Titel für diese unnötige Fortsetzung.

Sechs Jahre nach dem Ende von Breaking Bad kommt nun der Film El Camino als Stream auf Netflix. Der Film schließt dabei nahtlos an das Ende der Serie an. Die Story ist ganz einfach. Mit vielen Rückblenden wird erzählt, wie Jesse Pinkman (Aaron Paul) völlig Pleite, und von den Behörden verfolgt, versucht aus der Stadt zu verschwinden, um woanders ein neues Leben zu beginnen. Dabei trifft er auf viele alte Bekannte Freunde und Feinde. Regisseur und Schöpfer der Serie Vince Gilligan, schuf mit Breaking Bad eine der bahnbrechendsten Serien im 21. Jahrhundert, und hatte schon lange die Idee zu einem Film. Jetzt wurde aus der Idee Wirklichkeit. El Camino - a „Breaking Bad“ Movie (so der original Titel) kommt dabei jedoch nicht an die Genialität der Serie ran. Das liegt zum einen daran, das der Film es leider kaum schafft wirklich Spannung aufzubauen, da die interessantesten Figuren bereits alle Tod sind. Was dazu führt, dass es an guten Gegenspielern mangelt. Und zum anderen daran, das die dünne Handlung nicht viel mehr her gibt. Ohne die vielen Rückblenden, die zum Teil nur dazu dienen, das bereits verstorbene Figuren einen kurzen Auftritt haben, wäre der Film auch nur so Lange wie eine Folge von Breaking Bad.
Handwerklich ist der Film wie schön die Serie gut gemacht. Das Setting ist wieder sehr düster. Und die Farbgebung stehen der Dramaturgie und Ästhetik der Serie in nichts nach. Dazu gibt wider einige schöne Landschaftsaufnahmen und ein paar interessante Kamera Einstellungen.
Die Darsteller spielen ihre Charaktere sehr überzeugend, und haben nach der sechsjährigen Pause wieder gut in ihre Rollen gefunden. Vor allem Aaron Paul, spielt die Rolle des traumatisierten, gebrochen, und von allen ausgenutzten Jesse Pinkman (für die er schon drei mal den Emmy gewonnen hat) sehr überzeugend. Er ist die tragische Figur mit der man Mitgefühl ja sogar Mitleid empfindet.

Fazit:
Mit El Camino – Ein „Breaking Bad“ Film bringt Vince Gilligan die Geschichte endgültig zum Abschluss. Der Film schadet dabei der Serie im Nachhinein nicht, macht sie aber auch nicht besser als sie eh schon ist. Er ist für alle zu empfehlen die mehr über das Schicksal von Jesse Pinkman (Aaron Paul) erfahren wollen. Der etwas über 2 Stunden dauernde Film kann dabei leider nicht mit der Serie mithalten. Er schafft es nicht einen über die gesamte Laufzeit an den Bildschirm zu fesseln, da es an Spannung und Originalität fehlt. Auch wenn ein Wiedersehen mit den Figuren nach sechs Jahren ganz nett ist, hätte es meiner Meinung nach keinen Film gebraucht um das Schicksal des Jessy Pinkman zu erzählen. (Besonders zu erwähnen wäre hier Robert Forster in seiner letzten Rolle als Staubsaugerverkäufer Ed Galbraith. Dieser verstarb am 11.10.2019, dem Tag der Veröffentlichung auf Netflix, im Alter von 78 Jahren an einem Hirntumor.)
Dies hätte man auch noch gut in die Serie mit einbauen können. Oder man hätte es einfach der Vorstellungskraft des Zuschauers überlassen können.

Originaltitel: El Camino – a „Breaking Bad“ Movie
Produktionsland / Jahr: USA 2019
Genre: Drama
Laufzeit: 122 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Regisseur: Vince Gilligan
Darsteller: Aaron Paul, Robert Forster, Jesse Plemons, Matt L. Jones, Charles Barker
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Oktober 2019
„Breaking Bad“ legte 2013 ein derart perfektes Ende hin, dass hinterher kaum ein Fan unzufrieden war. Auch wenn das Serienende 2013 perfekt war, ist jedoch der El Camino Film von Netflix ein würdiges Ende für die ein oder andere Figur ohne zu Spoilern an der Stelle. Die Breaking Bad Produzenten des Serien-Meisterwerkes Transportierenten auch seit Jahren wieder die gewohnte Spannung von damals in ihren Film und weckten gute Erinnerungen an die Serie. Fazit: Der Film war, auch wenn nicht unbedingt nötig sehr gut inszeniert, und hatte mit Aaron Paul alias Jesse Pinkman, ein Hauptdarsteller der gut in seine alte mit Emmy prämierte Rolle wieder rein gefunden hat.
Wolfgang R
Wolfgang R

8 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 16. Dezember 2020
Breaking Bad war einfach eine Hammer Serie, darauf der Film ein Hammer Flop ist, echt enttäuschend und klar ist man als Serien Fan dazu verpflichtet den zu schauen aber die Erwartung war wohl zu hoch.
Donaldthedon
Donaldthedon

12 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 22. September 2022
Breaking Bad habe ich komplett geschaut. Der Film knüpft drauf an, aber ist unterm strich sehr lau gemacht. Keine Spannung, nichts!

Irgendwie ist man hinterher genauso schlau wie vorher. Es wäre schön gewesen, wenn der Autor mal auf die "neuen" Leben von Saul und Jeese eingegangen wäre, aber darüber gibt es überhaupt nichts.

Ja kann man schauen, aber auch ohne große Erwartungen bleibt ein eher enttäuschendes Gefühl am Ende
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 6. Dezember 2019
Oh mann, was für ein zähes Storytelling (auf SPEX gibt es dazu eine ausführliche Review) .. very bad breaking!
freeOS3
freeOS3

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2023
Als ich, als sehr großer Breaking Bad- und Better Call Saul-Fan, von diesem an die Ereignisse in Breaking Bad anknüpfenden Film erfahren habe, dachte ich zuerst, dass das sehr riskant von Netflix ist, an eine der wenigen großen Serien mit einem der besten Enden in der Filmgeschichte überhaupt meiner Meinung nach noch dieses Sequel anzuknüpfen.
Doch natürlich habe ich ihn mir trotzdem möglichst vorurteilsfrei angeschaut und man merkt schnell, dass diese Sorgen unbegründet sind.
Vince Gilligan trifft mit El Camino genau den gleichen Ton, den er schon in Breaking Bad so großartig gepflegt hatte. Wieder genial geschauspielert von Aaron Paul bereitet der Film keine überladene Action, dennoch aber auch auf keinen Fall Langeweile und es kommt wieder Breaking Bad-Atmosphäre auf wie während der Serie selbst. Obwohl Breaking Bad mit seinem perfekten Ende für Walter/Heisenberg alles richtig gemacht hat, bleibt immer noch alles offen und Neugierde für den spätestens in den späteren Staffeln von den Zuschauern zu lieben gewonnenen Jesse.
Dieses Ende wird mit El Camino noch perfekt nachgereicht und der Zuschauer kann sich endlich befriedigt zurücklehnen.
Alles in Allem auf jeden Fall gleiche Qualität wie Breaking Bad, ein weiteres Meisterwerk von Vince Gilligan und absolut empfehlenswert für Menschen, die Breaking Bad geschaut haben.
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