They Want Me Dead
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FILMGENUSS
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2,0
Veröffentlicht am 7. Juni 2021
SO NAH AM FEUER
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

They Want Me Dead – Wer genau? Egal, das ist nicht so wichtig. Irgendwelche x-beliebigen politischen Funktionäre, die irgendein x-beliebiges Konto frisiert haben und die eben zwei x-beliebige Killer losschicken, um all jenen, die davon wissen, das Leben zu verkürzen. In dieser Austauschbarkeit scheint sich dieser Thriller nach der Vorlage eines soliden Krimi-Schmökers von Michael Koryta zu gefallen, frisch vom Mängelexemplar-Wühltisch einer Franchise-Buchhandlung. Diesen hatte vielleicht Taylor Sheridan oder gar einer der Produzenten des Filmes auf dem Nachttisch oder als Lektüre im Handgepäck vom letzten Urlaub, ich weiß es nicht – jedenfalls erhärtet sich der Eindruck, dass diese Buchvorlagen für effizient abzudrehendes Spannungskino aus einer Begeisterungslaune herrühren, die gerade mal jemand beim Lesen gehabt haben muss. Und Those Who Want Me Dead (so der Titel des Buches) mag vielleicht ganz kurzweilig geschrieben sein – als Film überzeugt der Stoff relativ wenig. Auch wenn der Wald brennt, und auch wenn Angeline Jolie hier einen traumatischen Einsatz als Feuerwehrfrau verarbeiten muss.

Die bislang sehr selten gesehene Ex von Brad Pitt, die man eine Zeit lang viel mehr mit Celebrity als mit filmischen Qualitäten verbunden hat, ist als toughe und einzig weibliche Brandbekämpferin unter Männern diejenige, die, nach psychologisch betreuter Auszeit, wieder an die Arbeit gehen darf. Und zwar auf einen Beobachtungsturm irgendwo in den wilden Waldweiten der USA. Sobald es in der Ferne auch nur ansatzweise orange schimmert, gibt’s Alarm. Währenddessen aber sind in der Gegend ein forensischer Buchhalter mit seinem Sohn auf dem Lewis & Clark-Straßentrail unterwegs, auf der Flucht vor eingangs erwähnten Killern, die aber dem verzweifelten Vater bereits eine Nasenlänge voraus sind. Die Folge: ein Crash, der Vater tot, das Kind schlägt sich mit den brisanten Daten durch den Forst. Klar, dass der eingeschüchterte und traumatisierte Knabe auf Heldin Angelina trifft, die sich um den gehetzten Sechstklässler selbstredend kümmert. Und natürlich sind die beiden skrupellosen Mordmaschinen in Menschengestalt nicht nur hinter dem Jungen her, sondern auch hinter seiner Beschützerin. Ein vorsätzlich gelegter Waldbrand soll helfen, damit niemand ihnen in die Quere kommt.

Dass sich so ein Waldbrand einer Monsterwelle gleich rasend schnell ausbreitet, damit haben die beiden Killer wohl nicht gerechnet. Wir, die Zuseher, allerdings schon. Wir haben schließlich Backdraft gesehen, den Klassiker zum Thema Feuerverhalten. Das intensive Tatsachendrama No Way Out – gegen die Flammen, in welchem Josh Brolin und Miles Teller dem wütenden Chaos entgegentreten, bietet hier ebenfalls den besseren Einblick.

Womit wir sonst noch gerechnet haben? Nun, es gibt in They Want Me Dead eigentlich kaum etwas, das nicht vorherzusehen war. Taylor Sheridans Film fühlt sich an, als wäre er ursprünglich viel länger gewesen, als wäre er grob gekürzt worden – entsprechend substanzlos verrichten alle ihren Job, mit Ausnahme des Jungdarstellers Finn Little, der wieder mal ob des intensiven Spiels für Verblüffung sorgt. So richtig enttäuschend aber sind „Kleinfinger“ Aidan Gillen und der völlig verheizte Nicholas Hoult. Normalerweise werden solche Rollen mit weniger renommierten Akteuren besetzt. Hier jedoch markieren beide schauspielerisch den schwarzen Peter.

They Want Me Dead hätte so etwas wie Mörderischer Vorsprung mit Sidney Poitier werden können. Trotz der Feuer-Komponente und den wunderbaren Overviews auf amerikanische Wälder hat Taylor Sheridans Film leider nichts, was ihn aus der Masse routinierter Outdoor-Thriller hervorhebt. Da hilft nicht mal Angelina Jolies Diven-Bonus. Im Gegenteil, der wirkt manchmal fehl am Platz.
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Kris K.
Kris K.

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3,0
Veröffentlicht am 5. Juni 2021
Jolie ist n Blick wert keine Frage, auch das Killer-Bruder-Commando ist rigoros.
Das CGI-Feuer sieht wirklich bedrohlich aus.
Das Feuer wird leider erst am nächsten Tag entdeckt, kann also über Nacht mindestens volle 12 Stunden Fackeln und somit die Größe des halben Saarlandes annehmen ohne dass es jemand bemerkt(!) außer natürlich die fünf Hauptprotagonisten die sich anscheinend in den riesigen Wäldern völlig alleine aufhalten.
Tja das ist halt ein B-Movie Klischee.
Besonders schade ist das der Regisseur die Auflösung hinter den geheimen Enthüllungen des getöteten Buchhalters schuldig bleibt.
Somit bleibt es eine solide feurige Actionunterhaltung .
Mehr Feuer und Spannung zum Thema Feuer, gibt es in Backdraft.
Sascha H.
Sascha H.

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1,5
Veröffentlicht am 2. Juni 2021
Der Film ist leider allenfalls unteres Mittelmaß. Zu viele Logiklücken und Dinge die man einfach so hinnehmen muss.

spoiler: Woher wissen die beiden Killer z.b. wo sie den Vater finden? Ein Bild an der Wand, auf gut Glück losgefahren. Der Vater hat zwar eigentlich Vorsprung, kommt aber natürlich erst nach den beiden dort an. Dann scheint es ja super wichtig sein die beiden umzubringen, koste es was es wolle. Man schickt dann aber nur diese zwei Handlampen. Der Mord am Staatsanwalt am Anfang wird noch mit einer Gasexplosion verschleiert. Bei dem Vater wird dann das Auto zersiebt ohne Rücksicht auf irgendwas. Der Blitzeinschlag im Turm... Blitzableiter? Und so geht es leider weiter...


Unterm Strich erfährt man noch nicht mal genau was der Vater weiß. Auch sehr schade...
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