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Marion Bachl
1 Kritiken
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5,0
Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
„Lovebox“ ist ein sehr sehenswerter und wunderbarer Dokumentarfilm, der nicht nur in ausgewählten Programmkinos gezeigt werden sollte und viel mehr beworben werden müsste. Das im Mittelpunkt stehende Experiment in der „Lovebox“ zeigt auf sehr berührende und gar nicht kitschige Weise, was eine kurze Begegnung zwischen zwei Fremden bewirken kann, wenn sie sich in Stille konzentriert und in Gedanken mit Offenheit, Dankbarkeit, Respekt und Wertschätzung in die Augen schauen und dann über die dadurch hervorgerufenen Gefühle und ihre Vorstellung von Liebe sprechen. Es entsteht erstaunlich schnell eine intensive Verbindung, ja sogar Zuneigung, zwischen beiden. Dass das nicht nur im Rahmen des Afrika-Burn-Festivals in Südafrika funktioniert, sondern auch in der „realen Welt“, in einem der Townships, führt eindrucksvoll vor Augen, wie einfach es doch sein könnte, die Angst vor allem Unbekannten, Vorurteile und Fremdenhass zu überwinden. Sehr schade, dass Trump und Putin nicht an diesem Experiment teilgenommen haben!
Ein wunderbarer Film über menschliche Begegnung die jegliche Barrieren der unterschiedlichen Lebensrealitäten überwindet. Sehr schöne Bilder begleiten die Reise der Crew durch dieses Experiment. Man kann den Film nicht oft genug sehen. Ich habe ihn gleich 2 Mal geschaut. [spoiler]
Dieser Dokumentarfilm ist ein echtes Kleinod – ein Blick in eine faszinierende andere Welt, sensibel erzählt und überaus berührend.
Eine Gruppe von Menschen aus verschiedenen Ländern entscheidet sich, für einige Tage unsere normale Welt zu verlassen und in ein magisches Happening einzutauchen: das Burning in Südafrika. Dort realisieren sie mit der Lovebox ein sorgfältig geplantes Experiment. Wer sich in sie hineinbegibt, startet eine kleine fiktive Reise ins All, um dort einer fremden Person zu begegnen, nur durch den Blick in die Augen des anderen. Es entsteht eine aufwühlende emotionale Nähe zwischen den beiden Weltraumreisenden, ein Moment der Offenbarung, ein Blick in die Seele des anderen ohne Visier. Der Film fängt diese sehr persönlichen Momente ein, und die Zuschauenden werden Zeugen dieser berührenden Begegnungen. Daneben zeigt der Film – teilweise auch auf humorvolle Weise – die Organisation des Unterfangens, die Dynamik innerhalb der Gruppe und das Geschehen rund um das Burning-Event. Eric aus Irland ist der Hauptprotagonist und zugleich Erzähler aus dem Off. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Event und der Gruppe aus Idealisten und Paradiesvögeln, aber auch von seinem Leben davor und danach.
Der Film ist wunderschön, tiefsinnig und inspirierend. Er lässt einen cineastisch in eine fast surreale Szenerie inmitten der fantastischen Landschaft der südafrikanischen Wüste eintauchen. Ein Film, der Hoffnung macht, weil er in unserer von Konflikten und Spaltungen geprägten Zeit daran erinnert, was uns Menschen verbindet. Ein Meisterwerk. Unbedingte Empfehlung!
„The Lovebox Experience“ beruht auf einer einfachen Idee: Zwei Menschen, die einander fremd sind, sitzen sich in einer Kammer gegenüber, blicken sich lange an und sprechen dann miteinander. Über ihre Erfahrungen mit Liebe, Nähe und Verletzlichkeit. Daraus entstehen Momente von erstaunlicher Intensität und Intimität, deren Zeugen wir als Zuschauer werden. Der Film vertraut darauf, dass Menschen füreinander interessant werden, wenn sie einander wirklich zuhören. Damit liefert er eine wohltuende, ermutigende und längst überfällige Antithese zu den sich überall ausbreitenden Kräften von Hass und Polarisierung. Eine Besonderheit sind die spektakulär gefilmten Drehorte in Südafrika. Wer einmal hautnah in die Atmosphäre eines Burning-Man-Events eintauchen möchte, sollte den Film nicht verpassen. Ganz unabhängig von der Geschichte haben mich die Ästhetik des Films, die Menschen, die Wüstenbilder, das AfrikaBurn-Festival und die Musik gefesselt. Alles in allem ein kluger, bewegender und unterhaltsamer Dokumentarfilm, über den man nach dem Abspann weiterreden möchte. Klare Empfehlung für einen unterhaltsamen und im besten Sinn belehrenden Kino-Abend.
„Ein ungewöhnlicher, warmer Dokumentarfilm über Begegnungen, die mal lustig, mal berührend und manchmal überraschend intensiv werden. Besonders schön sind die Momente in der LOVEBOX, wenn aus anfänglicher Unsicherheit plötzlich echte Nähe entsteht. Die Mischung aus Wüste, unterschiedlichen Menschen und sehr persönlichen Gesprächen bleibt im Kopf.“
Eine einfache Übung: Zwei Menschen sitzen sich gegenüber und schauen sich einige Minuten lang in die Augen. Mit der inneren Haltung: Ich sehe dich und bin für dich da. Die Filmemacher haben die Übung in einen bewegenden Film gepackt, mit einer Reise zu einem Festival in der Wüste Nevadas und in südafrikanische Siedlungen. Die Kamera begleitet das Lovebox-Team, man erlebt die teils skurrilen Kunstaktionen des Festivals, abgewechselt mit den sehr bewegenden Begegnungen der Menschen in der Lovebox. Am Schluß dann Kontrastprogramm in Kapstadt, aber auch hier kommt die Botschaft der Lovebox an. Es geht um Liebe, die das Gegenüber in seiner Freiheit belässt. Das funktioniert nur, wenn die Beziehung zu sich selbst in Ordnung kommt. Dann hebt Liebe die Trennung von Ich und Du auf. Kann den Film nur empfehlen. Er ist weder kitschig noch belehrend, sondern zeigt Menschen, die sich nicht genieren authentisch zu sein.
Ein sehr berührender Film über wahrhaftige menschliche Begegnung im hier und jetzt. Mit beeindruckenden Bildern vom BurnigMan-Festival in Südafrika und wunderbarer Musik. Eigentlich weine ich selten im Kino, aber zu sehen und mitzuerleben welch spontane emotionale Reaktionen bei den Menschen auf der Leinwand entstehen, das hat mich echt ergriffen. Bei all dem Hass und der Hetze der heutigen Zeit ist dieser Film reinster Balsam. Er macht Hoffnung. Danke den Machern!!
Dieser Film berührt im Innersten. Und zwar beides: Herz und Verstand. Das Herz des Zuschauers - meines - weint und lacht mit. Spürt die Liebe, die "in der Lobebox" fließt. Spürt Leid, Befreiung, Freude, Hüpfen, Heilung, Weite, Liebe. Unterschiede zwischen Männern und Frauen, arm und reich, schwarz und weiss, Slum und Wohlstand, alt und jung lösen sich auf. Was bleibt ist Verbundenheit - ein großes Herz. Und, eine mutige junge freche Generation. Der Verstand wird wach. Will erforschen. Will alte Denkweisen über Bord werfen. Will sich befreien. Was ist Liebe wirklich? Ist sie Besitz oder Freiheit? Gibt es Liebe verbunden mit "mir und mein"? "Mein Mann, meine Werte, meine Gefühle, mein Schmerz"? Oder ist Liebe Eigenverantwortlichkeit, Teilhabe, Kreativität, sich verschenken? Der Film ist ein Dokumentarfilm - eröffnet zugleich eine Vision. Die der Verbundenheit, jenseits der Zerstückelung, Anhaftung, Ausbeutung und Haben-Wollens. Ér lädt ein mutig zu hinterfragen. Ein Dankeschön - an diese inspirieren, mutigen Menschen und Künstler.