Ich hab mich streckenweise sehr an den fantastischen "Signs" erinnert gefühlt, mehr noch als an "unheimliche Begegnung der dritten Art". Gleichzeitig verläuft der Film aber doch in zunehmend anderen Bahnen, so dass er schon etwas Eigenes kreiert ohne die beiden Genreklassiker plump zu kopieren. Beim Schlussakt hab ich mich dann wiederum an den Tesserakt aus "Interestellar" erinnert gefühlt... Alles in allem, Reminiszenzen an drei meiner Lieblingsfilme - auch cool!
Ich finde gar nicht, dass der soooo langsam kommt, ganz im Gegenteil finde ich den Spannungsaufbau außerordentlich gut gelungen. Und gleichzeitig eine hervorragende Lektion in Sachen Filmkunst, wie man mit den allereinfachsten Mitteln und durch gezieltes Einsetzen einer atmosphäreischen Soundkulisse Spannung, Suspense und ja, sogar so etwas wie Grusel erzeugen kann - klasse!!!
Und ja, das Ende ist vielleicht nicht so gelungen wie der Teil davor, aber dennoch bekommt man hier einen - wie ich finde - sehr sehenswerten Science-Fiction-Thriller, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat.
Zwischendrin gibt's einige nette 80ies-Setpieces, aber unabhängig davon ist es eigentlich völlig wumpe, ob der Film nun 1982 oder 1942 oder 2022 spielt... Mir ist auch nicht so ganz klar, warum der Regisseur (der auch für Drehbuch, Schnitt und Koproduktion verantwortlich ist) den Film in die 80er Jahre gelegt hat, aber naja egal. Nice finde ich die Randnotiz, dass der Film in Yorkshire gedreht wurde, aber sowas von US rüberkommt... cool!
FAZIT: Für mich eins der SF-Highlights der letzten 10 Jahre und ein echter Geheimtipp. Solide schauspielerische Leistungen, solide Spannung, Suspense und ein klein wenig Grusel mit einem Minimm an Mitteln und ein vielleicht streitbares Ende, machen diesen Film zu einer echten Entdeckung!