Der Film hat alles kaputt gemacht was ich am Joker richtig cool fand. Hätte ich ein Musical buchen wollen dann hätte ich das gemacht. Ich saß nur noch im Kino und habe gedacht bitte nicht noch ein Lied singen
Ein grandioser Film, der der Figur des Jokers bzw. der Ideologie eines Jokers erstmalig wirklich gerecht wird. Ich kann die negative Kritik daher nur bedingt nachvollziehen und auch nur wenn man gedanklich an der Oberfläche diverser Comicfiguren hängt. Todd Phillips zeichnet seinen Joker aus Teil 1 konsequent und mit Tiefe weiter aus. Dabei gewinnt der brutale Realismus von persönlichem Missbrauch und sozialen Spannungen auch ohne explizite Darstellung an Schärfe und zeichnet einen zutiefst verletzten Menschen, dessen Geist sich aus Selbstschutz nicht nur immer Tiefer in impulsive Traumbilder flüchtet – bestimmte Schlüsselszenen im Genre des Musicals darzustellen ist hier sehr treffend gewählt – sondern auch von seinen Sympathisanten in dieses alternative Selbstbild des Jokers hineingerissen und manipuliert wird. Mit der Figur Harley Quinn gelingt Phillips schließlich auf geniale erzählerische Weise die Abspaltung von Arthur Fleck und damit die Geburt des realen Jokers, der eben ideologisch funktioniert und Arthur Fleck als Person nicht mehr benötigt. Wie das ausgeht ist bekannt und das macht einen dritten Teil obsolet: die Zahl der Sympathisanten wächst zu einer Terror-Armee, die immer gewalttätiger gegen Stadt und Staat vorgeht. Das ist nichts Neues aber Todd Phillips ist es gelungen, die Figur des Jokers in die Realität zu holen und erinnert damit an viele reale politische Spannungen. Ideologien, Terrorszenarien. Besonders gefallen hat mir das Spannungsfeld zwischen persönlicher Zerissenheit Flecks und politischer Zäsur Gothams, die sich schließlich konsequent verbinden und Joker unsterblich machen.
Der Film ist mutig. Ist real. Ist besonders. Er zeichnet die Figur aus dem ersten Teil konsequent weiter. Den Kosmos, welchen sich die Hauptfigur erschuf, um zu Überleben. Der Film ist einfach schonungslos ehrlich. Kein Popcornkino. Sondern eine sehr besondere Studie über Menschen. Ich bin sehr dankbar, dass dieser Film in der Welt ist.
Arthur Fleck sitzt mittlerweile seit 3 Jahren in dem Gefängnis Arkham fest. Dort lernt er die Mitinsassi Lee kennen. Sie verlieben sich und wollen ausbrechen und ein neues Leben starten. Doch Arthur wird der Prozess gemacht und er soll die Todesstrafe erhalten.
Joaquin Phonix spielt schon wie in dem Vorgänger den Joker und spielt die Rolle super. Egal ob als Joker oder als Arthur. Lady Gaga als Harly Quinn spielt ebenfalls super, obwohl sie leider nicht wirklich viel zu tun hat. Der Film ist neben einem Drama und Gerichtsthriller, auch ein Musical. Die Musiknummer sind toll und auch schön umgesetzt, leider passen sie oft nicht in die Handlung und unterbrechen wichtige Momente. Das Lady Gaga singen kann ist allen klar, doch auch Joaquin Phonix kann gut singen.
Problem des Films ist es, dass in einigen Stellen der Film langweilig ist und die Handlung nicht wirklich vorankommt. Dies hat der Vorgänger besser gemacht. Einzig die Gerichtsszenen waren am interessantesten und waren nie langweilig.
Doch das negativste am Film ist das Ende. Das Ende macht nicht nur den ersten Teil kaputt, sondern auch den Charakter Joker. Der Film weiß das der erste Teil besser ist und wiederholt dies sehr oft.
Das Ende wird viele Fans sauer aufstoßen und dies wird der Hauptgrund sein das der Film schlechte Kritiken bekommt bzw. bekommen wird. Beim Ende wird auf die Fans richtig geschießen und es wird auf die gepisst und auch noch draufgespuckt.
Am Ende kann ich sagen das der Film eigentlich eine 7/10 verdient hätte wäre der Schluß nicht, der Schluss verdient eine 0,5. So kann ich leider nur eine 4,5/10 geben
4,5/10
SPOILER:
spoiler: Das Arthur am Ende nicht der Joker ist und sogar stirbt ist richtig unbefriedigend. Ich kann nur die Hoffnung haben das es eine Forsetzung gibt und uns einen anderen als Joker präsentiert oder Arthur doch nicht gestorben ist und schließlich doch zum Joker wird.
Die schlechten Kritiken zeigen mir nur die zunehme Verblödung unserer Gesellschaft... Ein Publikum, dass sinnlosen Ballerfilmen gerne mal 4/5 Sterne gibt, wird den Film wohl nicht verstanden und falsche Erwartungen gehabt haben. Hier handelt es sich um einen Anspruchsvollen Film, indem es um die Psyche Jokers und Gesellschaftskritik geht. Und das ist genial gelungen. Ich war nach all den schlechten Kritiken sehr positiv überrascht. Für alle die es nicht verstanden haben, die Gesangseinlagen sind größtenteils Jokers Gedanken und Englischkenntnisse sollte man auch mitbringen, sonst versteht man den Inhalt nicht. Und alle die auf sinnloses Geballer ala John Wick stehen, sollten sich den Kinobesuch sparen. Oder bevor man eine schlechte Kritik verfasst, sich selbst hinterfragen, warum man nicht mehr Anspruch an Filme hat. Sonst würde man die Kunst in diesem erkennen.
Der Film war unfassbar scheiße, hab nix erwartet wurde trozdem enttäuscht. Mit Abstand der schlechteste DC Film wo ich jemals gesehen hab. Bin dafür extra ins Kino gefahren... hätte gern mein Geld zurück. Das beste an dem Kinobesuch war das Popkorn, obwohl ich es nach 10min verschüttet hatte....