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Gummitod
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2,5
Veröffentlicht am 7. Dezember 2023
Nach überschwänglichen Kritiken habe ich mich dann doch aufgemacht, mir "The Creator" selber anzuschauen. Aber: Irgendwie hat mich "The Creator" nicht wirklich begeistert. -Ja, er ist handwerklich gut gemacht. Sogar richtig, richtig gut gemacht! Die Action-Szenen sind zahlreich, erdrücken den Film aber wenigstens nicht (wie das in all den blutleeren Hollywood-Block-Bustern der letzten Jahre leider der Fall ist). Und eigentlich hat der Film ja auch eine interessante Geschichte zu erzählen: Wann ist ein Mensch unmenschlich und eine Maschine dafür "menschlicher als der Mensch"? Und wo verwischt die Grenze, eine Maschine "aus" zu schalten oder sie "zu töten"?
Nur leider kennt man diese Story schon seit "Blade Runner" und dort hat sie Ridley Scott doch weitaus raffinierter erzählt. Und das ist es glaube ich dann auch, was mich an "The Creator" stört: Die Handlung ist komplett vorhersehbar, die Figuren bleiben ziemlich eindimensional und sind praktisch alle Stereotypen. Dazu gesellen sich dann leider auch noch hanebüchene Logikfehler im Plot -so groß, dass man mit einem Bus durch sie durchfahren könnte! Da soll unser Held bspw. jahrelang mit seiner Frau am Ende der Welt zusammengelebt haben, aber nichts von ihrem Doppelleben gewusst haben? Und die US-Generalität verfügt über billionenteure Superwaffen und Spezialeinheiten, ist aber nicht in der Lage, den KI-Architekten Nirmata ausfindig zu machen, was unser ausrangierter Held dann aber mühelose über einen Billigscanner aus der Grabbelkiste innerhalb von einem halben Tag schafft: Solcher Art Ärgernisse leistet sich der Film leider zuhauf.
Versöhnt wird man da ein bisschen wieder mit wunderschönen Bildern: Die Landschaften, Kostüme und Settings sind perfekt gefilmt, die Vermischung von Androiden und Menschen fühlt sich supernatürlich an und John David Washington holt aus seiner ex-Agent-wird-reaktiviert-um-die-Welt-zu-retten-Rolle Joshua wenigstens ein paar schöne Momente heraus.
So bleiben unter dem Strich 137 Minuten einigermaßen passable Unterhaltung. Aber eben auch nicht mehr.
Eigentlich ein wichtiges und aktuelles Thema. Wie dazu gemacht, um es filmisch von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Leider ist dieser Film in mehrerer Hinsicht eine Enttäuschung. Ich störe mich vor allem an der Darstellung der Figuren, die ich abgesehen von der Hauptrolle einfach nur platt finde. Auch die technischen Aspekte zielen mehr auf Effekte als auf Logik. Warum sollte ein Einsatzkommando hell erleuchtet nachts am Strand erscheinen? Warum hat ein altes Auto ein modernes Cockpit? Warum hat eine Handgranate einen Timer von 10s? Achtung Spoiler: Damit ein Hund sie in aller Ruhe ins Maul nehmen kann und sie zu den komplett doofen Verfolgern bringen kann. Und so weiter.
Ein visuell konkurrenzloser Sci-Fi Kriegsfilm, der aber inhaltlich leider genau nur das ist: ein Kriegsfilm. Der Regisseur hat auch hier wieder, wie in seinen vorangegangen Filmen, große Probleme damit, sich inhaltlich zu entscheiden und konsequent seine Geschichte zu erzählen. Es werden große Fragen aufgemacht, die unter den Breiten und toll in Szene gesetzten Bildern begraben werden. Ideologisch ist der Streifen dann auch enorm problematisch und einseitig, da er die Möglichkeit sträflich ignoriert, dass KI von den Menschen missbraucht werden könnte. Was passiert, wenn Konzerne mächtige KI für sich ausnutzen? Was passiert, wenn KI von Menschen gegen Menschen im Krieg angewendet wird? Welche Möglichkeiten bietet KI in der Kriegsführung? Welche Gefahren stecken dahinter? Diesem Film fehlt eine gehörige Portion Ambivalenz, um seinen Bildern und seinem Thema gerecht zu werden. Ein wenig „Robocop“ Zynismus hätte „The Creator“ gut gestanden. Klammert man dieses liegen gelassen inhaltliche Potenzial aber aus und lässt sich auf die einseitige Geschichte ein, deren Plot vorhersehbar und gelinde gesagt, unterkomplex angelegt ist, bekommt man allerdings einen trotzdem spannenden Rausch geboten, der seine 3,5 Sterne durch die ästhetische Wucht, die großartigen Darsteller und den wirklich tollen Soundtrack verdient hat. Die 4,5 Sterne von Filmstarts sind auch mit viel Liebe nicht nachzuvollziehen. Hier war der Kritiker eben nicht das: Kritiker.
Böse KI und "Böse Asiaten" ein mörderisches Zusammenspiel! :) allein das hat mir gereicht. Die haben beim drehen noch die "böse Russen" vergessen. Das derzeitige amerikanisches politisches Narrativ und dere Ängste sind durchaus in der Film sichtbar. Eine komische Mischung aus I Robot, The Terminator und Oblivion, kaum bis zum Schluß sitzen konnte und die Hälfte des Films habe ich die Nachrichten in Händy gelesen. Das Hollywood ist schon längst tot
"The Creator" von Gareth Edwards (V) ist ein atmosphärisch dichter, dystopischer Science-Fiction-Film über eine Welt, in der die Menschheit gegen die K.I. Krieg führt. Und die Fragen: Was macht uns menschlich? Können Maschinen auch menschlich sein, vielleicht menschlicher als der Mensch selbst? Die Geschichte ist in düstere Bilder verpackt und die Schauspieler machen ihre Sache gut. Obwohl die Handlung recht vorhersehbar ist, bleibt es daher spannend und man fiebert mit den Figuren mit.
Fazit: Kein absolutes Muss, aber durchaus sehenswert. Lohnt sich.
Optisch sehr überzeugende Science Fiction - irgendwie eine Mischung aus „District 9“, „Star Wars“ und „Apocalypse Now“ - mit guten DarstellerInnen und einem stimmungsvollen Soundtrack. Danach hört das Lob aber auf. Leider bekam ich keinen richtigen emotionalen Zugang zu den Hauptfiguren, am Ende wurde es sogar fremdschämend kitschig.
Und es bleiben ein paar Fragen. Was macht KI in dem Film eigentlich aus? Was sind ihre besonderen Fähigkeiten? Eigentlich ist KI überhaupt kein richtiges Thema in dem Film. Warum kämpfen Roboter auf beiden Seiten? Warum humpeln sie, nur weil sie aus alten menschlichen Vorbildern bestehen? Warum befindet sich die wichtigste Waffe der KI in einem Riesen-Safe, dessen Sicherung man ganz einfach umgehen kann? Warum werden ihre Kräfte im Film völlig willkürlich eingesetzt? Etc pp …
Ich hätte mir eine etwas weniger belanglosere und differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. Dann wäre er mir wahrscheinlich auch nicht überlang vorgekommen.
Ein starker Film. Die Handlung ist sehr spannend gestaltet worden. Die Spannung ist allerdings nicht bis zum Ende erhalten. Ich fand, dass der Film zum größten Teil überzeugen konnte.
Meine Erwartungshaltung war groß, nach der sehr guten Kritik von filmstarts. Im Nachhinein kann ich diese nicht nachvollziehen! Das Einzige, was mich überzeugt hat waren die Effekte - aber nicht einmal hier durchweg. Manchmal wirkte diese Raumstation nämlich wie ein großes Luftfahrtschiff und Raketen finden innerhalb von Sekunden ihren Weg zum Ziel und manchmal ist sie dann doch weit oben im Orbit und Raketen benötigen eine gefühlte Ewigkeit - oder halt solange, wie der Spannungsbogen es gerade benötigt.
Und das ist letztendlich der Kern des Problems. Der Film ist nicht einmal innerhalb seines Universums kohärent - zu keinem Zeitpunkt. Er führt Figuren ein und vergisst sie wieder. Er ist vorhersehbar. Mal gibt es Kapitel a la Tarantino, dann wieder nicht. Mal sind die Rebellen technologisch top, mal ein Hühnerhaufen die als Gruppe von 20 Kämpfern keinen einzelnen, ungeschützten Feind treffen - dieser aber trifft nach Belieben. Zum Thema KI: Wenn "Nirmata" - der/die Oberexpert:in folgendemaßen erklärt, wie er an sein mächtiges Wissen kam "He told me everything about AI." und das damit abgehakt ist, dann beschreibt das auch das Handlungsniveau des Films: Irgendwas mit KI, SciFi, Gut und Böse und viel sinnfreies Geballer.
Der Film ist ein "Ideenregen" (meine Freundin) ohne Sortierung, ohne Konsequenz, ohne Kohärenz. Echt schade. --> Elysium mit Matt Damon...an diesen Film musste ich immer wieder denken. Der war auch so - inkl. Raumstation.
Krass @filmstarts, dass Eure Kritik so völlig anders ist! Vertrauensverlust!
Selten einen so schlechten und unrealistischen Film gesehen. Spätestens als der Affe die Bombe gezündet hat, konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen. Schade eigentlich, da die Idee hinter dem Film Viel Potential gehabt hätte.