Große Bekanntheit erlangte "Rust: Legende des Westens " noch lange vor seiner Premiere: Bei den Dreharbeiten im Oktober 2021 kam nämlich Kamerafrau Halyna Hutchins zu Tode, als Hauptdarsteller Alec Baldwin eine - wie sich herausstellte - mit echter Munition geladene Feuerwaffe auf die Kamera richtete und sich ein Schuss löste. Regisseur Joel Souza wurde dabei ebenfalls verletzt. Der Tod von Hutchins führte vor Gericht: Während Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, wurden der Vorwurf des Totschlags gegenüber Baldwin fallengelassen. Kurioserweise übernahm der Ehemann der Verstorbenen als Teil der Abfindung die Rolle des ausführenden Produzenten, als die Dreharbeiten zu "Rust" 2023 fortgesetzt wurden.
Für Alec Baldwin war "Rust: Legende des Westens" eigentlich ein Traumprojekt. Außer der Hauptrolle, übernahm Baldwin auch die Produktion und schrieb gemeinsam mit Regisseur Joel Souza das Drehbuch. Eine Hommage an die Italo-Western der 60er Jahre sollte der Film werden. Die Dreharbeiten, die eigentlich nur 21 Tage dauern sollten, wurde aber sogar von mehreren Zwischenfällen überschattet und letztlich um fast 1 1/2 Jahre verzögert - gipfelnd in dem tragischen Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins. Zu weiteren Zwischenfällen am Set der Produktion zählten u.a. auch ein Spinnenbiss, der einem Crewmitglied fast den Arm kostete und die Kündigung von 6 Mitgliedern der Kamera-Crew, die sich über die grauenhafte Wohnungsbedingungen am Drehort beschwerten. Auch Beschwerden über fehlende Sicherheitsmaßnahmen sollen schon vor dem Unfall mit Schusswaffe, der Hutchins das Leben kostete, vorgebracht worden sein. Durch die Verzögerungen und Probleme am Set beendeten die Schauspieler Jensen Ackles und Brady Noon ihr Engagement, obwohl sie bereits Szenen für den Film gedreht hatten.