The Life Of Chuck
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Rob T.
Rob T.

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4,5
Veröffentlicht am 5. August 2025
Manche Geschichten muss man vom Ende her erzählen. Denn wenn man vom Ende nach und nach an den Anfang kommt, dann sehen wir Verbindungen, die plötzlich sichtbar werden.
Es geht um das Leben von Chuck. Wobei wir erst mal gar nicht wissen, wer dieser Chuck ist.

Jeder sieht Chuck. Immer wieder laufen Spots im Fernsehen, in denen Charles „Chuck“ Krantz für 39 wunderbare Jahre gedankt wird. Danke, Chuck! Es gibt Werbeschilder und LED-Screens. Niemand kommt an Chuck vorbei, obwohl niemand weiß, wer das ist und was das soll.
Die Leute sind auch anderweitig beschäftigt: 80 Prozent von Kalifornien sind ins Meer gestürzt, die Wirtschaft bricht zusammen. Deutschland ist eine Kraterlandschaft. In Asien wütet die Beulenpest. Und dann explodieren auch noch die Sterne am Himmel. Es geht vorbei. Das Ende.
Das war der 3. Akt: „Danke, Chuck!“. Es folgt der 2. Akt: „Lang lebe die Straßenmusik“.
Hier läuft Chuck (Tom Hiddelston) an einer Musikerin vorbei – und beginnt zu tanzen. Warum ihm das in den Sinn kam, weiß er nicht.
Im 1. Akt, „Ich enthalte Vielheiten“, das am Ende kommt, erleben wir Chuck (Jacob Trembley) als Jugendlichen. Seine Eltern sterben früh, er wächst bei den Großeltern auf. Sein Opa warnt ihn aber immer wieder, auf den Dachboden zu gehen. Zu gefährlich. Es ist das große Mysterium.

Mike Flanagans Film „The Life of Chuck“ basiert auf einer Kurzgeschichte von Stephen King. Mit Horror hat diese Story aber nichts am Hut. Eine Prise Mystery darf aber nicht fehlen.
Er ist Katastrophenfilm, ein bisschen Musical, dazu eine Coming-of-Age-Story. Alles ein bisschen melancholisch, manchmal geheimnisvoll – aber vor allem immer faszinierend und packend.
Während Chuck anfangs (eigentlich ja am Ende) ein Mysterium ist, lernen wir Chuck im Laufe des Film näher kennen. Warum mag er es, zu tanzen? Warum hat er geahnt, wie es zu Ende geht?
Es gibt einen extrem berührenden Moment, in dem Chuck in seine Zukunft schauen kann, es ist das Tor zum Ende – beziehungsweise zum Anfang des Films.
Das alles ist ganz stark gespielt, sowohl der auf der Straße tanzende Tom Hiddelston als auch der jugendliche Jacob Trembley spielen wahnsinnig gut. Das gilt aber auch für die vielen Nebenrollen.
Wenn der Film eine Botschaft haben sollte, dann vielleicht die, sein Leben zu leben, als gäbe es kein Morgen. Denn irgendwann gibt es wirklich keines mehr.
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 86 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Juli 2025
The Life of Chuck ist einer dieser Filme, die unter die Rubrik "Geschmackssache" fallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Menge Leute aus dem Film kommen und erstmal überlegen müssen, was sie da überhaupt gesehen haben.

Der Film ist in drei Episoden aufgeteilt, die jedoch Rückwärts erzählt werden:

In der ersten Episode steht das gesamte Universum vor dem Kollaps. Erst langsam mit dem Ausfall des Internets, dann weiter mit dem Zusammenbruch der weltweiten Infrastruktur, bis hin zu verheerenden Naturkatastrophen wie einem Vulkanausbruch mitten in Deutschland oder dem Versinken von halb Kalifornien im Meer. Mittendrin in diesem Szenario erscheinen jedoch immer wieder Werbetafeln, in dem man einem gewissen Chuck, den niemand auf der Welt zu kennen scheint, für 39 wundervolle Jahre danken soll.

In der zweiten Episode sehen wir ebenjenen Chuck, der sein Leben als Buchhalter fristet und seiner Wege geht. Bis er jedoch auf der Straße auf eine Musikerin trifft, die mit ihrem Schlagzeug den richtigen Ton bei Chuck zu treffen scheint und zum tanzen mit einer jungen Dame animiert. Irgendetwas scheint mit Chuck jedoch nicht ganz zu stimmen.

In der letzten Episode sehen wir Chuck als Kind, der früh seine Eltern verliert und bei seinen Großeltern aufwächst. Hier kommen die aus den ersten beiden Episoden, losen Erzählstränge zusammen und ergeben am Ende das große Gesamtbild.

The Life of Chuck ist ein absolut lebensbejahender Film, der mit absolut realitätsnahen Botschaft besticht: Nimm das Leben so an, wie es kommt. Nutze deine Chancen. Habe keine Angst vor der Zukunft. Wenn man sich darauf einlässt, erlebt man einen wunderbaren Film, der auch visuell sehr beeindruckt. Wenn nicht, besteht durchaus die Gefahr, dass man sich schnell langweilt.

Von mir jedoch eine absolute Empfehlung!
David Willson
David Willson

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3,5
Veröffentlicht am 30. Juli 2025
Wie erzählt man die Lebensgeschichte einer Person, vielleicht rückblickend wäre eine Möglichkeit. Und wenn die letzte Tage seines Lebens schräg und apocalyptisch erscheinen, erweckt man ein unglaubliche Neugier zum wie, wer, wo was des Lebens der Person. Diese Film ist eine vielfältige Reise, wo man aufmerksam bleiben muss, um die Spuren des Lebens an die richtige Stellen zu platzieren.
Das Gesamtbild ist faszinierend und die Schauspieler - Leistung trägt die etwas ungewöhnliche Geschichte mit Würde.
The Dark Knight
The Dark Knight

2 Follower 120 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. August 2025
Gut zum einmal anschauen und wieder vergessen. Mir fehlt irgendwie der Inhalt, die Botschaft oder sowas. Es passiert eigentlich nix und es gibt keine richtige Story oder sowas. Oder ich bin nicht für solche Filme geeignet.
Hannes Streng
Hannes Streng

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0,5
Veröffentlicht am 27. Juli 2025
Klarer Anwärter für die Goldene Himbeere 冷
An belangloser Langeweile nicht zu übertreffen, es verursacht Schmerzen, diesem Blödsinn zuzusehen.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 580 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 20. Juli 2025
Stephen King und Mike Flanagan finden zusammen, um mal keinen Horrorfilm zu machen, sondern … ein sehr merkwürdiges Drama. Wir erleben eine Welt, die mehr und mehr Katastrophen durchlebt und durchleuchten das Leben eines Angestellten, dem jeder dankbar zu sein scheint. Tom Hiddleston ist dabei zwar auf dem Cover und in der Story die zentrale Figur, hat aber nur wenig Bildschirmzeit. Dafür liefert er eine Sequenz für die Ewigkeit, wenn er mit einer Straßenmusikerin eine Tanzeinlage beginnt: diese kraftvolle Szene begeistert komplett. Beim restlichen Film hat es mich etwas außen vorgelassen, aber durchweg interessiert.

Fazit: Nicht leicht zu greifender Film, mit charismatischem Tom Hiddleston und einer unfassbar guten Tanzszene!
beco
beco

83 Follower 433 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2025
Man sollte den Film etwas sacken lassen, dann gewinnt er an Zustimmung.
In jedem Menschen steckt das ganze Universum und das ganze Universum versinkt mit dem Tod, eine melancholische Betrachtung, die der anderen Aussage über die Größe des Universums gegenübergestellt wird.
Der Film lässt aber keine Radikalität zu, man wartet dem Untergang entgegen und ergibt sich ihm.
Einige wunderschöne Szenen, besonders die Tanz-Schlagzeug-Szene, werden wahrscheinlich lange im Gedächtnis bleiben, aber der Film bleibt doch im Sentimentalen. Auch die von Steven King so bevorzugte Übersinnlichkeit, führen insgesamt dann eher zu einem zwiespältigen Eindruck.
Eigentlich schade,
Hightower GoGo
Hightower GoGo

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2,0
Veröffentlicht am 10. Juli 2025
Wir haben den Film am zehnten siebten in der Sneak gesehen und ab der Tanzszene, die uns nicht in Erinnerung bleiben wird, den Saal verlassen.
Die Filmfiguren haben uns weder gepackt noch gefesselt.
Das Eltern-/Lehrergespräch hat ein kleines Lächeln hinterlassen.
Katastrophenfilm kann das nicht benannt werden, darüber wird nur kurz gesprochen aber nichts wirklich gezeigt, was einen in die Endzeitstimmung versetzt.
Und bitt, Deutschland wird nicht in eine Vulkanlndschft verwandelt sondern es ist wohl nur ein Vulkan ausgebrochen.
Das Ende von Kapitel 3, welches ja als erstes gezeigt wird, hat ein schönes Zusammenspiel mit dem Ende des Lebens von Chuck.
Aber sonst hat uns nichts abgeholt.
Der Film strotzt vor bekannten Namen.
Mehr bleibt aber für uns leider nicht.
Der Film hatte vor knapp einem Jahr seine Weltpremiere. Warum er dann erst jetzt in den Kinos erscheint bleibt für uns ein Rätsel.
Im Kino hat er jedenfalls keinen Platz verdient.
Bei Netflix, wo die vielen anderen Flanagan Filme gelandet sind, wohl eher.
W Brock
W Brock

2 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 14. Juli 2025
Ein wunderschöner, sehr bewegender Film. Jedoch benötigt man ein wenig Phantasie, um die Intention und Zusammenhänge zu verstehen.
Alex Schuck
Alex Schuck

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 10. Juli 2025
Zuerst herrschte totale Verwirrung, bis der Film seine komplette Schönheit entfaltet. Ich hatte ihn in der Sneak gesehen und war restlos begeistert
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