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4,0
Veröffentlicht am 25. Juli 2025
The Life of Chuck ist einer dieser Filme, die unter die Rubrik "Geschmackssache" fallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Menge Leute aus dem Film kommen und erstmal überlegen müssen, was sie da überhaupt gesehen haben.
Der Film ist in drei Episoden aufgeteilt, die jedoch Rückwärts erzählt werden:
In der ersten Episode steht das gesamte Universum vor dem Kollaps. Erst langsam mit dem Ausfall des Internets, dann weiter mit dem Zusammenbruch der weltweiten Infrastruktur, bis hin zu verheerenden Naturkatastrophen wie einem Vulkanausbruch mitten in Deutschland oder dem Versinken von halb Kalifornien im Meer. Mittendrin in diesem Szenario erscheinen jedoch immer wieder Werbetafeln, in dem man einem gewissen Chuck, den niemand auf der Welt zu kennen scheint, für 39 wundervolle Jahre danken soll.
In der zweiten Episode sehen wir ebenjenen Chuck, der sein Leben als Buchhalter fristet und seiner Wege geht. Bis er jedoch auf der Straße auf eine Musikerin trifft, die mit ihrem Schlagzeug den richtigen Ton bei Chuck zu treffen scheint und zum tanzen mit einer jungen Dame animiert. Irgendetwas scheint mit Chuck jedoch nicht ganz zu stimmen.
In der letzten Episode sehen wir Chuck als Kind, der früh seine Eltern verliert und bei seinen Großeltern aufwächst. Hier kommen die aus den ersten beiden Episoden, losen Erzählstränge zusammen und ergeben am Ende das große Gesamtbild.
The Life of Chuck ist ein absolut lebensbejahender Film, der mit absolut realitätsnahen Botschaft besticht: Nimm das Leben so an, wie es kommt. Nutze deine Chancen. Habe keine Angst vor der Zukunft. Wenn man sich darauf einlässt, erlebt man einen wunderbaren Film, der auch visuell sehr beeindruckt. Wenn nicht, besteht durchaus die Gefahr, dass man sich schnell langweilt.
Stephen King und Mike Flanagan finden zusammen, um mal keinen Horrorfilm zu machen, sondern … ein sehr merkwürdiges Drama. Wir erleben eine Welt, die mehr und mehr Katastrophen durchlebt und durchleuchten das Leben eines Angestellten, dem jeder dankbar zu sein scheint. Tom Hiddleston ist dabei zwar auf dem Cover und in der Story die zentrale Figur, hat aber nur wenig Bildschirmzeit. Dafür liefert er eine Sequenz für die Ewigkeit, wenn er mit einer Straßenmusikerin eine Tanzeinlage beginnt: diese kraftvolle Szene begeistert komplett. Beim restlichen Film hat es mich etwas außen vorgelassen, aber durchweg interessiert.
Fazit: Nicht leicht zu greifender Film, mit charismatischem Tom Hiddleston und einer unfassbar guten Tanzszene!
Wir haben den Film am zehnten siebten in der Sneak gesehen und ab der Tanzszene, die uns nicht in Erinnerung bleiben wird, den Saal verlassen. Die Filmfiguren haben uns weder gepackt noch gefesselt. Das Eltern-/Lehrergespräch hat ein kleines Lächeln hinterlassen. Katastrophenfilm kann das nicht benannt werden, darüber wird nur kurz gesprochen aber nichts wirklich gezeigt, was einen in die Endzeitstimmung versetzt. Und bitt, Deutschland wird nicht in eine Vulkanlndschft verwandelt sondern es ist wohl nur ein Vulkan ausgebrochen. Das Ende von Kapitel 3, welches ja als erstes gezeigt wird, hat ein schönes Zusammenspiel mit dem Ende des Lebens von Chuck. Aber sonst hat uns nichts abgeholt. Der Film strotzt vor bekannten Namen. Mehr bleibt aber für uns leider nicht. Der Film hatte vor knapp einem Jahr seine Weltpremiere. Warum er dann erst jetzt in den Kinos erscheint bleibt für uns ein Rätsel. Im Kino hat er jedenfalls keinen Platz verdient. Bei Netflix, wo die vielen anderen Flanagan Filme gelandet sind, wohl eher.