Vier minus drei
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Filmkritiker
Filmkritiker

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3,0
Veröffentlicht am 20. April 2026
Der Film ist durchaus sehenswert, tolle Hauptdarstellerin. Manchmal wäre etwas mehr Tiefe und Perspektivwechsel wünschenswert, statt der immergleichen Wiederholung des Verlustschmerzes. Aber für einen deutschen Film ist der okay.
Man muss aber gewillt sein, 2h lang den Stadlober auszuhalten. Ein manierierter, hölzerner Schauspieler, dem etwas Körperpflege und Sport gut tun würden. Sendungsbewusstsein, das hat er allerdings: mit 15 die Schule verlassen und nun die Welt über den schönen Sozialismus belehrend. Gleichzeitig lebt der Mann von der Filmförderung und denen, deren Mercedes er gerne anzünden würde.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 612 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 14. April 2026
POSITIV UNGEWISS


Durch einen Unfall verliert die als Krankenhausclown tätige Barbara (Valerie Pachner) einen Teil ihrer Familie.

Ich habe „Vier Minus Drei“ wenige Tage vor dem regulären Filmstart bei der München-Premiere gesehen. Für ein Q&A nach der Vorstellung standen die Autorin des gleichnamigen Bestseller-Romans Barbara Pachl-Eberhart, Hauptdarstellerin Valerie Pachner, Regisseur Adrian Goiginger sowie Drehbuchautor Senad Halilbašić zur Verfügung. Der Roman basiert auf den Erlebnissen der Autorin. Anhand von kleinen Beispielen wurden einige Abweichungen zwischen Fakten, Roman und Drehbuch erläutert.

„Vier minus drei“ prasselt in 121 bewegenden Minuten zeitverschachtelt auf sein Publikum ein, das hauptsächlich die Folgen des tragischen Ereignisses sieht, mit dem Barbara zurechtkommen muss. Die vielen von schweren emotionalen Ausbrüchen begleiteten Szenen wären ohne die Rückblenden in das Familienleben der Hauptfigur kaum auszuhalten. Selbst diese beinhalten nicht nur das Gelbe vom Ei des Lebens.

Valerie Pachner, die bereits für Terrence Malick vor der Kamera stand („Ein verborgenes Leben“, 2019), zeigt ihr vielfältiges Können um die durcheinandergewirbelte Gefühlsebene ihrer Barbara in mehr als beeindruckender Weise. Sie habe zur Bewältigung dieser Aufgabe während des Drehs ganztätig in der Stimmung der Rolle bleiben müssen, erläuterte die Schauspielerin auf Anfrage. Dass die Schlusseinstellungen des Films am letzten Drehtag erfolgten, habe ihr sehr geholfen. Ebenso überzeugend tritt Robert Stadlober als Heli auf.

Mit Tiefe werden die wesentlichen Charaktere offengelegt, insbesondere deren kreative Ader und der Wunsch nach Freiheit. Vor allem dadurch ist das nach dem schrecklichen Ereignis schlingernde Aufstreben der Barbara glaubhaft zu verstehen. Obwohl dieser Teil der Handlung relativ gering erscheint, reicht er dennoch aus, die Empfindung für den ergriffenen Funken Hoffnung in den Kinosaal zu übertragen.

„Vier minus drei“ ist ein eindringliches gefilmtes und gespieltes, sehr sehenswertes Ringen um das Wiederankommen.
David Willson
David Willson

1 Follower 111 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 19. April 2026
Barbara liebt ihren Beruf als Clown im Kinderkrankenhaus, ihren Mann Heli hat sie als Straßen Clown kennen und lieben gelernt und mit ihm die junge Familie gegründet. Beim Unfall verliert die Barbara alle 3. Wie sollte sie so einen Schicksalsschlag verarbeiten.
Die Geschichte ist lebensnah und lustig, aber auch tiefst traurig und schmerzhaft. Pachner ist einfach ausgezeichnet und Stadlober auch. Die persönliche Verarbeitung ist ein kompliziertes und ganz individuelles Thema, dass man nicht grob generalisieren kann oder darf. Musikalisch, sehr kreativ und bereichernd begleitet. Die Intensität ist nicht selten fast unerträglich, aber sie fühlt den Film leidenschaftlich aus. Nur ist sie als Geschichte manchmal ein bisschen zu träger, sonst sehr empfehlenswert.
Anjabui
Anjabui

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0,5
Veröffentlicht am 19. April 2026
Der Film „Vier minus Drei“ hat mich leider nicht überzeugt. Es war zwar schön, Barbara noch einmal zu sehen, doch im Vergleich zum Buch bleibt der Film weit hinter der emotionalen Tiefe zurück, die die Geschichte eigentlich trägt.

Viele der eindrucksvollsten und schmerzhaftesten Momente, die im Buch so intensiv geschildert werden, fehlen oder werden nur oberflächlich angedeutet. Besonders vermisst habe ich die Szenen im Krankenhaus – den Moment, in dem die Geräte von Timo abgeschaltet werden mussten. Ebenso fehlt die Wucht des Beginns: die Nachricht vom Unfall, die Situation an der Unfallstelle, die alles erschütternde Ausgangslage.

Auch die späteren Schuldgefühle in Bezug auf die Kinder, die im Buch so eindringlich und nachvollziehbar beschrieben sind, kommen im Film kaum zur Geltung. Gerade diese inneren Prozesse sind es aber, die die Geschichte so tief berührend machen.

Ich habe den Eindruck, dass es extrem schwer ist, ein so existenzielles Thema filmisch wirklich zu greifen. Dennoch bleibt für mich das Gefühl, dass hier etwas Wesentliches verloren gegangen ist.

Wer das Buch kennt, wird ohne Frage zentrale, tragende Szenen vermissen – genau jene, die notwendig wären, um die Tiefe von Barbaras Erleben wirklich zu transportieren.

Für mich war der Film daher enttäuschend, und ich kann ihn nicht weiterempfehlen.
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