Der Film „Vier minus Drei“ hat mich leider nicht überzeugt. Es war zwar schön, Barbara noch einmal zu sehen, doch im Vergleich zum Buch bleibt der Film weit hinter der emotionalen Tiefe zurück, die die Geschichte eigentlich trägt.
Viele der eindrucksvollsten und schmerzhaftesten Momente, die im Buch so intensiv geschildert werden, fehlen oder werden nur oberflächlich angedeutet. Besonders vermisst habe ich die Szenen im Krankenhaus – den Moment, in dem die Geräte von Timo abgeschaltet werden mussten. Ebenso fehlt die Wucht des Beginns: die Nachricht vom Unfall, die Situation an der Unfallstelle, die alles erschütternde Ausgangslage.
Auch die späteren Schuldgefühle in Bezug auf die Kinder, die im Buch so eindringlich und nachvollziehbar beschrieben sind, kommen im Film kaum zur Geltung. Gerade diese inneren Prozesse sind es aber, die die Geschichte so tief berührend machen.
Ich habe den Eindruck, dass es extrem schwer ist, ein so existenzielles Thema filmisch wirklich zu greifen. Dennoch bleibt für mich das Gefühl, dass hier etwas Wesentliches verloren gegangen ist.
Wer das Buch kennt, wird ohne Frage zentrale, tragende Szenen vermissen – genau jene, die notwendig wären, um die Tiefe von Barbaras Erleben wirklich zu transportieren.
Für mich war der Film daher enttäuschend, und ich kann ihn nicht weiterempfehlen.