Mars Express
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BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.854 Follower 5.067 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2025
Absolut nicht mein Ding: Animationsfilme für Erwachsene sind nicht meins und Cyberpunk Stories liegen mir auch nicht. Da mir dieser hier aber sehr eifrig empfohlen wurde habe ich trotzdem mal mein Glpck veruscht und wurde nicht enttäuscht. Ich hatte bei Cover und Titel erwartet, daß es um eine Weltraumreise geht. Statt dessen erweist sich der Film als eine Art Film Nor, in dem eine spröde Heldin auf der Erde herumspaziert und eine Ermittlung ausführt. Diese steckt voller Twists und Wendungen und etlichen tiefer gehenden Fragen. Das heftige Ende rundet die kurzweiligen anderthalb Stunden sehr gut ab.

Fazit: Spannend, kurzweilig und voller Tiefe!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 376 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 28. Dezember 2024
Anspruchsvolles und visuell starkes Animationswerk!

Animationsfilme für Erwachsene werden nur selten erfolgreich. Ein sehr positives Beispiel hierfür findet sich zum Beispiel in der tollen Anthology-Serie „Love, Death & Robots“ auf Netflix, die durch große Namen wie Tim Miller und David Fincher an Popularität gewann. Doch der Großteil der Animationsprojekte fällt unter den Radar, mit Ausnahme von einigen Animes.
Ein ähnliches Schicksal scheint auch „Mars Express“ von 2023 zu erleiden. Der französische Jérémie Périn drehte hier seinen ersten Film, nachdem er unter anderem an einigen Musikvideos beteiligt war, darunter das großartige und verstörende „Fantasy“ von DyE. „Mars Express“ ist ein wirklich beachtlicher und sehenswerter Sci-Fi-Film, der sich an großen Werken wie „Blade Runner“ oder „Ghost in the Shell“ orientiert und mit einer schicken Cyberpunk-Optik punktet.

Die Privatdetektivin Alin und ihr Kollege Carlos sind an einem Mordfall dran. Mit jedem weiteren Hinweis geraten die beiden Freunde jedoch tiefer in einer düstere Verschwörung, bei der es unter anderem darum geht, dass Androiden und Roboter plötzlich einen freien Willen erhalten und sich gegen die Menschen und ihre Regeln zur Wehr setzen…

Ein bekanntes Konzept in dem Genre, das aber wirklich stark umgesetzt wird. „Mars Express“ ist besonders in seiner Präsentation fantastisch. Und dabei spreche ich nicht nur von der Animation. Auch das Drehbuch ist wirklich gut! Die Dialoge wirken fast nie aufgesetzt oder klischeehaft. Und immer wieder präsentiert uns der Film neue und spannende, futuristische Konzepte wie etwa Carlos: Der ist seit fünf Jahren tot, lebt aber als Datei in einem Androiden-Körper weiter.

Immer wieder werden diese spannenden Ideen anhand von visuellem Storytelling übermittelt. Es gibt also keine nervigen Exposition-Dialoge, die einem alles erklären. Stattdessen wird dem Zuschauer alles natürlich auf visuelle Weise gezeigt und näher gebracht.

Mein einziger Kritikpunkt ist nur, dass mir die Figuren am Ende trotz allem etwas zu blass bleiben. Ich hätte gern mehr über die Charaktere erfahren, um mehr mit ihnen zu sympathisieren. Der Film ist nämlich nur 88 Minuten lang. In der heutigen Zeit, in der jeder große Blockbuster fast drei Stunden dauert, ist dies im Prinzip ein Segen. Und dennoch hätte ich gern einfach mehr Zeit in dieser spannenden Welt mit ihren Figuren verbracht. Und ja, das werte ich auch als etwas Gutes.

Visuell ist „Mars Express“ natürlich absolut wundervoll anzusehen. Mit einer Mischung aus 2D- und 3D-Animationen, erhält der Film einen coolen und futuristischen Look. Dabei stechen vor allem die Farben schön heraus. Und auch die Action ist rasant und stark inszeniert. Und ab und zu wird es auch etwas brutaler. Der Film ist nichts für Kinder, falls das noch nicht klar sein sollte…

Fazit: „Mars Express“ ist ein sehr sehenswerter Animationsfilm mit einer faszinierenden Cyberpunk-Welt und einer spannenden Story. Ich bin sehr gespannt, was Regisseur Périn als nächstes raushaut. Ich hoffe vor allem, dass er weiterhin seine Projekte finanzieren kann. Deswegen hier eine ganz klare Empfehlung für „Mars Express“, vor allem wenn man „Ghost in the Shell“ oder „Blade Runner“ liebt!
S. Schmidt
S. Schmidt

3 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 28. Juli 2024
Auch wenn die Animation nicht die Detailtiefe erreicht, adressiert der Film das Wesentliche und erreicht eine Handlungstiefe. Die Figuren sind authentisch belebt. Das Ghost in the Shell als absolutes Vorbild gedient hat stört mich nicht. Für alle Fans des Genre ein Muss!
Ph M
Ph M

1 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 8. Mai 2024
Ghost in the Shell trifft auf französische Charaktere. Ein ganz elegant designter, geschriebener und animierte Film, der viele zeitgenössische Themen gekonnt unter einen Hut bringt. Man fragt sich, wieso die screenwriter in Hollywood nicht mal in Frankreich anwerben. Die deutsche Fassung ist gut synchronisiert, klare Empfehlung auch hier.

Schaut euch diesen zu Unrecht kaum beworbenen und gezeigten Film an, es lohnt sich!
Lemmiblog
Lemmiblog

2 Follower 259 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 10. Juni 2026
FREIER WILLE FÜHRT ZU SEX UND KIFFEN

Es ist das Jahr 2200, die Privatdetektivin Aline ermittelt zusammen mit ihrem mechanischen Kollegen Carlos im Fall einer verschwunden Studentin. Was zunächst einfach klingt, weitet sich schnell aus als sie die zerschossene Wohnung sowie die tote Mitbewohnerin vorfinden. Aline und Carlos kommen einer dunklen Verschwörung auf die schliche, doch wessen Ende steht wirklich bevor?

Mars Express geht ca. 85 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Sci-Fi Thriller rund um eine Detektivin die nebst ihrem Trauma aus der Armee, was ihren Kollegen Carlos zu dem machte was er nun ist, etwas aufdeckt was die Blaupause für nahezu alles im Cyberpunk steht.
Die Story, trotz des alten Themas das Maschinen sich gegen Menschen stellen, war dennoch überraschend und herrlich kurzweilig. Das liegt vor allem an den tollen Charakteren, Aline ist keineswegs perfekt jedoch rockt sie Action, Crime und auch die Humoraspekte. Mein Favorit war allerdings Carlos, diese Figur hätte nen eigenen Film verdient gehabt (Kriegstrauma, mechanischer Körper, Familie will dich nicht mehr, Ausgrenzung der Gesellschaft, fehlende Updates).
Der Animationstil sieht wunderbar aus, so ein Videospiel mit den Figuren hätte ich gerne. Zudem werden Themen aufgemacht wie ., Alkoholismus und Gesellschaftlicher Druck ohne das es aufgezwungen wirkt.
Das Finale konnte mich gut überraschen, denn es läuft nicht auf ein "Menschen lernen dazu" oder "wir koexistieren jetzt" heraus. Happy End? Kommt auf die Sichtweise an würde ich sagen.
Am Ende bleibt ein Streifen der tolle Action, gut platzierten Humor und fantastische Charaktere bietet. Die Ermittlungen sind nie langweilig und ich hätte gern mehr von dieser Welt gesehen.

Von mir bekommt der Film 8/10 Punkten. "Wie war der Ausflug zur Erde? Alles asoziale Arbeitslose". Gibt es eine Zukunft in der es mal eine 0% Arbeitslosigkeit gibt?
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