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Horridus
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5,0
Veröffentlicht am 29. September 2026
Resident Evil (2002)
Resident Evil überzeugt vor allem durch seine düstere und klaustrophobische Atmosphäre. Besonders die unterirdischen Anlagen des Hive erzeugen ein beklemmendes Gefühl der Enge und Isolation. Der Film versteht es, Spannung nicht ausschließlich über Action oder Schockeffekte aufzubauen, sondern über Dunkelheit, räumliche Enge, Geräusche und die ständige Erwartung, dass hinter der nächsten Ecke etwas lauern könnte.
Gerade das Zusammenspiel aus Bildgestaltung und Sounddesign funktioniert dabei sehr gut. Die Geräuschkulisse vermittelt dem unterirdischen Komplex eine bedrohliche Lebendigkeit, während Musik und gezielt eingesetzte Surroundeffekte für eine überzeugende räumliche Wirkung sorgen. Gerade im Heimkino entfaltet der Film dadurch eine intensive Atmosphäre.
Auch wenn Resident Evil stellenweise deutlich actionorientierter ist als klassischer Survival-Horror, bleibt die bedrückende Grundstimmung über weite Strecken erhalten. Der Hive ist dabei eindeutig die große Stärke des Films: dunkel, steril, unübersichtlich und jederzeit bedrohlich.
Fazit: Ein atmosphärisch starker Horror-Actionfilm, der insbesondere durch seine düstere Inszenierung, das klaustrophobische Setting und ein wirkungsvolles Sounddesign überzeugt.
Ein ausgezeichneter Film, der es total in sich hat! Der Film bietet pure Spannung, Action, Horror, interessante Charaktere und geile Jumpscares. Die Besetzung ist TOP! Insgesamt ist der Film ein wahres Horror-Meisterwerk.
In Unkenntnis des Spiels, kann ich nur den Film als solchen bewerten, als Beginn eines riesigen Franchises... und der hat mich nun alles andere, als vom Hocker gerissen. Die Atmosphäre hätte düster, klaustrophobisch-beklemmend sein können, wirkt dagegen aber eher steril und nichtssagend. Die Figuren wirken blass und konturlos, was durch die anfängliche Amnesie noch verstärkt wird. Allein diese beiden Aspekte sorgen dafür, dass einem die Figuren herzlich egal sind und somit auch keine wirkliche Spannung entsteht. Actionlastig und anspruchslos, hinterlässt der Beginn der "Resident-Evil-Reihe" nicht eben den besten Eindruck.
Ein spannender zum Teil auch gruseliger Zombie Film mit viel Action, tollen Kulissen, ein bisschen Humor und auch einer soliden Handlung, die viele seiner Genreverwandten kläglich vermissen lassen. Seinen Nachfolger "Apokalypse" fand ich sogar noch besser, vor allem wegen Jill Valentine, der Fleisch gewordenen Männerfantasie.
Als Fan der Videospielreihe kann man über die Realverfilmungen nur müde lächeln. Dabei ist der erste Teil noch mit Abstand der gelungenste der Reihe, die hoffentlich auch nicht weiter geht. Zum Film: Milla Jovovich spielt ihre Figur der Alice sehr gut. Anfangs etwas verwirrt, nimmt Sie immer weiter Fahrt auf. Die Nebenrollen sind solide besetzt, Michelle Rodriguez wirkt in ihrer Roller aber etwas deplatziert. Die Atmosphäre ist durchaus gelungen, der Soundtrack miserabel, die Kamerarbeit eher Durchschnitt. Die Computereffekte sind wohlwollend überschaubar und zum damaligen Zeitpunkt überzeugend. Kreativer Höhepunkt ist ganz klar der "Laserraum", der auch im finalen Teil ein Wiedersehen feiert. Was mir persönlich absolut stört ist die Rolle des "Verursachers" und das plumpe Motiv für die Freisetzung des Virus im Labor. Unter'm Strich ein solider Action-Kracher.
MILLA´S CROSSING von Michael Grünwald / filmgenuss.com
Wenn Ihnen eine Frau, die Sie noch nie gesehen haben (ein Kind der 80er, was soll ich tun), plötzlich die Knarre vors Gesicht hält, und Sie wissen nicht warum, dann leiden Sie vermutlich unter Gedächtnisverlust. Das Witzige dabei: Milla Jovovich geht’s ganz genauso. Nur ihr hält niemand die Knarre vors Gesicht. Viel lieber legt man der jungen Dame ein rotes Abendkleid mit einseitiger Beinfreiheit auf das gemachte Bett. Egal, Hauptsache etwas anzuziehen. Und so schlüpft das ehemalige fünfte Element (es sind 5 Jahre später) ins formschöne Outfit und wird der zomboiden Belegschaft eines Science-Bunkers zeigen, dass Gott dort längst nicht mehr unter Vertrag steht, sondern mittlerweile ganz woanders wohnt.
Resident Evil, die Mutter aller Verfilmungen dieses so erfolgreichen Games, hat damals, 2002, Jovovichs zukünftiger Gemahl Paul W. S. Anderson realisiert. Nach sich gezogen hat sich ein Rattenschwanz von gefühlt 30 Sequels (genauer gesagt sind es bislang nur 5), und die Fangemeinde hält sich wacker. Freut sich im Übrigen auch riesig, weil ja demnächst auf Netflix sowas wie eine Serie an den Start gehen soll, nebst einer animierten selbigen. In Raccoon City jedenfalls wird so schnell kein Lockdown stattfinden. Die eben erwähnte fiktive Stadt ist auch Schauplatz dieses wüsten Erstlings, der in einer nicht näher definierten Zukunft angesiedelt ist, in der Megakonzerne zwar nicht offensichtlich, aber dennoch das alleinige Sagen haben und in allen Sparten des öffentlichen Lebens mitmischen. In diesem Fall hat die Schirmherrschaft die sogenannte Umbrella Corporation, und um nicht groß aufzufallen, hat der Konzern tief unter der Erde ein Forschungslabor eingerichtet, den sogenannten Hive. Dort wird an Viren und Genen und sonstigem herumgedoktert und gepanscht, und klarerweise dauert es nicht lang, und so eine Phiole mit wütenden Organismen fällt zu Boden. Die Folge: Zombie-Apokalypse unter Tage. Milla muss her, im Gefolge auch James Purefoy (ein Mann, dem sie noch nie begegnet sind) und Michelle Rodriguez als kernige Soldatin, die auch Ridley Scotts Aliens das Wilde runtergeräumt hätte.
Liebling, ich schenke dir dein Action-Franchise: Der wohl schönste Valentinstag eines Filmemachers für seine Schauspielgattin. Das hätte mal John David Washington für Zendaya in Malcolm & Marie machen sollen, dann hätten wir uns den nächtlichen Streit erspart. Milla Jovovich hat das bekommen. Fast schon zwanzig Jahre hat der Film am mutierten Buckel – und das Action-Model strahlt wie am ersten Tag mit einer 7-Tage-Inzidenz von 0 und Nada. Nichts kann die Dame erschüttern. Sie kann kämpfen, Zerberusse vermöbeln und auch ganz gut mit der Axt umgehen. Jovovich ist ein Hingucker, wenn auch der Verdacht aufkommt – und das liegt vielleicht an der üblen deutschen Synchro – unsere Heldin ist nicht ganz bei der Sache, etwas zeitverzögert und ein bisschen angeleitet. Aber gut, ich wäre auch leicht verwirrt, würde ich rund 1 km unter der Erde einem Virus entkommen wollen. Außerdem muss Milla für ihre folgenden Sequels erst so richtig warmlaufen, also eine Art Heldengenese durchmachen, sich etablieren.
Resident Evil ist dann auch auch nur das, was auf der Packung in großen Lettern draufsteht – ohne Beipackzettel. Recht triviale B-Action, der 2 Jahre nach der Jahrtausendwende immer noch der Stil der 90er nachweht. So richtig hemdsärmelig, in die Hände gespuckt und stereotypisch. Das wirkt manchmal etwas derb und hanebüchen, mittlerweile gibt´s zu dem Thema weitaus Besseres. Allerdings ohne Milla ___________________________________________ Mehr Reviews und Analysen gibt´s auf filmgenuss.com!