Men - Was dich sucht, wird dich finden
Durchschnitts-Wertung
2,8
78 Wertungen

16 User-Kritiken

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beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2022
Ein rätselhafter Film, der einige Rätsel nach und nach auflöst. Warum fährt Harper aufs Land? Wer ist der Mann, der vor ihrem Fenster zu Boden stürzt? Warum blutet sie?
Andere Rätsel lösen sich nicht auf.
Was ist phantastisch, was ist real? Welche Rolle spielt ihre Freundin, deren Aufdringlichkeit Harper zunächst unangenehm scheint? Ist die Freundin schwanger? Von wem?
Dazu eine großartige Jessie Buckley, mal verängstigt, aber auch immer wehrhaft und fast immer Frau des Geschehens. Und die Männer? Rory Kinnear gibt ihnen immer neue Gestalten.
Und über allem die Frage, hat sich Harper schuldig gemacht oder nicht?
Ein Muss für Menschen, die rätselhafte Filme mögen, alle anderen seien gewarnt, wahrlich keine leichte Kost.
Sehenswert
Patrick N.
Patrick N.

3 Follower 49 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 29. Juli 2022
Um Gottes Willen, was war das denn????????????? Einizig die schönen Landschaftsaufnahmen erhöhen den Film auf einen halben Stern, Das Ende ist dermaßen abartig abgefahren... Auf Grund der gynäkologischen Darstellungen am Ende ist das alles, nur kein FSK 16..... Liebe FSK; Brille putzen. das Ding ist ein FSK 18.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 24. Juli 2022
Alex Garland ist nach „Ex Machina“ und „Annihilation“ mit seinem dritten Spielfilm im Kino.

London: Harper (Jessie Buckley) möchte eine zweiwöchige Auszeit auf dem Land verbringen. Aber sie kann die Geschehnisse der näheren Vergangenheit nicht abschütteln.

Garland hat schnell den Ruf eines Könners erlangt. Wie in den beiden zuvor geschaffenen Werken erzeugt der ebenso als Drehbuchautor erfolgreiche Filmemacher eine Atmosphäre, die seinesgleichen sucht. Das stimmungsvoll genießerische Waldtanken von Harper inklusive der Komposition eines Echo-Songs überträgt der Londoner problemlos auf den Kinosaal. Umso bedrohlicher kommt das dazu angelegte Kontrastprogramm. Garland greift selbstverständlich auf Übliches zurück wie eine defekt flackernde Außenbeleuchtung neben unverschlossenen klappernden Türen eines viel zu groß scheinenden 500 Jahre alten Cottage mit wenig vertrauenerweckenden Schlössern. Einen beachtlichen Anteil an der Bildgewalt erreicht „Men“ jedoch durch die geschickte Aneinanderreihung der Einstellungen, aufgenommen von Stammkameramann Rob Hardy. Seltsame Ereignisse werden allmählich eingeflochten, durchschnitten von Harpers Flashbacks. Unter den Wellen der Begebenheiten steigt die Spannung gleichmäßig an. Der Film läuft, nichts stottert. Es ist gar nicht klar auszuloten, ob der Showdown nach ca. 45 oder erst nach ungefähr 90 der 100 Spielminuten beginnt. Der Zuschauer darf die Konzentration auf einen sehr kleinen ausstrahlungsstarken Cast lenken, was die sich mehrenden verstörenden Szenen verarbeitbarer macht. Das Trauma der Harper wird in eine zunehmend surrealistische Ebene verlegt, die erst spät gewisse Assoziationen offenbaren möchte, um in einem wilden Finale zu enden. Hier liegt dann wohl die Wurzel des Übels, nicht für Harper, sondern für den Film. Garland sitzt gefangen in der selbstgebauten Plot-Falle, die nicht zu früh das Wesentliche verraten möchte und dafür eine bestimmte Person bis einschließlich Abspann sehr oberflächlich belässt. Das Publikum wird dadurch recht aufwändig zum Schubladendenker bevormundet. Ehestreitigkeiten gab es übrigens schon mal mit mehr Tiefe umgesetzt. Aber woher soll die kommen?

„Men“ ist ein mitreißender, visuell geladener Rausch mit gerade noch verzeihbarer Erzählschwäche.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 23. Juli 2022
Ein Ärgernis, dass der Rezensent hier wirklich spoilersättigend alles vorweggenommen hat, inklusive dem opulenten mindfuck Ende. So wurde nicht nur im Nachhinein noch lange darüber gesprochen, ich hatte auch im Vorfeld Kopfkino par excellence und wusste an vielen Stellen bereits was kommt.
Insgesamt ein sehr eindringlicher und nachhallender Film. Wenn man sich erstmal an die allgegenwärtig metaphorische Gangart gewöhnt hat, kann man sich von den Schauspielleistungen vor imposanter Kulisse in den Wahnsinn treiben lassen.
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 22. Juli 2022
"Men" ist wirklich eine kleine Horror-Perle. Er beweisst, dass es für einen guten Horror nicht ständige Jump-Scares oder Horrormasken braucht. Der Horror kommt leise daher, unauffällig, ruhig. Genau deshalb wirkt es so authentisch. Was mich wenig begeistert hat war die Quintessenz des Plots und wird daher hier nicht verraten. Aber sonst: Absolut sehenswert. Genüßlicher kleiner Horror.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 11. Juli 2022
Man kann es wohl einfach oder sehr kompliziert sehen und sagen: Männer sind schlimm, Männer sind die Seuche. Diese Erfahrung macht die Hauptfigur in einem ungemein Stimmungsvollen Titel. Eine Frau, die einfach nur etwas Ruhe in einem ruhigen Landhaus sucht trifft auf diverse Männer, die allesamt auf eigene Weise bedrohlich, übergriffig oder sonstwie unangenehm werden. Das führt zu langen, endosen Szenen die recht schnell die grade Linie einer Geschichte verlassen und zum totalen Mindfuck führt. In den letzten zwanzig Minuten kann absolut alles passiere und alle Fesseln fallen. Das ergibt oftmals wenig Sinn, das vestört und entsetzt – aber es lässt nicht kalt.

Fazit: Atmosphärisch dichter Trip in den Wahnsinn
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