Rheingold
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Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 29. Oktober 2022
„Rheingold“ zeigt den Werdegang von Giwar Hajabi (Künstlername Xatar), der hauptsächlich von Emilio Sakraya und Ilyes Moutaoukkil verkörpert wird. Fatih Akin hat sich für sein aktuelles Projekt durch die Autobiografie des Rappers inspirieren lassen, der durch einen Raubüberfall den Weg in die Schlagzeilen fand.

Der Hamburger Regisseur möchte auf unterhaltsame Weise machen, was man machen darf. So seine Äußerungen nach dem Special-Screening in einem Münchner Kino. Mancher Griff zu künstlerischen Freiheiten endet im Desaster oder sorgt für Unverständnis beim Publikum, nicht so bei Fatih Akin, denn „Rheingold“ ist unverkennbar sein Werk, ein Flüchtlingsdrama-Rapper-Biopic mit Heist-Action-Comedy, das professionell für den lukrativen Kinomarkt hergestellt worden ist.

Es funktioniert. Beim Team hat Akin auf bewährtes Stammpersonal gesetzt: Rainer Klausmann liefert wie gewohnt hervorragendes Material, bestehend aus vielen intensiven Gesichtern, wobei für die kurze Drehzeit Intuition am Set in besonderem Maße erforderlich gewesen sein soll. Der meisterlich gelungene Schnitt von Andrew Bird mit der Zeitverschachtelung für den Zeitraum 1979 bis heute forciert die Durchmengung der Elemente aus Schrecken, Blut und Humor.

Giwar Hajabi soll in der Realität ein eigenwillig witziges Wesen haben. Fatih Akins Augenzwinkern stellt klar, dass Verbrechen vorgeblich cooler Fausthelden als wenig lohnenswert erscheinen. Trotz üppiger Spielzeit kann der Filmemacher das ereignisreich vollgestopfte Leben des Straftäters nur in kurzen Abschnitten betrachten. Was stilistisch grundsätzlich gelungen ist, hinterlässt dennoch den Eindruck, dass viele Jahre Freiheitsentzug weder Dauer hat noch Wirkung hinterlässt, das bleibt hängen.

Ergebnis: Glamour ist der Doku vorgezogen worden, ein schmuddelig romantischer Eilzug aus 138 sehr fesselnden Minuten.

Wo ist das Gold? Fatih Akin hat es im Kopf. Er ist ein Alchemist, der Edelmetall in amüsantes Kino umwandeln kann.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 29. Oktober 2022
Ich ging mit 0 Erwartung in den Film. Jedoch hat die Geschichte um Xatar direkt gepackt. Der Humor der im Film herrscht hat mir auch sehr gut gefallen. Die Schauspieler haben mich auch überzeugt und nicht aus der Handlung gerissen. Ein sehr solider guter Film den man sich anschauen kann.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 28. Oktober 2022
Ich habe schon sehr viele Filme gesehen doch das war wirklich eins der Besten Filme in meinem ganzen Leben.
Fantastisch!!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 31. Oktober 2022
Finde den Film super umgesetzt. Sollte man als Fan von xatar gesehen haben. Super Schauspieler, Story ist auch gut (kennt man aus der Biografie) und Umsetzung auch mega. Mich hat der Film überzeugt !!!!!!!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 27. Oktober 2022
Ein guter Film mit noch besserer Unterhaltung. Die knapp 2.5 Stunden gehen sehr schnell vorüber und der Film bleibt dennoch spannend, auch wenn man eigentlich schon weiß wie es ausgeht.

Die Kritik kann ich persönlich nicht wirklich nachvollziehen. Ich finde das Emilio Sakraya einen sehr guten Job gemacht hat Xatar zu porträtieren, er sieht vielleicht nicht GANZ so aus wie der echte, aber vom Auftreten und seiner Ausstrahlung kommt er, zumindest für mich, authentisch rüber.

Die Authentizität und Flexibilität ist meiner Meinung nach mit die größte Stärke des Filmes: denn er schafft es das durchaus sehr komplexe, vielseitige und manchmal auch unglaubwürdige Leben Xatar‘s unterhaltsam und geschickt darzustellen. In dem Sinne ist der Film eigentlich mehrere Filme in einem, nämlich Flüchtlingsdrama, Verbrecherfilm/„heistmovie“ , Liebesfilm und Musikfilm.

Dass das aber auch problematisch sein kann ist denke ich mal verständlich. Fatih Akin sagte dazu selbst, dass das mit sein schwerster Film sei. In dem Zusammenhang kann ich die Kritik durchaus nachvollziehen. Auch wenn die einzelnen Etappen im Film durchaus gut inszeniert sind, finde ich die Übergänge manchmal bisschen schwach und einzelne Aspekte sind mir persönlich zu kurz gekommen, z.B. was Xatar wirklich dazu bewegt hat eine Karriere als Musiker zu beginnen und vor allem wie. Gerade gegen Ende, nachdem Xatar sein erstes richtiges Album im Knast aufgenommen hat (was wirklich so passiert ist), überspringt der Film gleich mehrere Jahre und zeigt wie Xatar heute ein etablierter Musiker ist.

Das ist schade, denn die Szenen im Knast gehören neben dem „Prolog“ und dem Heist zu den besten im Film. Vielleicht hätte man das besser regeln können indem man andere Aspekte etwas verkürzen könnte und hier und da ne Einstellung oder Szene mehr in die Übergänge und wie bereits gesagt den Musikeraspekt von Xatar investieren können.

Allgemein aber ein sehr guter Film, egal ob für Xatar und Rapfans oder für den Mainstream.
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 23. Oktober 2022
Sätze wie „Giwar habe viel über sich gelernt, was er bis dahin nicht wusste“, und „sein Leben sei durch den Film noch wahrer geworden, als er es selbst in Erinnerung habe“, suggerieren nur bedingt, dass es sich hierbei um einen wirklich guten Film handelt. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass RHEINGOLD eine Märchenerzählung ist, die sich am groben Leben von Xatar orientiert und dabei eine Fantasiewelt schafft, in der der Rapper selbst gerne leben würde wollen. Dies wird sogar noch garniert mit der eigenwilligen finalen Moral: So lange der Unsinn, den du verzapfst, nur schlimm genug in deinem Leben ist, wird irgendwann alles gut und mit einsetzen des Erfolgs ist es egal, was zuvor passiert ist. Verpackt in wunderbaren Inszenierungen gibt sich Fatih Akin somit zwar keine Blöße in seiner Regiearbeit, enttäuscht aber in der Drehbuchentwicklung auf ganzer Linie. Es ist dennoch zu erwarten, dass das Werk beim Publikum für Begeisterung sorgen wird.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/rheingold
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