KEIN VERGLEICH ZUM ORIGINAL FILM
Ben Richards muss bei The Running Man antreten, um das Leben seiner Familie zu retten. Drei Kandidaten, 30 Tage, eine Welt, die dich jagt und ein ganzes System, das manipuliert, frisiert und lügt. Schnell merkt Ben, dass hier nichts ist, wie es scheint, weder die Show, die Menschen, noch die Regeln.
The Running Man 2025 läuft ca. 135 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und wagt ein Remake des 87er-Klassikers, damals mit Schwarzenegger, heute mit Glen Powell. Und genauso viel, wie die beiden gemeinsam haben, haben auch die Filme miteinander zu tun, fast nichts.
Diesmal geht es um einen Familienvater, der aus noblen Gründen auf der schwarzen Liste landet und wortwörtlich um sein Leben rennen muss. Hunter, Drohnen, Zuschauer, alle wollen ihn tot sehen. Die Gesellschaftskritik trifft überraschend gut ins Schwarze mit Deepfakes, Medienmanipulation und sogar die Kadishians kriegen ihr Fett weg. Macht Spaß, tut weh, so gehört sich’s.
Die Action ist solide, besonders in der Fluchtphase. Nur in den direkten Kämpfen zeigt der Klassiker klar, wie’s richtig geht. Glen Powell ist ein charismatisches Arschloch mit Herz, aber eben kein Arnie, er ist keine wandelnde Panzerfaust, sondern jemand, der Hilfe braucht und das macht die Rolle frischer.
Josh Brolin als Bösewicht bleibt dagegen blass. Richard Dawson hatte Charme, Kalkül und eine unterschwellige Gefahr, Brolin wirkt dagegen eher wie ein müder Talkshow Moderator kurz vor der Rente.
Das Finale liefert die erwartete Eskalation, aber für mich persönlich war es der schwächste Part.
Unterm Strich bleibt ein kurzweiliger Actionstreifen, der moderne Kritikpunkte sauber einbaut, gute Action abliefert und die Figuren können was. Leider ist der Antagonist enttäuschend, die Hunter noch mehr und das gefühlt tausendmalige Erwähnen der Familie nervt irgendwann gewaltig. Ja, Ben, wir haben’s verstanden, du hast eine Familie.
7,5/10 Punkten. Arnies Cameo ist übrigens herrlich, kein Demolition-Man-Gedenkbibliotheks-Level, aber trotzdem ein schönes Augenzwinkern.